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Von: ollittc
11.03.2018 | 4980 Aufrufe | 0 Kommentare | 1 Bewertungen Ø 8.0
Wenn Emotion Rache nimmt
Abrechnung der Betrogenen
Abrechnung der Betrogenen Wenn die Emotion Rache nimmt

Abrechnung der Betrogenen Wenn die Emotion Rache nimmt

Fan zu sein ist pure Emotion, ob nun Fan des Fußballs oder seiner Mannschaft.

Ich erinnere mich, wie ich einem freien Abend mit Freude entgegengesehen habe, um einfach schön internationalen Fußball zu gucken - auch ohne meine Mannschaft. Dieser Gedanke war mit positiven Emotionen besetzt, genauso wie der Gang in Stadion da fieberte man mit, ärgerte sich, schrie Freude oder Frust hinaus.

Doch seit ein paar Jahren hat sich das Blatt gewendet. Meine Emotion ist angegriffen worden, sie ist teilweise abgekühlt. Und ich fragte mich, warum?

Mittlerweile bin ich mir sehr sicher, dass es daran liegt, dass ein steigender Anteil der Hauptakteure des Fußballs sich von denselben Emotionen wie ich sie empfand und der Liebe für den Fußballsport entfernen. Dazu gehören die Profis auf dem Rasen, die Funktionäre, besonders die Berater und auch zu Teilen Fangruppen selbst.

Einige Profis beweisen in Zeiten der sozialen Medien fehlenden Durchblick, fehlenden Fokus und auch unfassbare Geldgier. Berater verdienen am meisten, wenn der Schützling möglichst oft den Verein wechselt. Funktionäre versuchen, Erfolg zu kaufen und vor allem planbar zu machen, sei es in Ideen einer europäischen Superliga, Setzlisten in der Champions League oder sogar Wildcards für die Champions League. Manche Besitzer in der Premier League sind zufrieden, wenn die Bilanz stimmt - auch wenn das Team abgestiegen ist. Ticketpreise entbehren jeder Vorstellung - Melkmaschinen sozusagen. Die Verbände saugen ebenso Geld auf, viele Offizielle auch. Ich habe den Sinn der WM in Katar nie verstanden, aber hier nach sportlichem Sinn zu suchen, nach der Freude, dem Erlebnis mit vielen Fangruppen, nach Lebendigkeit das ist sinnlos, ein anderer Entscheidungsgrund regiert.

Der Kommerz folgt auch einer Emotion: mehr haben wollen, Anerkennung in Form von Geld und Macht, Pokale gewinnen, egal wie.

Doch diese Emotion und der gesamte, teils korrupte Apparat dahinter betrügen meine ursprüngliche Emotion, die darauf beruht, dass zwei Teams gegeneinander Fußball spielen, weil die Spieler Spaß am Sport und Wettkampf haben und gewinnen wollen. Und ein Fan feuert aus genau diesem Grund sein Team an. Ich rufe ja nicht im Stadion: Toooor! Super, jetzt haben wir bald mehr Geld auf dem Vereinskonto. Mach noch einen Salto, Du bist ein toller Typ!

Ich fiebere mit meiner Mannschaft mit, wenn sie kämpft, Charakter zeigt in Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Doch das spielt immer weniger eine Rolle, darüber wird immer weniger gesprochen. Und das ist traurig.

Wir sind immer mehr nur noch Fan unserer Farben, wer auch immer sie trägt. Doch Verantwortung für unsere Farben, wer übernimmt die? Ein Spieler, der schon bald wieder weg ist? Ein Vorstandsmitglied, das nur wegen des Prestiges diese Position hat und wenig Ahnung vom Fußball besitzt? Ein Manager, der schlecht arbeitet und dann eine Millionenabfindung bekommt?

Ein Trainer, dem es fast egal ist, wenn ein Europacup Spiel nur ein Drittel ausgelastet ist? Hauptsache Erfolg und Geld - die Zeit mit den Fans, das gemeinsame Erleben dieser Spiele, eine Beziehung pflegen, das alles tritt zurück. Aber es hat mehr und mehr Konsequenzen.

Ich wundere mich nicht über die Kreuze vor dem HSV Trainingsplatz, den Platzsturm im Lille oder bei West Ham United. Ich heiße aber nichts davon gut, ich kann es mir aber erklären. Es könnte noch aggressiver werden um unsere Mannschaften, wenn es nicht läuft. Denn Betrogene und Ignorierte reagieren emotional, mit Wut im Bauch und irgendwann auch Ignoranz ihrerseits, wenn sie sich abwenden, ekelerfüllt und frustriert.

Ich schaue nur noch selten Live-Fußball, und das ist Schade.

Was ist aus meiner Freude geworden?

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