05.Dezember 2008
18.09.2008 um 14:00 Uhr
The Big Man
Die meisten deutschen Sportinteressierten werden wohl nie in den Genuss kommen, die Stimme der Philadelphia Phillies im Fernsehen hören zu dürfen: Harry Kalas kommentiert die Spiele der Phillies seit 1971! und ist mit dem folgenden Satz berühmt geworden, mit dem er Homeruns beschreibt: "Swing...and a long drive, watch this baby, outta here! Home run (Spielername)". Wenn der Ball besonders weit geschlagen war, ergänzt er diesen Kommentar noch mit dem Zusatz des Ortes, wo er eingeschlagen ist "deep center field" und beschreibt ihn "that ball's way outta here!".
In den letzten Jahren kam ein Spieler der Phillies sehr häufig zu der Ehre, dass sein Name im oberen Absatz anstelle des Platzhalters (Spielername) genannt wurde: Ryan Howard! Kalas nennt Howard nur "The Big Man" und wenn man ihn einmal live gesehen hat, kann man keine bessere Beschreibung für sein Äußeres finden. Der knapp zwei Meter große und gut 120 Kilo schwere 1st-Baseman der Phillies wirkt wie eine Naturgewalt, wenn er am Schlag steht. Und sein Äußeres hält, was man sich verspricht, denn Howard jagt den Ball Woche für Woche aus dem Stadion.
MVP und Rookie of the Year
Dabei hatten den 1979 geborenen und aus St. Louis stammenden Howard nicht sehr viele Teams auf der Rechnung, denn er wurde 2001 erst in der fünften Runde gedraftet. Das mag daran gelegen haben, dass er nie für die Top-Colleges gespielt hat. Nach einigen Jahren in den Farm-Teams der Phillies kam er 2004 zu seinen ersten Einsätzen in der MLB, die allerdings recht unspektakulär waren. Wie seine Karriere verlaufen wäre, wenn sich in der darauf folgenden Saison der bei den Fans sehr beliebte Jim Thome nicht verletzt hätte, bleibt Spekulation. Howard nutzte die Chance und schaffte es innerhalb von nur 2,5 Monaten zum Rookie of the Year. Im darauf folgenden Jahr wurde Howard sogar zum MVP der Liga gewählt. Die beiden Auszeichnungen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu erhalten, gelang nur einem weiteren Spieler in der Geschichte des Baseballs: Cal Ripken Jr. Howards Bilanz war aber auch beeindruckend. In seinem zweiten Jahr schlug er 58 Homeruns und hatte 149 RBI (runs batted in - Punkte herein geschlagen).
Auf einen weiteren Rekord dürfte "The Big Man" allerdings nicht so stolz sein. Es gibt keinen Spieler im Baseball, der öfters ein Strikeout kassiert. In der letzten Saison wurde Howard insgesamt 199 Mal "aus gestriked". Dieser Rekord wackelt in diesem Jahr, denn Howard hat zu diesem Zeitpunkt bereits wieder 190 Strikeouts. Allerdings stehen dem auch schon wieder 45 Homeruns gegenüber, womit er in dieser Kategorie als auch bei den RBI (137) der beste Spieler der gesamten MLB ist.
Albtraum der gegnerischen Pitcher
Auch wenn der 1st-Baseman der Phillies relativ spät erst in die "Big Leagues" kam, so könnten, wenn man seine Zahlen der letzten drei Jahre hoch rechnet und er von Verletzungen verschont bleibt, einige Rekorde fallen, von denen man dachte, dass sie für die Ewigkeit aufgestellt waren. Aber hierüber zu spekulieren ist noch zu früh. Festzuhalten ist, dass Howard wohl auch die nächsten Jahre die MLB in den Kategorien Homeruns und RBI dominieren wird – gut für die Phillies - schlecht für die gegnerischen Pitcher.
In den letzten Jahren kam ein Spieler der Phillies sehr häufig zu der Ehre, dass sein Name im oberen Absatz anstelle des Platzhalters (Spielername) genannt wurde: Ryan Howard! Kalas nennt Howard nur "The Big Man" und wenn man ihn einmal live gesehen hat, kann man keine bessere Beschreibung für sein Äußeres finden. Der knapp zwei Meter große und gut 120 Kilo schwere 1st-Baseman der Phillies wirkt wie eine Naturgewalt, wenn er am Schlag steht. Und sein Äußeres hält, was man sich verspricht, denn Howard jagt den Ball Woche für Woche aus dem Stadion.
MVP und Rookie of the Year
Dabei hatten den 1979 geborenen und aus St. Louis stammenden Howard nicht sehr viele Teams auf der Rechnung, denn er wurde 2001 erst in der fünften Runde gedraftet. Das mag daran gelegen haben, dass er nie für die Top-Colleges gespielt hat. Nach einigen Jahren in den Farm-Teams der Phillies kam er 2004 zu seinen ersten Einsätzen in der MLB, die allerdings recht unspektakulär waren. Wie seine Karriere verlaufen wäre, wenn sich in der darauf folgenden Saison der bei den Fans sehr beliebte Jim Thome nicht verletzt hätte, bleibt Spekulation. Howard nutzte die Chance und schaffte es innerhalb von nur 2,5 Monaten zum Rookie of the Year. Im darauf folgenden Jahr wurde Howard sogar zum MVP der Liga gewählt. Die beiden Auszeichnungen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu erhalten, gelang nur einem weiteren Spieler in der Geschichte des Baseballs: Cal Ripken Jr. Howards Bilanz war aber auch beeindruckend. In seinem zweiten Jahr schlug er 58 Homeruns und hatte 149 RBI (runs batted in - Punkte herein geschlagen).
Auf einen weiteren Rekord dürfte "The Big Man" allerdings nicht so stolz sein. Es gibt keinen Spieler im Baseball, der öfters ein Strikeout kassiert. In der letzten Saison wurde Howard insgesamt 199 Mal "aus gestriked". Dieser Rekord wackelt in diesem Jahr, denn Howard hat zu diesem Zeitpunkt bereits wieder 190 Strikeouts. Allerdings stehen dem auch schon wieder 45 Homeruns gegenüber, womit er in dieser Kategorie als auch bei den RBI (137) der beste Spieler der gesamten MLB ist.
Albtraum der gegnerischen Pitcher
Auch wenn der 1st-Baseman der Phillies relativ spät erst in die "Big Leagues" kam, so könnten, wenn man seine Zahlen der letzten drei Jahre hoch rechnet und er von Verletzungen verschont bleibt, einige Rekorde fallen, von denen man dachte, dass sie für die Ewigkeit aufgestellt waren. Aber hierüber zu spekulieren ist noch zu früh. Festzuhalten ist, dass Howard wohl auch die nächsten Jahre die MLB in den Kategorien Homeruns und RBI dominieren wird – gut für die Phillies - schlecht für die gegnerischen Pitcher.
Aufrufe: 381 | Kommentare: 2 | Bewertungen: 0 | Erstellt:18.09.2008
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NEUESTE KOMMENTARE KOMMENTIEREN
18.09.2008 | 20:18 Uhr
Parmi : mlb-tv
Moin schleppi01,
es gibt die Möglichkeit, Baseball online zu schauen. Die Amerikaner zeigen es mal wieder, wie mn es macht, denn das Angebot ist wirklich gut und mit 1,2 Mbit-Streams fernsehtauglich. Und das Beste: Kein DRM-Scheiß. D.h., es lauft auf allen Rechnern - sogar Linux. Und teuer ist es auch nicht, denn die komplette Saison kostet umgerechnet 65 â0AC für 2300 Spiele. Ich würde ja auch bei premiere mir die Spiele (Fußball) online ansehen - aber die lassen mich nicht. scnr.
Parmi : mlb-tv
Moin schleppi01,
es gibt die Möglichkeit, Baseball online zu schauen. Die Amerikaner zeigen es mal wieder, wie mn es macht, denn das Angebot ist wirklich gut und mit 1,2 Mbit-Streams fernsehtauglich. Und das Beste: Kein DRM-Scheiß. D.h., es lauft auf allen Rechnern - sogar Linux. Und teuer ist es auch nicht, denn die komplette Saison kostet umgerechnet 65 â0AC für 2300 Spiele. Ich würde ja auch bei premiere mir die Spiele (Fußball) online ansehen - aber die lassen mich nicht. scnr.
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schleppi01 :
Schöner Blog! Echt schade dass man in Deutschland fast gar nichts vom Baseball mitbekommt, höchstens auf NASN.