29.03.2012 um 14:59 Uhr
Sonntags in der D-Klasse
Es ist Sonntag. Kurz nach 9. Morgens. Jeder normale Mensch, dreht sich da noch einmal im Bett um. Oder kommt vielleicht gerade erst nach Hause. Nur ich nicht, denn ich muss Fußball spielen. Auswärts auch noch. In der Kreisliga D. Also das unterste vom untersten. Tiefer geht’s nicht.
Ich will mich ja nicht beschweren. Auch wenn sich das im ersten Moment so anhört. Ich hab mich ja schließlich freiwillig dazu entschieden nach Jahren der Fußballspielabstinenz wieder mit dem Spielen anzufangen. Bequatschen lassen trifft es eher. Mit Aussicht auf Ruhm und Ehre haben sie mich gelockt. Mit jubelndem Publikum, dass einem nach dem souveränen Abschlachten des Gegners zujubelt. Bisschen lockeres Kicken sonntags in der 2ten Mannschaft meines Heimatdorfes. Alles leere Versprechungen.
Siege? Kaum der Rede wert. In dieser Saison sind es bisher ganze Zwei (plus Zwei am Grünen Tisch „errungen"). In 11 Spielen. Souverän waren diese Siege auch nie. Eher knapp. Immer 2:1. Jubelnde Zuschauer. Hallo? Kreisliga D. 2te Mannschaft! Da kommt kaum einer. Außer wenn danach unsere Erste spielt. Denn die sind ja besser. Und ansehnlicher. Fußballtechnisch gesehen.
Warum tu ich mir das also an? Stehe sonntags um 9 Uhr auf um irgendwo um 12:30 aufzulaufen. Reiße mir den Ar*** auf (im wahrsten Sinne des Wortes)? Für nichts?
Falsch!
Ich mache das, weil es mir Spaß macht. Diesen Zusammenhalt zu erleben. 11 Männer auf einem Platz. Unterschiedlichen Alters (von 18 bis über 50!), Größe (1,60 bis 2,03m), Gewicht (von gering bis sehr viel), was auch immer. 11 Individualisten, die innerhalb dieser 90 Minuten eine Einheit bilden. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Meistens das letztere.
Auch wenn wir, auch ich, fußballerisch limitiert sind kämpfen wir in diesen 90 Minuten. Meistens gegen den Gegner. Oft auch gegen uns selbst. Weil Training ist ja was für Leute die so was nötig haben. Brauchen wir ja nicht. Wir sind auch so schon … naja …
Natürlich geht es bei unseren Spielen auch bisschen laut zu, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. Wenn der Ball mal anstatt aufs Tor ins Seitenaus fliegt, wenn beim Kopfballversuch auf einmal die Nase blutet, wenn man den eigenen Mann abschießt, naja...ich denke, ihr wisst, was ich meine.
Aber nach jedem Spiel ist das Vergessen. Dann wird bei ein paar Bier(en) das Spiel noch einmal Revue passieren lassen und gut ist. Bis zur nächsten Woche. Hoffentlich zu Hause, damit ich länger schlafen kann.
Ich will mich ja nicht beschweren. Auch wenn sich das im ersten Moment so anhört. Ich hab mich ja schließlich freiwillig dazu entschieden nach Jahren der Fußballspielabstinenz wieder mit dem Spielen anzufangen. Bequatschen lassen trifft es eher. Mit Aussicht auf Ruhm und Ehre haben sie mich gelockt. Mit jubelndem Publikum, dass einem nach dem souveränen Abschlachten des Gegners zujubelt. Bisschen lockeres Kicken sonntags in der 2ten Mannschaft meines Heimatdorfes. Alles leere Versprechungen.
Siege? Kaum der Rede wert. In dieser Saison sind es bisher ganze Zwei (plus Zwei am Grünen Tisch „errungen"). In 11 Spielen. Souverän waren diese Siege auch nie. Eher knapp. Immer 2:1. Jubelnde Zuschauer. Hallo? Kreisliga D. 2te Mannschaft! Da kommt kaum einer. Außer wenn danach unsere Erste spielt. Denn die sind ja besser. Und ansehnlicher. Fußballtechnisch gesehen.
Warum tu ich mir das also an? Stehe sonntags um 9 Uhr auf um irgendwo um 12:30 aufzulaufen. Reiße mir den Ar*** auf (im wahrsten Sinne des Wortes)? Für nichts?
Falsch!
Ich mache das, weil es mir Spaß macht. Diesen Zusammenhalt zu erleben. 11 Männer auf einem Platz. Unterschiedlichen Alters (von 18 bis über 50!), Größe (1,60 bis 2,03m), Gewicht (von gering bis sehr viel), was auch immer. 11 Individualisten, die innerhalb dieser 90 Minuten eine Einheit bilden. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Meistens das letztere.
Auch wenn wir, auch ich, fußballerisch limitiert sind kämpfen wir in diesen 90 Minuten. Meistens gegen den Gegner. Oft auch gegen uns selbst. Weil Training ist ja was für Leute die so was nötig haben. Brauchen wir ja nicht. Wir sind auch so schon … naja …
Natürlich geht es bei unseren Spielen auch bisschen laut zu, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. Wenn der Ball mal anstatt aufs Tor ins Seitenaus fliegt, wenn beim Kopfballversuch auf einmal die Nase blutet, wenn man den eigenen Mann abschießt, naja...ich denke, ihr wisst, was ich meine.
Aber nach jedem Spiel ist das Vergessen. Dann wird bei ein paar Bier(en) das Spiel noch einmal Revue passieren lassen und gut ist. Bis zur nächsten Woche. Hoffentlich zu Hause, damit ich länger schlafen kann.
Aufrufe: 581 | Kommentare: 4 | Bewertungen: 3 | Erstellt:29.03.2012
ø 9.3
KOMMENTARE
Um bewerten und sortieren zu können, loggen Sie sich bitte ein.
29.03.2012 | 15:02 Uhr
+1
0
mitschell : mein erster Blog-Versuch
da es mein erster Versuch eines Blogs ist, freue ich mich über jeden Tipp
03.05.2012 | 22:18 Uhr
+1
0
Anyperson : 11 Individualisten in der D
Hey Mitschell,Das ist ein Tag aus dem wirklichen Leben in der untersten Klasse. Und genauso läufts da. Kompliment
04.05.2012 | 11:31 Uhr
+1
0
Dinzey :
Das kenne ich irgendwo her! Sehr guter Ansatz, vllt nächstes Mal ein wenig länger, mit ein, zwei lustigen Annekdoten.
04.05.2012 | 11:34 Uhr
+1
0
COMMUNITY LOGIN
SPOX - Twitter
Statistik




