MySpox NBA Line der Woche


Gründer: MGoedderz | Mitglieder: 659 | Beiträge: 176
Von: StateFarm
07.01.2014 | 4040 Aufrufe | 2 Kommentare | 6 Bewertungen Ø 8.0
Wer ist der Gewinner des Trades?
Der Deng/Bynum-Trade in der Analyse
Das Versuche ich euch zu beantworten!

Der neueste Trade der NBA sorgt momentan für Diskussionen, ich habe mich mal an eine Analyse gemacht.








Was ist passiert?






Andrew Bynum galt als 2. Bester NBA-Center, als er im Sommer 2012 im Dwight-Howard-Trade nach Philadelphia verschifft wurde. Allerdings verletzte er sich bei Bowling schwer und da seine Krankenakte in noch jungen Jahren bereits prall gefüllt war, konnte er in der Saison 2012/2013 kein einziges Spiel für die Sixers bestreiten. Sein Vertrag lief im also im Sommer aus und es gab einige Interessenten, die den verletzungsanfälligen Center trotzdem einen neuen Vertrag geben wollten. Am 10. Juli 2013 unterschrieb Bynum dann einen 2-Jahres Vertrag bei den Cleveland Cavaliers, welcher ihm 24 Millionen US-Dollar einbringen sollte, allerdings ist dieser erst ab dem 7. Januar 2014 garantiert, sollte er bis dahin entlassen werden, steht er nur mit 6 Millionen US-Dollar in den Büchern. Mitte Dezember wurde Bynum plötlich von de Cavs auf "unbestimmte" Zeit entlassen, die offizielle Begründung lautete "er hätte sich Teamschädlich verhalten", mehrere Quellen berichteten aber umgehend, dass Bynum keine Lust mehr auf Basketball hätte und sich eben auch so verhalten hätte. Da die Cavs aber unbedingt dieses Jahr erstmals seit LeBron James Abgang die Playoffs erreichen wollen, musste für sie ein Trade her. Es folgden also Gerüchte über einen Pau-Gasol-Trade und einen Loul-Deng-Trade, wobei der Pau-Gasol-Trade angeblich bereits kurz vor Abschluss gestanden habe soll. Allerdings wurde in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar plötzlich bekannt, dass die Cleveland Cavaliers Andrew Bynum und 3 Draft Picks für Loul Deng von den Bulls nach Chicago schicken. Die 3 Draft Picks sind die folgenden: Ein Erstrundenpick von den Kings, welcher zwei Jahre lang Top-10-protected ist und zwei Zweitrundenpicks. Zudem haben die Bulls die Möglichkeit, ihren 2015er Erstrundepick gegen den der Cavs zu tauschen, sofern dieser nicht in der Lottery liegt.








Was bedeutet der Trade für die Cavaliers?






Die Cavaliers können sich durch den Trade wieder berechtigte Hoffnungen machen (momentan liegen die Cavs mit 11-23 auf dem 13. Platz der Eastern Conference), dieses Jahr die Playoffs zu erreichen. Man hat den Troublemaker getradet und mit Anderson Varejao einen absolut soliden Center auf dem Parket stehen, obwohl man seinen Starting Center getradet hat. Dafür bekommen die Cavs endlich einen echten Starter für die 3, Alonzo Gee und Earl Clark haben sich den Starter-Job des Small Forward bislang geteilt, konnten sich aber nicht mit Ruhm bekleckern. Die Starting Five der Cavs sieht mit (sofern alles Spieler gesund sind) Irving-CJ Miles-Deng-Tristian Thompson-Varejao gar nicht mal so schlecht aus und auch die Bank ist mit Jarret Jack, Dion Waiters, Matthew Dellavedova, Alonzo Gee und dem aktuellen No. 1 Pick Anthony Bennett in Ordnung aus, allerdings haben die Cavaliers sich mit diesem Trade zu großen Teilen ihrer Flexibilität für die nächsten Jahre beraubt. Zwar hat man im kommenden Draft noch seinen eigenen Pick, da man allerdings unbedingt in die Playoffs will, wird dieser auch nicht all zu viel Wert sein, aber man ist nun sehr auf eine Vertragsverängerung von Loul Deng angewiesen, denn der Brite wird im Sommer unrestricted Free Agent und darf bei jedem Team unterschreiben, was ihm ein Angebot unterbreitet. Ob dieses Team die Cavs sein werden, kann man schlecht bewerten, ohne dass Deng jemals ein Spiel für die Cavs bestritten hat. Für die Cavs heißt es nun hoffen, dass Deng bei ihnen verlängert, dass ihre bisherigen Talente sich gut entwickeln und über eventuelle Trades oder in der Offseason vielleicht den einen oder anderen brauchbaren Spieler nach Ohio lotsen zu können.








Was bedeutet der Trade für die Bulls?








Die Chicago Bulls sind mal wieder vom Pech verfolgt. Über ein ganzes Jahr fiel Super-Star und jüngster MVP der Geschichte Derrick Rose aus. Ein Jahr freute sich fast die ganze Basketball-Welt auf sein Comeback. Als sich D-Rose aber im 10. Spiel einen Meniskusriss zuzog und mindestens die ganze Regular Season ausfallen wird, war die Saison der Bulls mal wieder im Eimer. Da das FO aber nicht wie letztes Jahr Lust auf eine Saison "in der Warteschlange" hatte, sahen sie wohl eine gute Gelegenheit Deng für Bynum + Picks abzugeben um Geld zu sparen und im Sommer ein bisschen mehr Budget für Neuverpflichtungen zu haben, da sie Bynum sehr wahrscheinlich umgehend entlassen werden. Mit den Draft Picks wird versucht vielversprechende Talente ans Land ziehen zu können. Genau ausgedrückt heißt es, dass die Bulls den Top-10-Protected Pick der Kings 2014 bzw. 2015 haben, den 2014 First Rounder der Bobcats, welcher 2014 Top-10 Protected, 2015 Top-8 Protected und 2016 ungeschützt ist. Die Bulls erhalten also lanfristig frisches Blut in ihrer Mannschaft, sofern D-Rose wieder fit ist hätte man ein Team um Rose, Jimmy Butler, Taj Gibson und Joakim Noah. Wenn die Bulls nun in den nächsten Drafts mit ihren massigen Draft Picks gute Talente absahnen, die Bank mit guten Veteranen bestücken können und dieses Team sich in ruhe finden kann, sind die Bulls spätestens in 2-3 Jahren wieder ein Top-Contender.





Fazit:




Kurzfristig sind sicherlich die Cavs der Gewinner des Trades, sie sind derzeit 3 Siege hinter dem letzten Playoff-Platz und können mit einem diese Saison durchaus gut aufgelegten Deng diese sicherlich erreichen. Sollten sich ihre Talente um Waiters und Bennett entgegen des bisherigen Trends gut entwickeln, sie ihre wenigen Draft-Picks klug einzusetzten wissen und Deng (oder stattdesen ein anderer hochklassiger Free Agent) im Sommer in Ohio unterschreibt kann in Cleveland wieder ein absolutes Playoff-Team um Team-Leader Kyrie Irving zusammenwachsen. Langfristig sehe ich aber die Bulls als Gewinner, sie stehen momentan im schwachen Osten mit einem 14-18 Record auf Platz 6, der 9. Platz ist aber nur 2 Spiele zurück. Der Plan der Bulls könnte sein dieses Jahr die Playoffs zu verpassen und in der Lücke, die Deng hinterlassen hat die eigenen Talente Jimmy Butler und Tony Snell zu entwickeln. Nächstes Jahr will man in Illinois aber wieder in die Postseason, mit dem aktuellen Team und einem fitten D-Rose ist das sicherlich möglich. Vor allem das zusätzliche Budget, welches durch Bynums Entlassung zur Verfügung steht, kommt den Bulls zu gute, denn ihre Bank ist dieses Jahr nicht wirklich überdurchschnittlich besetzt, dort kann man mit dem Geld sicherlich gut was herholen.





Ich hoffe ich konnte den Überbick über die ganzen Draftpicks behalten und ich hoffe ich habe nicht verdreht oder so. Bedanke mich sonst für's Lesen und freue mich über Bewertungen und Kommentare.


KOMMENTARE
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duderino11
08.01.2014 | 08:27 Uhr
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duderino11 : 
08.01.2014 | 08:27 Uhr
+1
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duderino11 : 
schöne übersicht, danke

da deng letzte woche ein angebot über 3 jahre und 30 mio. abgelehnt hat, war klar das etwas passieren wird. man will ihm halt nicht mehr als 10 mio. im jahr geben und er will einen iggy/smith deal haben.
schade hätte deng gerne bis zum ende seiner karriere im bulls jersey gesehen. kein schlechter deal, beide bekommen was sie brauchen.
die bulls werden jetzt noch versuchen boozer zu traden, falls es nix wird, wird er per amnesty im sommer entlassen. sein vertrag läuft ja noch bis ende nächste saison.
Spenser
08.01.2014 | 20:13 Uhr
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Spenser : 
08.01.2014 | 20:13 Uhr
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Spenser : 
Die Bulls sehe ich auch als Gewinner, mußten handeln, hatte z.B. bei Utah nicht nach der letzten Halbserie verstanden, warum man weder Jefferson noch Millsap getradet hat. Rose ist der Faktor, der immer noch die Aussichten für Chicago in positiver oder negativer Hinsicht verändert, Chicagos Schritt ist mutig und konsequent.

Cleveland geht größeres Risiko ein, am Ende mit leeren Händen dazustehen. Beim Vier-Team-Trade zwischen Lakers (mittlerweile ohne Howard), Denver (mittlerweile ohne Iguodala), Sixers (mittlerweile ohne Bynum) hat sich am Ende Orlando als das Team erwiesen, welches wahrscheinlich am meisten profitiert hat und wurde wegen des Verlustes von Dwight Howard als größter Verlierer öfter dargestellt. Im Sommer wird Cleveland deswegen stärker auf dem FA-Markt agieren.

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