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NFL @ SPOX


Gründer: Master_Of_Disaster | Mitglieder: 720 | Beiträge: 188
10.11.2017 | 1893 Aufrufe | 5 Kommentare | 8 Bewertungen Ø 9.8
Der Talk der NFL User
Extra Point - Der Community Talk
Braucht die NFL eine Development League? Ist die Liga zu ausgeglichen? Jaguars und Bears als Vorbilder? Mid-Season Awards?

Wir, das sind But(http://www.spox.com/myspox/id/Butfumlbe93.html), Brady (http://www.spox.com/myspox/id/brady12.html), Jay (http://www.spox.com/myspox/id/JaydoggBO.html) und Braten (http://www.spox.com/myspox/id/SoEinSatansbraten.html), haben uns nach längerer Pause mal wieder den aktuellsten NFL Fragen gewidmed. Rausgekommen ist folgender NFL-Talk:

Frage 1

Die Liga ist so ausgeglichen wie nie. Schadet ihr das?

But:

Ich sehe keinen Grund wieso eine spannende Saison der Liga schaden sollte. Mehr als die Hälfte aller Regular Season-Games sind nun abgeschlossen und von einigen Teams weiß man immer noch nicht so wirklich wie man sie einschätzen soll. Für Vorhersagen ungünstig, für Fans vieler Teams einfach klasse, denn nichts ist schlimmer, als die lange Offseason zu überstehen, um dann zur Saisonhalbzeit sein Team getrost abschreiben zu können.

Sehr wohl sehe ich aber das diesjährige Niveau als Problem. Gerade die Quarterback-Position wird von zu vielen Fragezeichen bekleidet, sei es aufgrund von Verletzungen oder schwacher Protection. Mit Houston, Denver, Jacksonville, Baltimore, Tampa, Miami, Green Bay, und Arizona startet bei einem Viertel der Liga im nächsten Spiel wohl ein Signalcaller, dem man nicht wirklich zutraut die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Und die Rookies sind hier absichtlich außen vor gelassen! Die fehlenden QB-Größen werden sich auch auf die Einschaltquoten, also auf das Produkt NFL auswirken.

Braten:

Da widerspreche ich dir etwas, But. Aus meiner Sicht braucht eine Liga ein klares Machtgefüge aus starken und schwachen Teams. Nur so lassen sich interessante Spannungsbögen für die Zuschauer entwickeln. Natürlich sind Überraschungssiege für uns Fans (Ausnahme: das eigene Team befindet sich auf der falschen Seite der Überraschung) interessant, aber es kommt natürlich auch nur zu Überraschungen, wenn es eine klare Verteilung in Favorit und Außenseiter gibt. Eine NFL, die nur aus Einheitsbrei besteht, kann so etwas nicht bedienen und würde auf Dauer an Reiz einbüßen. Das mangelnde Niveau, dass But erwähnt, tut dann ihr übriges. Das ist natürlich bewusst überspitzt formuliert, denn dIe Liga hat auch weiterhin klare (New England, Philadelphia, Kansas City, Pittsburgh), die aufgrund ihrer Qualität über den anderen Mannschaften schweben. Der Abstand zwischen oben und unten ist gefühlt jedoch nicht mehr so groß wie früher.

Den primären Grund für das (nahezu komplette) Fehlen von ausgewogenen Teams (starke Offense und Defense) findet man imho in der teuren Bezahlung der Starting Quarterbacks und den damit einhergehenden fehlende Cap für andere Bausteine im Kader.

Brady:

Ich muss euch hier beiden teilweise zustimmen. Wie Braten finde ich, dass ein klares Machtgefüge interessantere Spannungsbögen für den Zuschauer ermöglichen würde. Viele Teams im sogenannten Mittelfeld der Liga, sind ja eben nur da, weil es eben so viele Teams im Mittelfeld gibt und die sich an jedem Sonntag alle direkt schlagen können. Das bringt zwar vielen einzelnen Fan-Basen Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison, für den neutralen Zuschauer steigert das aber nicht die Qualität. Gebe es mehr klarere Spitzenteams, die kaum/keine Baustellen im Kader hätten, wären wohl viele dieser heurigen Mittelklasse-Teams schon abgeschlagen und hätten wohl auch einen Record der eher ihrer Leistungsstärke entspricht.

Sehr interessant für mich in dem Zusammenhang das letzte Power Ranking des besten deutschen Footballblogs(=https://sidelinereporter.wordpress.com/2017/11/08/nfl-power-ranking-2017-woche-9/).

Das zeigt viele Teams mit einer hervorragenden Unit und einer sehr schwachen, kein einziges Team mit 2 Top 7-Units und insgesamt nur sehr wenige ausgeglichene Teams. Um auf die Frage zurückzukommen, wie But sehe ich das Hauptproblem der fehlenden Spitzen-Qualität auch bei den vielen fragwürdigen Starting-QB´s. Es ist nun mal die prägendste Position am Gridiron und wenn da nur Durchschnitt, oder sogar weniger am Feld ist, macht das die Spiele oft alleine schon wenig sehenswert. Sei es durch Verletzungen oder einfach weil es nicht 32 QB´s gibt, die gut genug sind - die heuer jede Woche reihenweise auftretenden, unterdurchschnittlichen QB-Performances sind jedenfalls nicht schön anzusehen. Ein weiterer gravierender Punkt neben den QBs, sind für mich die Leistungen der O-Lines. Teams, die auch nur eine durchschnittliche Line aufs Feld stellen können, gehören schon zur Ausnahme. Wenn dann dadurch in einigen Spielen die Hälfte der Plays schon an der LoS abgewürgt werden, macht es das auch nicht gerade ansehnlicher.

Jay:

Ich finde die Ausgeglichenheit der Liga klasse, natürlich hätte ich nichts dagegen wenn Seattle etwas dominanter und auch konstanter spielen könnten. Jedoch für die Liga finde ich es super und ich glaube auch dass es der Liga gut tut. Wenn ein Primetime Game ansteht und man nicht mit einer Sicherheit von 90 bis 95 % schon von dem Sieger ausgehen kann, wird das mehr neutrale Zuschauer vor die Fernsehgeräte holen. Und was der Vorteil von zwei bis drei dominanten Teams für die Liga von Vorteil sein soll, sehe ich eben nicht. Gerade im Hinblick auf die Playofffs könnte das sehr spannend sein und dürften die Quoten auch nach oben schießen lassen. Und was kann man als Fan mehr wollen?

Frage 2:

Die Jags und Bears machen es vor. Kann eine Offense, die voll aufs Running Game fokussiert ist, dauerhaft funktionieren?

Braten

Können Teams ihren schwachen Pass-Angriff mit einem elitären Laufspiel kaschieren und auf längere Zeit wettbewerbsfähig sein? Unter der Prämisse einer sehr starken Verteidigung würde ich diese Frage mit ja beantworten. Eine Mannschaft, die sich aber NUR auf das Laufspiel verlässt und ohne konstant gutes Passspiel auskommt, wird nicht auf Dauer genug Spiele gewinnen. Ein Beispiel hierfür sind ja die in der Frage genannten Teams. Weder die Chicago Bears noch Everybodys Darling aus Jacksonville sind für mich Spitzenteams. Beide Teams haben gute Running Backs und Offensive Lines. Die fehlende Gefahr durch das Passspiel hemmt das Laufspiel. Die Gegner stellen die Box zu und dadurch müssen sich die Yards mühselig erlaufen werden. Sowohl Chicago (40,3 Prozent Success Rate/Platz 18) als auch die Jaguars (42,9%/Platz 7) sind im Laufspiel nicht in der absoluten Spitzengruppe zu finden. Vielmehr profitieren die Teams von der starken Abwehr und der aktuellen Schwächephase der besseren Teams (siehe dazu Frage 1) - wobei Chicago mit 3-5 sowieso nicht als positives Beispiel optimal besetzt ist. Auf lange Sicht kann ein Team ohne zumindest leicht unterdurchschnittliches Spiel über die Luft nicht konstant erfolgreich sein - auch wenn das alle aktuelle auf dem Jax Hypetrain anders sehen wollen.

But

Ein klares Nein meinerseits. Das Laufspiel hat schlicht zu wenig Einfluss um das schwergewichtige Passspiel dauerhaft so zu überspielen. Sei es Effektivität nach Rush-DVOA oder Erwartungswert nach Yards pro Run; beide Metriken korrelieren über die letzten Jahre kaum mit dem Erfolg des jeweiligen Teams. Das zeigt auch das aktuelle Beispiel der Jaguars Defense. Footballoutsiders führt sie nach DVOA auf Platz 1 im Ligavergleich und das mit großem Abstand. Die Run Defense dagegen? Platz 31! Trotzdem gewinnt die Jaguars Defense regelmäßig die Spiele, und sollte die Performance der Unit nicht einbrechen, sehen wir das erste Playoffheimspiel seit 1999 im Norden Floridas, davon bin ich überzeugt.
Die Phrase Its a passing league ist mittlerweile so abgedroschen wie sie wahr ist, der Run ist nur noch Beiwerk. Maximal.

Jay

Durch ein gutes Run-Game alleine wird kein Team in die Playoffs kommen, geschweige denn um den Super-Bowl Einzug mitspielen. Hier macht es eher das Zusammenspiel aus einer sehr starken Defense und einem ordentlicher Run Game.

Als Beispiel die Jaguars, die stellen die mit Abstand beste Pass Defense der Liga. Als Vergleich die 2015er Broncos kommen auf ein DVOA gegen den Pass von -28,0 %, die 2013er Seahawks auf -34,3 % und bisher pulverisieren die Jaguars beide Werte mit -48,0 %. Nur aufgrund dieser Tatsache können die Jaguars es sich erlauben selber eine Game-Manager Offense aufs Feld zu schicken. Und da es ihr QB nicht schafft, muss es über das Run Game funktionieren und hier ist es dann auch egal ob es Fournette oder Ivory ist.

Grundsätzlich trifft das aber auch auf die anderen beiden Top-Defenses zu, mit den Ravens und Rams haben auch diese beiden Teams kein wirklich guten Run Stop, der reicht aber aus wenn die Pass Defense so gut ist. Wohingegen die Browns zwar die beste Run Defense stellen, weil sie aber selber kaum den Pass stoppen können, zieht es ihre Defense ins Mittelfeld und so sind sie auch nicht in der Lage ein Spiel aufgrund ihrer Defense zu gewinnen.

Brady

Zur Beantwortung der Frage ist eigentlich alles gesagt, auch von mir gibt es ein Nein. Eine Offense die wirklich nur komplett aufs Run Game fokussiert ist, wird langfristig nicht erfolgreich sein. Ein paar Spiele lang mag das, wie z.B. heuer bei den Bears gut gehen, aber über einen längeren Zeitraum stellen sich die gegnerischen Mannschaften einfach darauf ein und man braucht selbst mit einer guten Defense zumindest eine ausgeglichene Offense.

Dass es aber in den letzten Jahren und vor allem heuer wieder einen Aufschwung in der Priorität des Ground Games gibt, ist für mich nicht abzustreiten. Schon seit 2015 sieht man das im Draft, wo die Backs wieder deutlich früher gepickt werden als in den Minusrekord-Jahren 2013 und 2014.

Richtig deutlich wird das aber, wenn man auf die durchschnittlichen Lauf-Versuche pro Spiel der Teams schaut. So gab es 2015 und 2016 jeweils nur 3 Teams, die im Durchschnitt über 30 Versuche pro Spiel hatten, heuer gibt es bis jetzt deren 7 und zwei weitere die im Durchschnitt 29.9 Versuche pro Spiel haben. Diese 9 Teams haben insgesamt eine Bilanz von 47-27 und nur 2 davon haben einen negativen Record. Das zeigt für mich, dass vllt gerade in Zeiten der extremen Passing League und Nickel- bzw. Dime-Defense, ein gutes Ground Game entscheidend sein kann.



Frage 3:

Braucht die NFL eine Development Liga?

Jay

Ja, zumindest für einen Großteil der Spieler, besonders für die Offensive. Die meisten Quarterbacks aus dem College kennen es kaum Under Center zu spielen. Die O-Liner kennen wenig über das traditionelle Blocking und wenn man sich die diesjährigen Wide Receiver anguckt bekommt kaum einer der First Round Picks das Vertrauen ausgesprochen.

Etwas anders sieht es in der Defensive aus, denn hier sieht man schon einige Rookies gute Leistung bringen und sich auch als Starter durchzusetzen. Eine Idee für die D-League wäre, wenn die entlassenen Rookies und UDFA die Waiver Wire überstehen sie in eine D-League Mannschaft pro Division zu stecken an denen auch Coaches der jeweiligen Teams mittrainieren. So würden diese Spieler es schaffen sich weiter fit zu halten, für NFL Teams interessant zu bleiben und sich sogar noch weiterzuentwickeln. Nur noch für das Gehalt und ob und wie Spiele ausgetragen werden, müsste man sich etwas überlegen. Aber ja, die Liga würde von so einer D-League profitieren.

Brady

Ein klares Jaein von mir. Zu den Punkten von Jay: Wenn Head Coaches bzw. Offensive Coordinator, wie zuletzt z.B. Bill O´Brien oder Doug Pederson, in den ersten 1-2 Jahren mit Rookie-QB´s ihr System etwas an die Stärken derer anpassen um ihnen zu helfen, anstatt stur ihr Pro-Style-System durchzuziehen, hilft das den QB´s mMn mehr als eine Development League. Bei Wide Receivern sehe ich das ähnlich, lasst die Rookies erstmal die Routen laufen, die sie schon gut können und integriert sie so langsam in die Offense, anstatt sie so lange auf der Bank zu halten, bis sie den kompletten Route-Tree perfekt können. Sehr gutes Beispiel hierfür ist für mich z.B. Michael Thomas, der am Anfang vom letzten Jahr nur spezielle Routen in diversen Packages lief und dann nach und nach immer mehr integriert wurde. Bei den O-Linern hingegen bin ich absolut der Meinung, dass eine D-League helfen würde, mit den jetzigen Practice-Regeln bekommen diese einfach zu wenige Reps. Da kommt man dann, vor allem wenn man nicht schon ein gewisses Pedigree vom College hat, in so ein Rad: zu wenige Reps--> schlechte Leistung--> keine Spielzeit=noch weniger Reps.

Abschließend sehe ich neben dem, von Jay schon genannten, Problem mit dem Gehalt, noch ein weiteres großes Problem: Verletzungen. Football ist nun mal ein Kontaktsport und dadurch ergeben sich leider immer wieder Verletzungen. Welcher gedraftete, oder als UDFA gesignte Spieler würde sich dann vor dem TC freiwillig in so einer Liga eintragen, wenn er bei einer etwaigen Verletzung womöglich auf sicheres Gehalt verzichten müsse?!

Auch wenn es vor allem für die Spieler in den Trenches sehr hilfreich wäre, denke ich, dass es aufgrund des Problems Finanzierung/Verletzungsrisiko in naher Zukunft leider keine Development League der NFL geben wird.

But

Auf dem Papier ist so eine Entwicklungs-Liga eine tolle Sache, aber ob sie in die NFL wirklich machbar wäre? Wie ihr beide schon angemerkt habt, würde es Probleme mit Verträgen, Gehältern und Verletzungs-Regularien geben. Das wäre ein riesiger Berg an Diskussions- und Zündstoff der in einem neuen CBA ausgehandelt werden müsste. Zumal die Spielergewerkschaft NFLPA ja nicht gerade dafür bekannt ist, der Liga aktuell besonders friedlich gegenüberzustehen.

Ein weiteres Problem: Wann sollen die Spiele eigentlich stattfinden? Während regulärem Spielbetrieb und Training Camp natürlich nicht und ob die Liga die Draftsaison (etwa beginnend mit dem East-West Shrine Game) opfert, halte ich für fraglich. Bleibt die Offseason, in der man OTAs und Minicamps verkürzen bzw. ganz abschaffen müsste, was wohl ein geringeres Problem darstellen würde. Nur, wann erholen sich die Jungtalente? Viele Spieler scheinen bereits jetzt am absoluten Limit zu spielen und fordern - zu Recht - mehr Regenerationszeit wie etwa eine zweite Bye-Week.
Eine D-League würde zwar das Spielniveau erhöhen, kann aber nicht im Interesse der Spieler sein. Ob die Owner das wollen ist ebenfalls fraglich.

Braten

Meine Antwort wäre ein Gesamtkonstrukt aus all euren Antworten, Jungs. So eine Development Liga würde den Teams hinsichtlich der Qualität der Spieler massiv helfen. Obwohl man es gerne anders sieht, stehen die Colleges nicht in der Pflicht die NFL mit fertigen Spielern zu beliefern. Deswegen müssen sie auch nicht dafür Sorge tragen, dass die Talente bereits in ihrer Schulzeit NFL-taugliche Konzepte und Techniken erlernen. Die daraus resultierenden Anpassungsschwierigkeiten könnten in einer Entwicklungs Liga reduziert werden. Leider bringt unser geliebter Sport hohes Verletzungsrisiko mit sich, dass eine solche Liga nahezu unmöglich macht. Der Körper ist das Kapital der Spieler und bereits im College achten junge Talente auf Schonung, Regeneration und Prävention. Ohne einen gesunden und belastbaren Körper ist eine mehrjährige Karriere in der NFL nicht möglich. Daher bezweifle ich, dass Prospects ihre Knochen in belanglosen Duellen hinhalten und ihre Karriere gefährden würden. Vor allem verletzungsanfällige Positionen wie etwa Running Backs sollten ein solches Risiko auch meiden. Damit das Konzept einer Entwicklungs-Liga jedoch funktionieren soll, bräuchte man genug Spieler, die mit vollem Einsatz und Ernsthaftigkeit auf dem Platz agieren. Andernfalls würde ein solche Liga die bekannten Probleme nicht lösen können.

Die Themen Gehalt, Austragungsort und Spielplan wären eine Herausforderung, aber sie sind lösbar. Das hohe Verletzungsrisiko lässt sich auf absehbare Zeit jedoch nicht beheben. Eine Development Liga bleibt also auch weiterhin nur eine schöne Theorie.



Frage 4:

Alle Jahre wieder hagelt es Kritik am Playoffsystem der NFL. Mindestens ein schwaches Team scheint immer von einer noch schwächeren Division zu profitieren und ergaunert sich so sogar ein Heimspiel im Januar. Sind die Qualifikationsbedingungen und das Spielsystem der Postseason nicht längst abzuändern?

Brady

Ich vertrete hier wahrscheinlich nicht die populärste Meinung, aber ich würde das System so belassen wie es ist.

Für die Spieler und wohl auch für jeden Fan eines Teams beinhalten die Duelle in einer Division jedes Jahr das gewisse Etwas und wenn man die Mehrzahl dieser gewinnt, gewinnt man in den meisten Fällen auch die Divison. Gewinnt man eine Divison hat man es für mich unter anderem auch deswegen verdient, ein Playoff-Heimspiel zu bekommen. Gutes Beispiel dafür: letzte Saison hatten die Texans insgesamt 3 Siege weniger als Oakland, aber, die Texans hatten in ihrer Divison einen 5-1 Record, während die Raiders in ihrer Divison nur .500(3-3) waren. Hätten die Raiders also in ihren Divison-Duellen besser abgeschnitten, hätten sie auch ein Heimspiel bekommen.

Übrigens, seit 2008 sind diese ominösen #4 Seeds der jeweiligen Conferences zusammen 12-6 in ihren jeweiligen WildCard-Spielen.

Jay

Ja, aber stehen die #4 Seeds mit diesem Record da, weil sie dann doch das bessere Team haben oder profitieren sie einfach von der Home Field Advantage, die in keiner amerikanischen Sportart so wichtig ist. Ich finde schon, dass es hier ein Umdenken geben müsste und das Team mit dem besseren Record das Heimrecht haben sollte. Einen weiteren sehr interessanten Ansatz habe ich zuletzt auf Twitter aufgeschnappt. Hier geht es darum dass die topplatzierten Teams eine Wahl haben gegen welchen Gegner sie antreten. So würde man dem First Seed der Division nochmal mehr belohnen und neben dem Heimvorteil in den gesamten Playoffs, hätte man auch noch die Möglichkeit sich das bessere Matchup auszusuchen. Was haltet ihr denn davon?

Braten

Das ist ein interessanter Ansatz, Jay. Das würde den First Seed natürlich nochmal einen gewissen Bedeutungsschub geben. Und es wäre auf jeden Fall spannend zu sehen, wie die Teams bei der Auswahl des Gegners taktieren würden. Ausnahmsweise bin ich hier jedoch eher konservativ eingestellt. Bin bei dem Thema daher vollkommen bei Brady. Vielleicht ist deine Meinung also doch populärer als gedacht Natürlich profitieren Teams von schwächeren Divisionen, aber die Stärke bzw. Schwäche einer Division ist ja nur von temporärer Natur. In einigen Jahren profitiert man von schwächeren Divisionsrivalen, in anderen muss man sich dann umso mehr strecken. Deswegen lehne ich auch eine Qualifizierung für die Playoffs, die sich auf den reinen Record bezieht, ab. Außerdem müsste man in dem Fall ja auch die Stärke des Spielplans miteinbeziehen, um einen komplett fairen Wettbewerb zu gewährleisten - und das ist aus meiner Sicht utopisch.

Divisionsduelle sind für mich einfach das Salz in der Suppe und Siege gegen die Pappnasen aus Kansas City, San Diego (sic!) und Oakland noch etwas süßer als andere. Der Sieger einer Division hat sich das Recht auf ein Heimspiel verdient. Ich würde das System also weiterhin so lassen.

But

Tja, so kann man sich täuschen, brady. Auch ich will nicht viel am aktuellen Playoffsystem verändern. Die Divisionsieger gehören in die Playoffs und sollten da auch ein Heimspiel haben. Einfach als Preis für den Sieg über die engsten Rivalen. Zumal, wie Braten es schon anmerkte, der Vergleich der Records eben immer auch am unterschiedlichen Spielplan irgendwo scheitert.
Jays Vorschlag finde ich interessant. Ob er aber wirklich umsetzbar ist? Die Coaches haben meist genug zu tun, auch während der Postseason Bye-Week. Da soll man jetzt noch mehrere Teams scouten um sich entscheiden zu können, welches Matchup die höchste Siegchance dem Team bringt? Ich weiß nicht, ob da viele drauf eingehen, zumal man ja erst nach der freien Woche sicher sagen kann, welcher Kontrahent überhaupt zur Wahl steht.
Meine einzige gewünschte Änderung: Die Seed-Reihenfolge sollte nach der Bye-Week neu definiert werden. Weg von den Divisionsiegern hin zu den Teams mit dem besten Record (mangels anderer Bewertungsalternativen) als Gastgeber. So hat weiterhin jeder Divisionchampion ein Heimspiel, die Fans der Widlcardteams haben aber auch die (zugegeben geringe) Chance ihr Team live zu sehen.



Mid-Season Awards:

MVP: Alex Smith (2 Stimmen)
Weitere Stimmen: Tom Brady (brady) und Carson Wentz (Braten)

OPotY: Antonio Brown (3 Stimmen)
Weitere Stimme: Kareem Hunt (Jay)

DPotY: Bobby Wagner (Jay), Harrison Smith (But), Calais Campbell (brady) und Aaron Donald (Braten)

ORotY: Kareem Hunt (3 Stimmen)

Weitere Stimme: Deshaun Watson (Jay)

DRotY: Marshon Lattimore (3 Stimmen)

Weitere Stimme: TreDavious White (brady)

Comeback Player: Earl Thomas (Jay), Teddy Bridgewater (But), Rob Gronkowski (brady) und Luke Kuechly (braten)

CotY: Sean McVay (3 Stimmen)

Weitere Stimme: Doug Pederson (But)

SB Tipp: Pittsburgh Steelers - Minnesota Vikings (Jay)

Pittsburgh Steelers - New Orleans Saints (But)

New England Patriots - Dallas Cowboys (brady)

Pittsburgh Steelers - Seattle Seahawks (braten)

Black Monday Coaches:

Chuck Pagano, Hue Jackson, Ben McAdoo (je 4 Stimmen), Vance Joseph, Marvin Lewis (je 2 Stimmen), Dirk Koetter, Todd Bowles, John Fox (1 Stimme)

ø 9.8
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KOMMENTARE
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MatzeB92
16.11.2017 | 23:48 Uhr
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MatzeB92 : 
16.11.2017 | 23:48 Uhr
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MatzeB92 : 
Herr und sein Donald-Fangirling wieder.
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Herr0in
16.11.2017 | 23:33 Uhr
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Herr0in : 
16.11.2017 | 23:33 Uhr
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Herr0in : 
Bin jetzt auch endlich dazu gekommen es zu lesen. Teilweise sehr coole Fragen. Hat Spaß gemacht und vielen Dank. P.S. Wer Donald nicht als DPotY hat, hat den Football nie geliebt.
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MatzeB92
11.11.2017 | 16:59 Uhr
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MatzeB92 : 
11.11.2017 | 16:59 Uhr
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MatzeB92 : 
Sehr schöner Beitrag. Erinnert mich an die Rubrik Two-Minute-Warning. Würdest ihr auch andere Leute mitmachen lassen?
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JaydoggBO
11.11.2017 | 15:05 Uhr
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JaydoggBO : 
11.11.2017 | 15:05 Uhr
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JaydoggBO : 
Ja, wir wollen es eigentlich wieder häufiger machen, war ne Zeit lang etwas untergegangen. Aber so 3-4 Ausgaben pro Saison könnten wir uns vorstellen
0
Petzie
11.11.2017 | 14:57 Uhr
0
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Petzie : 
11.11.2017 | 14:57 Uhr
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Petzie : 
schöne Sache, Jungs! Gefällt mir gut. Habt ihr vor das zukünftig regelmäßig zu veröffentlichen?
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