05.Dezember 2008
20.08.2008 um 12:17 Uhr
Ins Maul treten ist olympisch
Dieser Blog ist ungerecht, egozentrisch und political incorrect - muss man ja heutzutage vorher ankündigen. Leider gibt es weltweit noch kein Ironie- oder Satire-Smiley. Liebe Grafiker dieser Welt, das geht so nicht.
Nach zwölf Tagen 24-Stunden-Fernsehmarathon stellen sich erste Ermüdungserscheinungen bei dem gemeinen Sport-Enthusiasten und damit auch bei mir ein und man fragt sich dann nach durchgemachter Nacht, was bestimmte Sportarten bei Olympia verloren haben. Nachdem ich mich in den letzten Tagen in den Morgenstunden mit Triathlon wach gehalten habe, fiel dies mir heute sehr schwer. Langstreckenschwimmen und Taekwondo standen auf dem Programm.
Liebe Olympiaplaner, wie soll man bei diesen Sportarten wach bleiben? Beim Langstreckenschwimmen sah man ein aufgewühltes Wasser vor den Toren Pekings, dass mich an die Fütterung von Piranhas im Aquarium erinnerte. Der Zuschauer fischte im trüben Algenwasser des Stausees und konnte beim besten Willen nicht erkennen, welche Schwimmerin denn hier in Front lag. Das ist nicht sonderlich telegen. Vielleicht sollten an den Köpfen der Schwimmer ein paar Antennen an den Köpfen äh Kappen analog zu den Teilen an den Kinderfahrrädern montiert werden.
Das schäumende Wasser, dass uns das ZDF übertrug, wurde ab und zu von Schalten zum Taekwondo abgelöst. Taekwondo? Seit wann ist das denn olympisch, fragte ich mich. Google klärte mich auf: Seit den Spielen 1988 in Seoul steht diese Kampfsportart auf dem Programm. Ist ja auch logisch. Das IOC hievt in schöner Regelmäßigkeit typische Sportarten der jeweiligen Gastgeber in den olympischen Status. Nun gut, in der Hoffnung, dass die deutschen Vertreter womöglich Medaillenchancen haben, schaute ich kurz zu. Aber unsere Sportler mit Migrantenhintergrund ließen sich zu oft in die Fresse treten und verloren ihre Auftaktkämpfe. So wird das nichts mit dem Job als Türsteher.
Es geht aber noch schlimmer. Als dann der Sender aus Mainz regelmäßig Synchronschwimmen einblendete, war es um mich geschehen. Der Sandmann siegte in minutenschnelle. Wer zum Teufel ist auf die Idee gekommen, Frauen in Paillettenkleider zu stecken, sie ins Wasser zu werfen und ihnen dann noch ein paar Nasenklammern zu verpassen. Was anfangs wie ein Auftragsmord der Mafia an einer Frau eines rivalisierenden Clans aussieht, entpuppt sich als Bild gewordenes deutsches Kinderlied "Alle meine Entchen". Das Köpfchen geht tief ins Wasser und das Schwänzchen kommt in die höh. Deutschland schickte nur eine Teilnehmerin zum Synchronschwimmen, die leider im Becken von Peking ertrank, als sie ihre Arme synchron verschränkte.
Gespannt darf man auf jeden Fall sein, welche Sportarten in Zukunft zum Olympischen Programm hinzukommen. Gerüchte verdichten sich, dass in London Cricket auf dem Programm stehen wird. Für den Zuschauer wird es faszinierend sein, wenn sich die Spieler nach den ersten spannungsgeladenen fünf Stunden zum gemeinsamen Tee verabreden, um im Anschluss noch einen weiteren halben Tag versuchen, den Ball zu treffen.
Ein wahre Tragik ist es allerdings, dass dafür Baseball und Softball aus dem Programm genommen werden - und das meine ich ernst. Viele Millionen Menschen spielen weltweit diesen Sport und nur weil die MLB nicht ihre Topstars zu Olympia entsendet, scheint sie bei den Oberen auf der Abschussliste zu stehen. Jaja, ich weiß, für die meisten Deutschen ist dieser Sport wohl so ziemlich das Lanweiligste, was man sehen kann und ihm erschließt sich nicht, welches Duell da zwischen Pitcher und Batter von statten geht und mit welchen Finessen der Ball Richtung "Schlagmal" geworfen wird.
Um es kurz zu machen: Jede Sportart hat ihre Berechtigung - nur für mich nicht.
Nach zwölf Tagen 24-Stunden-Fernsehmarathon stellen sich erste Ermüdungserscheinungen bei dem gemeinen Sport-Enthusiasten und damit auch bei mir ein und man fragt sich dann nach durchgemachter Nacht, was bestimmte Sportarten bei Olympia verloren haben. Nachdem ich mich in den letzten Tagen in den Morgenstunden mit Triathlon wach gehalten habe, fiel dies mir heute sehr schwer. Langstreckenschwimmen und Taekwondo standen auf dem Programm.
Liebe Olympiaplaner, wie soll man bei diesen Sportarten wach bleiben? Beim Langstreckenschwimmen sah man ein aufgewühltes Wasser vor den Toren Pekings, dass mich an die Fütterung von Piranhas im Aquarium erinnerte. Der Zuschauer fischte im trüben Algenwasser des Stausees und konnte beim besten Willen nicht erkennen, welche Schwimmerin denn hier in Front lag. Das ist nicht sonderlich telegen. Vielleicht sollten an den Köpfen der Schwimmer ein paar Antennen an den Köpfen äh Kappen analog zu den Teilen an den Kinderfahrrädern montiert werden.
Das schäumende Wasser, dass uns das ZDF übertrug, wurde ab und zu von Schalten zum Taekwondo abgelöst. Taekwondo? Seit wann ist das denn olympisch, fragte ich mich. Google klärte mich auf: Seit den Spielen 1988 in Seoul steht diese Kampfsportart auf dem Programm. Ist ja auch logisch. Das IOC hievt in schöner Regelmäßigkeit typische Sportarten der jeweiligen Gastgeber in den olympischen Status. Nun gut, in der Hoffnung, dass die deutschen Vertreter womöglich Medaillenchancen haben, schaute ich kurz zu. Aber unsere Sportler mit Migrantenhintergrund ließen sich zu oft in die Fresse treten und verloren ihre Auftaktkämpfe. So wird das nichts mit dem Job als Türsteher.
Es geht aber noch schlimmer. Als dann der Sender aus Mainz regelmäßig Synchronschwimmen einblendete, war es um mich geschehen. Der Sandmann siegte in minutenschnelle. Wer zum Teufel ist auf die Idee gekommen, Frauen in Paillettenkleider zu stecken, sie ins Wasser zu werfen und ihnen dann noch ein paar Nasenklammern zu verpassen. Was anfangs wie ein Auftragsmord der Mafia an einer Frau eines rivalisierenden Clans aussieht, entpuppt sich als Bild gewordenes deutsches Kinderlied "Alle meine Entchen". Das Köpfchen geht tief ins Wasser und das Schwänzchen kommt in die höh. Deutschland schickte nur eine Teilnehmerin zum Synchronschwimmen, die leider im Becken von Peking ertrank, als sie ihre Arme synchron verschränkte.
Gespannt darf man auf jeden Fall sein, welche Sportarten in Zukunft zum Olympischen Programm hinzukommen. Gerüchte verdichten sich, dass in London Cricket auf dem Programm stehen wird. Für den Zuschauer wird es faszinierend sein, wenn sich die Spieler nach den ersten spannungsgeladenen fünf Stunden zum gemeinsamen Tee verabreden, um im Anschluss noch einen weiteren halben Tag versuchen, den Ball zu treffen.
Ein wahre Tragik ist es allerdings, dass dafür Baseball und Softball aus dem Programm genommen werden - und das meine ich ernst. Viele Millionen Menschen spielen weltweit diesen Sport und nur weil die MLB nicht ihre Topstars zu Olympia entsendet, scheint sie bei den Oberen auf der Abschussliste zu stehen. Jaja, ich weiß, für die meisten Deutschen ist dieser Sport wohl so ziemlich das Lanweiligste, was man sehen kann und ihm erschließt sich nicht, welches Duell da zwischen Pitcher und Batter von statten geht und mit welchen Finessen der Ball Richtung "Schlagmal" geworfen wird.
Um es kurz zu machen: Jede Sportart hat ihre Berechtigung - nur für mich nicht.
Aufrufe: 119 | Kommentare: 3 | Bewertungen: 3 | Erstellt:20.08.2008
ø 9.3
NEUESTE KOMMENTARE KOMMENTIEREN
20.08.2008 | 18:56 Uhr
t33mu :
Es heißt politically incorrect! Im Englischen werden Adjektive immer durch Adverbien erläutert!
t33mu :
Es heißt politically incorrect! Im Englischen werden Adjektive immer durch Adverbien erläutert!
21.08.2008 | 01:12 Uhr
Wutzlhofer : Guter Blog!
Spricht mir ziemlich aus der Seele, was so manche Sportarten angeht! Man kann sicher die Athleten für ihre körprelichen und bisweilen auch mentalen Leistungen bewundern. Aber was so alles im Fernsehen über Stunden gezeigt wird, wirkt, wie im Blog gesagt, zutiefst einschläfernd. Ob Baseball nun unbedingt erhalten werden sollte... eigentlich ist mir das egal. Damals in den USA hab ich einige Spiel im Stadion gesehen und muß sagen, daß das Ganze dann nicht mehr so langweilig wirkt. Aber den Ami-Hype darum kann ich auch nicht gerade verstehen.
Da geht mir doch nix über ein ordentliches Eishockeyspiel in Kurve ;)
Wutzlhofer : Guter Blog!
Spricht mir ziemlich aus der Seele, was so manche Sportarten angeht! Man kann sicher die Athleten für ihre körprelichen und bisweilen auch mentalen Leistungen bewundern. Aber was so alles im Fernsehen über Stunden gezeigt wird, wirkt, wie im Blog gesagt, zutiefst einschläfernd. Ob Baseball nun unbedingt erhalten werden sollte... eigentlich ist mir das egal. Damals in den USA hab ich einige Spiel im Stadion gesehen und muß sagen, daß das Ganze dann nicht mehr so langweilig wirkt. Aber den Ami-Hype darum kann ich auch nicht gerade verstehen.
Da geht mir doch nix über ein ordentliches Eishockeyspiel in Kurve ;)
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20Legend : Das
Finale beim Langstreckenschwimmen fand ich aber wirklich spannend.Und wie du schon schreibst,alles ist besser als Baseball oder Softball.Sogar Synchronschwimmen.Ich habe es noch nie bis ins zweite Inning geschaft .Und doch,ich kenne die Regeln.