19.11.2008 um 20:24 Uhr
Von Moralaposteln
Der eSport ist eines meiner größten Hobbies.
Ein Hobby, das sehr viele Jungendliche und inzwischen auch mehr und mehr Erwachsene jeden Alters teilen, ein Hobby, das nicht immer unumstritten ist, gerade in Bayern, aber auch ein Hobby, das für sich selbst beansprucht, professionell zu sein.
Professionell sollte man hierfür kurz definieren. Für mich bedeutet Professionalität, etwas besser zu tun als andere und dabei eine Vorbildfunktion auszuüben. Dazu gehört, wenn man Parallelen zum Profi-Sport zieht, auch der professionelle Umgang mit Mitspielern, Managern, Gegnern und vor allem den Fans. Im eSport ist jedoch gerade der Umgang zwischen Spielern, Managern und oft auch Fans ein Punkt, an dem es hakt.
Da schwingen sich Leute zu Moralaposteln auf, und behaupten, der deutsche eSport hätte "ein Moralproblem", obwohl sie wenige Wochen vorher doch erst ein Team im Stich gelassen haben, das sie mit aufgebaut haben, Streitigkeiten werden in aller Öffentlichkeit in Foren ausgetragen, die dort absolut nichts zu suchen haben.
Aktuelles Beispiel ist ein ex-Manager von SPEED-LINK, der bei seinem Team rausgeflogen ist. Meiner Meinung nach deshalb, weil er ein überspitztes Aftermatch-Statement nach einer 1:16 Klatsche im EPS-Spiel gegen Raptor-Gaming geschrieben hat.
O-Ton im ESL-Profil bzw. auf eFever (hier wird das mittlerweile gelöschte Original-Statement zitiert) hört sich das dann so an:
"Von SPEED-LINK|Rene diskriminiert und gekickt da er seine Inkompetenz und Wut an gut arbeitende auslässt.
Ich war nicht bei SPEED-LINK wegen dem Clan, der war mir egal. Die CSS Teams wissen das es mir immer nur um sie ging; das ich immer versucht habe mein bestes zu geben und ich denke das hab ich 3 Saisons lang gut gemacht. Die Jungs von hoffi und aleX wissen das."
Sieht man von den hastigen Schreibfehlern mal ab, steht da klar und deutlich, dass dem Mann, der für den CS:S-Bereich bei SPEED-LINK hauptverantwortlich war (bzw. gewesen sein sollte) seine Organisation total egal war.
Was nun wirklich vorgefallen ist, werden nur die Involvierten selbst wissen.
Kurz zusammengefasst kann man die Abhängigkeiten im eSport so ausdrücken:
Spieler repräsentieren den Clan - der Clan repräsentiert Sponsoren - Sponsoren erhoffen sich einen Mehrwert durch das Sponsoring.
In den höheren Regionen des eSport funktioniert die Schnittstelle zwischen Clan und Sponsoren meist recht gut und auf sachlicher Ebene, wenn aber die Zusammenarbeit zwischen Spielern und dem Clan nicht funktioniert oder sich Manager zwischen Clan und Spielern sehen, so tragen alle Schaden davon. Offensichtlich sind sich einige Leute nicht bewusst, dass der eSport in Deutschland inzwischen ein Geschäft ist, in dem wie auf Spiegel Online gestern zu lesen war, inzwischen Millionen umgesetzt werden und jeder Beteiligte ein Repräsentant dieser Bewegung ist.
Sicherlich, es gibt Verträge, die so eine Zusammenarbeit regeln (im Regelfall zumindest), nur wenn sich keiner an diese Verträge hält, verpufft die Wirkung im Nichts.
Alle fordern immer, der elektronische Sport soll professioneller werden - im Umkehrschluss muss man sich aber fragen, wie soll das funktionieren, wenn sich nur Bruchteile der Szene an der Professionalisierung beteiligen?
Um eine echte Professionalität zu erreichen, ist endlich ein Dachverband nötig, der als vermittelnde Instanz in der Kette zwischen Spielern, Clans und Sponsoren zur Verfügung steht und klare, allgemeingültige Regeln aufstellt!
Mit dem deutschen eSport Bund existiert auf dem Papier ein solcher Verband, jedoch ist bisher außer wohlklingenden Pressemitteilungen nicht viel passiert und solange das so bleibt, muss sich jeder einzelne überlegen, wo die deutsche eSport-Szene hinwandern soll.
Statement des ehemaligen Speed-Link Managers zu den Aussagen im Blog von d4avid:
Es hat nichts mit dem Spiel gegen RGT zu tun. Es hat eher damit etwas zu tun, dass SPEED-LINK mal wieder seinem Team Geld schuldet. Letzte Season hat das Team 6 Monate auf das versprochene monatliche Gehalt gewartet. Hätte SPEED-LINK mal das gehalten was es versprach, wäre das alte Team sicher nicht gegangen.
Das derzeitige SPEED-LINK Team wartet nun auch seit vier Monaten. Erste Erklärung von Rene: "Keine Leistung, kein Geld". Weil ein derzeitiger Platz 6 auch keine Leistung ist... na ja! Zweite Erklärung: "Bei anderen Clans bekommen die CS:S Teams auch kein Geld - oder müssen auch lange warten!" Ah ja .... und ich hab "keine Ahnung"! Ob hoorai, mTw und aTTaX usw das schon wussten, dass sie ihr Geld erst 6 Monate später vielleicht mal bekommen?
Das Beste ist aber bomk. Ihr denkt jetzt sicher "Häääää bomk? Was haben die damit zu tun?" Nun ja, damit fing gestern nach dem EPS Spiel alles an. Ich durfte mir dann anhören, dass SPEED-LINK SOOOOOOOOOOOOOOOOOOO viele Anfragen von guten (!!) CS:S EPS Teams bekommt, und dass Rene bomk holen will. Das soll sich mal jemand vorstellen! Da bekommt sofort nach einem EPS Spiel indirekt gesagt, dass man nach der Season eh gekickt wird und ein neues Team geholt wird, und dann "Keine Leistung, kein Geld". Wundert es da noch jemanden wenn Flowsen, aleX oder dRaft in ihren Statements diesbezüglich etwas kurz anmerken?
Viele werden mir jetzt vorwerfen, dass ich SPEED-LINK nur runtermachen will, mit Rene abrechnen. Derweil möchte ich nur Licht ins Dunkel bringen, und den Leuten die Augen öffnen. Wenn ihr denkt, das ist Mist was ich erzähl, dann fragt euch doch mal warum der Clan, der Vizemeister geworden ist, in der darauffolgenden Season so ein Team stellt (absolut nichts gegen euch Jungs, ihr seid echt super und habt es drauf), statt sich so eins wie hoorai, RG usw zuzulegen. Mich würde auch mal interessieren, wer von den anderen EPS Teams auf einmal sooo dringend zu SPEED-LINK will :p Vor der Season wollte kaum einer
Ich will nochmal eins dazu sagen. Ich war nicht bei SPEED-LINK wegen des Clans, der war mir egal. Die CSS Teams wissen, dass es mir immer nur um sie ging; dass ich immer versucht habe mein Bestes zu geben, und ich denke das habe ich 3 Seasons lang gut gemacht. Die Jungs von hoffi und aleX wissen das.
Ich wollte SPEED-LINK schon vor einem Jahr verlassen. Das können viele bestätigen, ich bin nur wegen der Teams immer geblieben. Schade, dass ich diese Aufgabe, die ich meiner Ansicht nach gut ausgeübt habe, nun so abrupt beenden muss weil da jemand ein Egoproblem hat. Ich wünsch den Jungs das Allerbeste.
PS. Hat wer jemand 'nen BNC für mich über? ^^
Ein Hobby, das sehr viele Jungendliche und inzwischen auch mehr und mehr Erwachsene jeden Alters teilen, ein Hobby, das nicht immer unumstritten ist, gerade in Bayern, aber auch ein Hobby, das für sich selbst beansprucht, professionell zu sein.
Professionell sollte man hierfür kurz definieren. Für mich bedeutet Professionalität, etwas besser zu tun als andere und dabei eine Vorbildfunktion auszuüben. Dazu gehört, wenn man Parallelen zum Profi-Sport zieht, auch der professionelle Umgang mit Mitspielern, Managern, Gegnern und vor allem den Fans. Im eSport ist jedoch gerade der Umgang zwischen Spielern, Managern und oft auch Fans ein Punkt, an dem es hakt.
Da schwingen sich Leute zu Moralaposteln auf, und behaupten, der deutsche eSport hätte "ein Moralproblem", obwohl sie wenige Wochen vorher doch erst ein Team im Stich gelassen haben, das sie mit aufgebaut haben, Streitigkeiten werden in aller Öffentlichkeit in Foren ausgetragen, die dort absolut nichts zu suchen haben.
Aktuelles Beispiel ist ein ex-Manager von SPEED-LINK, der bei seinem Team rausgeflogen ist. Meiner Meinung nach deshalb, weil er ein überspitztes Aftermatch-Statement nach einer 1:16 Klatsche im EPS-Spiel gegen Raptor-Gaming geschrieben hat.
O-Ton im ESL-Profil bzw. auf eFever (hier wird das mittlerweile gelöschte Original-Statement zitiert) hört sich das dann so an:
"Von SPEED-LINK|Rene diskriminiert und gekickt da er seine Inkompetenz und Wut an gut arbeitende auslässt.
Ich war nicht bei SPEED-LINK wegen dem Clan, der war mir egal. Die CSS Teams wissen das es mir immer nur um sie ging; das ich immer versucht habe mein bestes zu geben und ich denke das hab ich 3 Saisons lang gut gemacht. Die Jungs von hoffi und aleX wissen das."
Sieht man von den hastigen Schreibfehlern mal ab, steht da klar und deutlich, dass dem Mann, der für den CS:S-Bereich bei SPEED-LINK hauptverantwortlich war (bzw. gewesen sein sollte) seine Organisation total egal war.
Was nun wirklich vorgefallen ist, werden nur die Involvierten selbst wissen.
Kurz zusammengefasst kann man die Abhängigkeiten im eSport so ausdrücken:
Spieler repräsentieren den Clan - der Clan repräsentiert Sponsoren - Sponsoren erhoffen sich einen Mehrwert durch das Sponsoring.
In den höheren Regionen des eSport funktioniert die Schnittstelle zwischen Clan und Sponsoren meist recht gut und auf sachlicher Ebene, wenn aber die Zusammenarbeit zwischen Spielern und dem Clan nicht funktioniert oder sich Manager zwischen Clan und Spielern sehen, so tragen alle Schaden davon. Offensichtlich sind sich einige Leute nicht bewusst, dass der eSport in Deutschland inzwischen ein Geschäft ist, in dem wie auf Spiegel Online gestern zu lesen war, inzwischen Millionen umgesetzt werden und jeder Beteiligte ein Repräsentant dieser Bewegung ist.
Sicherlich, es gibt Verträge, die so eine Zusammenarbeit regeln (im Regelfall zumindest), nur wenn sich keiner an diese Verträge hält, verpufft die Wirkung im Nichts.
Alle fordern immer, der elektronische Sport soll professioneller werden - im Umkehrschluss muss man sich aber fragen, wie soll das funktionieren, wenn sich nur Bruchteile der Szene an der Professionalisierung beteiligen?
Um eine echte Professionalität zu erreichen, ist endlich ein Dachverband nötig, der als vermittelnde Instanz in der Kette zwischen Spielern, Clans und Sponsoren zur Verfügung steht und klare, allgemeingültige Regeln aufstellt!
Mit dem deutschen eSport Bund existiert auf dem Papier ein solcher Verband, jedoch ist bisher außer wohlklingenden Pressemitteilungen nicht viel passiert und solange das so bleibt, muss sich jeder einzelne überlegen, wo die deutsche eSport-Szene hinwandern soll.
Statement des ehemaligen Speed-Link Managers zu den Aussagen im Blog von d4avid:
Es hat nichts mit dem Spiel gegen RGT zu tun. Es hat eher damit etwas zu tun, dass SPEED-LINK mal wieder seinem Team Geld schuldet. Letzte Season hat das Team 6 Monate auf das versprochene monatliche Gehalt gewartet. Hätte SPEED-LINK mal das gehalten was es versprach, wäre das alte Team sicher nicht gegangen.
Das derzeitige SPEED-LINK Team wartet nun auch seit vier Monaten. Erste Erklärung von Rene: "Keine Leistung, kein Geld". Weil ein derzeitiger Platz 6 auch keine Leistung ist... na ja! Zweite Erklärung: "Bei anderen Clans bekommen die CS:S Teams auch kein Geld - oder müssen auch lange warten!" Ah ja .... und ich hab "keine Ahnung"! Ob hoorai, mTw und aTTaX usw das schon wussten, dass sie ihr Geld erst 6 Monate später vielleicht mal bekommen?
Das Beste ist aber bomk. Ihr denkt jetzt sicher "Häääää bomk? Was haben die damit zu tun?" Nun ja, damit fing gestern nach dem EPS Spiel alles an. Ich durfte mir dann anhören, dass SPEED-LINK SOOOOOOOOOOOOOOOOOOO viele Anfragen von guten (!!) CS:S EPS Teams bekommt, und dass Rene bomk holen will. Das soll sich mal jemand vorstellen! Da bekommt sofort nach einem EPS Spiel indirekt gesagt, dass man nach der Season eh gekickt wird und ein neues Team geholt wird, und dann "Keine Leistung, kein Geld". Wundert es da noch jemanden wenn Flowsen, aleX oder dRaft in ihren Statements diesbezüglich etwas kurz anmerken?
Viele werden mir jetzt vorwerfen, dass ich SPEED-LINK nur runtermachen will, mit Rene abrechnen. Derweil möchte ich nur Licht ins Dunkel bringen, und den Leuten die Augen öffnen. Wenn ihr denkt, das ist Mist was ich erzähl, dann fragt euch doch mal warum der Clan, der Vizemeister geworden ist, in der darauffolgenden Season so ein Team stellt (absolut nichts gegen euch Jungs, ihr seid echt super und habt es drauf), statt sich so eins wie hoorai, RG usw zuzulegen. Mich würde auch mal interessieren, wer von den anderen EPS Teams auf einmal sooo dringend zu SPEED-LINK will :p Vor der Season wollte kaum einer
Ich will nochmal eins dazu sagen. Ich war nicht bei SPEED-LINK wegen des Clans, der war mir egal. Die CSS Teams wissen, dass es mir immer nur um sie ging; dass ich immer versucht habe mein Bestes zu geben, und ich denke das habe ich 3 Seasons lang gut gemacht. Die Jungs von hoffi und aleX wissen das.
Ich wollte SPEED-LINK schon vor einem Jahr verlassen. Das können viele bestätigen, ich bin nur wegen der Teams immer geblieben. Schade, dass ich diese Aufgabe, die ich meiner Ansicht nach gut ausgeübt habe, nun so abrupt beenden muss weil da jemand ein Egoproblem hat. Ich wünsch den Jungs das Allerbeste.
PS. Hat wer jemand 'nen BNC für mich über? ^^
Aufrufe: 2561 | Kommentare: 4 | Bewertungen: 6 | Erstellt:19.11.2008
ø 9.7
KOMMENTARE
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19.11.2008 | 21:20 Uhr
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Zorro4711 :
Gibt nach dem Artikel nicht mehr viel zu sagen ausser das tatsächlich mal was passieren muss.
24.11.2008 | 15:57 Uhr
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Murdoc : esl verband
Der e-sb tut doch das, was er tun soll: Dafür sorgen, dass kein Verband entstehen kann, in dem sich die Spieler und Clans organiseren können. Und das macht er verdammt gut!
e-sb ist eine Interessengruppe rund um esl und Intel. Das darf man nicht vergessen. Unsere Welt ist voll von falsche Informationen geworden: Nur weil er behauptet viel für eSport zu tun, heisst es nicht, dass er es wirklich tut oder gar tun will!
Tja, leider denken aber viele immer noch, dass man demdeutschen eSport helfen kann, wenn man den e-sb unterstützt.
24.11.2008 | 22:51 Uhr
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Fl0815 :
Der Esport .... auch Immer mehr Erwachsene haben interessse???.... was für ein Bullshit!!!!Wir, die damit angefangen haben, sind einfach mittlerweile erwachsen und hätten meine Jungs & ich nach der Niederlage gegen TAMM gewusst wie sich CS weiterentwickelt, hätten wir auf Alkohol, Drogen & Frauen verzichtet und auch weiter gezoggt.
Und was ist jetz? Jetz bin ich ich Spox Flamer *finünününü* :D
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