16.04.2011 um 16:54 Uhr
Geschrieben von Brian_Clough
Die Spaltung des zu Einenden?
Wenn ein Verein wie der FC Bayern 5 Spieltage vor Saisonende auf Platz 4 steht und die Champions-League zu verpassen droht, dann werden alle gemeinsam zusammenstehen, um alles Mögliche zu tun, um dieses Horrorszenario zu vermeiden - so sollte man zumindest meinen.
Doch es scheint so, als stünde nicht das eminent wichtige Spiel gegen Bayer Leverkusen im Vordergrund. Vielmehr sind es immer noch die Nachwirkungen der Fanproteste vom vorvergangenen Spieltag, die den Verein in seinen Grundfesten zu erschüttern drohen. Sogar eine dauerhafte Spaltung der Anhänger erscheint nicht mehr unrealistisches Geschwätz.
Wieso musste es jedoch zu einer derartigen Lagerbildung kommen, unter Leuten, von denen man meinen könnte, die gemeinsame Zuneigung zu ihrem Verein FC Bayern sei eine genügend große einende Kraft?
Ein einfacher Verweis auf die Protestbewegung der Südkurve griffe hier deutlich zu kurz. Die Aktionen der Südkurve (und nebenbei nicht die der Schickeria, auf die der Protest oft fälschlich reduziert wird, um ihn zu diskreditieren) sind allenfalls Ausfluss, nicht Ursache der Problematik.
Vordergründig kommt man auf Sachfragen wie auf einen möglichen Wechsel von Manuel Neuer, den einige Fans der Südkurve - lange nicht alle - verhindern wollen, weil sie in Neuer den Inbegriff der so verhassten Schalker Ultras sehen - Neuer selbst ist Mitglied der Schalker "Buerschenschaft". Und weiter kommt man auf den Umgang mit dem verhassten Lokalrivalen 1860: Hier sind weitaus mehr Fans nicht einverstanden damit, dass die Verantwortlichen des FC Bayern federführend an der Rettung der Blauen beteiligt sind. Viele nehmen hier vor allem Uli Hoeneß beim Wort, messen ihn an früheren Aussagen und wollen schlicht eines: Die Blauen absaufen sehen.
Doch sowohl die Personalie Neuer als auch die Hilfe für 1860 sind beides lediglich Anlass der um sich greifenden Spaltung der Bayernfans. Schon früher kamen Spieler, die Publikumslieblinge ablösten, vom verhassten Lokalrivalen oder aus Schalke. Schon früher hat Bayern 1860 massiv unter die Arme gegriffen.
Häufig waren viele Fans dagegen, niemals gab es jedoch eine Art "Fanaufstand".
Man muss also weiterforschen: Dann stößt man unweigerlich auf eine Person: Auf Uli Hoeneß.
Es scheint kein Zufall zu sein, dass die angestaute Fanwut mit dem Ventil Neuer/1860 sich ausgerechnet an Uli Hoeneß entlud und er im Mittelpunkt der Kritik steht. Warum?
Der erste durchaus bedeutende Punkt dürfte sein, dass sich die Hoeneßsche Führungsstruktur nicht geändert hat, es war und es ist eine "One-Man-Show". Jedoch hat sich das Amt von Hoeneß geändert, er ist nicht mehr Manager und Vorstand, sondern Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender.
Während früher diese Art der Führung nicht nur unwidersprochen blieb, sondern als "Abteilung Attacke" akzeptiert und für den FC Bayern identitätsstiftend war, erscheint sie jetzt als ein "Nichtloslassenkönnen". Und als Doppelmoral, wenn bedenkt, wie sehr Hoeneß früher Beckenbauer immer für jegliche Einflussnahme kritisierte, während er jetzt alles jemals Dagewesene selbst überbietet. Das Amt des Präsidenten verlangt kein lautsprecherhaftes Gepoltere, sondern präsidiale Würde, die Hoeneß völlig abzugehen scheint - und Hoeneß Herrschaft wirkt daher als deplatzierte Alleinherrschaft.
Zweitens muss hier widersprüchliches Verhalten angeführt werden. Einerseits teilt Hoeneß selbst als Präsident immer noch gegen alles und jeden unter der Gürtellinie aus und macht selbst vor vernichtender Kritik an dem eigenen Torwart nicht Halt, zum anderen ist seine Reaktion auf Kritik an ihm dünnhäutiger denn je. Wenn man sich selbst unangemessene und vernichtende Kritik verbittet, dann ist das weder konsequent noch glaubwürdig, wenn man selbst ein ähnliches Verhalten vorlebt und salonfähig macht. Kritik ist per se nicht deshalb gut, weil sie von Uli Hoeneß kommt. Und andersherum ist Kritik nicht begriffsnotwendig schlecht, wenn sie sich an Uli Hoeneß richtet.
Als Präsident wäre es Ulis Aufgabe, eine einende Kraft zu sein für den ganzen Verein und alle bedeutenden Gruppen hierbei mitzunehmen. Dass die Südkurve eine solche bedeutende Gruppe ist, dürfte niemand bestreiten. Man kann den Fans einen Wechsel von Neuer als nachvollziehbar darstellen, eine Hilfe für 1860 als im Interesse des FC Bayern liegend, man muss es jedoch kommunizieren. Stattdessen spaltet Hoeneß und verfehlt damit seine Aufgabe als Präsident.
Drittens sollte hier die Personalie Louis van Gaal genannt werden, den Hoeneß mit dem Verweis auf seine "One-Man-Show zum Abschuss freigab. Dies erscheint für viele als Gipfel der Doppelmoral, unabhängig davon, ob es berechtigt ist, van Gaal zu entlassen oder nicht. Vielmehr entsteht der Eindruck, es ginge Hoeneß nicht so sehr um das Wohl des Vereins, sondern um seine eigene Machtstellung, als ob Hoeneß es nicht ertragen könne, wenn der FC Bayern aufgrund der Leistung einer anderen Person ohne sein maßgebliches Zutun Erfolg habe. Wenn sich dieser Eindruck einmal verfestigt hat - und er verfestigt sich je schneller, desto mehr Hoeneß selbst eine "One-Man-Show" zeigt -, dann schwindet Vertrauen, und damit die Basis von jeglicher Akzeptanz.
Wie es momentan scheint, wird bald ein vierter Grund für die Spaltung hinzukommen:
Man sollte meinen, die Führung des FC Bayern setze jetzt alles daran, die Fans wieder zu einen und mit allen gemeinsam für Platz 3 zu sorgen.
Weit gefehlt. Stattdessen gibt es eine Bewegung "Mia san Uli", die am Sonntag im Stadion für die Person Uli Hoeneß Stimmung machen will. Diese Bewegung verdient zwar Kritik, weil sie Politik im Stadion betreibt, statt den FC Bayern anzufeuern, und damit genau das tut, was sie kritisiert: Indem man zum Tragen roter Kleidung als Zeichen der Zustimmung zur Aktion aufruft, instrumentalisiert man ferner jeden Bayernfan, der sich rot kleidet (was ja nichts besonderes sein dürfte bei einem Verein, dessen Vereinsfarben Rot-Weiß sind), für die eigene Bewegung. Zudem verkennt man in eklatanter Weise die Größe des FC Bayern, wenn man ihn als FC Hoeneß darstellt. Aber sei´s drum, trotz dieser Schwächen ist es nicht weniger als das Recht auf freie Meinungsäußerung, das diese Bewegung für sich in Anspruch nehmen kann.
Wenn dann jedoch diese Aktion die massive Unterstützung und Promotion des Vereins findet, indem etwa 3000 "Mia san Uli"-T-Shirts gratis verteilt werden und der Verein 30 Arbeitskarten an die Organisatoren verteilt, um überall im Stadion entsprechende Transparente anzubringen, und gleichzeitig alles daran gesetzt wird, die Gegner von Hoeneß mundtot zu machen, indem man der Südkurve das Mitbringen von Transparenten verbietet, Megaphone verbietet, das Vorsängerpodest abbauen lässt sowie die Kontrolle an den Eingängen zur Südkurve drastisch verschärft, ist das aktive Legendenbildung und Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung in einem bisher nie dagewesenen Niveau, das eher zu Nordkorea passt als in das Stadion von Bayern München.
Doch es scheint so, als stünde nicht das eminent wichtige Spiel gegen Bayer Leverkusen im Vordergrund. Vielmehr sind es immer noch die Nachwirkungen der Fanproteste vom vorvergangenen Spieltag, die den Verein in seinen Grundfesten zu erschüttern drohen. Sogar eine dauerhafte Spaltung der Anhänger erscheint nicht mehr unrealistisches Geschwätz.
Wieso musste es jedoch zu einer derartigen Lagerbildung kommen, unter Leuten, von denen man meinen könnte, die gemeinsame Zuneigung zu ihrem Verein FC Bayern sei eine genügend große einende Kraft?
Ein einfacher Verweis auf die Protestbewegung der Südkurve griffe hier deutlich zu kurz. Die Aktionen der Südkurve (und nebenbei nicht die der Schickeria, auf die der Protest oft fälschlich reduziert wird, um ihn zu diskreditieren) sind allenfalls Ausfluss, nicht Ursache der Problematik.
Vordergründig kommt man auf Sachfragen wie auf einen möglichen Wechsel von Manuel Neuer, den einige Fans der Südkurve - lange nicht alle - verhindern wollen, weil sie in Neuer den Inbegriff der so verhassten Schalker Ultras sehen - Neuer selbst ist Mitglied der Schalker "Buerschenschaft". Und weiter kommt man auf den Umgang mit dem verhassten Lokalrivalen 1860: Hier sind weitaus mehr Fans nicht einverstanden damit, dass die Verantwortlichen des FC Bayern federführend an der Rettung der Blauen beteiligt sind. Viele nehmen hier vor allem Uli Hoeneß beim Wort, messen ihn an früheren Aussagen und wollen schlicht eines: Die Blauen absaufen sehen.
Doch sowohl die Personalie Neuer als auch die Hilfe für 1860 sind beides lediglich Anlass der um sich greifenden Spaltung der Bayernfans. Schon früher kamen Spieler, die Publikumslieblinge ablösten, vom verhassten Lokalrivalen oder aus Schalke. Schon früher hat Bayern 1860 massiv unter die Arme gegriffen.
Häufig waren viele Fans dagegen, niemals gab es jedoch eine Art "Fanaufstand".
Man muss also weiterforschen: Dann stößt man unweigerlich auf eine Person: Auf Uli Hoeneß.
Es scheint kein Zufall zu sein, dass die angestaute Fanwut mit dem Ventil Neuer/1860 sich ausgerechnet an Uli Hoeneß entlud und er im Mittelpunkt der Kritik steht. Warum?
Der erste durchaus bedeutende Punkt dürfte sein, dass sich die Hoeneßsche Führungsstruktur nicht geändert hat, es war und es ist eine "One-Man-Show". Jedoch hat sich das Amt von Hoeneß geändert, er ist nicht mehr Manager und Vorstand, sondern Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender.
Während früher diese Art der Führung nicht nur unwidersprochen blieb, sondern als "Abteilung Attacke" akzeptiert und für den FC Bayern identitätsstiftend war, erscheint sie jetzt als ein "Nichtloslassenkönnen". Und als Doppelmoral, wenn bedenkt, wie sehr Hoeneß früher Beckenbauer immer für jegliche Einflussnahme kritisierte, während er jetzt alles jemals Dagewesene selbst überbietet. Das Amt des Präsidenten verlangt kein lautsprecherhaftes Gepoltere, sondern präsidiale Würde, die Hoeneß völlig abzugehen scheint - und Hoeneß Herrschaft wirkt daher als deplatzierte Alleinherrschaft.
Zweitens muss hier widersprüchliches Verhalten angeführt werden. Einerseits teilt Hoeneß selbst als Präsident immer noch gegen alles und jeden unter der Gürtellinie aus und macht selbst vor vernichtender Kritik an dem eigenen Torwart nicht Halt, zum anderen ist seine Reaktion auf Kritik an ihm dünnhäutiger denn je. Wenn man sich selbst unangemessene und vernichtende Kritik verbittet, dann ist das weder konsequent noch glaubwürdig, wenn man selbst ein ähnliches Verhalten vorlebt und salonfähig macht. Kritik ist per se nicht deshalb gut, weil sie von Uli Hoeneß kommt. Und andersherum ist Kritik nicht begriffsnotwendig schlecht, wenn sie sich an Uli Hoeneß richtet.
Als Präsident wäre es Ulis Aufgabe, eine einende Kraft zu sein für den ganzen Verein und alle bedeutenden Gruppen hierbei mitzunehmen. Dass die Südkurve eine solche bedeutende Gruppe ist, dürfte niemand bestreiten. Man kann den Fans einen Wechsel von Neuer als nachvollziehbar darstellen, eine Hilfe für 1860 als im Interesse des FC Bayern liegend, man muss es jedoch kommunizieren. Stattdessen spaltet Hoeneß und verfehlt damit seine Aufgabe als Präsident.
Drittens sollte hier die Personalie Louis van Gaal genannt werden, den Hoeneß mit dem Verweis auf seine "One-Man-Show zum Abschuss freigab. Dies erscheint für viele als Gipfel der Doppelmoral, unabhängig davon, ob es berechtigt ist, van Gaal zu entlassen oder nicht. Vielmehr entsteht der Eindruck, es ginge Hoeneß nicht so sehr um das Wohl des Vereins, sondern um seine eigene Machtstellung, als ob Hoeneß es nicht ertragen könne, wenn der FC Bayern aufgrund der Leistung einer anderen Person ohne sein maßgebliches Zutun Erfolg habe. Wenn sich dieser Eindruck einmal verfestigt hat - und er verfestigt sich je schneller, desto mehr Hoeneß selbst eine "One-Man-Show" zeigt -, dann schwindet Vertrauen, und damit die Basis von jeglicher Akzeptanz.
Wie es momentan scheint, wird bald ein vierter Grund für die Spaltung hinzukommen:
Man sollte meinen, die Führung des FC Bayern setze jetzt alles daran, die Fans wieder zu einen und mit allen gemeinsam für Platz 3 zu sorgen.
Weit gefehlt. Stattdessen gibt es eine Bewegung "Mia san Uli", die am Sonntag im Stadion für die Person Uli Hoeneß Stimmung machen will. Diese Bewegung verdient zwar Kritik, weil sie Politik im Stadion betreibt, statt den FC Bayern anzufeuern, und damit genau das tut, was sie kritisiert: Indem man zum Tragen roter Kleidung als Zeichen der Zustimmung zur Aktion aufruft, instrumentalisiert man ferner jeden Bayernfan, der sich rot kleidet (was ja nichts besonderes sein dürfte bei einem Verein, dessen Vereinsfarben Rot-Weiß sind), für die eigene Bewegung. Zudem verkennt man in eklatanter Weise die Größe des FC Bayern, wenn man ihn als FC Hoeneß darstellt. Aber sei´s drum, trotz dieser Schwächen ist es nicht weniger als das Recht auf freie Meinungsäußerung, das diese Bewegung für sich in Anspruch nehmen kann.
Wenn dann jedoch diese Aktion die massive Unterstützung und Promotion des Vereins findet, indem etwa 3000 "Mia san Uli"-T-Shirts gratis verteilt werden und der Verein 30 Arbeitskarten an die Organisatoren verteilt, um überall im Stadion entsprechende Transparente anzubringen, und gleichzeitig alles daran gesetzt wird, die Gegner von Hoeneß mundtot zu machen, indem man der Südkurve das Mitbringen von Transparenten verbietet, Megaphone verbietet, das Vorsängerpodest abbauen lässt sowie die Kontrolle an den Eingängen zur Südkurve drastisch verschärft, ist das aktive Legendenbildung und Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung in einem bisher nie dagewesenen Niveau, das eher zu Nordkorea passt als in das Stadion von Bayern München.
Aufrufe: 4626 | Kommentare: 19 | Bewertungen: 18 | Erstellt:16.04.2011
ø 7.3
KOMMENTARE
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16.04.2011 | 17:44 Uhr
+2
0
Dass Uli Hoeness - bei all' seinen Verdiensten - als präsidialer Einiger kaum geeignet war, hätten viele früher wissen können; er selber genau so wie viele, die ihn gewählt haben, denn seine Art, mit Leuten umzugehen, war bekannt. In gewisser Weise erinnert er mich an Westerwelle, der den Wechsel von Oppositionsführer zu Regierungsmitglied nie wirklich geschafft hat. In einem solchen Amt kann man aber nicht denselben Stil pflegen wie in dem vorhergehenden. Der Franz hat diese präsidiale Art besessen und das Amt auf diese Weise ausgefüllt; ihn zu beerben war wohl ohnehin nicht leicht, aber Uli Hoeness war dafür nicht die geeignete Person. Er hätte Manager bleiben sollen, und hätte dort weiterhin polarisieren können, weil er immer noch Rummenigge als Korrektiv gehabt hätte; dieses Korrektiv ist zwar als Person noch da, als positionell Gleichgestellter aber nicht mehr.
Was mich viel mehr schockiert, ist die Tatsache, dass so viele Leute nicht zu merken scheinen, dass die dem Verein in einem Moment schaden, in dem er alle Hilfe braucht, die er kriegen kann. Das beinhaltet alle Beteiligten und wiegt deshalb umso schwerer.
In diesem Sinne: Quo vadis, Bayern?
16.04.2011 | 18:15 Uhr
+3
-4
Red_7 :
"...und Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung in einem bisher nie dagewesenen Niveau, das eher zu Nordkorea passt als in das Stadion von Bayern München."Wer hat das Hausrecht in der Allianz Arena? Richtig der FC Bayern München. Das heißt sie können rein lassen und verbieten was sie wollen. Nordkorea in dem Zusammenhang zu nennen ist geschmacklos.
Und wenn der Verein der Meinung ist das gewisse Fangruppen dem Verein schaden, dann können sie beschließen was sie wollen. Wenn die Fangruppen wirklich ein Problem damit haben, dann sollen sie das auf der JHV äußern.
Und was passiert wenn die Fans der Meinung sind der bessere Vorstand zu sein, dass sieht man ua gerade in Hamburg...
16.04.2011 | 18:23 Uhr
+2
0
a) nicht wenig Angst hat
b) sich mit dem Problem am liebsten gar nicht erst auseinandersetzt.
Das bedeutet aber auch, dass man eine Lösung verhindert, indem man ganz bewusst den Gedankengang ausklammert, warum das Problem überhaupt existiert. Das Beispiel Nordkorea zu nennen mag übertrieben sein, aber die Tendenz existiert schon.
Man muss deshalb den Bock nicht gleich zum Gärtner bzw. die Fans zu Vorständen machen - das ist nicht wirklich besser, da hast du schon recht. Aber so zu tun, als könne man dem Problem einfach Hausverbot erteilen, löst es eben auch nicht, und lenkt den Blick umso mehr auf eine Spaltung. Mehr, als der Anlass eigentlich verdient.
17.04.2011 | 00:11 Uhr
+1
0
Red_7 :
Also das das Problem viel zu viel der öffentlichen Aufmerksamkeit genießt, angesichts der sportlichen Situation da sind wir völlig d'accord.Mich erinnert das ganze irgendwie an eine Gruppe Halbstarker die unbedingt in die Dorfdisco XY reinwollen und nun rumjaulen das man ein Anrecht dazu hätte.
Das ohne einen vernünftigen Dialog das Problem nicht gelöst wird ist für mich auch klar, aber man muss auch sagen das mit den Transparenten gegen Hoeneß die Hürde für ein Gespräch auch sehr hoch gelegt wurde und der Vorstand nach einem solchen direkten Angriff auf die Intergrität des Präsidenten nicht einfach zur Tagesordnung über gehen kann.
17.04.2011 | 09:09 Uhr
0
0
17.04.2011 | 11:43 Uhr
+1
-1
Skim :
Starker Blog!ich persönlich halte es auch nicht für klug diese "Mia san Uli" Aktion anzuzetteln. Ich finde es zwar richtig, wenn einige Fans sich von den Leuten aus der Südkurve distanzieren wollen, jedoch muss man einfach sagen:
Die Südkurve ist unsere Stimmung. Die Südkurve ist unsere Atmosphäre.
Mir persönlich kommt es so vor, als ob einige Leute jetzt vorheucheln wollen, sie würdne mit der "Mia san UlI"-Aktion Stimmung erzeugen. Falsch.
Die Südkurve ist dafür verantwortlich. Sie jetzt zu reizen und zu provozieren, sie gar zu isolieren, bringt nichts. Damit kommen wir dem ganzen keinen Schritt näher.
Denke allerdings auch, dass das ganze sich erst mal abregt, sollten wir Platz 3 erreichen. Und wenn wir nächstes Jahr wieder halbwegs auf Meisterkurs sein sollten, redet davon doch schon keiner mehr
17.04.2011 | 13:25 Uhr
+1
0
Eine Momentaufnahme!
Keine, die dem FC Bayern in irgendeiner Art und Weise zur Ehre gereichen würde, aber trotzdem, nicht mehr als eine Momentaufnahme.
Uli als Praese:
Da hat der blogger in vielem recht, und es wäre angebracht, daß jemand aus dem inneren Zirkel des Vereins UH dies näher bringen würde. UH fehlt einfach die Distanz, die dieses Amt nahezu zwingend vorschreibt. Ob da einer der Handelnden in der Lage ist, UH die Augen zu öffnen, darf bezweifelt werden.
Das Hausrecht in double A:
Daß der Hausherr FC Bayern, dieses Recht wahrnimmt, und Aussagen, Parole, Transparente, welche er als vereinschädigend einstuft, nicht zulassen will, ist ein demokratisches Grundrecht, und hat mit Nordkorea schon deshalb nicht das Geringste zu tun. Ob der Hausherr mit der Einschätzung der "verbotenen" Aussagen recht hat, ist dabei völlig irrelevant.
17.04.2011 | 19:02 Uhr
0
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Red_7 : Resettozero
Mann würde sich in der Öffentlichkeit natürlich erpressbar machen, wenn man die Hand reicht. Das beste wäre wirklich wenn einer aus dem Vorstand zum Telefon greift und das ganze auf dem kurzen Dienstweg klärt ohne da noch weiter das ganze über die Medien zu befeuern...Und außerdem, wir haben 5:1 gewonnen, wer redet noch über die Schickeria...
17.04.2011 | 19:17 Uhr
0
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Aber wenn es wirklich so krass ist, wie ganz unten dargestellt, dann erschüttert mich das wirklich. Unfassbar.
Was davor kam, scheint größenteils korrekt zu sein. Daher: Guter Blog.