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Von: J_W_
13.03.2018 | 574 Aufrufe | 0 Kommentare | 0 Bewertungen Ø 0.0
Unzufriedenheit über den 3. Platz
Situation des BVB
Eigene Meinung über die derzeitige Lage des BVB

3. Platz in der Bundesliga und (derzeit noch) Europa-League Achtelfinale, demnach könnte es wesentlich schlimmer sein. Man kann ja mal bei den anderen Europapokal-Teilnehmern der vergangenen Saison nachfragen: Leipzig? 4 Punkte hinter der Champions-League! Hoffenheim? 6 Punkte hinter der Champions-League! Freiburg? Hamburg? 10 bzw. 23 Punkte hinter Europa mit bangem Blick Richtung 2. Liga.

Was stimmt an dieser Situation also nicht? Es sind noch 8 Spiele in der Bundesliga. Ein momentan abzuschreibendes Spiel in München (1.), ein schweres Spiel gegen Leverkusen (4.) sowie das Derby gegen Schalke (2.), in dem es aus dem "verlorenen" Hinspiel einiges gut zu machen gibt. Die weiteren Gegner sind in der Festung Signal-Iduna-Park Hannover (12.), Stuttgart (10.), Mainz (16.) und Auswärts bei Bremen (13.) und Hoffenheim (7.). Das bei einer Mannschaft mit den Ansprüchen von Borussia Dortmund dieses Restprogramm nicht zur Überzeugung führt, dass die Champions-League erreicht wird, sollte allen Beteiligten zu denken geben.

Aber was führt zu dieser Angst, dass angestrebte Ziel - Qualifikation für die Champions-League - nicht zu erreichen?

Eine Chronologie der zunehmenden Verunsicherheit.

Nachdem der August und September unter Peter Bosz noch recht erfolgreich gestaltet werden konnte (7. Spiele, 19 Punkte, 21:2 Tore), folgte ein Negativtrend, der zu der Entlassung von Peter Bosz nach dem 15. Spieltag führte (8. Spiele, 3 Punkte, 14:21 Tore). Schnell wurde ein neuer Peter gefunden und die Ergebnisse besserten sich - zumindest auf dem Papier (11. Spiele, 23 Punkte, 18:10 Tore). Keiner der Siege gegen Mainz, Hoffenheim, Köln, Hamburg, Gladbach oder Frankfurt kann als souverän bezeichnet werden. Lediglich beim Spiel gegen Leipzig kann man sagen, dass "mehr drin gewesen wäre". Laut Tabellenposition ist die Mannschaft im Soll, jedoch merkt man der Mannschaft die Verunsicherung deutlich an. Beim 3:2 Siegtreffer gegen Köln war es kein Gefühl der Freude sondern des Glücks, was den Spielern die Arme in die Höhe trieb. Gegen Hamburg (Abstiegskandidat) wurde sich bis zum erlösenden 2:0 in der 90. Minute aufs Mauern konzentriert. Gegen Frankfurt wurden 15 Minuten wirklich ansprechender Fußball geboten, die Leistung jedoch mit den folgenden 75+ Minuten wieder relativiert.

Unheimlich viele Fehlpässe im Spielaufbau, gerade von vermeintlichen sicheren Passspielern wie Weigl oder Dahoud, führen immer wieder mindestens zu brenzligen Situationen. Es werden kaum gefährliche Torchancen kreiert. Statt auf Sieg zu spielen, wird versucht die knappen Vorsprünge zu verteidigen. Zu viele Spieler haben damit zu tun sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren. Die Folge davon ist, dass gerade die vermeintlichen Stützen der Mannschaft den jungen Spielern nicht helfen können. Ich würde gerne öfter einen Isak, Sancho, Zagadou, Philipp oder Akanji sehen, aber es gibt niemanden in der Mannschaft, der diesen Spielern während der 90 Minuten auf dem Platz helfen kann. Schürrle, Weigl, Dahoud, Castro, Toprak, Toljan, Pulisic und Reus (zur Zeit zumindest) müssen sich genug auf Ihre eigene Leistung konzentrieren um ein einigermaßen gutes Spiel abzuliefern. Da man nicht viele Spiele von den genannten Spielern als gut bezeichnet werden können, zeigt wie schlecht es um die Spieler steht. Die Leidtragenden sind die Spieler, die in der zeiten Reihe stehen und kaum Spielpraxis sammeln können. Vielleicht schafft es Sancho nach seiner Verletzung wieder in die Mannschaft zu kommen, jedoch hat er einen Reus und einen Schürrle vor sich, die eher das Vertrauen des Trainers genießen. Kann ein Reus zumindest den Unterschied ausmachen, könnte/sollte/müsste Schürrle beginnen um seinen Platz zu bangen, da seine Leistungs- bzw. Formkurve flacher ansteigt, als das es uns die Medien verkaufen wollen. Auch ein Dahoud findet noch keine Konstanz und ist Meilenweit von seiner Gladbacherform entfernt. Sein Glück ist, dass die Konkurrenz auf dieser Position es dennoch nicht schafft wesentlich besser zu spielen. Weigl, Castro und Sahin (in letzter Zeit außen vor) schaffen es nicht dem Spiel des BVB Stabilität zu verleihen Akanjis erste Auftritte sind extrem viel versprechend. Auch wenn er in manchen Situationen etwas schüchtern wirkt hat er ein gutes Auge für die jeweilige Spielsituation, ist dank seines Körpers zweikampfstark und er spielt lange Pässe, die einen Hummels nahezu vergessen lassen. Was fehlt ist ein konstant guter zweiter Innenverteidger und nicht zu vergessen ein 6er, die Hilfestellung geben können.

Da man sich für die Champions League Qualifikation nicht unbedingt auf einen Europa-League Sieg verlassen sollte (Auch wenn es Nationalmannschaften gegeben hat, die mit einem Sieg nach 90 Minuten Europameister wurden), muss die Konzentration auf die Bundesliga gelegt werden. Das der vierte Platz bereits diese Saison zur direkten CL-Qualifikation führt, ist sicherlich für den BVB kein Nachteil. Die Verantwortlichen sollten sich bei der Bewertung von Trainerstab und Mannschaft nicht nur der Tabellenposition als Kennzahl bedienen, sondern eine detaillierte Analyse starten. Denn im Moment steht die Mannschaft dank der ersten Hälfte der Ära Bosz so gut da. Das gute an der derzeitigen Situation ist es, dass der BVB kein Tafelsilber mehr in der Mannschaft hat. Unverkäuflich würde ich keinen der Spieler deklarieren (am ehesten noch Reus, Götze, Pulisic). Je eher die Qualifikation feststeht, desto eher können die Planungen für die nächste Saison starten, um Klarheit und Sicherheit bei allen Aktueren zu schaffen. Mit genügend Geld und der attraktiven Teilnahme an der Champions League sollte es möglich sein den einen oder anderen guten Spieler nach Dortmund zu lotsen und die braucht es dringend.

Ich hoffe die Vereinsführung beweist bei der kommenden Kaderplanung wieder mal ein glückliches Händchen und stellt ein (Trainer)Team zusammen, welches wieder über 90 Minuten (glücklich wäre ich derzeit schon über 30 Minuten) konstant guten Fußball zeigt.

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