11.11.2010 um 22:25 Uhr
Was macht eigentlich...?
Robbie Fowler
April 1999. Anfield Road, Liverpool. Merseyside Derby. FC Liverpool gegen den FC Everton. Rot gegen Blau. Mittendrin: Der 24-Jährige Robbie Fowler. Er ist Stürmer. Und er tut, was Stürmer im Strafraum manchmal tun. Er fällt. Fazit: Elfmeter. Fowler schießt selbst. Zehn Schritte rückwärts, Anlauf, Tor! Was Fowler dann macht, geht in die Fußballgeschichte ein. Die Torauslinie ist sein Ziel. Dort kniet er sich hin und imitiert das Schniefen von Kokain.
Robert Bernard Fowler wird am 9. April 1975 in Toxteth, einem Stadtteil von Liverpool geboren. Ab 1992 ist er Spieler des FC Liverpool. 1993 folgt sein erster Einsatz von insgesamt 330 für den Klub bis 2001. Als Liverpool 1995 den Carling Cup gewinnt, wird Fowler als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet. Im darauffolgenden Jahr kann er seinen persönlichen Titel verteidigen. In 9 Jahren in Liverpool schießt Robbie Fowler 171 Tore. Nachdem er 2001 den Carling Cup, den UEFA-Cup und den F.A. Cup unter Trainer Gérard Houllier gewinnt, verlässt Robbie Fowler den FC Liverpool. Im Sturm ist Fowler hinter Emile Heskey und Michael Owen nur noch dritte Wahl, außerdem gibt es angeblich Streitigkeiten mit Assistenztrainer Phil Thompson.
Für umgerechnet 16,7 Millionen Euro wechselt er zu Leeds United. Doch nicht nur die Ablösesumme steigt, sein Gewicht ist davon auch betroffen. Die logische Konsequenz sind Gewichtsprobleme, die ihn plagen. Am 6. Januar 2003 verpflichtet ihn Aufsteiger Manchester City für 9,7 Mio. Euro. In Manchester wird er zum Schlüsselspieler, obwohl es anfangs überhaupt nicht läuft. Am 28. Februar schießt Fowler sein 150. Premier League-Tor gegen Nowich City. Trotzdem ist auch in Manchester nicht mehr lange Platz für ihn. Nach einer langen Verletzungspause spielt er sich in der Reserve wieder warm, kommt danach trotzdem nicht in der ersten Mannschaft zum Einsatz. Diesmal heißen die Konkurrenten Darius Vassell und Andy Cole. Also hört Fowler schließlich auf sein Herz.
Am 27. Januar 2006 holt der FC Liverpool seine Klubikone zurück an die Anfield Road. Dort wird Fowler zum Publikumsliebling und verlängert seinen Vertrag vorzeitig bis Juni 2007. In seinem letzten Spiel für den FC Liverpool trägt Fowler die Kapitänsbinde. Nach diesem Spiel endet die Zeit beim FC Liverpool. Robbie Fowler verlässt unter Applaus den Platz. Im Juni 2007 läuft sein Vertrag aus. Der Zweitligist Cardiff City schnappt sich den Nationalspieler. Zwei Jahre Vertrag erhält er, es wird eins. 2008 wird sein Vertrag aufgelöst, er wechselt zu den Blackburn Rovers. Doch auch dort bleibt er nur ein Jahr.
Am anderen Ende der Welt geht seine Karriere weiter. Der neu gegründete australische Klub North Queensland Fury nimmt den Stürmer auf. Derzeit spielt Fowler bei Perth Glory, ebenfalls Australien.
Und wie kam es jetzt zu der Geste im Merseyside Derby? Was veranlagt einen Klassestürmer wie ihn zu solch einer Aktion?
Wochen vor dem Spiel behaupteten die Evertonians, Fowler würde Drogen konsumieren, was nicht nur ihn selber aufregte. Doch anstatt alles zu leugnen, zeigt es Fowler den gegnerischen Fans mit dieser Geste. Nicht die einzige Aktion, die für Aufsehen sorgt. Im Spiel gegen den FC Chelsea im Jahre 1999 löst Fowler eine riesige Diskussion aus, indem er seinen Nationalmannschaftskollegen Graeme Le Saux gestikulierend und verbal provoziert. Der Grund: Le Saux ist angeblich homosexuell. Dieser lässt sich im Spielertunnel zu einer Tätlichkeit hinreißen, wodurch er gesperrt wird. Allerdings wird nach der Aufdeckung der Provokationen auch Fowler gesperrt, was zu einer großen Diskussion über Homosexualität im englischen Fußball führt.
Robbie Fowler ist ein begeisterter Pferdesportfan. Gemeinsam mit Fußballerkollege Steve McManaman besitzt Fowler eine ganze Ansammlung an Rennpferden. Wohl auch deswegen gilt er als einer der reichsten Sportler Großbritanniens. Da sollte man sich keine Sorgen machen, dass Robbie Fowler plötzlich im Armenhaus landet, wenn er seine Karriere in Downunder beendet hat.
April 1999. Anfield Road, Liverpool. Merseyside Derby. FC Liverpool gegen den FC Everton. Rot gegen Blau. Mittendrin: Der 24-Jährige Robbie Fowler. Er ist Stürmer. Und er tut, was Stürmer im Strafraum manchmal tun. Er fällt. Fazit: Elfmeter. Fowler schießt selbst. Zehn Schritte rückwärts, Anlauf, Tor! Was Fowler dann macht, geht in die Fußballgeschichte ein. Die Torauslinie ist sein Ziel. Dort kniet er sich hin und imitiert das Schniefen von Kokain.
Robert Bernard Fowler wird am 9. April 1975 in Toxteth, einem Stadtteil von Liverpool geboren. Ab 1992 ist er Spieler des FC Liverpool. 1993 folgt sein erster Einsatz von insgesamt 330 für den Klub bis 2001. Als Liverpool 1995 den Carling Cup gewinnt, wird Fowler als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet. Im darauffolgenden Jahr kann er seinen persönlichen Titel verteidigen. In 9 Jahren in Liverpool schießt Robbie Fowler 171 Tore. Nachdem er 2001 den Carling Cup, den UEFA-Cup und den F.A. Cup unter Trainer Gérard Houllier gewinnt, verlässt Robbie Fowler den FC Liverpool. Im Sturm ist Fowler hinter Emile Heskey und Michael Owen nur noch dritte Wahl, außerdem gibt es angeblich Streitigkeiten mit Assistenztrainer Phil Thompson.
Für umgerechnet 16,7 Millionen Euro wechselt er zu Leeds United. Doch nicht nur die Ablösesumme steigt, sein Gewicht ist davon auch betroffen. Die logische Konsequenz sind Gewichtsprobleme, die ihn plagen. Am 6. Januar 2003 verpflichtet ihn Aufsteiger Manchester City für 9,7 Mio. Euro. In Manchester wird er zum Schlüsselspieler, obwohl es anfangs überhaupt nicht läuft. Am 28. Februar schießt Fowler sein 150. Premier League-Tor gegen Nowich City. Trotzdem ist auch in Manchester nicht mehr lange Platz für ihn. Nach einer langen Verletzungspause spielt er sich in der Reserve wieder warm, kommt danach trotzdem nicht in der ersten Mannschaft zum Einsatz. Diesmal heißen die Konkurrenten Darius Vassell und Andy Cole. Also hört Fowler schließlich auf sein Herz.
Am 27. Januar 2006 holt der FC Liverpool seine Klubikone zurück an die Anfield Road. Dort wird Fowler zum Publikumsliebling und verlängert seinen Vertrag vorzeitig bis Juni 2007. In seinem letzten Spiel für den FC Liverpool trägt Fowler die Kapitänsbinde. Nach diesem Spiel endet die Zeit beim FC Liverpool. Robbie Fowler verlässt unter Applaus den Platz. Im Juni 2007 läuft sein Vertrag aus. Der Zweitligist Cardiff City schnappt sich den Nationalspieler. Zwei Jahre Vertrag erhält er, es wird eins. 2008 wird sein Vertrag aufgelöst, er wechselt zu den Blackburn Rovers. Doch auch dort bleibt er nur ein Jahr.
Am anderen Ende der Welt geht seine Karriere weiter. Der neu gegründete australische Klub North Queensland Fury nimmt den Stürmer auf. Derzeit spielt Fowler bei Perth Glory, ebenfalls Australien.
Und wie kam es jetzt zu der Geste im Merseyside Derby? Was veranlagt einen Klassestürmer wie ihn zu solch einer Aktion?
Wochen vor dem Spiel behaupteten die Evertonians, Fowler würde Drogen konsumieren, was nicht nur ihn selber aufregte. Doch anstatt alles zu leugnen, zeigt es Fowler den gegnerischen Fans mit dieser Geste. Nicht die einzige Aktion, die für Aufsehen sorgt. Im Spiel gegen den FC Chelsea im Jahre 1999 löst Fowler eine riesige Diskussion aus, indem er seinen Nationalmannschaftskollegen Graeme Le Saux gestikulierend und verbal provoziert. Der Grund: Le Saux ist angeblich homosexuell. Dieser lässt sich im Spielertunnel zu einer Tätlichkeit hinreißen, wodurch er gesperrt wird. Allerdings wird nach der Aufdeckung der Provokationen auch Fowler gesperrt, was zu einer großen Diskussion über Homosexualität im englischen Fußball führt.
Robbie Fowler ist ein begeisterter Pferdesportfan. Gemeinsam mit Fußballerkollege Steve McManaman besitzt Fowler eine ganze Ansammlung an Rennpferden. Wohl auch deswegen gilt er als einer der reichsten Sportler Großbritanniens. Da sollte man sich keine Sorgen machen, dass Robbie Fowler plötzlich im Armenhaus landet, wenn er seine Karriere in Downunder beendet hat.
Aufrufe: 5818 | Kommentare: 10 | Bewertungen: 20 | Erstellt:11.11.2010
ø 8.9
KOMMENTARE
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11.11.2010 | 22:56 Uhr
+2
0
Bostock :
Super Blog gut geschrieben, interessantes Thema, 10 Punkte
12.11.2010 | 00:06 Uhr
+1
-1
10 Points
12.11.2010 | 09:00 Uhr
0
0
BadBlue :
hey sonny,cooler Blog, cooler Spieler.
Robbie war einer der geilsten Spieler in England.
Nicht so ein angepasster Typ wie die meisten.
Und die Aktion damals war eigentlich ne geile Antwort auf die ganzen Gerüchte, und wurde vom Verband viel zu lange bestraft.
12.11.2010 | 16:41 Uhr
0
0
bigusZ :
super spieler, toller blog. meiner meinung nach etwas zu kurz, aber trotzdem mal 10 points von mir.
12.11.2010 | 16:46 Uhr
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Römer :
schöner Blog. Die Bilder fehlen denk ich mal wegen dem Chaos hier, oder?
12.11.2010 | 18:02 Uhr
+1
0
yzerman :
Starker Blog!!!Er ist eine lebende Legende in Pool!!!
Ich glaube er hat damals einen Teil seiner Kohle in Immobilien investiert bzw. damit spekuliert und konnte so sein Vermögen stark vermehren. Also nicht nur ein guter Stürmer, sondern auch ein guter Geschäftsmann!!!
12.11.2010 | 19:25 Uhr
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Der letzte Blog war mal eine Ausnahme, aber sonst gibt es eigentlich keine, genausowenig wie videos.
12.11.2010 | 19:32 Uhr
0
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SGEler11 :
Nächstes Mal bitte: Tim Borowski oder Jan Simak. 
Im Ernst, sehr nett das Ganze.
14.11.2010 | 05:37 Uhr
0
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frLs :
Vielen Dank für eine super Blog über einen sehr geilen Stürmer! http://www.youtube.com/watch?v=kg54mPNcbTk
Das MUSS eigentlich in den Blog! Mehr als geiles Tor!
Danke!
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