18.11.2008 um 13:46 Uhr
Who's Favre 2
Was es sonst noch zu sagen gibt
Favre wird von seinen ehemaligen Vorgesetzten als sehr schwieriger Trainer bezeichnet, er ist Detailversessen und legt immensen Wert auf die Transfers. Er selbst sagte, dass die Transfers 85% des Saison Erfolges ausmachen und das man deshalb keine Fehler begehen darf. Deshalb ist Favre auch lange unsicher, lässt Spieler lange beobachten, will jedes Detail über den Spieler wissen bevor er ihn verpflichtet. Hier ein Ausschnitt aus einem NZZ Artikel (Zürcher Zeitung) in welcher der Yverdon Präsident über Favre berichtet:
In Yverdon spricht er einmal beim Präsidenten Paul-André Cornu vor und sagt euphorisiert "Pascal Renfer spielt in Biel, Ihn müssen wir unbedingt verpflichten" Cornu empfängt Renfer, es wird diskutiert, alles ist im Fluss, worauf der Präsident den Vertrag unterschreiben will. Cornu schaut Favre an, doch dieser zaudert, schüttelt den Kopf "Ich bin mir nicht mehr sicher." Cornu platzt der Kragen. Er verpflichtet Renfer. Cornu sagt rückblickend, dass Favre in der Wahl der Spieler "très, très, très, très" schwierig sei!
Seine ehemaligen Spieler reden auch von einem Detailversessenen, nie zufriedenen, extrem akribisch arbeitenden Trainer! Und jeder auf dem Feld wisse genau was er zu tun habe und was die anderen gerade zu tun haben, also legt er sehr viel wert auf eine gute Organisation! Ist aber auch nichts Neues, denn eine gute Organisation ist die Basis für jede erfolgreiche Mannschaft!
Sein grosses Problem ist seine "Aussendarstellung", er mag es nicht in der Öffentlichkeit zu stehen und ist wohl nicht gerade ein Medien-Profi. Schon beim FC Zürich hatte er genau dieses Problem, er wiederholte immer die selben Sätze und bei der Spielanalyse wollte er nicht über den Kampf reden sondern über das System & die Taktik. Es gibt bei ihm auch nur sehr selten irgendwelche Statements zu einzelnen Spielern, öffentilch redet er nur von der Teamleistung. Die von den Medien häufigen Fragen zu den "Stars" nerven ihn und die Medien nervt es das er quasi "nichts hergibt". Seine Aussendarstellung führte dazu, dass er beim FC Zürich zu Beginn vor allem vom Blick und dem Zürcher Tages-Anzeiger nicht nur arg kritisiert wurde, ihm wurde sogar die Tauglichkeit abgesprochen. In Berlin lief es da schon besser, vor allem super war wie er mit dem Pantelic-Theater umging, total relaxt ohne sich ihn öffentlich zu kritisieren. Aber genau das sorgt für Medien-Spekulationen, weil er eben ein introvertierter Typ ist und alles intern regeln will!
Was Favre eigentlich am meisten auszeichnet ist die Art und Weise wie er die Teams zum Erfolg führt, zuerst wird mindestens das halbe Team ausgewechselt, dann dauert es zwischen 6-12 Monate und das Team spielt erfolgreich, ob in Yverdon, in Zürich oder nun in Berlin…es ist überall das gleiche. Und in Berlin sieht man das die Organisation bereits stimmt, genau wie die Laufwege! Doch wie Favre bei der Hertha bereits kritisierte, werden in der Offensive oft die "falschen" Pässe gespielt.
Aus Erfahrung behaupte ich somit: Favre wird wieder Erfolg haben, wieder mit weniger Geld als die Konkurrenz, er wird wieder eher unbekannte Spieler rausbringen (wie ein Cicero, Kacar, Chermiti, Domo) und wieder wird man diese Entwicklung lange nicht richtig ernst nehmen…ist ja alles nur Glück was da in Berlin momentan abläuft!
Aber ich als FC Luzern Fan kann diese kritische Haltung absolut verstehen, hätte ja damals auch nicht gedacht, dass der Kerl sich in Zürich durchsetzen kann und habe die Entwicklung damals auch nicht wahrgenommen!!
Hier noch 2 sehr interessante Artikel zu Favre:
http://www.super-servette.ch/Doku/2006_fcz_favre.pdf
http://dasmagazin.ch/index.php/lucien-der-gerechte/
Favre wird von seinen ehemaligen Vorgesetzten als sehr schwieriger Trainer bezeichnet, er ist Detailversessen und legt immensen Wert auf die Transfers. Er selbst sagte, dass die Transfers 85% des Saison Erfolges ausmachen und das man deshalb keine Fehler begehen darf. Deshalb ist Favre auch lange unsicher, lässt Spieler lange beobachten, will jedes Detail über den Spieler wissen bevor er ihn verpflichtet. Hier ein Ausschnitt aus einem NZZ Artikel (Zürcher Zeitung) in welcher der Yverdon Präsident über Favre berichtet:
In Yverdon spricht er einmal beim Präsidenten Paul-André Cornu vor und sagt euphorisiert "Pascal Renfer spielt in Biel, Ihn müssen wir unbedingt verpflichten" Cornu empfängt Renfer, es wird diskutiert, alles ist im Fluss, worauf der Präsident den Vertrag unterschreiben will. Cornu schaut Favre an, doch dieser zaudert, schüttelt den Kopf "Ich bin mir nicht mehr sicher." Cornu platzt der Kragen. Er verpflichtet Renfer. Cornu sagt rückblickend, dass Favre in der Wahl der Spieler "très, très, très, très" schwierig sei!
Seine ehemaligen Spieler reden auch von einem Detailversessenen, nie zufriedenen, extrem akribisch arbeitenden Trainer! Und jeder auf dem Feld wisse genau was er zu tun habe und was die anderen gerade zu tun haben, also legt er sehr viel wert auf eine gute Organisation! Ist aber auch nichts Neues, denn eine gute Organisation ist die Basis für jede erfolgreiche Mannschaft!
Sein grosses Problem ist seine "Aussendarstellung", er mag es nicht in der Öffentlichkeit zu stehen und ist wohl nicht gerade ein Medien-Profi. Schon beim FC Zürich hatte er genau dieses Problem, er wiederholte immer die selben Sätze und bei der Spielanalyse wollte er nicht über den Kampf reden sondern über das System & die Taktik. Es gibt bei ihm auch nur sehr selten irgendwelche Statements zu einzelnen Spielern, öffentilch redet er nur von der Teamleistung. Die von den Medien häufigen Fragen zu den "Stars" nerven ihn und die Medien nervt es das er quasi "nichts hergibt". Seine Aussendarstellung führte dazu, dass er beim FC Zürich zu Beginn vor allem vom Blick und dem Zürcher Tages-Anzeiger nicht nur arg kritisiert wurde, ihm wurde sogar die Tauglichkeit abgesprochen. In Berlin lief es da schon besser, vor allem super war wie er mit dem Pantelic-Theater umging, total relaxt ohne sich ihn öffentlich zu kritisieren. Aber genau das sorgt für Medien-Spekulationen, weil er eben ein introvertierter Typ ist und alles intern regeln will!
Was Favre eigentlich am meisten auszeichnet ist die Art und Weise wie er die Teams zum Erfolg führt, zuerst wird mindestens das halbe Team ausgewechselt, dann dauert es zwischen 6-12 Monate und das Team spielt erfolgreich, ob in Yverdon, in Zürich oder nun in Berlin…es ist überall das gleiche. Und in Berlin sieht man das die Organisation bereits stimmt, genau wie die Laufwege! Doch wie Favre bei der Hertha bereits kritisierte, werden in der Offensive oft die "falschen" Pässe gespielt.
Aus Erfahrung behaupte ich somit: Favre wird wieder Erfolg haben, wieder mit weniger Geld als die Konkurrenz, er wird wieder eher unbekannte Spieler rausbringen (wie ein Cicero, Kacar, Chermiti, Domo) und wieder wird man diese Entwicklung lange nicht richtig ernst nehmen…ist ja alles nur Glück was da in Berlin momentan abläuft!
Aber ich als FC Luzern Fan kann diese kritische Haltung absolut verstehen, hätte ja damals auch nicht gedacht, dass der Kerl sich in Zürich durchsetzen kann und habe die Entwicklung damals auch nicht wahrgenommen!!
Hier noch 2 sehr interessante Artikel zu Favre:
http://www.super-servette.ch/Doku/2006_fcz_favre.pdf
http://dasmagazin.ch/index.php/lucien-der-gerechte/
Aufrufe: 750 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 3 | Erstellt:18.11.2008
ø 9.7
KOMMENTARE
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27.03.2009 | 16:39 Uhr
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Sonnywhite :
Sehr Interessant 10 Punkte!
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