15.02.2009 um 20:36 Uhr
W.I.E.S.E. - 20. Spieltag (I)
WIESE – 20. Spieltag
Gründung der ersten Liga-Boyband und des ersten Kuranyi-Fan-Clubs
Der 20. Spieltag, ein Spieltag der Überraschungen. Zudem wirkten sich die Kuriositäten innerhalb der Woche auch auf das Wochenende aus: Gründung der „Bash Brothers", „Pro-Kuranyi"-Rufe, eine irre Aktion von Thomas Schaf und die Patzer der Top-Teams – dies alles in der W.I.E.S.E. des 20. Spieltags.
Bereits am Freitag steigt das Topspiel der Runde in Hoffenheim, ach nee, in Sinsheim. Leverkusen ist zu Gast und legt gleich super toll los. 1:0 Helmes, 2:0 Rolfes, und schon ist das Scheibenschießen nach einer Viertelstunde eröffnet. Ein lockeres Spiel in Hoffenheim, ach ne, in Sinsheim, doch weil 1899 vor dem Tor nichts gebacken kriegt zeigt sich René "Jens" Adler gnädig und senst mal eben Demba Ba im Sechzehner. Um sich für die Bayern zu empfehlen schießt Salihovic den fälligen Elfer in die Tormitte, René "auf einmal gar nicht mehr Jens" Adler wuchtet seinen Astralkörper in der rechte Ecke und es steht 1:2. Die folgende Druck-Phase ("He, gegen Hoffenheim, stehst du immer unter Druck. Du musst dich fragen, was kannst du dem Druck zurückgeben.") nahm Leverkusen gelassen und durchbrach die Sinsheimer, ach nee, Hoffenheimer Defensive vor der Halbzeit erneut – 1:3 in einem eigentlich ausgeglichenen Spiel. Nach der Halbzeit machten die Leverkusener dann den Sack zu – 1:4. Nicht einmal Ralf Ragnick hatte da noch Lust an der Seitenlinie herum zu springen und der Aufsteiger wurde zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.
Hoffenheim spielt wie Bremen, nur schöner. Aber in puncto gute Laune ist Bremen fast nicht zu schlagen. Besonders nicht vor dem Kellerduell gegen Gladbach. Nach einer Teamsitzung am Donnerstag griff Torwart Tim Wiese zum Telefon und rief seinen Kumpel Kevin in Gelsenkirchen an. Nach einem kurzen Smalltalk, wo beide zum Schluss kamen, mit ihnen hätte man gegen Norwegen gewonnen, hörte man am Donnerstag immerhin nichts mehr von ihnen. Doch am Freitag dann eine Mitteilung auf ihren Homepages: "Wiese und Kuranyi gehen gemeinsame Wege". Was sollte man nun davon halten? Welche Wege? Zur Nationalmannschaft wohl kaum. Nein, Tim Wiese und Kevin Kuranyi machen nun auf Musik. Kurzerhand zauberten sie die gute Laune Band "The Bash Brothers" aus dem Hut. Ihre Absicht: Gute Laune Lieder für die Liga in Krisenzeiten zu singen. Wenn es schon mit dem Fußball nicht klappt, warum nicht mit der Kunst?

W.I.E.S.E. fragte bei den beiden nach, woher sie diese Idee nahmen: "Ja, nach meiner Sssein-Entlasssung unter der Woche bei Ssssalke, war esss mir wichtig, eine Zzzukunftssssperssspektive zzzzu haben. Tim brachte mir auf diesssse Idee der Boyband. Er kann zzzwar net sssingen, aber sssieht dafür unheimlich gut aus." Ja, wie dem auch sei, ihren ersten Song "Light the shadows on your face" widmen sie Kollegen Boubacar Sanogo, von dem Kommentator Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis behauptete, er habe gespielt "wie ein Schatten seiner selbst". Zu Unrecht, wie "The Bash Brothers" fanden. Sanogo glücklich: "Es ist wirklich eine enorme Ehre ein Lied von den beiden zu bekommen, aber das ist kein Schatten in meinem Gesicht, ich seh wirklich so aus."
Gespielt haben die beiden Pop-Titanen auch noch am Wochenende. Sie zelebrierten einen Fußball, der die Massen begeisterte. In Bochum erkämpften sich die Schalker mit kuranyiertem Einsatz die verdiente 1:0 Führung. Unglaublich, der verlorene Sohn und nun wieder uneingeschränkter Publikumsliebling, Kevin Kuranyi mit einem Traumabstauber zur Führung. Gellende "Pro-Kuranyi"-Rufe der Fans für ihren Liebling. Doch als Trainer Rutten das System wieder auf das klassische Schalker 9-0-1 umstellte, um die Führung zu verwalten, durchbrach Ex-Schalker Azaouagh mit einem Rechtsschuss aus mindestens 40 Metern alle Schalker Siegesträume. "Vielleicht fehlt essss an Qualität" fasste der MVP der Schalker nach Abpfiff richtig zusammen. Ein 2:1 durch Dabrowski in der 57. und eine rüde Schwalbe von Sestak, nach einer Streicheleinheit von Lebemann Rafinha lässt keine anderen Schlüsse zu.

Ganz anders der Auftritt der Bremer daheim gegen Gladbach. Da war Kampf, Biss und Power drin, von der ersten bis zur 79. Minute. Trainer Thomas Schaf war bereits vor dem Spiel in einen Rasier-Streik á la Christoph Metzelder getreten: "So lange die Mannschaft nicht mehr gewinnt, werde ich mich nicht mehr rasieren!". Eine Drohung, welche scheinbar Früchte tragen sollte. Engagierte Bremer drückten auf Sieg, doch der Welttorhüter 2009 in spe Logan Bailly fischte die Bälle mit einer Leichtigkeit aus dem Netz. Einzig Claudio Pizarro konnte den jungen Belgier nach einer Ecke überlisten. Daraufhin brachte Motze-Meier seinen Sündenbock Marin. Mit einem Traumfreistoß Marins auf Bradley fiel das 1:1. Die Abwehr war fassungslos, Wiese chancenlos und Bremen die 3 Punkte los. Was soll man der Mannschaft noch drohen? Tim Wiese will nun bis zum nächsten Sieg sein Trikot nicht mehr ausziehen, Torsten Frings droht, sich nicht mehr zu waschen und der Vorstand droht, Ailton wieder zu holen. Wenn das nicht zieht, was dann?
Doch was war nun eigentlich mit den Bayern los? Wieder die Chance auf Platz eins verpasst. "Na ja, dann dauert es halt eine Woche länger, bis wir auf Platz eins stehen" fasste Bayerns Gute-Laune-Klinsi nach dem Spiel richtig zusammen. Den Poldi-Nachfolger hat Manager Uli Hoeneß wohl auch gefunden – Andrej Voronin und für Michael Rensing wird wohl dann ab nächster Saison ein 23-jähriger Belgier im Tor stehen. Also alles bestens in München. Uli betrachtete die Leistung seiner Mannschaft nüchtern nach dem Spiel: "Wichtig ist, wer am 34. Spieltag oben steht. Man, dass mit unserer schlechten Leistung, das seid ihr doch, ihr Journalisten!". Einzig und allein Hamit Altintop ist unzufrieden: "Die Chancen von Schweini hätte ich alle auch nicht rein gemacht! Ich fordere einen Stammplatz! Notfalls nehm ich auch den vom Poldi, der ja eh nie wieder in den Kader kommen wird!".
Sonst war nicht viel los in der Liga. Ein munteres Tore-Schießen in Hannover. Kein Team wollte gewinnen, darum einigte man sich mit den Stuttgartern auf ein unterhaltsames 3:3. Ein 0:0 zwischen Köln und Karlsruher, was keinen interessierte und ein 2:0 der Wölfe in Frankfurt, was bei den ganzen Kuriositäten des Spieltags einfach unterging.
Weiter zum Sonntag
Gründung der ersten Liga-Boyband und des ersten Kuranyi-Fan-Clubs
Der 20. Spieltag, ein Spieltag der Überraschungen. Zudem wirkten sich die Kuriositäten innerhalb der Woche auch auf das Wochenende aus: Gründung der „Bash Brothers", „Pro-Kuranyi"-Rufe, eine irre Aktion von Thomas Schaf und die Patzer der Top-Teams – dies alles in der W.I.E.S.E. des 20. Spieltags.
Bereits am Freitag steigt das Topspiel der Runde in Hoffenheim, ach nee, in Sinsheim. Leverkusen ist zu Gast und legt gleich super toll los. 1:0 Helmes, 2:0 Rolfes, und schon ist das Scheibenschießen nach einer Viertelstunde eröffnet. Ein lockeres Spiel in Hoffenheim, ach ne, in Sinsheim, doch weil 1899 vor dem Tor nichts gebacken kriegt zeigt sich René "Jens" Adler gnädig und senst mal eben Demba Ba im Sechzehner. Um sich für die Bayern zu empfehlen schießt Salihovic den fälligen Elfer in die Tormitte, René "auf einmal gar nicht mehr Jens" Adler wuchtet seinen Astralkörper in der rechte Ecke und es steht 1:2. Die folgende Druck-Phase ("He, gegen Hoffenheim, stehst du immer unter Druck. Du musst dich fragen, was kannst du dem Druck zurückgeben.") nahm Leverkusen gelassen und durchbrach die Sinsheimer, ach nee, Hoffenheimer Defensive vor der Halbzeit erneut – 1:3 in einem eigentlich ausgeglichenen Spiel. Nach der Halbzeit machten die Leverkusener dann den Sack zu – 1:4. Nicht einmal Ralf Ragnick hatte da noch Lust an der Seitenlinie herum zu springen und der Aufsteiger wurde zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.
Hoffenheim spielt wie Bremen, nur schöner. Aber in puncto gute Laune ist Bremen fast nicht zu schlagen. Besonders nicht vor dem Kellerduell gegen Gladbach. Nach einer Teamsitzung am Donnerstag griff Torwart Tim Wiese zum Telefon und rief seinen Kumpel Kevin in Gelsenkirchen an. Nach einem kurzen Smalltalk, wo beide zum Schluss kamen, mit ihnen hätte man gegen Norwegen gewonnen, hörte man am Donnerstag immerhin nichts mehr von ihnen. Doch am Freitag dann eine Mitteilung auf ihren Homepages: "Wiese und Kuranyi gehen gemeinsame Wege". Was sollte man nun davon halten? Welche Wege? Zur Nationalmannschaft wohl kaum. Nein, Tim Wiese und Kevin Kuranyi machen nun auf Musik. Kurzerhand zauberten sie die gute Laune Band "The Bash Brothers" aus dem Hut. Ihre Absicht: Gute Laune Lieder für die Liga in Krisenzeiten zu singen. Wenn es schon mit dem Fußball nicht klappt, warum nicht mit der Kunst?

W.I.E.S.E. fragte bei den beiden nach, woher sie diese Idee nahmen: "Ja, nach meiner Sssein-Entlasssung unter der Woche bei Ssssalke, war esss mir wichtig, eine Zzzukunftssssperssspektive zzzzu haben. Tim brachte mir auf diesssse Idee der Boyband. Er kann zzzwar net sssingen, aber sssieht dafür unheimlich gut aus." Ja, wie dem auch sei, ihren ersten Song "Light the shadows on your face" widmen sie Kollegen Boubacar Sanogo, von dem Kommentator Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis behauptete, er habe gespielt "wie ein Schatten seiner selbst". Zu Unrecht, wie "The Bash Brothers" fanden. Sanogo glücklich: "Es ist wirklich eine enorme Ehre ein Lied von den beiden zu bekommen, aber das ist kein Schatten in meinem Gesicht, ich seh wirklich so aus."
Gespielt haben die beiden Pop-Titanen auch noch am Wochenende. Sie zelebrierten einen Fußball, der die Massen begeisterte. In Bochum erkämpften sich die Schalker mit kuranyiertem Einsatz die verdiente 1:0 Führung. Unglaublich, der verlorene Sohn und nun wieder uneingeschränkter Publikumsliebling, Kevin Kuranyi mit einem Traumabstauber zur Führung. Gellende "Pro-Kuranyi"-Rufe der Fans für ihren Liebling. Doch als Trainer Rutten das System wieder auf das klassische Schalker 9-0-1 umstellte, um die Führung zu verwalten, durchbrach Ex-Schalker Azaouagh mit einem Rechtsschuss aus mindestens 40 Metern alle Schalker Siegesträume. "Vielleicht fehlt essss an Qualität" fasste der MVP der Schalker nach Abpfiff richtig zusammen. Ein 2:1 durch Dabrowski in der 57. und eine rüde Schwalbe von Sestak, nach einer Streicheleinheit von Lebemann Rafinha lässt keine anderen Schlüsse zu.

Ganz anders der Auftritt der Bremer daheim gegen Gladbach. Da war Kampf, Biss und Power drin, von der ersten bis zur 79. Minute. Trainer Thomas Schaf war bereits vor dem Spiel in einen Rasier-Streik á la Christoph Metzelder getreten: "So lange die Mannschaft nicht mehr gewinnt, werde ich mich nicht mehr rasieren!". Eine Drohung, welche scheinbar Früchte tragen sollte. Engagierte Bremer drückten auf Sieg, doch der Welttorhüter 2009 in spe Logan Bailly fischte die Bälle mit einer Leichtigkeit aus dem Netz. Einzig Claudio Pizarro konnte den jungen Belgier nach einer Ecke überlisten. Daraufhin brachte Motze-Meier seinen Sündenbock Marin. Mit einem Traumfreistoß Marins auf Bradley fiel das 1:1. Die Abwehr war fassungslos, Wiese chancenlos und Bremen die 3 Punkte los. Was soll man der Mannschaft noch drohen? Tim Wiese will nun bis zum nächsten Sieg sein Trikot nicht mehr ausziehen, Torsten Frings droht, sich nicht mehr zu waschen und der Vorstand droht, Ailton wieder zu holen. Wenn das nicht zieht, was dann?
Doch was war nun eigentlich mit den Bayern los? Wieder die Chance auf Platz eins verpasst. "Na ja, dann dauert es halt eine Woche länger, bis wir auf Platz eins stehen" fasste Bayerns Gute-Laune-Klinsi nach dem Spiel richtig zusammen. Den Poldi-Nachfolger hat Manager Uli Hoeneß wohl auch gefunden – Andrej Voronin und für Michael Rensing wird wohl dann ab nächster Saison ein 23-jähriger Belgier im Tor stehen. Also alles bestens in München. Uli betrachtete die Leistung seiner Mannschaft nüchtern nach dem Spiel: "Wichtig ist, wer am 34. Spieltag oben steht. Man, dass mit unserer schlechten Leistung, das seid ihr doch, ihr Journalisten!". Einzig und allein Hamit Altintop ist unzufrieden: "Die Chancen von Schweini hätte ich alle auch nicht rein gemacht! Ich fordere einen Stammplatz! Notfalls nehm ich auch den vom Poldi, der ja eh nie wieder in den Kader kommen wird!".
Sonst war nicht viel los in der Liga. Ein munteres Tore-Schießen in Hannover. Kein Team wollte gewinnen, darum einigte man sich mit den Stuttgartern auf ein unterhaltsames 3:3. Ein 0:0 zwischen Köln und Karlsruher, was keinen interessierte und ein 2:0 der Wölfe in Frankfurt, was bei den ganzen Kuriositäten des Spieltags einfach unterging.
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Aufrufe: 410 | Kommentare: 2 | Bewertungen: 5 | Erstellt:15.02.2009
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KOMMENTARE
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15.02.2009 | 23:56 Uhr
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EdHardy22 :
Der Start in den Blog ist schwach, aber wie Wein muss den Blog ne Zeit lang stehen, atmen und hat dann hinten raus echten Genuss zu bieten
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