29.01.2012 um 02:02 Uhr
Triple X
Welcome to the X
Die Tage ist es wieder einmal soweit. In Aspen, einem Skigebiet im US-Staat Colorado finden vom 26.1 bis 30.1 die jährlichen Winter X Games statt, aufgeteilt in Sommer und Winterspiele und ein von ESPN ins Leben gerufenes Action-Sportevent. Seit 1997 ruft man in der schneesicheren Jahreszeit Snowboarder, Ski- und Snowmobilfahrer auf den Buttermilk Mountain, im Sommer dürfen Skateboarder, BMX- und Motocrossfahrer ihr Können zur Schau stellen. Unterteilt nach Männchen und Weibchen geht es in verschiedenen Disziplinen für die besten Freestyle-Fahrer ihres Sports um Medaillen, Anerkennung und weitere Karriermöglichkeiten. Unter den Snowboardern und Skifahrern fährt man um Podiumsplätze in den Kategorien SuperPipe, Slopestyle und BigAir und X. Die motorisierten Athleten fahren Freestyle, Speed & Style, und SnoCross um das begehrte Edelmetall.
SuperPipe
Prinzipiell ein stinknormaler HalfPipe-Contest. Man fährt die Wand hoch, macht einen Trick, landet und durchquert die Pipe auf die andere Seite, um dort ebenfalls einen Trick zu setzen. Die werden dann nach Höhe, Technik und Style bewertet, um den Sieger zu ermitteln. Es gibt keine speziellen Bauvorgaben für ein SuperPipe. Je größer, desto besser. Meistens sind die Wände über 5m hoch. Hoch genug für noch höhere Sprünge.
Slopestyle
Vor einiger Zeit schlug die Nachricht in der Szene ein wie eine Bombe. Slopestyle wird bei der Winterolympiade 2014 vertreten sein und damit den Freestyle-Sport noch weiter pushen. Aus Gründen der Abneigung zwischen dem Snowboardverband und dem IOC eine lange Geschichte, aber das findet vielleicht in einem anderen Blog Platz.
Beim Slopestyle gilt es, einen Hinderpark mit verschieden Objekten wie Rails, Walls, Boxen und Sprungkickern in einem Lauf zu absolvieren auch hier Tricks zu setzen. Man kann mit den Objekten kreativer umgehen als in der Pipe, verschiedene Tricks setzen als der Vorgänger und trotzdem besser abschneiden.
BigAir
Dieser Modus verfolgt ein relativ simples Prinzip. Viel Geschwindigkeit, ein hoher Kicker und ein weiter, langer Flug. Genügend Zeit für einen eindrucksvollen, anspruchsvollen Trick. Meistens bekommt man hier neue Trickentwicklungen zu erst zu sehen.
X
Auch bekannst als SnowCross. Mehrere Athleten fahren eine Rennstrecke hinunter, die gespickt ist mit Kurven, Buckeln, Hügeln und noch mehr Kurven.
Wer als Erster unten ankommt, hat gewonnen, egal was auf der Strecke passiert ist. Es gibt in nahezu jedem Rennen Stürze und Crashs, ungefährlich ist die Angelegenheit also nicht.
Snowmobil
Die Snowmobilfahrer zeigen, ähnlich wie die Motocrosser Tricks im Freestylemodus oder duellieren im Speed & Style. Hier fahren 2 Fahrer gegeneinander ein Rennen. Auf der Strecke sind noch Kicker aufgebaut, über die sie einen trick setzen müssen, der bewertet wird.
Im Auftrag des Fortschritts
Die X Games gelten als die olympischen Spiele der Freestyler. Es versammeln sich die gestanden Stars und aufstrebenden Youngster um sich messen. Dieses gegenseitige Pushen führt dazu, dass sich der Sport immer weiterentwickelt, neue Tricks erfunden und geübt werden. Doch erst wenn ein Trick bei einem Wettbewerb gestanden wurde, gilt er als in der Szene angekommen. Vor einigen Jahren erklärte man z.B. das Snowboarding sei am Limit angekommen. Double Backflip, Double Corks, 1080 Spins. Man dachte, mehr sei nicht möglich. Doch es gibt immer wieder Sportler, die die Grenzen verschieben. Die sich ein bischen über das Limit hinauswagen und das Unmögliche doch möglich machen. Und so sind die X Games oft Schauplatz neuer Tricks, die die Standards neu definieren. Im letzten Jahr sah man zum ersten Mal ein Triple Cork von Torstein Horgmo und musste feststellen: Das Maximum ist noch nicht erreicht. Höher, weiter, schneller. Nichts ist unmöglich. Und die X Games sind eine ideale Plattform, diese zu präsentieren.
Hier gibts den Backside Triple Cork 1440 von Torstein Horgmo aus dem gestrigen BigAir Final
Auch dieser Tage sind die besten der Besten am Start, um wieder einmal an die Grenzen zu gehen und alles aus sich herauszuholen. Um den Wettbewerb zu förden und um einfach ein gute Zeit zu haben.
Ich möchte hier keine Ergebnisse verraten, wer sich weitergehend informieren möchte kann das gerne auf der X-Games Seite tun. Dort findet man alle möglichen Berichte, Highlights und Scores.
In Memories
Doch nicht alles ist Spass und Jubel. Der Sport in dieser Art ist ein Extremsport, bei dem die Athleten sehr viel riskieren. Wer einen Fehler macht, setzt die eigene Gesundheit, wenn nicht noch mehr aufs Spiel. Die diesjährigen Winter X-Games werden überschattet von dem Tod von Sarah Burke (29). Am 10 Januar 2012 stürzte sie im Training in der HalfPipe schwer, ihr Kreislauf setzte aus und sie erlag am 19 Januar ihren Verletzungen und deren Folgeschäden im Krankenhaus in Salt Lake City. Als viermalige X-Games Gewinnerin, HalfPipe-Weltmeisterin von 2005, ESPY 2007 Best Female Action Sports Athlete und Vorreiterin des Freestyleski verlor die Welt eine einmalige Sportlerin und Persönlichkeit. Sie pushte Frauen-Freestyle immer weiter, inspirierte etliche für diesen Sport und engagierte sich auch für eine größere Verbreitung und Anerkennung in allen erdenklichen Gebieten.
Jeder Sportler fährt in diesen Tagen auch in Gedenken an Sarah.
Tribut für Sarah Burke
In diesem Sinne
FOR SARAH
Die Tage ist es wieder einmal soweit. In Aspen, einem Skigebiet im US-Staat Colorado finden vom 26.1 bis 30.1 die jährlichen Winter X Games statt, aufgeteilt in Sommer und Winterspiele und ein von ESPN ins Leben gerufenes Action-Sportevent. Seit 1997 ruft man in der schneesicheren Jahreszeit Snowboarder, Ski- und Snowmobilfahrer auf den Buttermilk Mountain, im Sommer dürfen Skateboarder, BMX- und Motocrossfahrer ihr Können zur Schau stellen. Unterteilt nach Männchen und Weibchen geht es in verschiedenen Disziplinen für die besten Freestyle-Fahrer ihres Sports um Medaillen, Anerkennung und weitere Karriermöglichkeiten. Unter den Snowboardern und Skifahrern fährt man um Podiumsplätze in den Kategorien SuperPipe, Slopestyle und BigAir und X. Die motorisierten Athleten fahren Freestyle, Speed & Style, und SnoCross um das begehrte Edelmetall.
SuperPipe
Prinzipiell ein stinknormaler HalfPipe-Contest. Man fährt die Wand hoch, macht einen Trick, landet und durchquert die Pipe auf die andere Seite, um dort ebenfalls einen Trick zu setzen. Die werden dann nach Höhe, Technik und Style bewertet, um den Sieger zu ermitteln. Es gibt keine speziellen Bauvorgaben für ein SuperPipe. Je größer, desto besser. Meistens sind die Wände über 5m hoch. Hoch genug für noch höhere Sprünge.
Slopestyle
Vor einiger Zeit schlug die Nachricht in der Szene ein wie eine Bombe. Slopestyle wird bei der Winterolympiade 2014 vertreten sein und damit den Freestyle-Sport noch weiter pushen. Aus Gründen der Abneigung zwischen dem Snowboardverband und dem IOC eine lange Geschichte, aber das findet vielleicht in einem anderen Blog Platz.
Beim Slopestyle gilt es, einen Hinderpark mit verschieden Objekten wie Rails, Walls, Boxen und Sprungkickern in einem Lauf zu absolvieren auch hier Tricks zu setzen. Man kann mit den Objekten kreativer umgehen als in der Pipe, verschiedene Tricks setzen als der Vorgänger und trotzdem besser abschneiden.
BigAir
Dieser Modus verfolgt ein relativ simples Prinzip. Viel Geschwindigkeit, ein hoher Kicker und ein weiter, langer Flug. Genügend Zeit für einen eindrucksvollen, anspruchsvollen Trick. Meistens bekommt man hier neue Trickentwicklungen zu erst zu sehen.
X
Auch bekannst als SnowCross. Mehrere Athleten fahren eine Rennstrecke hinunter, die gespickt ist mit Kurven, Buckeln, Hügeln und noch mehr Kurven.
Wer als Erster unten ankommt, hat gewonnen, egal was auf der Strecke passiert ist. Es gibt in nahezu jedem Rennen Stürze und Crashs, ungefährlich ist die Angelegenheit also nicht.
Snowmobil
Die Snowmobilfahrer zeigen, ähnlich wie die Motocrosser Tricks im Freestylemodus oder duellieren im Speed & Style. Hier fahren 2 Fahrer gegeneinander ein Rennen. Auf der Strecke sind noch Kicker aufgebaut, über die sie einen trick setzen müssen, der bewertet wird.
Im Auftrag des Fortschritts
Die X Games gelten als die olympischen Spiele der Freestyler. Es versammeln sich die gestanden Stars und aufstrebenden Youngster um sich messen. Dieses gegenseitige Pushen führt dazu, dass sich der Sport immer weiterentwickelt, neue Tricks erfunden und geübt werden. Doch erst wenn ein Trick bei einem Wettbewerb gestanden wurde, gilt er als in der Szene angekommen. Vor einigen Jahren erklärte man z.B. das Snowboarding sei am Limit angekommen. Double Backflip, Double Corks, 1080 Spins. Man dachte, mehr sei nicht möglich. Doch es gibt immer wieder Sportler, die die Grenzen verschieben. Die sich ein bischen über das Limit hinauswagen und das Unmögliche doch möglich machen. Und so sind die X Games oft Schauplatz neuer Tricks, die die Standards neu definieren. Im letzten Jahr sah man zum ersten Mal ein Triple Cork von Torstein Horgmo und musste feststellen: Das Maximum ist noch nicht erreicht. Höher, weiter, schneller. Nichts ist unmöglich. Und die X Games sind eine ideale Plattform, diese zu präsentieren.
Hier gibts den Backside Triple Cork 1440 von Torstein Horgmo aus dem gestrigen BigAir Final
Auch dieser Tage sind die besten der Besten am Start, um wieder einmal an die Grenzen zu gehen und alles aus sich herauszuholen. Um den Wettbewerb zu förden und um einfach ein gute Zeit zu haben.
Ich möchte hier keine Ergebnisse verraten, wer sich weitergehend informieren möchte kann das gerne auf der X-Games Seite tun. Dort findet man alle möglichen Berichte, Highlights und Scores.
In Memories
Doch nicht alles ist Spass und Jubel. Der Sport in dieser Art ist ein Extremsport, bei dem die Athleten sehr viel riskieren. Wer einen Fehler macht, setzt die eigene Gesundheit, wenn nicht noch mehr aufs Spiel. Die diesjährigen Winter X-Games werden überschattet von dem Tod von Sarah Burke (29). Am 10 Januar 2012 stürzte sie im Training in der HalfPipe schwer, ihr Kreislauf setzte aus und sie erlag am 19 Januar ihren Verletzungen und deren Folgeschäden im Krankenhaus in Salt Lake City. Als viermalige X-Games Gewinnerin, HalfPipe-Weltmeisterin von 2005, ESPY 2007 Best Female Action Sports Athlete und Vorreiterin des Freestyleski verlor die Welt eine einmalige Sportlerin und Persönlichkeit. Sie pushte Frauen-Freestyle immer weiter, inspirierte etliche für diesen Sport und engagierte sich auch für eine größere Verbreitung und Anerkennung in allen erdenklichen Gebieten.
Jeder Sportler fährt in diesen Tagen auch in Gedenken an Sarah.
Tribut für Sarah Burke
In diesem Sinne
FOR SARAH
Aufrufe: 993 | Kommentare: 6 | Bewertungen: 4 | Erstellt:29.01.2012
ø 10.0
KOMMENTARE
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31.01.2012 | 00:08 Uhr
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hias5 :
Meine Favs ham ja leider nich so gut abgeschnitten wie erhofft. Gold ging glaub ich auch gar nichts nach Europa, zumindest nichts von den wichtigeren Competitions.Hast dus dir angeschaut? Ich hab kaum Streams gefunden und zeitlich liegt das ganze für Mitteleuropäer ja auch eher ungünstig. Finds auch recht traurig das man von einem der größten Wintersportereignisse hier auf Spox überhaupt nichts mitbekommt.
P.S.: schenkt mal bitte jemand Shaun White richtige Klamotten und ne Portion Style.
31.01.2012 | 01:35 Uhr
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yii_ :
Snowboard Slopestyle und Snowmobil hab ich mir angeschaut, zu mehr hatte ich nicht wirklich die Zeit.Zeitlich gings eigentlich sogar. Viele Wettbewerbe lagen bei uns zwischen 14 und 17 Uhr. Klar ists auch eher auf Amis ausgerichtet, nehmen ja auch viel mehr teil.
Zu den Gewinnern. Die Favouriten habens ja meistens doch geschafft.
Freestyle hat in den USA einen viel breiteren Background, auch mehr Lobby als hier ind Deutschland oder sogar Europa. Die Norweger halten da noch ganz gut mit. Sind auch so ziemlich die Einzigen hier in Europa, die Wintersportschulen haben, wo man den Sommer über in die Schule geht und den ganzen Winter mit Coaches boardet oder Ski fährt, mit Videoanalyse Tricks einübt usw.
Zu Shaun White kann man viele Meinungen haben. Er hat Snowboarden groß rausgebracht und unheimlich gepusht. In der Szene ist er nicht sonderlich beliebt, weil er nicht mehr den Snowboard-Lifestyle verkörpert, der für viele wichtig ist. In meinen Augen ist er mitlerweile mehr Skateboarder.
In der Pipe aber immer noch unschlagbar gut, was auch sein Run zeigt, wo er einfach mal die vollen 100 Punkte abgeräumt hat.
Aber im Slopestyle sieht er keinen Stich, deswegen hat er auch nicht teilgenommen.
Eigentlich müsste ich noch ein Blog mit den Ergebnissen und einer Zusammenfassung machen, hab da aber nicht so Bock drauf.
Von jedem Medal-Run gibs das Video auf der X Games Seite
und hier nochmal die Highlights...
http://www.youtube.com/watch?v=v8tdz-SII_Q
31.01.2012 | 10:11 Uhr
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hias5 :
Die Finals liefen doch für uns alle mitten in der Nacht. So circa 7:00-9:00 p.m. MST.Selbst die Norweger ham ja fast nichts gerissen. Torstein hat mich bis auf seinen Triple einwenig enttäuscht, von ihm hab ich mir eigentlich mindestens einmal Gold erhofft. Wobei ich da mit zweimal Gold für den Mark ganz gut leben kann. Pipe interessiert mich sowieso kaum.
Andere Frage:
Hast du ne Ahnung wieso Halldor nicht bei den Big Air Finals dabei war? Hatte ja laut ESPN nen höheren Score bei der Elimination als Seppe Smits, der war aber bei den Finals dabei. Kleine Verletzung gehabt?
01.02.2012 | 09:50 Uhr
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Sanna :
Sehr sehr guter Blog, endlich mal ein bisschen was zu diesem Bereich hier
Hab nur das Big Air geschaut aber das war ja mal wieder echt ziemlich ziemlich geil!!! Und der Front Flip mit dem Snowmobil, definitv lustige Aktion
Ich mag die X Games ja, Adrenaline keeps me in the game
01.02.2012 | 17:31 Uhr
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yii_ :
Ja, die Norweger haben kein Gold geholt. Meinte aber auch, dass sie in Europa so ziemlich die einzigen sind, die mehrere Leute auf konstantem Top-Niveau haben.Halldor ist glaub ich gestürzt, als er seinem LobsterFlip probiert hat.. Denke mal, dass er deshalb nicht teilgenommen hat, weiß es aber nicht genau.
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Und es gibt noch kleinere Nebenevents wie Best Trick, Streetstyle oder Real Snow (seit diesem Jahr), auf die ich hier nicht eingehe. Aus einem aus Platzmangel und auch weil die Events relativ klein und/oder neu sind und dementsprechend sich noch in der Findungphase befinden.