17.11.2010 um 01:28 Uhr
Geschrieben von UnrealFabian
BP: 2002 - Der erkaufte Titel 1
In der Saison 1999/2000 ist der BVB fast abgestiegen, Udo Lattek musste (mit Hilfe von Matthias Sammer) den BVB retten.

Komischer Weise wurde in derselben Saison (28.11.1999) der Börsengang beschlossen. Nach der Saison in der man fast Abstieg, ging der BVB dann als erster (und bis heute einziger) Verein an die Börse (31.10.2000). Das spülte natürlich sehr viel Geld in die Kassen, was man direkt im darauffolgenden Winter investierte. Für 14.5 Millionen Euro wurde der damals 19 jährige Tomas Rosicky verpflichtet. Mit ihm und Matthias Sammer (als Trainer) wurde der BVB am Ende 3.! Da man noch sehr viel Geld aus dem Börsengang hatte und nun schon mit relativ wenig Ausgaben den 3. Platz holte, sah der BVB (oder eher 2 gewisse Herren) die Chance den großen FC Bayern anzugreifen…
Millionen für den Titel
Der BVB nahm das viele Geld was nun zur Verfügung stand und investierte es in die Mannschaft, um für die Saison 2001/2002 eine schlagfertige Truppe beisammen zu haben. Für relativ wenig Geld wurden junge, talentierte Spieler geholt. Ahmed Madouni (20) kam ablösefrei aus Montpellier und Guy Demel (20) für 300.000 Euro aus London. Das waren aber nur ganz kleine Fische im Vergleich zu den Spielern die noch kamen. Der Tscheche Jan Koller kam für 10.5 Millionen Euro aus Anderlecht. Aber auch er war im Vergleich zu Marcio Amoroso ein Schnäppchen. Amoroso wurde für 25 Millionen Euro verpflichtet. Damals war das eine Rekordablöse, kein Verein hatte bis dahin je so viel Geld für einen Spieler ausgegeben. Selbst heute ist Amoroso der drittteuerste Einkauf eines Bundesligisten (vor ihm liegen nur Frank Ribery und Mario Gomez).

Kurz nach dem Saisonstart wurde mit dem jungen Ewerthon ein weiterer Brasilianer für die Offensive verpflichtet, er kostete fast schon lächerliche 7.1 Millionen Euro. Zusammen mit Amoroso und Koller gab der BVB damit 42.6 Millionen Euro für neue Offensivspieler aus, man setzte also klar auf die Devise: "Geld schießt Tore". Und erhoffte sich dadurch Titel. Im Laufe der Saison verpflichtete man noch den damals 21 Jahre alten Shootingstar aus Freiburg, Sebastian Kehl (der Einzige der Millioneneinkäufe, der noch heute beim BVB spielt), er kostete lediglich 3.2 Millionen Euro, Portokasse. Insgesamt wurden für die Saison 2001/2002 ganze 50.1 Millionen Euro ausgegeben. Bayern (22 Millionen), Schalke (12 Millionen) und Leverkusen (12 Millionen) waren in dieser Saison die härtesten Konkurrenten im Meisterschaftskampf und gaben zusammen weniger Geld für neue Spieler aus.
Die Saison
Die Millionentruppe startete direkt gut in die Saison, man gewann 2-0 gegen Nürnberg und der Rekordtransfer, Amoroso, schoss beide Tore. Bereits am 3. Spieltag sicherte man sich durch ein 4-0 gegen Wolfsburg die Tabellenführung. Diese verlor man jedoch, als am 5. Spieltag die Münchener Bayern zu Gast im Westfalenstadion waren, man verlor sang und klanglos mit 0-2. Als es danach auch noch eine 1-0 Niederlage beim Rivalen aus Schalke gab, kam fast schon Krisenstimmung auf. Nach dem 10. Spieltag hatte man bereits 6 Punkte Rückstand auf die Bayern und lag nur auf einem enttäuschenden 4. Platz. Eine Siegesserie von 6 Siegen in Folge, brachte den BVB auf Rang 2, vorbei an die Bayern, trotzdem lag man noch 2 Punkte hinter Leverkusen. Auf Rang 2 stand man auch am Ende der Hinrunde, mit 38 Punkten lag man 1 Punkt hinter Leverkusen. Amoroso führte mit 10 Treffern die Torjägerliste an. Man fühlte sich bestätigt. In der Rückrunde spielte man sowohl gegen Bayern als auch gegen Schalke lediglich 1-1, für die Fans eine große Enttäuschung, die aber durch die zwischenzeitlich erkämpfte Tabellenführung gelindert wurde. Am 24. Spieltag setzte es für den BVB eine saftige Klatsche beim stärksten Meisterschaftskonkurrenten, man verlor mit 0-4 in Leverkusen. Dortmund zeigte sich desolat und machte zu keinem Zeitpunkt den Anschein das Spiel gewinnen zu können. Nach dieser Niederlage konnte Dortmund keine Serie mehr starten und Leverkusen konnte sich absetzen, so dass sie 3 Spieltage vor Saisonende 5 Punkte Vorsprung (und das deutlich bessere Torverhältnis) hatten. Doch Leverkusen schlotterten im Endspurt die Knie, man verlor sowohl am 32. als auch am 33. Spieltag. Der BVB dagegen hatte mehr Glück als Verstand, gegen Köln rettete ein fragwürdiger Elfmeter in der 89. Minute die 3 Punkte. Auch gegen den HSV hatte man ein wenig Glück mit dem Schiedsrichter und gewann einen Krimi mit 4-3. Dadurch stand der BVB nach dem 33. Spieltag auf Rang 1 und hatte die Meisterschaft in der eigenen Hand. So kam es zum großen Finale. Dortmund hatte Werder Bremen zu Gast und Leverkusen die Hertha aus Berlin. Bremen ging durch ein Tor von Stalteri mit 1-0 in Führung, doch Koller glich kurz vor der Halbzeit mit einem Glücksschuss aus. Da Leverkusen zur Halbzeit führte, war Leverkusen zur Halbzeit Deutscher Meister. Wir schreiben die 73. Minute, als Matthias Sammer den wichtigsten Wechsel der Saison vollzog. Er wechselte Ewerthon ein, der nur eine Minute später auf Vorlage von Dede das 2-1 erzielte. Es war das Tor, was den BVB zum Meister machte!

Amoroso wurde mit 18 Toren Torschützenkönig. Die Millionen brachten dem BVB tatsächlich den Titel und der BVB bewies, dass Geld doch Tore schießt und Titel holt! Die Freude war groß, ebenso die Hoffnung auf eine große und erfolgreiche Zukunft!
Weiter geht's in Teil 2!

Komischer Weise wurde in derselben Saison (28.11.1999) der Börsengang beschlossen. Nach der Saison in der man fast Abstieg, ging der BVB dann als erster (und bis heute einziger) Verein an die Börse (31.10.2000). Das spülte natürlich sehr viel Geld in die Kassen, was man direkt im darauffolgenden Winter investierte. Für 14.5 Millionen Euro wurde der damals 19 jährige Tomas Rosicky verpflichtet. Mit ihm und Matthias Sammer (als Trainer) wurde der BVB am Ende 3.! Da man noch sehr viel Geld aus dem Börsengang hatte und nun schon mit relativ wenig Ausgaben den 3. Platz holte, sah der BVB (oder eher 2 gewisse Herren) die Chance den großen FC Bayern anzugreifen…
Der BVB nahm das viele Geld was nun zur Verfügung stand und investierte es in die Mannschaft, um für die Saison 2001/2002 eine schlagfertige Truppe beisammen zu haben. Für relativ wenig Geld wurden junge, talentierte Spieler geholt. Ahmed Madouni (20) kam ablösefrei aus Montpellier und Guy Demel (20) für 300.000 Euro aus London. Das waren aber nur ganz kleine Fische im Vergleich zu den Spielern die noch kamen. Der Tscheche Jan Koller kam für 10.5 Millionen Euro aus Anderlecht. Aber auch er war im Vergleich zu Marcio Amoroso ein Schnäppchen. Amoroso wurde für 25 Millionen Euro verpflichtet. Damals war das eine Rekordablöse, kein Verein hatte bis dahin je so viel Geld für einen Spieler ausgegeben. Selbst heute ist Amoroso der drittteuerste Einkauf eines Bundesligisten (vor ihm liegen nur Frank Ribery und Mario Gomez).

Kurz nach dem Saisonstart wurde mit dem jungen Ewerthon ein weiterer Brasilianer für die Offensive verpflichtet, er kostete fast schon lächerliche 7.1 Millionen Euro. Zusammen mit Amoroso und Koller gab der BVB damit 42.6 Millionen Euro für neue Offensivspieler aus, man setzte also klar auf die Devise: "Geld schießt Tore". Und erhoffte sich dadurch Titel. Im Laufe der Saison verpflichtete man noch den damals 21 Jahre alten Shootingstar aus Freiburg, Sebastian Kehl (der Einzige der Millioneneinkäufe, der noch heute beim BVB spielt), er kostete lediglich 3.2 Millionen Euro, Portokasse. Insgesamt wurden für die Saison 2001/2002 ganze 50.1 Millionen Euro ausgegeben. Bayern (22 Millionen), Schalke (12 Millionen) und Leverkusen (12 Millionen) waren in dieser Saison die härtesten Konkurrenten im Meisterschaftskampf und gaben zusammen weniger Geld für neue Spieler aus.
Die Millionentruppe startete direkt gut in die Saison, man gewann 2-0 gegen Nürnberg und der Rekordtransfer, Amoroso, schoss beide Tore. Bereits am 3. Spieltag sicherte man sich durch ein 4-0 gegen Wolfsburg die Tabellenführung. Diese verlor man jedoch, als am 5. Spieltag die Münchener Bayern zu Gast im Westfalenstadion waren, man verlor sang und klanglos mit 0-2. Als es danach auch noch eine 1-0 Niederlage beim Rivalen aus Schalke gab, kam fast schon Krisenstimmung auf. Nach dem 10. Spieltag hatte man bereits 6 Punkte Rückstand auf die Bayern und lag nur auf einem enttäuschenden 4. Platz. Eine Siegesserie von 6 Siegen in Folge, brachte den BVB auf Rang 2, vorbei an die Bayern, trotzdem lag man noch 2 Punkte hinter Leverkusen. Auf Rang 2 stand man auch am Ende der Hinrunde, mit 38 Punkten lag man 1 Punkt hinter Leverkusen. Amoroso führte mit 10 Treffern die Torjägerliste an. Man fühlte sich bestätigt. In der Rückrunde spielte man sowohl gegen Bayern als auch gegen Schalke lediglich 1-1, für die Fans eine große Enttäuschung, die aber durch die zwischenzeitlich erkämpfte Tabellenführung gelindert wurde. Am 24. Spieltag setzte es für den BVB eine saftige Klatsche beim stärksten Meisterschaftskonkurrenten, man verlor mit 0-4 in Leverkusen. Dortmund zeigte sich desolat und machte zu keinem Zeitpunkt den Anschein das Spiel gewinnen zu können. Nach dieser Niederlage konnte Dortmund keine Serie mehr starten und Leverkusen konnte sich absetzen, so dass sie 3 Spieltage vor Saisonende 5 Punkte Vorsprung (und das deutlich bessere Torverhältnis) hatten. Doch Leverkusen schlotterten im Endspurt die Knie, man verlor sowohl am 32. als auch am 33. Spieltag. Der BVB dagegen hatte mehr Glück als Verstand, gegen Köln rettete ein fragwürdiger Elfmeter in der 89. Minute die 3 Punkte. Auch gegen den HSV hatte man ein wenig Glück mit dem Schiedsrichter und gewann einen Krimi mit 4-3. Dadurch stand der BVB nach dem 33. Spieltag auf Rang 1 und hatte die Meisterschaft in der eigenen Hand. So kam es zum großen Finale. Dortmund hatte Werder Bremen zu Gast und Leverkusen die Hertha aus Berlin. Bremen ging durch ein Tor von Stalteri mit 1-0 in Führung, doch Koller glich kurz vor der Halbzeit mit einem Glücksschuss aus. Da Leverkusen zur Halbzeit führte, war Leverkusen zur Halbzeit Deutscher Meister. Wir schreiben die 73. Minute, als Matthias Sammer den wichtigsten Wechsel der Saison vollzog. Er wechselte Ewerthon ein, der nur eine Minute später auf Vorlage von Dede das 2-1 erzielte. Es war das Tor, was den BVB zum Meister machte!

Amoroso wurde mit 18 Toren Torschützenkönig. Die Millionen brachten dem BVB tatsächlich den Titel und der BVB bewies, dass Geld doch Tore schießt und Titel holt! Die Freude war groß, ebenso die Hoffnung auf eine große und erfolgreiche Zukunft!
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Aufrufe: 5627 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 9 | Erstellt:17.11.2010
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17.11.2010 | 01:32 Uhr
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