22.10.2008 um 15:30 Uhr
Schnee von gestern
Eigentlich ist meine Überschrift ein richtig mieser Kalauer, um meinen Blog zu beginnen. Dennoch fällt mir einfach nichts mehr ein, wenn ich daran denke, dass ein Typ wie Berkant Göktan aufgrund von Kokainmissbrauch seine erst richtig angefangene Karriere ruiniert hat.
Göktan ist 27 Jahre alt und war in der vergangen Saison wohl auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. Er kickte zwar "nur" in der Zweiten Liga aber trotzdem machte er sich über die Liga hinaus wieder einen Ruf. Er war der wichtigste Mann für die Münchener Löwen. Wenn es bei Göktan lief, dann lief es auch bei den 60ern.
Am Ende der Saison waren es dann 10 Saisontreffer und die Auszeichnung zum Spieler der Saison, verliehen von den eigenen Fans. Eigentlich schien alles perfekt. Nachdem er zuvor noch mit Kollegen im Englischen Garten kickte, um sich einigermaßen fit zu halten, war Göktan wie aus dem Nichts wieder in Mitten des Geschehens. Und dann auch gleich so effektiv und ohne Anlaufzeit. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der erste Bundesligist anklopft und Göktan in die 1. Liga holt.
Seine Karriere gleicht einer Achterbahn-Fahrt. Mit 17 Jahren gab er beim FC Bayern sein Debüt in der Champions League. Alle Großen des Fußballs prophezeien ihm eine tolle Karriere. Und kaum hat die tolle Karriere begonnen, war sie auch schon wieder zu Ende. Bei Bayern schaffte Göktan nie so richtig den Durchbruch und ging danach fast völlig unter. Er probierte es danach in Bielefeld, bei Galatasaray und Kaiserslautern aber so richtig konnte er sich nirgendwo durchboxen.

Und dann kam 1860. Er trainiert und trifft für die Amateur-Mannschaft und spielt sich dort auf dem schnellsten Weg in den Focus. Marco Kurz holt ihn zu den Profis und dort nimmt sein neues Glück weiter seinen Lauf. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Und dann kamen die Sommerpause und die neue Saison. Von Göktan war nichts mehr zu sehen. Er schleppte sich ständig mit dubiosen Verletzungen rum und kam zu keinem einzigen Einsatz. Irgendwann hieß es er leide unter Depressionen und einem Ermüdungssyndrom. Und da stellt sich dann doch die Frage, wie kann so etwas passieren?
Wieso nimmt jemand, der gerade eben auf dem Höhepunkt seiner Karriere steht und eine zweite Chance bekommen hat, Kokain? Warum macht sich jemand alles kaputt, was er sich in einem Jahr erkämpft hat? Warum nimmt er sich alle Chancen, die sich nach einer tollen Saison bieten? Warum kokst jemand, der von den eigenen Fans gefeiert wird, Unmengen von Geld verdient und sein Hobby zum Beruf gemacht hat? Ich verstehe es nicht!
Ich habe einfach keine Erklärung dafür. Gründe wie er konnte mit dem öffentlichen Druck nicht umgehen oder der Ruhm ist ihm zu Kopf gestiegen usw. usf. sind doch viel zu einfach. Ich finde es schlicht und ergreifend DUMM! Er wird wohl auch kaum gekokst haben, um "einfach nur gut drauf zu sein". Oder doch? Schöner Schwachsinn!
Göktan reiht sich mit dieser Aktion in eine Reihe ein, in der schon viele berühmtere Kollegen stehen. Diego Maradona, Paul Gascoigne, Adrian Mutu und nicht zu vergessen Jimmy Hartwig haben dieselbe Geschichte hinter sich. Auch Christoph Daum muss mit diesen in einem Atemzug genannt werden. Manche von ihnen haben es wieder auf die große Fußball-Bühne geschafft. Mutu, zum Beispiel, ist wieder da. Erst gestern spielte er Oddo und Konsorten Knoten in die Beine und auch Christof Daum ist wieder ein gefeierter Held in der Fußballszene. In Köln zumindest.
Dass Göktan noch mal auftaucht glaube ich nicht. Irgendwo bestimmt, aber nicht bei einem gestandenen Klub der Bundesliga. Ich halte ihn einfach nicht für ein so starkes Stehaufmännchen wie Daum beispielweise eines ist. Wenn es ihm wieder besser geht und er sich von dieser jetzigen "schwierigen Lebenssituation" erholt hat, ja dann wird man vielleicht wieder was von ihm hören. Ansonsten bleibt der Fußballer Göktan eben Schnee von gestern.
Göktan ist 27 Jahre alt und war in der vergangen Saison wohl auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. Er kickte zwar "nur" in der Zweiten Liga aber trotzdem machte er sich über die Liga hinaus wieder einen Ruf. Er war der wichtigste Mann für die Münchener Löwen. Wenn es bei Göktan lief, dann lief es auch bei den 60ern.
Am Ende der Saison waren es dann 10 Saisontreffer und die Auszeichnung zum Spieler der Saison, verliehen von den eigenen Fans. Eigentlich schien alles perfekt. Nachdem er zuvor noch mit Kollegen im Englischen Garten kickte, um sich einigermaßen fit zu halten, war Göktan wie aus dem Nichts wieder in Mitten des Geschehens. Und dann auch gleich so effektiv und ohne Anlaufzeit. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der erste Bundesligist anklopft und Göktan in die 1. Liga holt.
Seine Karriere gleicht einer Achterbahn-Fahrt. Mit 17 Jahren gab er beim FC Bayern sein Debüt in der Champions League. Alle Großen des Fußballs prophezeien ihm eine tolle Karriere. Und kaum hat die tolle Karriere begonnen, war sie auch schon wieder zu Ende. Bei Bayern schaffte Göktan nie so richtig den Durchbruch und ging danach fast völlig unter. Er probierte es danach in Bielefeld, bei Galatasaray und Kaiserslautern aber so richtig konnte er sich nirgendwo durchboxen.

Und dann kam 1860. Er trainiert und trifft für die Amateur-Mannschaft und spielt sich dort auf dem schnellsten Weg in den Focus. Marco Kurz holt ihn zu den Profis und dort nimmt sein neues Glück weiter seinen Lauf. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Und dann kamen die Sommerpause und die neue Saison. Von Göktan war nichts mehr zu sehen. Er schleppte sich ständig mit dubiosen Verletzungen rum und kam zu keinem einzigen Einsatz. Irgendwann hieß es er leide unter Depressionen und einem Ermüdungssyndrom. Und da stellt sich dann doch die Frage, wie kann so etwas passieren?
Wieso nimmt jemand, der gerade eben auf dem Höhepunkt seiner Karriere steht und eine zweite Chance bekommen hat, Kokain? Warum macht sich jemand alles kaputt, was er sich in einem Jahr erkämpft hat? Warum nimmt er sich alle Chancen, die sich nach einer tollen Saison bieten? Warum kokst jemand, der von den eigenen Fans gefeiert wird, Unmengen von Geld verdient und sein Hobby zum Beruf gemacht hat? Ich verstehe es nicht!
Ich habe einfach keine Erklärung dafür. Gründe wie er konnte mit dem öffentlichen Druck nicht umgehen oder der Ruhm ist ihm zu Kopf gestiegen usw. usf. sind doch viel zu einfach. Ich finde es schlicht und ergreifend DUMM! Er wird wohl auch kaum gekokst haben, um "einfach nur gut drauf zu sein". Oder doch? Schöner Schwachsinn!
Göktan reiht sich mit dieser Aktion in eine Reihe ein, in der schon viele berühmtere Kollegen stehen. Diego Maradona, Paul Gascoigne, Adrian Mutu und nicht zu vergessen Jimmy Hartwig haben dieselbe Geschichte hinter sich. Auch Christoph Daum muss mit diesen in einem Atemzug genannt werden. Manche von ihnen haben es wieder auf die große Fußball-Bühne geschafft. Mutu, zum Beispiel, ist wieder da. Erst gestern spielte er Oddo und Konsorten Knoten in die Beine und auch Christof Daum ist wieder ein gefeierter Held in der Fußballszene. In Köln zumindest.
Dass Göktan noch mal auftaucht glaube ich nicht. Irgendwo bestimmt, aber nicht bei einem gestandenen Klub der Bundesliga. Ich halte ihn einfach nicht für ein so starkes Stehaufmännchen wie Daum beispielweise eines ist. Wenn es ihm wieder besser geht und er sich von dieser jetzigen "schwierigen Lebenssituation" erholt hat, ja dann wird man vielleicht wieder was von ihm hören. Ansonsten bleibt der Fußballer Göktan eben Schnee von gestern.
Aufrufe: 1225 | Kommentare: 5 | Bewertungen: 4 | Erstellt:22.10.2008
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KOMMENTARE
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22.10.2008 | 17:19 Uhr
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macfriend :
Bin zwar Bayern-fan, aber schade für alle 60zig fans und die Mannschaft, das ein Leistungsträger wegfällt
22.10.2008 | 17:24 Uhr
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Siled :
da muss ich mich auch anschließen. Ich würde die 60er gerne wieder in der ersten Liga hassen aber mit Göktan fällt einer der LEitungsträger weg.
Warum er das gemacht hat dass weiß wahrscheinlich nur er selbst und da erlaub ich mir kein Urteil.
22.10.2008 | 20:15 Uhr
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Tuksen :
als spieler fand ich ihn letztes jahr echt super al hängenden stürmer für 60 fast unbezahlbar er und lauth sollten ja auch für die nötigen punkten in sachen aufstieg besorgen echt schade och hab ihm echt gerne zugeschaut er hat sein talent echt weggeschmissen,ein zweiter sebastian deisler ?
23.10.2008 | 14:35 Uhr
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schniposeibipo : @alle
Schade ja das er des so versaut, aber er ist kein zweiter Deisler! Der Deisler der hatte psychische Probleme und is mit dem Druck nich klargekommen aber er is doch einfach nur ne Koksnase und feiert ggf. zu viel (bitt korrigiert mich wenn des nich stimmt)...
Ich bin auch Bayern Fan und würd die 60er auch gern wieder mal in der ersten Buli sehen. Glaub aber nich das sie mit ihm aufgestiegen wären aber jetzt sind die Chancen natürlich noch geringer. Was des schlimmste an der Sache ist das so n Spieler für nen Verein wie die Löwen, also mit nem eher bescheidenen Vermögen, kaum bzw. gar nich zu ersetzen ist!
Echt schade für die Löwen für ihn find ich (wenn er an dem Scheiß selber schuld ist) sollte man jetzt nich unbedingt Mitleid aufbringen...
23.10.2008 | 16:11 Uhr
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60ig hat sogar angeboten seinen Vertrag ruhen zu lassen, er hätte nur einmal die Woche zur Urinprobe müssen. Er hat abgelehnt - das sagt doch alles!
Im Endeffekt bin ich dann doch froh das er weg ist. Nur schade, dass 60ig jetzt um einen Skandal reicher ist ....
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