02.05.2012 um 12:14 Uhr
The Golden Boy
Geht es Euch auch so wie mir?
Ich mochte nie in einer Kneipe nur sitzen und saufen.
Zu einem gelungenen Kneipenabend gehörte auch immer der Dreikampf.
Der Kneipendreikampf besteht aus den Disziplinen Billard, Darts und Kicker.
Betreibt man diesen mit einer gesunden Mischung aus Ehrgeiz und einer
Laissez-Fair-Einstellung kommt man in den Einzeldisziplinen zwar nie zu Ruhm, doch die Wahrscheinlichkeit diverse angenehme Abende zu verbringen ist hoch.
Da ich von Haus aus ein geselliges Kerlchen bin, freundete ich mich mit der
Bewirtung des Billard Cafés in dem ich mich rumtrieb an und so kam es, dass mich diese mal in einen Club mitnahm, in dem ein Snookertisch stand.
Dachte ich vorher noch einigermaßen mit dem Queue umgehen zu können,
war nach zweistündigem Versuch auf diesen Monstertischen war ich demütigst vom Gegenteil überzeugt.
So begann Ende der 80er mein Interesse für den Snookersport.
Das Profi-Snooker wurde damals gerade von einem jungen Schotten aufgemischt, der sich anschickte zum erfolgreichsten Spieler aller Zeiten zu werden.
Die Rede ist natürlich von Stephen Hendry, der durch seine Spielweise das
moderne Snooker geprägt hat.
Seine langen Einsteiger, Splitts und vor allem das Spiel um die schwarze
Kugel herum, das seine Breaks so einfach aussehen lässt haben Standards
gesetzt.
Gestern hat Stephen Hendry seinen Abgang aus der Welt des Profi-Snookers bekanntgegeben. Stephen, The Golden Boy, Hendry hat seinen Sport ausgeübt um zu gewinnen.
Und gewonnen hat er!
Nicht nur das, er hat den Snookersport über ein Jahrzehnt dominiert.
36 Siege bei Ranglistentunrnieren, davon 7 Weltmeistertitel sprechen für sich.
Seine gesammelten Erfolge kann man sich bei Wikipedia angucken, herausheben möchte ich nur die acht Jahre (91-98), die Hendry ununterbrochen die Weltrangliste angeführt hat.
Mit zunehmenden Alter (Hendry ist 43 Jahre alt) blieben die Erfolge aus und
im letzten Jahr rutschte er erstmals seit 1988 aus den Top-16 der Weltrangliste. Dies hatte zur Folge, dass er sich für das Hauptfeld der Turniere qualifizieren musste. Als dies nach der letzten WM feststand, habe ich mit einem sofortigen Rücktritt Hendrys gerechnet, da dies den Ansprüchen, die er an sich selbst hat nicht genügen kann.
So dachte ich zumindest.
Doch Hendry machte noch ein Jahr weiter, weil er vielleicht auf noch einen
magischen Moment gehofft hat.
Bei dieser WM war es so weit.
Im Erstrundenmatch gegen Stuart Bingham gelang ihm das
11. Maximumbreak seiner Karriere.
Und so jubelnd werde ich Stephen Hendry in Erinnerung behalten!
Ich mochte nie in einer Kneipe nur sitzen und saufen.
Zu einem gelungenen Kneipenabend gehörte auch immer der Dreikampf.
Der Kneipendreikampf besteht aus den Disziplinen Billard, Darts und Kicker.
Betreibt man diesen mit einer gesunden Mischung aus Ehrgeiz und einer
Laissez-Fair-Einstellung kommt man in den Einzeldisziplinen zwar nie zu Ruhm, doch die Wahrscheinlichkeit diverse angenehme Abende zu verbringen ist hoch.
Da ich von Haus aus ein geselliges Kerlchen bin, freundete ich mich mit der
Bewirtung des Billard Cafés in dem ich mich rumtrieb an und so kam es, dass mich diese mal in einen Club mitnahm, in dem ein Snookertisch stand.
Dachte ich vorher noch einigermaßen mit dem Queue umgehen zu können,
war nach zweistündigem Versuch auf diesen Monstertischen war ich demütigst vom Gegenteil überzeugt.
So begann Ende der 80er mein Interesse für den Snookersport.
Das Profi-Snooker wurde damals gerade von einem jungen Schotten aufgemischt, der sich anschickte zum erfolgreichsten Spieler aller Zeiten zu werden.
Die Rede ist natürlich von Stephen Hendry, der durch seine Spielweise das
moderne Snooker geprägt hat.
Seine langen Einsteiger, Splitts und vor allem das Spiel um die schwarze
Kugel herum, das seine Breaks so einfach aussehen lässt haben Standards
gesetzt.
Gestern hat Stephen Hendry seinen Abgang aus der Welt des Profi-Snookers bekanntgegeben. Stephen, The Golden Boy, Hendry hat seinen Sport ausgeübt um zu gewinnen.
Und gewonnen hat er!
Nicht nur das, er hat den Snookersport über ein Jahrzehnt dominiert.
36 Siege bei Ranglistentunrnieren, davon 7 Weltmeistertitel sprechen für sich.
Seine gesammelten Erfolge kann man sich bei Wikipedia angucken, herausheben möchte ich nur die acht Jahre (91-98), die Hendry ununterbrochen die Weltrangliste angeführt hat.
Mit zunehmenden Alter (Hendry ist 43 Jahre alt) blieben die Erfolge aus und
im letzten Jahr rutschte er erstmals seit 1988 aus den Top-16 der Weltrangliste. Dies hatte zur Folge, dass er sich für das Hauptfeld der Turniere qualifizieren musste. Als dies nach der letzten WM feststand, habe ich mit einem sofortigen Rücktritt Hendrys gerechnet, da dies den Ansprüchen, die er an sich selbst hat nicht genügen kann.
So dachte ich zumindest.
Doch Hendry machte noch ein Jahr weiter, weil er vielleicht auf noch einen
magischen Moment gehofft hat.
Bei dieser WM war es so weit.
Im Erstrundenmatch gegen Stuart Bingham gelang ihm das
11. Maximumbreak seiner Karriere.
Und so jubelnd werde ich Stephen Hendry in Erinnerung behalten!
Aufrufe: 2166 | Kommentare: 15 | Bewertungen: 8 | Erstellt:02.05.2012
ø 8.8
KOMMENTARE
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02.05.2012 | 14:48 Uhr
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bunsen :
großartig, dass er noch ein maximum geschafft hat. war schon verwundert, dass er immer noch dabei war, hatte snooker ein wenig aus den augen verloren (weil kein eurosport, bzw kein tv).
02.05.2012 | 15:01 Uhr
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Wie ich schon schrieb war ich wirklich überrascht, dass er sich diese Saison noch gegeben hat.
Im Nachhinein war es natürlich perfekt mit einem Maximum im Crucible abzutreten. Wen stört da schon das 2:13 gegen Maguire?
02.05.2012 | 15:35 Uhr
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Starke Geschichte GZ, habe ich sehr gerne gelesen.!
02.05.2012 | 16:49 Uhr
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Rodnox :
Schade, jetzt hat Bulle das schon geschrieben ... wollt in die selbe Kerbe schlagen
Stephen war großartig .... einer meiner Favoriten. Direkt nach Graeme Dott, The Rocket und Paul Hunter.
Aber eigentlich guck ich Snooker ja nur wegen Michaela Tabb
02.05.2012 | 20:36 Uhr
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Dr_D :
Starker Blog über einen starken Sportler. Ich hab noch die Ablösung von Davis zu Hendry gesehen und mochte den jungen Pimpf ehrlich gesagt nicht besonders. Das änderte sich, obwohl er Jimmy White schon mal hätte bei der WM gewinnen lassen können. Denn der war und ist der Größte für mich.Zum Billiard spielen muss ich nicht mal ins Cafe gehen, ich gehe aus meinem Büro scharf rechts, 5m gerade aus, wieder scharf rechts und stehe quasi direkt vor einem Pooltisch. Mein Chef meinte der würde sich dort gut machen. Ich persönlich hätte eine Dartsscheibe oder einen Kicker besser gefunden.
03.05.2012 | 06:23 Uhr
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Ja den Jimmy mochte ich auch immer.
Das war ein Typ zum mögen, Hendry einer zum bewundern.
Vor Steve Davis ziehe ich meine Zipfelmütze.
Wie lange der es geschafft hat sich im Kreise der Spitzenspieler zu halten ist Wahnsinn.
Unvergessen sind seine Auftritte bei den Trick-Shot-WMs...
03.05.2012 | 10:04 Uhr
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KINGZ88 :
Es ist zwar schade, dass er zurückgetreten ist, aber es wurde höchste Zeit! Was er in den letzten Jahren gespielt hat, mit ein paar Ausnahmen wie den Maximums 2009 und dieses Jahr, war einfach nur noch beschissen! Der hat Bälle gefühlt 30 cm neben die Tasche gesetzt, dann konnte man sich nicht geben, erst recht, wenn man bedenkt, was er für Erfolge gefeiert hat und was er selbst für Ansprüche an sich hat!Er war derjenige, der mich mehr oder weniger zum Snooker gebracht hat. Ich habe ihn spielen sehen, so 2003/2004, und war direkt begeistert von diesem Spiel! Es war eine Ehre, ihn noch so lange zu sehen. Trotzdem: Es wurde höchste Zeit!
Wenn ich das mit Roger Federer im Tennis vergleiche, sind ihre Karrieren ähnlich verlaufen, vor allem die Erfolge, aber bei Federer sieht man, dass er die besten noch schlagen kann, deswegen verstehe ich auch, dass er weiter macht, aber Hendry verstehe ich es schon seit 3-4 Jahren nicht mehr, das reicht einfach nicht mehr, erst recht nicht für seine eigenen Ansprüche!
03.05.2012 | 10:31 Uhr
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An der Terminierung des Abgangs sind schon manche Karrieren gescheitert. Hendrys würde ich nicht dazu zählen.
Natürlich kenne ich Hendry nicht persönlich, doch kann ich mir durchaus vorstellen, dass er bis zum letzten Jahr noch der Meinung war es noch mal packen zu können.
Die Selbsterkenntnis, dass es nicht mehr geht ist ihm erst in dieser Saison, als er es mit aller Kraft versucht, doch es nicht mehr gepackt hat in die Top 16 zurück zu kehren.
Ich kann mir vorstellen, dass daraus die Lockerheit entstanden ist, die ihm sein Maximum und den großartigen Abgang ermöglicht hat.
Durch den Wegfall der Anspannung kamen danach die mäßigen Leistungen gegen (den erschreckend schwachen) John Higgins und dann gegen Maguire zu stande.
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