05.03.2010 um 17:46 Uhr
Sonntag, 28. Februar 2010

Wieder einmal hat die NBA gezeigt, dass man kein Team zu laut bejubeln darf, da dann genau diese Teams, einem Lügen strafen.
So geschehen bei den Phoenix Suns zu Beginn der Saison, viele Experten sahen die Suns schon als Titelkandidat und wurden eines besseren belehrt. Genauso die Mavericks, die nach dem phänomenalen Start in die Saison und vielen Lobeshymnen von Seiten der Medien zeigten, dass sie auch anders können. Und wenn ein Team erst Recht dazu gehört, dann sind dass die Boston Celtics.
Letzte Woche noch gelobt, nach ihrem Sieg gegen die Lakers und ihrem erfolgreichen Auswärtstrip, bewiesen sie, dass ihnen doch das Zeug zum Titelkandidaten fehlt.
Dass man ihnen diesen Stellenwert abspricht benötigt Überwindung, da sie vom Kader her rein theoretisch zum Favoritenkreis gehören sollten, so auch Mike Moreau für Hoopsworld.com…

Was hat man sich nicht in den letzten Wochen für Argumente zurechtgelegt, dass die Celtics in der wichtigen Phase der Saison zeigen werden, dass sie auch anders können. Was hat man sich nicht eingeredet, dass sie in den Playoffs, aufgrund weniger Auswärtsreisen besser sein werden. Immerhin sind sie ja noch fast dasselbe Team von 2008, welches die Lakers geschlagen hat und 2009 gegen die Magics ausgeschieden sind, für uns einzig und allein aus dem Grund, weil KG gefehlt hat.
Wenn wir aber ehrlich sind, dann haben wir weggeschaut und uns nur was vorgemacht. Wie Moreau schreibt ist es schon lange Zeit, die Fakten sprechen zu lassen und den Celtics, den Status eines Topteams abzusprechen.
Die Einstellung, der Stolz und das Selbstbewusstsein, was die Celtics einst auszeichnete sind verschwunden. Die einschüchternde Defense und die erdrückende Offensive, sind nur noch Eigenschaften frühere Tage.
Die Niederlage gegen die Nets war wohl der beste Beweis und ein lauter Schrei: "Hey, wir sind kein Topteam mehr, wir werden keine Meisterschaft gewinnen, also hört gefälligst auf uns so zu bewerten."
Desweiteren schreibt Moreau, dass eine 13-15 Bilanz seit Weihnachten, nicht aufgrund von Verletzungen oder Altersverschleiß entstehen kann, denn ein Topteam kann, nein es muss sogar solche Lücken schließen können. So geschehen bei den Lakers, da fehlt ein Kobe und die Lakers gewinnen, da fehlt ein Gasol und die Lakers gewinnen.
Das Fehlen von Pierce und die schlechte Form eines KG kann nicht allein die Erklärung sein, für eine Niederlage über die Nets und entschließt sich daher die Big Four zu analysieren.
Rajon Rondo
Der zurzeit beste Celtic auf dem Pakett. Einst als kleiner Bruder der big three bezeichnet, fungiert er nun als Gamechanger als Katalysator für Siege. Im Ganzen gesehen, der konstanteste Spieler der Celtics
Paul Pierce
Einst Schlüsselspieler, erzielt er nun die wenigsten Punkte seit seiner Rookie Saison. Seine 3er Quote ist trotz mehr Dreierwürfe gestiegen, scheinbar ein gutes Zeichen, aber ist ebenso Aussage dafür, dass er immer weniger zum Korb zieht und somit weniger Fouls zieht als früher, was bekanntlich seine Stärke ist.
Ray Allen
Ray Allen wird nachgesagt, dass er einer der besten Dreierschützen ist, die es in der NBA gibt. Moreau hat da so seine Zweifel, indem er feststellt, dass Allen die schlechteste Trefferquote in seiner ganzen Karriere verzeichnet und weniger Punkte erzielt, als jemals zuvor. (ausgenommen Rookie Jahr)
Kevin Garnett
Bei KG dasselbe in Grün. Der geringste Punkteschnitt seiner Karriere (ausgenommen Rookie-Season) und zudem erreicht er 4,5 Punkte und 2 Rebounds weniger als noch im letzten Jahr, bei gleicher Spielzeit. Verletzt oder nicht, dass ist alles andere als ein gutes Zeichen.
Aber auch Glen Davis, kaut derzeit lieber wie ein Riesenbaby auf seinem Zahnschutz rum, als ordentlich Basketball zu spielen, Nate Robinson besitzt nicht den Anspruch ein Meister zu werden und Rasheed Wallace, ist schon lange nicht mehr der Rasheed Wallace, der bei den Pistons die Meisterschaft holte.
Letztendlich kann man es drehen und wenden wie man will, aber die Celtics sind trotz ihrer Bilanz weitaus schlechter, als dem Anschein nach auf dem Papier. Und man kann sich selbstverständlich einreden, dass die Kleeblätter zu den Topteams gehören, aber ihre Schwächen sprechen eine andere Sprache…
Ein sehr interessanter Artikel, der den Celtics die Titelrolle auf eine provozierend und teilweise übertriebene Weise abspricht, aber im Grunde genommen, die Wahrheit auf dem Punkt bringt.
Ich habe den Artikel deshalb so ausführlich "zusammengefasst" um Diskussionsstoff zu bieten.
Ich hoffe daher, dass ihr einen Kommentar abgebt, wie ihr über die Celtics denkt, ob ihr Moreau zustimmt oder gewisse Einsprüche habt!
Montag
Aufrufe: 951 | Kommentare: 3 | Bewertungen: 3 | Erstellt:05.03.2010
ø 10.0
KOMMENTARE
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05.03.2010 | 19:41 Uhr
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Jasper32 :
Ich bin einer ähnlichen Meinung, auch wenn ich einige seiner Argumente nicht nachvollziehen kann. Laut dem 3er-Artikel vom Freitag ist ein 3er theoretisch effektiver als ein 2-Punkt-Wurf. Außerdem: Warum sollte ein Spieler, der deutlich über 40% trifft keine 3er werfen? Ray Allen war jahrelang ein absoluter go-to-guy und hat auch hauptsächlich 3er geworfen, ich sehe da kein Problem.Wo ich ihm Recht gebe: Die C's sind (anscheinend)nicht mehr in der Lage, diese defensive Intensität zu bringen. Das hat ihnen diese Saison mehrfach geschadet und wird ihnen wohl auch in den Playoffs das Genick brechen.
Rondo ist stark, aber offensiv noch zu limitiert, um das Team zu tragen. Ich tippe auf ein 2.-Runden-Aus, aber ein ziemlich deutliches gegen die Magic oder die Cavs.
06.03.2010 | 23:03 Uhr
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abwarten, in den playoffs erwarte ich eine steigerung der jungs aus boston und glaube eher das sie es mit dem "schonen" der alten körper manchmal übertrieben haben und deshalb unerwartete niederlagen einstecken mussten.
ist sehe die celtics noch vor den magic und in den con.finals gg die cavs.
da glaube ich aber sind sie chancenlos, aber wer weiß?!