27.07.2009 um 14:41 Uhr
Show some Love, VfB Stuttgart!
Der VfB Stuttgart unter Markus Babbel ist eine Erfolgsgeschichte. Nach der Entlassung von Armin Veh, übernahm der ehemalige Bayern-Profi die Schwaben und führte sie auf Anhieb nach oben: von Platz 11 auf Platz 3. Nach der Hinrunde der vergangenen Saison, hätte niemand dem VfB noch den Sprung ins internationale Geschäft zugetraut, und wenn, dann wohl nur einen Platz für die Euro-League. Allerdings haben sich die Stuttgarter nochmal gut nach oben gekämpft und hätten am letzten Spieltag sogar noch die Meisterschaft feiern können. Dieses Vorhaben machte allerdings sowohl der FC Bayern als auch der VfL Wolfsburg zunichte. Am letzten Spieltag konnten die Münchner die Schwaben im Heimspiel mit 2:1 besiegen, wodurch die sichere CL-Teilnahme für die Schwaben verspielt war. Die Stuttgarter mussten sich unterm Strich mit dem dritten Platz, der zur Champions League Qualifikation berechtigt, zufrieden geben. Als einen Verlierer konnte man die Stuttgarter an eben jenem letzten Spieltag nicht abstempeln, denn zugetraut haben das dem Verein für Bewegungsspiele nur ganz wenige. Am kommenden Samstag wird es ernst für die Schwaben, in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals wartet mit Großaspach ein motiviertes Amateurteam auf den Vorjahresachtelfinalisten. Zeit also für einen Teamcheck auf die kommende Saison:
Fangen wir mal mit der Schwachstelle an. Im Sturm klafft natürlich eine Riesenlücke nach dem Abgang von Mario Gomez. Bisher wurde auch noch kein überzeugender Nachfolger präsentiert. Lange war Real-Angreifer Klaas-Jan Huntelaar im Gespräch. Der taucht wohl nicht mehr in den Planungen von Real's neuem Coach Manuel Pellegrini auf und darf sich einen neuen Verein suchen. Stuttgart war sehr lange an ihm dran, wollte ihn unbedingt an den Neckar locken. Das nötige Kleingeld hätten sie aus dem Gomez-Verkauf gehabt, doch der Niederländer hinterließ nie den Eindruck, unbedingt nach Stuttgart wechseln zu wollen. Er hielt die Vereinsführung lange hin, bis die sich schließlich dazu entschieden, von einem Transfer Abstand zu nehmen. Dabei wollte man den 25-Jährigen mit allen Mitteln ins Schwabenland holen, bot ihm eine Stammplatzgarantie und ein ordentliches Gehalt, doch der Holländer stellte Forderungen. Er verlangte eine Ausstiegsklausel für einen Spitzenverein, machte somit nicht den Eindruck, lange für Stuttgart spielen zu wollen. Nach langem Hickhack hat man sich dann wohl auf einen Wechsel verständigt, doch Huntelaar hatte auch noch Forderungen an seinen Noch-Arbeitgeber Real Madrid. Er verlangte eine Abfindung über mehrere Millionen Euro, die ihm bis zu seinem Vertragsende sicher gewesen wären. Nebenbei soll sich Huntelaar aber auch noch andere Angebote eingeholt haben, weil er sich wohl immer noch nicht mit dem VfB identifizieren konnte. Stuttgart brach daraufhin die Verhandlungen ab.
VfB-Manager Horst Heldt machte sich einen Tag später mit seinem Kollegen Jochen Schneider auf den Weg nach Russland. Moskau war das Ziel, dort spielt nämlich ein Brasilianer mit dem exotischen Namen Vagner Love, der sich auch schon einen Namen mit einem kleinen Sexvideo machte, in dem er mit einem brasilianischen Pornostar zu sehen war. Vagner Love ist jedenfalls das neue Objekt der Begierde und mit ihm ist man sich anscheinend schon einig. Jetzt muss nur noch dessen derzeitiger Verein ZSKA Moskau mit einer gewissen zweistelligen Millionensumme vom Transfer überzeugt werden. Sollte nach Huntelaar auch der zweite namhafte Spieler abspringen, hat sich der VfB auch schon mit einer Alternative befasst. Man würde dann wohl gerne nochmal nach Madrid reisen und Huntelaars-Manschaftskollegen Alvaro Negredo loseisen wollen, jedoch hat Vagner Love Vorrang.
So lange sich die Verhandlungen hinziehen, muss Stuttgart wohl im Pokal wohl erst noch auf das vorhandene Personal zurückgreifen. Ciprian Marica und Cacau scheinen so lange erste Wahl zu sein, dahinter warten mit Alessandro Riedle und Julian Schieber zwei hoffnungsvolle Talente.
In der Abwehr hat man keinerlei Sorgen. Mit Serdar Tasci, Matthieu Delpierre, Khalid Boulahrouz und Georg Niedermeier hat man gute bis ordentliche Innenverteidiger, die Außenpositionen sind mit Christian Träsch, Stefano Celozzi, Ludovic Magnin, Ricardo Osorio und Artur Boka ordentlich besetzt. Im Tor ist an Jens Lehmann nicht zu rütteln, da müssen sich Sven Ulreich und Alexander Stolz mit der Reservistenrolle anfreunden.
Das Mittelfeld ist in der Breite stark besetzt mit erfahrenen, gestandenen Spielern und talentierten Nachwuchsleuten. Mit Hilbert, Khedira, Hitzlsperger und Gebhart scheint die Stammformation auch schon festzustehen, Lanig muss sich ebenso mit der Ersatzrolle anfreunden wie Simak und Bastürk, die jungen Funk, Rudy und Didavi müssen sich in ihren eher wenigen Einsatzminuten beweisen.
Fazit: Ein großer Name im Sturm fehlt natürlich noch, aber ich denke der wird auch noch kommen. Sollten die Verhandlungen mit Love und Negredo doch nicht erfreulich enden, so muss man sich weiter umschauen, Leute wie Pantelic kann man den Fans allerdings nicht vorsetzen, wirkt dann eher wie eine überhastete Entscheidung und ob solche Spieler dem VfB in der CL-Quali helfen, ist auch eher fragwürdig. Die anderen Positionen sind für Stuttgarts Erwartungen gut bestückt, vielleicht muss man in der Verteidigung nochmal nachlegen, wenn Boulahrouz länger ausfällt und danach nicht auf Anhieb in Form kommt. Das Mittelfeld ist stark besetzt mit gestandenen Profis und talentierten Amateurleuten.
Fangen wir mal mit der Schwachstelle an. Im Sturm klafft natürlich eine Riesenlücke nach dem Abgang von Mario Gomez. Bisher wurde auch noch kein überzeugender Nachfolger präsentiert. Lange war Real-Angreifer Klaas-Jan Huntelaar im Gespräch. Der taucht wohl nicht mehr in den Planungen von Real's neuem Coach Manuel Pellegrini auf und darf sich einen neuen Verein suchen. Stuttgart war sehr lange an ihm dran, wollte ihn unbedingt an den Neckar locken. Das nötige Kleingeld hätten sie aus dem Gomez-Verkauf gehabt, doch der Niederländer hinterließ nie den Eindruck, unbedingt nach Stuttgart wechseln zu wollen. Er hielt die Vereinsführung lange hin, bis die sich schließlich dazu entschieden, von einem Transfer Abstand zu nehmen. Dabei wollte man den 25-Jährigen mit allen Mitteln ins Schwabenland holen, bot ihm eine Stammplatzgarantie und ein ordentliches Gehalt, doch der Holländer stellte Forderungen. Er verlangte eine Ausstiegsklausel für einen Spitzenverein, machte somit nicht den Eindruck, lange für Stuttgart spielen zu wollen. Nach langem Hickhack hat man sich dann wohl auf einen Wechsel verständigt, doch Huntelaar hatte auch noch Forderungen an seinen Noch-Arbeitgeber Real Madrid. Er verlangte eine Abfindung über mehrere Millionen Euro, die ihm bis zu seinem Vertragsende sicher gewesen wären. Nebenbei soll sich Huntelaar aber auch noch andere Angebote eingeholt haben, weil er sich wohl immer noch nicht mit dem VfB identifizieren konnte. Stuttgart brach daraufhin die Verhandlungen ab.
VfB-Manager Horst Heldt machte sich einen Tag später mit seinem Kollegen Jochen Schneider auf den Weg nach Russland. Moskau war das Ziel, dort spielt nämlich ein Brasilianer mit dem exotischen Namen Vagner Love, der sich auch schon einen Namen mit einem kleinen Sexvideo machte, in dem er mit einem brasilianischen Pornostar zu sehen war. Vagner Love ist jedenfalls das neue Objekt der Begierde und mit ihm ist man sich anscheinend schon einig. Jetzt muss nur noch dessen derzeitiger Verein ZSKA Moskau mit einer gewissen zweistelligen Millionensumme vom Transfer überzeugt werden. Sollte nach Huntelaar auch der zweite namhafte Spieler abspringen, hat sich der VfB auch schon mit einer Alternative befasst. Man würde dann wohl gerne nochmal nach Madrid reisen und Huntelaars-Manschaftskollegen Alvaro Negredo loseisen wollen, jedoch hat Vagner Love Vorrang.
So lange sich die Verhandlungen hinziehen, muss Stuttgart wohl im Pokal wohl erst noch auf das vorhandene Personal zurückgreifen. Ciprian Marica und Cacau scheinen so lange erste Wahl zu sein, dahinter warten mit Alessandro Riedle und Julian Schieber zwei hoffnungsvolle Talente.
In der Abwehr hat man keinerlei Sorgen. Mit Serdar Tasci, Matthieu Delpierre, Khalid Boulahrouz und Georg Niedermeier hat man gute bis ordentliche Innenverteidiger, die Außenpositionen sind mit Christian Träsch, Stefano Celozzi, Ludovic Magnin, Ricardo Osorio und Artur Boka ordentlich besetzt. Im Tor ist an Jens Lehmann nicht zu rütteln, da müssen sich Sven Ulreich und Alexander Stolz mit der Reservistenrolle anfreunden.
Das Mittelfeld ist in der Breite stark besetzt mit erfahrenen, gestandenen Spielern und talentierten Nachwuchsleuten. Mit Hilbert, Khedira, Hitzlsperger und Gebhart scheint die Stammformation auch schon festzustehen, Lanig muss sich ebenso mit der Ersatzrolle anfreunden wie Simak und Bastürk, die jungen Funk, Rudy und Didavi müssen sich in ihren eher wenigen Einsatzminuten beweisen.
Fazit: Ein großer Name im Sturm fehlt natürlich noch, aber ich denke der wird auch noch kommen. Sollten die Verhandlungen mit Love und Negredo doch nicht erfreulich enden, so muss man sich weiter umschauen, Leute wie Pantelic kann man den Fans allerdings nicht vorsetzen, wirkt dann eher wie eine überhastete Entscheidung und ob solche Spieler dem VfB in der CL-Quali helfen, ist auch eher fragwürdig. Die anderen Positionen sind für Stuttgarts Erwartungen gut bestückt, vielleicht muss man in der Verteidigung nochmal nachlegen, wenn Boulahrouz länger ausfällt und danach nicht auf Anhieb in Form kommt. Das Mittelfeld ist stark besetzt mit gestandenen Profis und talentierten Amateurleuten.
Aufrufe: 3495 | Kommentare: 9 | Bewertungen: 11 | Erstellt:27.07.2009
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KOMMENTARE
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27.07.2009 | 18:58 Uhr
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Am Ende kommt dann wohl noch ein kleiner Blog zum Saisonausblick. Der Stürmerteil kam mir selbst auch etwas ausführlich vor, wollte aber auch nicht unbedingt was rausnehmen! Vielen Dank für dein Feedback!
27.07.2009 | 21:44 Uhr
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für mich ist das mittelfeld das prunktstück. alles spieler mit guten anlagen und viele mit großem talent. dazu sind nahezu alle für die nationalmannschaft spielberechtigt. gerade hier kann babbel großes vollbringen.
vor allem gebhart könnte den absoluten durchbruch schaffen. als löwenfan verfolge ich seinen weg etwas genauer und der hat das zeug ein großer zu werden.
28.07.2009 | 14:22 Uhr
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Solifer :
An und für sich ein guter Überblick über den VfB Stuttgart in seiner aktuellen Situation. Jedoch sind mir zwei Sachen aufgefallen:
Grundsätzlich hast Du eine angenehme Art zu schreiben, was Satzbau und -gliederung angeht. Versuche jedoch bei Deinem nächsten Blog mehr Absätze einzubauen. Sonst wird das Lesen sehr schnell sehr anstrengend.
Und weiterhin fehlt in Deinen Ausführungen so ein wenig die Quintessenz, ... so das Salz in der Suppe halt.... Man bekommt irgendwie den Eindruck, dass Du neben Dir eine Liste mit den Lizenspielern liegen hast und diese einfach von oben nach unten durcharbeitest...
Ansonsten gibt's von mir 8 Punkte.
28.07.2009 | 15:34 Uhr
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xxlhonk :
Du hast das Hickhack um Demba BA vergessen.@ Jasi
Mein Tipp für den bisher nicht genannten Stürmer lautet...
Bobbycar Sanogo...
Nein, der andere von Werder bzw. Chelsea.
Wie heißt der noch?
Claudio Pizarro.
Richtig, der Pizza.
Das ist momentan mein Geheimtipp.
Oder dann doch Voronin?
Ansonsten bin ich auch etwas verwundert, dass ein FCBforeverFan einen Blog zu den Schwaben schreibt.
Coole Sache.
Viel spannender finde ich die Frage, wie Babbel die CL-Spiele mit seinem Trainerlehrgang vereinbart bekommt.
Die haben doch alle bis Do. Anwesenheitspflicht.
Dachte ich...
28.07.2009 | 15:45 Uhr
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jasi2106 :
@xxlhonk:zu dem Stürmern sag ich nichts mehr. Mich nervt das Thema nur noch. Ich warte bis Heldt und Schneider eine hoffentlich gute Lösung gefunden haben.
zum Trainerlehrgang:
Anwesenheitspflicht ist bis Mittwoch. Den Trainern wird eine gewisse Fehlzeit (glaube 20%) gebilligt, die sich nachholen müssen, besonders auch in Länderspielwochen, wo in den Vereinen nicht so viel gearbeitet werden kann.
Auch vor zwei Wochen war er nur montags Tag in Köln und ist dann früher ins Taktiktraingslager abgereist.
Praktika kann er beim VfB machen. Am Ende bleiben also nicht mal so viele Wochen in Köln.
28.07.2009 | 16:53 Uhr
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incPat :
Ich finde ehrlich gesagt dass Mittelfeld alles andere als breit und stark besetzt.
Der einzige erfahrene Spieler ist Hitzelsberger und mit Abstrichen Khedira. Hilbert war in meinen Augen nur eine Saison gut, ansonsten gefällt der mir gar nicht. Mit Gebhart, Lanig, Rudy hat man sehr gute und talentierte Jungs. über Bastürk und Simak brauch man nicht viel sagen! Alles in allem ist das Mittelfeld national gut aber sicher nicht breit aufgestellt. Und in der Championsleage mit Lanig/Gebhart, Rudy/Gebhart oder Hilbert/Gebhart auf den Offensivpositionen im Mittelfeld wird mir Angst und Bange.
Bei der Abwehr geb ich dir Recht. Die dürfte relativ sicher stehn! Sturm bleibt abzuwarten...falls ein hochkaräter kommt o.k. ansonsten siehts auch hier mau aus...
29.07.2009 | 10:18 Uhr
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Risi96 :
Ich fände diesen Doumbia interessant, aber der ist für den Horst wohl zu unbekannt
29.07.2009 | 21:57 Uhr
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10 Punkte.
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Zu den Stürmern: Eigentlich wurde ja schon genug darüber geschrieben die letzten Tage und Wochen. Babbel hat gestern Abend bei Sport im Dritten gesagt, dass sie noch mit anderern Stürmern verhandeln, die noch nicht in der Presse gehandelt werden. Also Tee trinken und abwarten. Pantelic wird nicht kommen. Das war die Aussage Horst Heldts letzte Woche bei Sport im Dritten.
Ich denke auch, dass wir gut in der Abwehr und Mittelfeld aufgestellt sind. Allerdings wird Khedira die ersten Spiel nicht spielen, weil er noch länger Urlaub wegen der U21-EM hatte und Hilbert fehlt wegen einem Bandscheibenvorfall. Für Khedira wird wahrscheinlich Lanig spielen und für Hilbert schätze ich, dass Gebhart nach rechts geht und dafür Rudy links spielt.
Didavi ist vorerst aber nicht für die 1. Mannschaft eingeplant. Er spielt die Saison in der 3. Liga, ist aber einer der ersten Kandidate, wenn mehrere Spieler ausfallen.