08.11.2011 um 20:09 Uhr
Wegen Money? Einige Antithesen
Dieser Blog soll hier so etwas wie eine Gegenthese zu dem gestern von BartP erstellten Blog "WM=Wegen Money" darstellen http://www.spox.com/myspox/blogdetail/WM---Wegen-Money,144782.html
Im Endeffekt werde ich hier nur die von diversen anderen Usern und mir genanten Argumente zusammenfassen, die den Nationalmannschaftsfussball in einem deutlich positiverem Licht darstellen sollen, als es die von BartP in seinem Blog benannten Argumente tun.
Weder Vereine noch Nationalmannschaften existieren in irgendeiner Weise von Natur aus, und daß sich das dreiköpfige Modell von nationalen Ligen, internationalen Vereinswettbewerben und Ländervergleichen herausgebildet hat, scheint wohl vorrangig daran zu liegen, daß das ein gutes System ist und von den Leuten angenommen wird. Wenn man so will, existieren sowohl Vereine als auch Nationalmannschaften um der Fans willen. Daß Fußball weltweit so ungemein populär ist, liegt nicht zuletzt an den Weltmeisterschaften, die nun ohne Übertreibung das emotional größte Ereignis weltweit sind, wenn man mal von einer Mondlandung und beendeten Weltkriegen absieht. Wenn man den Ast absägt, dann werden sich mittelfristig nicht die beiden anderen Äste um so ungehemmter ausbreiten, sondern vielmehr ebenfalls zugrunde gehen.
Gerade diese Koexistenz zwischen Nationalteams und Vereinen war schon immer sehr wichtig und im Endeffekt auch das, was diesen Sport dann auch weltweit recht einzigartig macht. (Im Vergleich z.B. zum Basketball bei die WM und EMs eher biedere Randveranstaltungen sind)
Die Verbände stellen grundsätzlich ungemein viel an Infrastruktur zur Verfügung, der sich selbst die Vereine, die sich inzwischen selbst tragen könnten, bedienen und einst bedienten, so daß sie überhaupt erst ihren jetzigen Status erreichen konnten, auch wenn sich die Vereine inzwischen selbst tragen können. Die gesamte Ligenorganisation ist Verbandssache gewesen. Sich jetzt, wo man auf dieser Basis lange gut gelebt hat, abspalten zu wollen, wäre eher ein Zeichen von schlechtem Charakter als von wirtschaftlicher Vernunft.
Letztlich wollte ich nur nochmals sagen, dass diese "wer zahlt schafft an" Logik eigentlich generell schon ziemlich unsinnig ist und in diesem Fall auch nicht wirklich angebracht ist, da sich die "Kosten des Fussballs" nicht nur auf die Spielergehälter der Profis erstrecken.
Im Endeffekt werde ich hier nur die von diversen anderen Usern und mir genanten Argumente zusammenfassen, die den Nationalmannschaftsfussball in einem deutlich positiverem Licht darstellen sollen, als es die von BartP in seinem Blog benannten Argumente tun.
Weder Vereine noch Nationalmannschaften existieren in irgendeiner Weise von Natur aus, und daß sich das dreiköpfige Modell von nationalen Ligen, internationalen Vereinswettbewerben und Ländervergleichen herausgebildet hat, scheint wohl vorrangig daran zu liegen, daß das ein gutes System ist und von den Leuten angenommen wird. Wenn man so will, existieren sowohl Vereine als auch Nationalmannschaften um der Fans willen. Daß Fußball weltweit so ungemein populär ist, liegt nicht zuletzt an den Weltmeisterschaften, die nun ohne Übertreibung das emotional größte Ereignis weltweit sind, wenn man mal von einer Mondlandung und beendeten Weltkriegen absieht. Wenn man den Ast absägt, dann werden sich mittelfristig nicht die beiden anderen Äste um so ungehemmter ausbreiten, sondern vielmehr ebenfalls zugrunde gehen.
Gerade diese Koexistenz zwischen Nationalteams und Vereinen war schon immer sehr wichtig und im Endeffekt auch das, was diesen Sport dann auch weltweit recht einzigartig macht. (Im Vergleich z.B. zum Basketball bei die WM und EMs eher biedere Randveranstaltungen sind)
Die Verbände stellen grundsätzlich ungemein viel an Infrastruktur zur Verfügung, der sich selbst die Vereine, die sich inzwischen selbst tragen könnten, bedienen und einst bedienten, so daß sie überhaupt erst ihren jetzigen Status erreichen konnten, auch wenn sich die Vereine inzwischen selbst tragen können. Die gesamte Ligenorganisation ist Verbandssache gewesen. Sich jetzt, wo man auf dieser Basis lange gut gelebt hat, abspalten zu wollen, wäre eher ein Zeichen von schlechtem Charakter als von wirtschaftlicher Vernunft.
Letztlich wollte ich nur nochmals sagen, dass diese "wer zahlt schafft an" Logik eigentlich generell schon ziemlich unsinnig ist und in diesem Fall auch nicht wirklich angebracht ist, da sich die "Kosten des Fussballs" nicht nur auf die Spielergehälter der Profis erstrecken.
Aufrufe: 2019 | Kommentare: 87 | Bewertungen: 13 | Erstellt:08.11.2011
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KOMMENTARE
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08.11.2011 | 20:20 Uhr
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08.11.2011 | 20:32 Uhr
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redtoni :
Da fehlen doch einige Gegenargumente zu den Anti-Nationalelf Blog von BartP, hätte durchaus mehr in den Text gehört.Jedenfalls, ich denke kein Deutscher würfe auf die Idee kommen und sein liebstes Kind so ins schleche Licht rücken und den Nationenfussball diffamieren. Daher lohnt es sich auch gar nicht, diese Diskussionen weiterzuführen, weil sie neidbehaftet in viel zu großem Umfang geführt wird.
Natürlich muss man einiges an der Koexistenz von Vereinsfussball und Nationenfussball optimieren, aber für ein heiles Fussballparadies sind die größeren Optimierungsbereiche sicherlich im Vereinsfussball anzusetzen.
08.11.2011 | 20:38 Uhr
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Es geht mMn darum, dass es ein vollkommener Widerspruch ist, dass die Klubs für nahezu sämtliche Kosten die durch Abstellungen ihrer Spieler entstehen selbst tragen müssen (Reisekosten zum Glück nicht).
Die Verbände nehmen Geld ein im Rahmen der Spiele, das wieder zurück zum Verband bzw. zur UEFA/FIFA läuft, nachdem alle Kosten getilgt wurden (Prämien, Betriebskosten, Gehälter, etc.).
Die Klubs verdienen daran rein gar nichts, im Gegenteil, sie zahlen sogar drauf wenn sich Spieler zB verletzen und die schwachen Regelungen der UEFA/FIFA es nicht bzw. kaum zulassen, Kompensation einzufordern.
Sowas darf doch 2011 einfach nicht der Status quo sein.
08.11.2011 | 20:44 Uhr
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Klar müssen sind die, diejenigen welche die Gehälter der Spieler bezahlen, allerdings hat in Normalfall eben gerade der Verband einiges dafür getan, dass dieser Spieler überhaupt entdeckt und gefördert werden konnte, was sicherlich auch einen enormen finanziellen Aufwand bedeutet hat.
Durch die Länderspiele haben die Vereine dann natürlich auch andere finanzielle Vorteile, schließlich steigt durch die Präsenz der Spieler bei solchen Großereignissen deren Werbe und Marktwert, dass die meisten Clubs gerade hierzulande in deutlich maroderen Stadien spielen würden, wenn es die WM 06 nicht gegeben hätte, kann man da sicherlich auch als rein faktisch richtig bezeichnen.
Nicht vergessen darf man da auch, dass gerade solche Turniere einen Boom in den Ligen auslösen können, wovon dann auch die Vereine durch steigende Zuschauer und Merchandising Einnahmen profitieren.
08.11.2011 | 20:44 Uhr
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Genau darum geht es eben auch. Haben die Vereine wirklich überhaupt nix davon? Das steht aber auch schon Großteils unter dem Ursprungsblog.
Das man evtl. an den Maßstäben schrauben muss kann gut sein, aber generell nach dem Tod des Systems zu schreien auf Grund des Bauchgefühls halte ich für falsch.
Der hier hätte definitiv ein wenig mehr Hingabe verdient
08.11.2011 | 20:51 Uhr
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Ich bilde mir generell eine eigene Meinung und danach schaue ich vielleicht auf die Meinung anderer.
Wie auch immer, den Tod des Systems will ich nicht, nur eine gesunde Evolution.
In der Vergangenheit hat man oft miterlebt, wie aufgeschmissen die Klubs sind, wenn es ums Thema Spielerabstellung für Nationalteams geht.
Daran gehört gearbeitet, und das wäre dann nur der Anfang.
Das es sowieso ein Salaray Cap für alle Klubs geben muss, ist ein anderes Thema, eines das ausschließlich die Vereine betrifft und durch welches dieses Nationalteam-Dilemma ja erst geschaffen wurde.
08.11.2011 | 20:53 Uhr
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und wo hast du die Infos her das die Clubs leiden? Sag nicht von den Clubs.... sag es bitte nicht....
08.11.2011 | 20:56 Uhr
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An dem aufgeblähtem Spielplan sind ja jetzt z.B. eher die Vereine, als die Nationalmannschaften schuld, die Länderspieltermine sind in den letzten Dekaden nicht deutlich angestiegen, während z.B. die Termine für die europäischen Vereinswettbewerbe, durch Erfindungen wie die Champions League massivst angestiegen sind.
Inwiefern die Verbände finanziell für die infrastrukturellen Rahmenbedingungen sorgen, ist hier ja schon oft genug angesprochen worden.
08.11.2011 | 20:58 Uhr
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Gunner4ever : passionpit
Neue Spieler werden in der Regel bei anderen Klubs gescoutet, und erst dann kommen sie für einen guten Verein in Frage.Diese Arbeit liegt ausschließlich bei den Klubs.
Die Jugendförderung ebenso.
Beinahe jeder Klub besitzt eigene Jugendakademien, in deren Umkreis gezielt Talente gesucht und dann gefördert werden - der Einfluss der nationalen Verbände auf diesen Umstand ist nicht mehr so groß wie früher.
Der Boom den du ansprichst ist auch ein zweischneidiges Schwert.
Es gibt genug Beispiele der jüngeren Vergangenheit wo man sieht, dass Nationen die größere Bewerbe ausgetragen haben, genau diesen Boom nicht in erhoffter Form erlebt haben, sondern teilweise mit Nachwehen zu kämpfen haben (erwähne da nur das leidige Stadion Thema in Klagenfurt/Österreich, das noch immer nicht gelöst ist, Rückbauten größerer Stadien nach Bewerbsende, etc.).
Betreffend Werbe- und Marktwert:
Gut, das sind sicherlich Werte die durch Großereignisse verstärkt werden, das ist richtig. Wobei auch hier die Hauptarbeit bei den Vereinen liegt, und diese Bewerbe die vorhandene Wirkung in weiterer Folge verstärken.
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Ich muss dir aber Recht geben, dass ich viel lieber eine gehypte WM sehe als irgendeine belanglose WM, so wie es beim Eishockey Basketball der Fall ist.