11.01.2012 um 15:29 Uhr
Winterpause! Eine Erinnerung...
Winterpause, die zweitschrecklichste Zeit des Jahres. Genauso nervig wie ihr großer Bruder, die Sommerpause - aber zum Glück doch bedeutend kürzer.
Wie übersteht man diese trostlose Zeit? Transfergerüchte, englischer Fußball an jedem zweiten Tag oder Erinnerungen an die Hinrunde?
Ich entscheide mich heute für die Erinnerungen und meinen Lieblingsmoment aus der Hinrunde. Obwohl ich BVB Fan bin ist es erstaunlicherweise nicht der Derbysieg, der Erfolg in der Arroganz Arena oder einer unseren grandiosen Champions League Auftritte (außerhalb des Platzes versteht sich)….
Wir schreiben Samstag den 27. August, der Ort: ein ziemlich voller Strand in Cala Ratjada bei traumhaften 35 Grad.
Während ich angeregt mit meiner Nachbarin über ihr Tattoo, das schlängelnd unter dem Bikini verschwindet, diskutiere wird es unruhig in der Umgebung. Begleit von einem unüberhörbaren " Eeeerster FC Kön” bahnt sich eine Gruppe ihren Weg Richtung Zentrum / Kneipen.
Auch neben mir bricht Hektik aus. 15:10 Uhr sagt der Tacho, die Tasche meines Miturlaubers ist längst gepackt. Neben uns verwunderte Blicke der Tattoo- Schönheit als ich mein Handtuch zusammenrolle… Verliert da jemand das Interesse herauszufinden wie das letzte Stück dieses Kunstwerks aussieht?
Schnelle Erläuterung, dass doch um 15:30 Uhr Anstoß ist und man(n) ja vernünftige Plätze braucht, gefolgt vom Versuch einer Verabredung am Abend und der charmanten Antwort "aha - kommt da kein Fußball?” Wenn die Ironie da nicht gewesen wäre, ich hätte sie glatt an Ort und Stelle geheiratet… (bzw in der Halbzeit oder nach Abpfiff).
Wir folgen also den Kölnern und erfreuen uns an ihrem Liedgut. Kurzes Gespräch und viel Glück gewünscht, dann biegen unsere neuen Freunde ab in den Kölschen König und wir marschieren 50 Meter weiter zur Mosquito Bar. Man möchte ja lieber die Konferenz sehen.
Nach guten 20 Minuten stellt sich heraus, dass uns die Kölner einige Bier und einige Sekunden voraus sind. Während bei uns noch "Elfmeter in Hamburg” gerufen wird, hören wir schon die Flüche aus dem Köschen König. Auch dass Petric verwandelt erfahren wir schon bevor der Ball im Netz zappelt!
Wir konzentrieren uns weiter auf die Konferenz, mein BVB musste ja erst am Abend nach Leverkusen, und fachsimpeln ein wenig mit dem einen(!) Hamburger in der Mosquito Bar. Auch er wollte den Kölschen König lieber meiden - eine weise Entscheidung wie sich heraustellte!
Als Novakovic kurz nach der Halbzeit das Spiel gedreht hatte verlor unser Hamburger Freund mehr und mehr seine gute Laune.
Einige Minuten später hatte sich das Blatt jedoch wieder gewendet. Kaum noch Gesänge aus 50 Meter Entfernung und der HSV schien wieder auf Kurs. Niemand konnte ja ahnen, dass der wahre Kurs des HSV unter Michael Oenning die zweite Liga war….
Rund zehn Minuten vor dem Ende begann jedoch das, was diesen Samstag Nachmittag so unvergesslich machte. Der FC war stärker geworden, so fern man das in der Konferenzschaltung und an Hand der Ohhh’s und Ahhhh’s aus dem Kölschen König beurteilen konnte.
Und schließlich passierte es: auf unserem TV lief noch das Spiel in Hoffenheim (gegen Werder), also kein Grund zur Aufregung eigentlich! Hätte nicht ein Jubel den Kommentator übertönt. Trauriger Blick des HSV Fans… eine Vorahnung vielleicht? TOOOOOOOOOOR in Hamburg ließ Sky uns wissen. Als ob das 3:3 des FC nicht längst 50 Meter entfernt gefeiert wurde.
Nach und nach ginden die Spiele zu Ende und man fand sich aus HSV Sicht auch mit dem Punkt ab. Die Rechnung bezahlt, er wollte ja zurück zu Frau und Kindern. Und dann der nächste Schrei, die nächste Kölsche Jubelorgie. Unser HSV Freund hoffte noch, dass es vllt nur der Abpfiff in Hamburg war?! Aber Sekunden später, als wir Kevin Mc Kenna jubeln sahen, war auch der letze Funken Hoffnung gestorben. Er konnte einem Leid tun…
Eigentlich ist es das schlimmste was es gibt beim Fußball schauen. Der Ton ist schneller als das Bild, der Kommentar nimmt einem die Spannung… es macht so keinen Spaß! Wenn jedoch der Kommentator eine Kneipe voller Fans ist, die singen, mitfiebern und aus hunderten Kilometern Entfernung ihren FC nach vorne brüllen, dann macht es einfach nur Laune! Was für ein Urlaubstag!
Der Party nach Abpfiff haben wir uns schließlich, ohne den sympathischen Hamburger, noch angeschlossen. Schließlich war man sich beim Abendspiel einig... egal ob es hauptsäclich pro Borussia oder anti Bayer 04 war.
Wie übersteht man diese trostlose Zeit? Transfergerüchte, englischer Fußball an jedem zweiten Tag oder Erinnerungen an die Hinrunde?
Ich entscheide mich heute für die Erinnerungen und meinen Lieblingsmoment aus der Hinrunde. Obwohl ich BVB Fan bin ist es erstaunlicherweise nicht der Derbysieg, der Erfolg in der Arroganz Arena oder einer unseren grandiosen Champions League Auftritte (außerhalb des Platzes versteht sich)….
Wir schreiben Samstag den 27. August, der Ort: ein ziemlich voller Strand in Cala Ratjada bei traumhaften 35 Grad.
Während ich angeregt mit meiner Nachbarin über ihr Tattoo, das schlängelnd unter dem Bikini verschwindet, diskutiere wird es unruhig in der Umgebung. Begleit von einem unüberhörbaren " Eeeerster FC Kön” bahnt sich eine Gruppe ihren Weg Richtung Zentrum / Kneipen.
Auch neben mir bricht Hektik aus. 15:10 Uhr sagt der Tacho, die Tasche meines Miturlaubers ist längst gepackt. Neben uns verwunderte Blicke der Tattoo- Schönheit als ich mein Handtuch zusammenrolle… Verliert da jemand das Interesse herauszufinden wie das letzte Stück dieses Kunstwerks aussieht?
Schnelle Erläuterung, dass doch um 15:30 Uhr Anstoß ist und man(n) ja vernünftige Plätze braucht, gefolgt vom Versuch einer Verabredung am Abend und der charmanten Antwort "aha - kommt da kein Fußball?” Wenn die Ironie da nicht gewesen wäre, ich hätte sie glatt an Ort und Stelle geheiratet… (bzw in der Halbzeit oder nach Abpfiff).
Wir folgen also den Kölnern und erfreuen uns an ihrem Liedgut. Kurzes Gespräch und viel Glück gewünscht, dann biegen unsere neuen Freunde ab in den Kölschen König und wir marschieren 50 Meter weiter zur Mosquito Bar. Man möchte ja lieber die Konferenz sehen.
Nach guten 20 Minuten stellt sich heraus, dass uns die Kölner einige Bier und einige Sekunden voraus sind. Während bei uns noch "Elfmeter in Hamburg” gerufen wird, hören wir schon die Flüche aus dem Köschen König. Auch dass Petric verwandelt erfahren wir schon bevor der Ball im Netz zappelt!
Wir konzentrieren uns weiter auf die Konferenz, mein BVB musste ja erst am Abend nach Leverkusen, und fachsimpeln ein wenig mit dem einen(!) Hamburger in der Mosquito Bar. Auch er wollte den Kölschen König lieber meiden - eine weise Entscheidung wie sich heraustellte!
Als Novakovic kurz nach der Halbzeit das Spiel gedreht hatte verlor unser Hamburger Freund mehr und mehr seine gute Laune.
Einige Minuten später hatte sich das Blatt jedoch wieder gewendet. Kaum noch Gesänge aus 50 Meter Entfernung und der HSV schien wieder auf Kurs. Niemand konnte ja ahnen, dass der wahre Kurs des HSV unter Michael Oenning die zweite Liga war….
Rund zehn Minuten vor dem Ende begann jedoch das, was diesen Samstag Nachmittag so unvergesslich machte. Der FC war stärker geworden, so fern man das in der Konferenzschaltung und an Hand der Ohhh’s und Ahhhh’s aus dem Kölschen König beurteilen konnte.
Und schließlich passierte es: auf unserem TV lief noch das Spiel in Hoffenheim (gegen Werder), also kein Grund zur Aufregung eigentlich! Hätte nicht ein Jubel den Kommentator übertönt. Trauriger Blick des HSV Fans… eine Vorahnung vielleicht? TOOOOOOOOOOR in Hamburg ließ Sky uns wissen. Als ob das 3:3 des FC nicht längst 50 Meter entfernt gefeiert wurde.
Nach und nach ginden die Spiele zu Ende und man fand sich aus HSV Sicht auch mit dem Punkt ab. Die Rechnung bezahlt, er wollte ja zurück zu Frau und Kindern. Und dann der nächste Schrei, die nächste Kölsche Jubelorgie. Unser HSV Freund hoffte noch, dass es vllt nur der Abpfiff in Hamburg war?! Aber Sekunden später, als wir Kevin Mc Kenna jubeln sahen, war auch der letze Funken Hoffnung gestorben. Er konnte einem Leid tun…
Eigentlich ist es das schlimmste was es gibt beim Fußball schauen. Der Ton ist schneller als das Bild, der Kommentar nimmt einem die Spannung… es macht so keinen Spaß! Wenn jedoch der Kommentator eine Kneipe voller Fans ist, die singen, mitfiebern und aus hunderten Kilometern Entfernung ihren FC nach vorne brüllen, dann macht es einfach nur Laune! Was für ein Urlaubstag!
Der Party nach Abpfiff haben wir uns schließlich, ohne den sympathischen Hamburger, noch angeschlossen. Schließlich war man sich beim Abendspiel einig... egal ob es hauptsäclich pro Borussia oder anti Bayer 04 war.
Aufrufe: 2802 | Kommentare: 8 | Bewertungen: 14 | Erstellt:11.01.2012
ø 7.5
KOMMENTARE
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11.01.2012 | 16:37 Uhr
+1
-1
Schnumbi :
schöne geschichte
13.01.2012 | 14:35 Uhr
+1
-5

13.01.2012 | 14:51 Uhr
+7
-3
13.01.2012 | 16:12 Uhr
+1
0
Aber so ist das, wenn man zu viele Hoffnungen in einen Lüdenscheider setzt...
13.01.2012 | 18:33 Uhr
0
-1
henkhogan : guter blog - traurige story
war am besagten tag selbst in der arena. welch ein wechselbad der gefühle - absolut grausam
13.01.2012 | 19:56 Uhr
+1
0
14.01.2012 | 13:24 Uhr
+1
0
HennesIV :
geiles ding! im stadion hat das spiel auch spaß gemacht, vor allem wegen der leute die kurzfristig keine lust mehr hatten mit nach hamburg zu kommen :)
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