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12.10.2014 | 1224 Aufrufe | 0 Kommentare | 0 Bewertungen Ø 0.0
Suns of Anarchy
Season-Preview: Phoenix Suns
Letztes Jahr waren die Suns DAS Überraschungsteam der Liga. Reicht es dieses Jahr für die Playoffs?

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Flashback
Die Phoenix Suns waren DAS Überraschungsteam der vergangenen Saison. Im Vorfeld haben viele Experten die Suns zum schlechtesten Team der Western Conference (zum Beispiel Bill Simmons und Jalen Rose von Grantland) auserkoren, doch mit einem cleveren Trade, der den Suns Eric Bledsoe von den Los Angeles Clippers einbrachte und einem Goran Dragic auf der absoluten Höhe seines Schaffens spielte die Franchise aus Arizona bis kurz vor Schluss um den achten Platz in der starken Western Conference mit. Die Suns sammelten in der vergangenen Saison grandiose 48 Siege und würde Phoenix geographisch ein paar hundert Kilometer weiter östlich liegen, hätte man sich souverän und eventuell sogar mit Heimvorteil für die letztjährigen Playoffs qualifiziert.

What's new?
Die Suns waren ein sehr interessantes Team in der sich dem Ende neigenden Offseason. Phoenix hatte eine Menge Gehaltsspielraum, viele Trade-Assets und mit Jeff Hornacek einen "Player's Coach", der bei der Rekrutierung von namenhaften Free Agents helfen sollte. Der womöglich wichtigste Offseason-Move der Suns war die Verlängerung von Eric Bledsoe, der sich nach langem hin und her doch zu einem neuen Fünfjahresvertrag bei den Suns entschieden hat. Neu an Bord sind lediglich Isaiah Thomas, Anthony Tolliver und die Rookies Tyler Ennis, T.J. Warren und Alec Brown, die mit vereinten Kräften die Abgänge von Channing Frye, Ish Smith, Dionte Christmas und Leandro Barbosa kompensieren sollen.

Stärken
Die Phoenix Suns haben in der vergangenen Saison hauptsächlich von drei Sachen gelebt. Erstens: die sehr guten Individualisten im Backcourt, denn sowohl Eric Bledsoe und Gerald Green, aber vor allem Goran Dragic haben das Team getragen und Karrierebestwerte aufgelegt. Zweitens: Phoenix hat sehr viele Dreier genommen (25,1 3PTA, die drittmeisten in der Liga) und diese auch hochprozentig getroffen (37 % 3PT), was eine klare Verbesserung und auch Hauptunterschied zum Vorjahr gewesen ist (33 % 3PT). Generell gehörten die Suns zu den effizientesten Teams in der gesamten Liga (46,3 % FG). Drittens: die Suns waren eines der besten, wenn nicht sogar das beste Team, wenn es mal schnell nach vorne ging. Phoenix sammelte pro Partie überragende 18,7 Punkte, die aus Fastbreaks resultierten (Rang 1 ligaweit) und besonders bei diesen schnellen Spielzügen überzeugten Musterathleten wie Eric Bledsoe oder Gerald Green. Das System, das Coach Jeff Hornacek in Phoenix etabliert hat, ist schnell, effizient und vor allem erfolgreich, so dass er in dem diesjährigen Trainingscamp wohl keinen Gedanken daran verschwendet hat, etwas an der Grundausrichtung seiner Suns zu verändern.

Schwächen
Die Phoenix Suns werden von ihrem Backcourt getragen, die Verantwortlichen haben diese Stärke erkannt und in der Tiefe nochmal nachgerüstet. Eric Bledsoe gilt zwar als verletzungsanfällig und ist aufgrund seiner energieraubenden Leistung an beiden Enden des Feldes ein Spieler, dem man eine Verschnaufpause gönnt, doch für Jeff Hornacek wird es dennoch schwierig werden, alle Akteure mit den nötigen Minuten auszustatten. Isaiah Thomas legte in der vergangenen Saison 20,3 PPG als Starter für die Sacramento Kings auf, doch bei den Suns ist er lediglich der "Sixth Man" - das könnte zu Unruhen führen und bedeutet vor allen Dingen wenig Entwicklungsraum für die Youngster Archie Goodwin und Tyler Ennis. "Stretch-Big" Channing Frye war außerdem einer der Hauptverantwortlichen für die guten Werte von der Dreierlinie in der vergangenen Saison, den man in der Offseason nicht wirklich ersetzen konnte - die Suns müssen diesen Verlust eigentlich kompensieren, um dem Gegner weiterhin ihr unorthodoxes Spiel aufzudrücken, doch Anthony Tolliver ist definitiv kein 1-zu-1-Ersatz für Frye. Phoenix spielt außerdem sehr wenig Assists und fand sich in der vergangenen Saison in dieser Kategorie lediglich auf Platz 29 (19,1 APG) wieder. Jeff Hornaceks Team fällt es nicht immer leicht, aus dem Halbfeld ein Spiel aufzuziehen, was aber besonders gegen starke Gegner zwangsweise nötig ist. Neben den wenigen Assists leisteten sich die Suns außerdem eine ganze Menge Turnovers (15,3 TOPG; Platz 25) - beim Ballmovement besteht also noch Nachbesserungsbedarf.

"You're the real MVP"

2013-2014 war das "Jahr des Drachen" in Phoenix - Goran Dragic spielte phasenweise wie ein Superstar und wurde vollkommen zu Recht am Ende der Saison mit dem "Most Improved Player"-Award ausgezeichnet. Die Entwicklung von Dragic über die vergangenen Jahre ist bemerkenswert. Während der Saison 2010-2011 galt er sogar für den ehemaligen ESPN-Statistik-Guru und Erfinder des "Player Efficiency Rating" John Hollinger als "arguably the worst player in the league" (Übersetzung: wohl der schlechteste Spieler in der Liga). Der eher ruhige Dragic verzichtete auf großartige Wortgefechte mit seinen Kritikern und ließ stattdessen die Taten auf dem Parkett für sich sprechen, er steigerte sich stetig und konnte sich in der vergangenen Saison eine exklusive Mitgliedschaft im "20/50/40"-Club sichern. Dragic zeigte eine historisch starke Saison im Punkto Effizienz, der letzte Guard, der +20 Punkte pro Spiel, bei +50% aus dem Feld und +40% von der Dreierlinie aufgelegt hatte, war Drazen Petrovic in der Saison 1992-1993. In den vergangenen 21 Spielzeiten konnten nur drei weitere Spieler (Kevin Durant, Dirk Nowitzki und LeBron James) diese Marke knacken - diese Namen alleine sollten schon viel über die unfassbare Leistungsexplosion von Dragic Aufschluss geben. Übrigens: Jeff Hornacek gelang dieses Kunststück auch in der Saison 1991-1992 - offensichtlich hat sein Coaching bei seinem slowenischen Schützling recht schnell Früchte getragen.

Ein Blick in die Glaskugel
Neutrale Beobachter haben in der vergangenen Saison kaum den Mund zu bekommen - die Suns haben teilweise den Gegner in Grund und Boden gerannt - doch können die Phoenix Suns die Liga erneut überrumpeln? Der Abgang von Channing Frye könnte die Suns in der Spitze schwächen und auch in dieser Saison muss man wohl mehr als 45 Siege sammeln, um in die Western Conference Playoffs zu kommen. Das wird alles andere als einfach, aber die Suns haben einen der besten Backcourts der Liga und ein System, das besonders für die Zuschauer sehr attraktiv ist - in Arizona ist nichts unmöglich, auch nicht die Playoffs!

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