13.12.2010 um 19:29 Uhr
Geschrieben von 1HSV1
Arsenals kleiner Messi
Ich möchte euch in diesem Portrait einen Spieler vorstellen, den ich sehr schätze. Zwar schaffte er bei seinem Verein noch nicht den endgültigen Durchbruch, doch er besitzt großes Potential und hat das Zeug ein Star zu werden. Die Rede ist von Carlos Alberto Vela Garrido, kurz Carlos Vela.
Mit zwölf Jahren den ersten Fußballvertrag
Carlos Vela wurde am 1. März 1989 in der mexikanischen Küstenstadt Cancún geboren. Seine Eltern Enrique und Manuela gaben ihrem vierten Sohn viel Talent mit auf seinen Weg. Enrique spielte selbst Fußball, daher konnte er seinen jüngsten Schützling Carlos schnell für das Spiel mit dem runden Ball begeistern.
Velas erster Fußballplatz war das Wohnzimmer, als er mit seinen Brüdern beim Zwei gegen Zwei die Wohnung zerlegte. Fußballbegeisterung pur. Maßgeblichen Anteil am fußballerischen Auftrieb von Vela hatte sein großer Bruder Alejandro der Carlos immer unstützte und mit ihm trainierte. Als Alejandro zum mexikanischen Top-Klub Deportivo Guadalajara wechselte, folgte ihm sein fünf Jahre jüngerer Bruder natürlich. Mit nur zwölf Jahren unterschrieb Vela seinen ersten Vertrag.
Fußballerisch ging es ab diesem Zeitpunkt steil bergauf. In den Juniorenteams Guadalajaras war Carlos Vela regelmäßig bester Torschütze oder Vorbereiter.
Schneller Wechsel ins Ausland
Nach seinen sehr guten Leistungen in den Jugendteams, wurden einige internationale Klubs auf den Flügelflitzer aufmerksam. Unter den Interessenten war auch der Premier League Verein Arsenal FC. Im Winter 2006 gaben die Gunners bei Deportivo Guadalajara ein drei Millionen schweres Angebot für den Stürmer ab. Eine immense Summe für den damals 16 Jahre jungen Mexikaner. Sein Verein wusste natürlich was sie an dem Jungen haben und überlegten auch lange ob sie ihn abgeben sollen, entschlossen sich jedoch ihn ziehen zu lassen. Im Teenageralter machte er sich auf den Weg in das kalte London und wurde am 1. Januar 2006 bei den Gunner vorgestellt. Zum Einstand bekam er einen Fünf-Jahres-Vertrag.
Carlos Vela zwischen Fabregas und Eboue.
Ewiges hin und her
Seine Karriere kam früh ins stocken, von einem erfolgreichen Start konnte keine Rede sein. Weil Carlos Vela Nicht-EU-Bürger war erhielt er in England keine Arbeitserlaubnis. Glücklicherweise konnte man ihn an den spanischen Verein Celta Vigo ausleihen, wo Carlos eine Arbeitserlaubnis erhalten konnte. Allerdings kam er nach nur einem halben Jahr ohne Tor und ohne Spielzeit zurück nach England.
Wenger fand immer noch keine Verwendung für den Mexikaner und darum wurde er wieder ausgeliehen. Diesmal in die Segunda División zu UD Salamanca. Dort wurde er nach kurzer Eingewöhnungszeit Stammspieler in der ersten Mannschaft. Es lief richtig gut für Vela, er konnte 31 Spiele für die Spanier absolvieren und acht Tore erzielen.
Da nach dieser Saison noch immer keine Arbeitserlaubnis vorlag, wurde er wiederum ausgeliehen. Nach seiner guten Saison bei UD Salamanca waren diesmal mehr Angebote bei Arsenal eingegangen. Zwischen Levante UD, UD Almeria, Real Betis Balompie und CA Osasuna konnte er sich entscheiden, den Zuschlag erhielt Letzterer. In der höchsten spanischen Spielklasse konnte Vela unter anderem mit Toren gegen Athletic Bilbao und Atletico Madrid auf sich aufmerksam machen. Am Ende standen 33 Spiele und drei Tore auf seinem Konto.
Arsène Wenger wollte ihn in der ersten Mannschaft
Wegen der erhaltenen Arbeitserlaubnis, die am 22 März 2008 eintraf, durfte er endlich in der Premier League ran. Nach gut zweieinhalb Jahren bei verschiedenen spanischen Vereinen durfte Vela erstmals eine Saison für die Londoner spielen.
In der Saison 2008/2009 setzte ihn Wenger in 14 Spielen ein. Am 35. Spieltag belohnte er sich mit dem ersten Treffer in der Premier League, als ihm das 3:0 gegen Portsmouth gelang. Auch auf internationaler Ebene brachte ihn Coach Wenger nach einer Verletzung von Robin van Persie ins Spiel, so erhielt er immer wieder Zeit sich in der Champions League zu beweisen.
Ein kleiner Höhepunkt für Vela war das Spiel gegen Sheffield United im Carling Cup, als er mit einem Hattrick den Zweitligisten praktisch im Alleingang besiegte. Auch in einem Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart zeigte er sein Können und traf einmal in die Maschen. Nach dem Spiel zeigte sich Ex-Gunner Jens Lehmann begeistert vom jungen Mexikaner und sagte ihm eine erfolgreiche Zukunft voraus.
Leider ist der 21-jährige bei Arsenal hinter van Persie und Co. nur fünfter Stürmer und erhält nur wenig Spielzeit um seine Qualitäten zu zeigen. Auch diese Saison setzt Arsène Wenger nur wenig auf den mexikanischen Nationalspieler. Gegen die sehr gut besetzte Arsenaloffensive hat er zurzeit kaum eine Chance sich durchzusetzen. Nur beim Kantersieg in der Königsklasse gegen Sporting Braga konnte er mit einem Doppelpack überzeugen.
Star bei der U17-Weltmeisterschaft in Peru
Als Carlos Vela vor fünf Jahren bei der Weltmeisterschaft der U17 für die mexikanische Nationalmannschaft auflief, ahnte noch niemand was er alles auf dem Kasten hat. Mit fünf Toren führte er Mexiko zum WM-Titel, dazu wurde er noch als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.
Inzwischen ist er zu einer festen Größe in der Nationalmannschaft Mexikos gereift. Am 12. September 2007 feierte er sein Debüt für die "El Tri". 17 Minuten durfte er gegen Brasilien Nationalmannschaftsluft schnuppern. Bis heute sind noch 32 Einsätze und neun Tore hinzugekommen. Zusammen mit seinem Freund Giovani dos Santos gilt Vela als Hoffnungsträger der mexikanischen Auswahl.
Ein weiterer Höhepunkt in seiner noch jungen Karriere war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika diesen Sommer. Zwar konnte er wegen einer Beckenverletzung nur zwei Spiele bestreiten, aber dennoch freute sich Carlos das Javier Aguirre seine Leistungen zu schätzen wusste und ihm dieses unvergessene Erlebnis ermöglichte.
Parallelen mit Lionel Messi
Vielleicht klingt es etwas übertrieben, doch die zwei Stürmer haben einiges gemeinsam. Carlos Vela fällt vor allem durch seine Schnelligkeit auf, kaum ein Verteidiger kann es mit dem Mexikaner im Laufduell aufnehmen, dazu ist er technisch sehr stark und torgefährlich. Am liebsten benutzt er seinen linken Fuß und sorgt bei den Gegnern durch seine Dribblings für Verwirrung. Kleines Manko, er ist noch etwas zu ballverliebt und sucht lieber den Zweikampf als den Ball abzugeben.
Wie ich finde erkennt man einige Parallelen zwischen den beiden Außenstürmern. Sie bevorzugen das schnelle Spiel über die Flügel und sind extrem dribbelstark. Klar, noch nicht auf demselben Niveau, aber Carlos ist auf einem guten Weg.
Wer weiß wo sein Weg hinführen mag, ich wünsche ihm nur das Beste!
Mit zwölf Jahren den ersten Fußballvertrag
Carlos Vela wurde am 1. März 1989 in der mexikanischen Küstenstadt Cancún geboren. Seine Eltern Enrique und Manuela gaben ihrem vierten Sohn viel Talent mit auf seinen Weg. Enrique spielte selbst Fußball, daher konnte er seinen jüngsten Schützling Carlos schnell für das Spiel mit dem runden Ball begeistern.
Velas erster Fußballplatz war das Wohnzimmer, als er mit seinen Brüdern beim Zwei gegen Zwei die Wohnung zerlegte. Fußballbegeisterung pur. Maßgeblichen Anteil am fußballerischen Auftrieb von Vela hatte sein großer Bruder Alejandro der Carlos immer unstützte und mit ihm trainierte. Als Alejandro zum mexikanischen Top-Klub Deportivo Guadalajara wechselte, folgte ihm sein fünf Jahre jüngerer Bruder natürlich. Mit nur zwölf Jahren unterschrieb Vela seinen ersten Vertrag.
Fußballerisch ging es ab diesem Zeitpunkt steil bergauf. In den Juniorenteams Guadalajaras war Carlos Vela regelmäßig bester Torschütze oder Vorbereiter.
Schneller Wechsel ins Ausland
Nach seinen sehr guten Leistungen in den Jugendteams, wurden einige internationale Klubs auf den Flügelflitzer aufmerksam. Unter den Interessenten war auch der Premier League Verein Arsenal FC. Im Winter 2006 gaben die Gunners bei Deportivo Guadalajara ein drei Millionen schweres Angebot für den Stürmer ab. Eine immense Summe für den damals 16 Jahre jungen Mexikaner. Sein Verein wusste natürlich was sie an dem Jungen haben und überlegten auch lange ob sie ihn abgeben sollen, entschlossen sich jedoch ihn ziehen zu lassen. Im Teenageralter machte er sich auf den Weg in das kalte London und wurde am 1. Januar 2006 bei den Gunner vorgestellt. Zum Einstand bekam er einen Fünf-Jahres-Vertrag.
Carlos Vela zwischen Fabregas und Eboue.
Ewiges hin und her
Seine Karriere kam früh ins stocken, von einem erfolgreichen Start konnte keine Rede sein. Weil Carlos Vela Nicht-EU-Bürger war erhielt er in England keine Arbeitserlaubnis. Glücklicherweise konnte man ihn an den spanischen Verein Celta Vigo ausleihen, wo Carlos eine Arbeitserlaubnis erhalten konnte. Allerdings kam er nach nur einem halben Jahr ohne Tor und ohne Spielzeit zurück nach England.
Wenger fand immer noch keine Verwendung für den Mexikaner und darum wurde er wieder ausgeliehen. Diesmal in die Segunda División zu UD Salamanca. Dort wurde er nach kurzer Eingewöhnungszeit Stammspieler in der ersten Mannschaft. Es lief richtig gut für Vela, er konnte 31 Spiele für die Spanier absolvieren und acht Tore erzielen.
Da nach dieser Saison noch immer keine Arbeitserlaubnis vorlag, wurde er wiederum ausgeliehen. Nach seiner guten Saison bei UD Salamanca waren diesmal mehr Angebote bei Arsenal eingegangen. Zwischen Levante UD, UD Almeria, Real Betis Balompie und CA Osasuna konnte er sich entscheiden, den Zuschlag erhielt Letzterer. In der höchsten spanischen Spielklasse konnte Vela unter anderem mit Toren gegen Athletic Bilbao und Atletico Madrid auf sich aufmerksam machen. Am Ende standen 33 Spiele und drei Tore auf seinem Konto.
Arsène Wenger wollte ihn in der ersten Mannschaft
Wegen der erhaltenen Arbeitserlaubnis, die am 22 März 2008 eintraf, durfte er endlich in der Premier League ran. Nach gut zweieinhalb Jahren bei verschiedenen spanischen Vereinen durfte Vela erstmals eine Saison für die Londoner spielen.
In der Saison 2008/2009 setzte ihn Wenger in 14 Spielen ein. Am 35. Spieltag belohnte er sich mit dem ersten Treffer in der Premier League, als ihm das 3:0 gegen Portsmouth gelang. Auch auf internationaler Ebene brachte ihn Coach Wenger nach einer Verletzung von Robin van Persie ins Spiel, so erhielt er immer wieder Zeit sich in der Champions League zu beweisen.
Ein kleiner Höhepunkt für Vela war das Spiel gegen Sheffield United im Carling Cup, als er mit einem Hattrick den Zweitligisten praktisch im Alleingang besiegte. Auch in einem Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart zeigte er sein Können und traf einmal in die Maschen. Nach dem Spiel zeigte sich Ex-Gunner Jens Lehmann begeistert vom jungen Mexikaner und sagte ihm eine erfolgreiche Zukunft voraus.
Leider ist der 21-jährige bei Arsenal hinter van Persie und Co. nur fünfter Stürmer und erhält nur wenig Spielzeit um seine Qualitäten zu zeigen. Auch diese Saison setzt Arsène Wenger nur wenig auf den mexikanischen Nationalspieler. Gegen die sehr gut besetzte Arsenaloffensive hat er zurzeit kaum eine Chance sich durchzusetzen. Nur beim Kantersieg in der Königsklasse gegen Sporting Braga konnte er mit einem Doppelpack überzeugen.
Star bei der U17-Weltmeisterschaft in Peru
Als Carlos Vela vor fünf Jahren bei der Weltmeisterschaft der U17 für die mexikanische Nationalmannschaft auflief, ahnte noch niemand was er alles auf dem Kasten hat. Mit fünf Toren führte er Mexiko zum WM-Titel, dazu wurde er noch als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.
Inzwischen ist er zu einer festen Größe in der Nationalmannschaft Mexikos gereift. Am 12. September 2007 feierte er sein Debüt für die "El Tri". 17 Minuten durfte er gegen Brasilien Nationalmannschaftsluft schnuppern. Bis heute sind noch 32 Einsätze und neun Tore hinzugekommen. Zusammen mit seinem Freund Giovani dos Santos gilt Vela als Hoffnungsträger der mexikanischen Auswahl.
Ein weiterer Höhepunkt in seiner noch jungen Karriere war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika diesen Sommer. Zwar konnte er wegen einer Beckenverletzung nur zwei Spiele bestreiten, aber dennoch freute sich Carlos das Javier Aguirre seine Leistungen zu schätzen wusste und ihm dieses unvergessene Erlebnis ermöglichte.
Parallelen mit Lionel Messi
Vielleicht klingt es etwas übertrieben, doch die zwei Stürmer haben einiges gemeinsam. Carlos Vela fällt vor allem durch seine Schnelligkeit auf, kaum ein Verteidiger kann es mit dem Mexikaner im Laufduell aufnehmen, dazu ist er technisch sehr stark und torgefährlich. Am liebsten benutzt er seinen linken Fuß und sorgt bei den Gegnern durch seine Dribblings für Verwirrung. Kleines Manko, er ist noch etwas zu ballverliebt und sucht lieber den Zweikampf als den Ball abzugeben.
Wie ich finde erkennt man einige Parallelen zwischen den beiden Außenstürmern. Sie bevorzugen das schnelle Spiel über die Flügel und sind extrem dribbelstark. Klar, noch nicht auf demselben Niveau, aber Carlos ist auf einem guten Weg.
Aufrufe: 16700 | Kommentare: 21 | Bewertungen: 15 | Erstellt:13.12.2010
ø 7.9
KOMMENTARE
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13.12.2010 | 20:13 Uhr
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Mutu77 :
Vela ist wirklich ein sehr talentierter Junge, vorallem in der mexikanischen Nationalmannschaft konnte er sein Können mehr als nur ein Mal andeuten. Ist in meinen Augen fast eine Kopie des Chilenen Alexis Sanchez und das größte mittelamerikanische Talent.
13.12.2010 | 20:32 Uhr
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der junge hat definitiv viel potenzial und ich denke auch der wird seinen weg gehen
nur das erste bild ist ein bisschen komisch
14.12.2010 | 16:44 Uhr
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der junge hat es bestimmt drauf, aber wenn er bei arsenal so weiter hängen bleibt, wird das leider nix. er sollte mMn den verein wechseln und so einem "mittleren" club nach spanien gehen
14.12.2010 | 16:55 Uhr
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finde allerdings es wird generell einfach zu oft mit Messi verglichen.
klar der typ ist das maß aller dinge! aber nur weil einer auch mal starke dribblings zeigt oder ne schöne bude macht ist er nicht gleich "next messi"
dat nervt ein wenig - ist aber nichts gegen dich nur allgemein gemeint!
14.12.2010 | 16:59 Uhr
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Birne :
schönes portait, allerdings sollte man nicht grundsätzlich jeden zergling, der schnell läuft und gut dribbelt mir einem messi vergleichen! messi ist der beste spieler der welt, beim besten verein der welt, vela - wie du selbst sagtest - stürmer nr. 5 bei arsenal...
14.12.2010 | 17:03 Uhr
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Bin gespannt ob er sich mal bei Arsenal durchsetzt. Wenn er zuwenig Spielpraxis bekommt sollte man ihn vielleicht verleihen.
14.12.2010 | 17:06 Uhr
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1HSV1 :
Von dem ganzen Verleihen halte ich absolut gar nichts. Das tut ihm doch nicht gut, andererseits tut ihm die fehlende Spielpraxis auch nicht allzu gut...
Die einzigste Lösung wäre ihm eine Chance zu geben, wenn nicht muss er wohl wechseln, auch wenn es mir das Herz brechen würde!
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