17.01.2011 um 01:15 Uhr
Schlagabtausch in „Down Under"
Es ist soweit: Melbourne – Südhemisphären-Sommer – tropische Hitze – Hartplatz – Tennis. Bis zu 2000 Weltranglistenpunkte und 1,5 Millionen Euro Preisgeld werden an den Sieger gehen.
Heute beginnt das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres und gleichzeitig auch das heißeste – nicht nur wegen der hohen Temperaturen. Vor allem wegen der Spannung. Wer startet am besten in die neue Saison? Welcher Favorit wackelt? Wer überrascht?
Zu gern erinnert man sich an Talente wie Marcos Baghdatis oder Jo Wilfried Tsonga, die in der Rod Laver Arena das erste Mal für Aufsehen sorgten. Auch Rainer Schüttler war 2003 so ein Kandidat. Er schaffte als letzter Deutsche damals den Einzug in ein Grand-Slam-Finale, das er aber glatt gegen Andre Agassi verlor.
Favoriten sind in diesem Jahr jedoch die üblichen Verdächtigen: Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal ist schon lange nicht mehr nur ein Sandplatzspezialist. Als Sieger der letzten drei Grand-Slam-Turniere ist er absoluter Titelanwärter.
Roger Federer – eigentlich war er nie wirklich weg. Er ist der kompletteste Spieler auf der Tour, variiert am meisten, läuft viel und ist in diesem Jahr Titelverteidiger. Sein Turniersieg am Anfang des Jahres in Doha macht den Schweizer zu meinem persönlichen Titelfavoriten.
Für Novak Djokovic dürfte es in diesem Jahr hingegen wieder schwer werden. Seine beiden ärgsten Kontrahenten sind in guter Verfassung. Im Halbfinale steht ihm also möglicherweise das Duell gegen Roger Federer bevor. Im letzten Jahr bei den US Open konnte der Serbe die Partie im fünften Satz für sich entscheiden und beendete damals das Turnier als Runner Up.
Meine Augen werden sich aber vor allem auf den Schweden Robin Söderling und den Franzosen Jo Wilfried Tsonga richten. Söderling hat zuletzt das ATP-Turnier in Brisbane gewonnen und ist heiß auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Und Tsonga ist für mich ein Tennis-Phänomen: Gerade zu Beginn einer Saison zeigt er sich als ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Er mag die Hitze in Australien, zudem zeigt er ein variantenreiches Spiel, läuft wie ein Verrückter und hat eine unfassbar starke Rückhand. Für ihn wird es weit gehen.
Um das Feld mit einem Überraschungsmann zu komplettieren, muss an dieser Stelle noch der Name Juan Martin del Potro fallen. Der 22-jährige Argentinier verletzte sich im letzen Jahr nach den Australian Open am Handgelenk und musste aufgrund einer Operation für mehrere Monate pausieren. Die Frage ist, ob und wie schnell der US Open-Sieger von 2009 wieder zu alter Form zurückfindet. Für mich scheint ein derartiges Comeback zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich.
Auch das Damen-Tennis ist wieder attraktiv. Dafür sorgt vor allem Energiebündel Caroline Wozniacki. Die Dänin löste im vergangenen Jahr Serena Williams als die Nummer Eins der Welt ab. Klug, frech und vor allem schnell ist ihr Spiel. Bisher aber wohl noch zu inkonstant, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.
Besonders viel Freude bereitet das geglückte Comeback von Kim Clijsters. Die an Nummer Drei gesetzte Belgierin ist nach ihrem US Open-Sieg im vergangenen Jahr die Top-Favoritin auf den Titel.
Ein besonderes Augenmerk sollte man jedoch auch auf die Chinesin Li Na richten. Sie ist schon seit einigen Jahren in bestechender Form und als Clijsters-Bezwingerin beim Saisonauftakt in Sydney Mitfavoritin im Damenfeld.
Die unberechenbare Variable im Turnier stellen die osteuropäischen Spielerinnen dar: Jankovic, Kvitova und Co sind in der Lage, alle Top-Spielerinnen zu schlagen. Letztere gewann Anfang des Jahres sogar das WTA-Turnier in Brisbane. Ihre Gegnerin im Finale war dort übrigens Andrea Petkovic. Sie ist die größte deutsche Hoffnung im gesamten Turnier. Die Auslosung macht es ihr zwar nicht unbedingt leicht, aber bis ins Achtelfinale könnte es für die Darmstädterin gehen.
Das Tennisjahr startet also wieder mit der gewohnten Ladung Power in die neue Saison. Da sind Augenringe bei den Tennisfans vorprogrammiert. Denn um das lange Aufbleiben oder frühe Aufstehen kommt man auch in diesem Jahr nicht herum.
Heute beginnt das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres und gleichzeitig auch das heißeste – nicht nur wegen der hohen Temperaturen. Vor allem wegen der Spannung. Wer startet am besten in die neue Saison? Welcher Favorit wackelt? Wer überrascht?
Zu gern erinnert man sich an Talente wie Marcos Baghdatis oder Jo Wilfried Tsonga, die in der Rod Laver Arena das erste Mal für Aufsehen sorgten. Auch Rainer Schüttler war 2003 so ein Kandidat. Er schaffte als letzter Deutsche damals den Einzug in ein Grand-Slam-Finale, das er aber glatt gegen Andre Agassi verlor.
Favoriten sind in diesem Jahr jedoch die üblichen Verdächtigen: Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal ist schon lange nicht mehr nur ein Sandplatzspezialist. Als Sieger der letzten drei Grand-Slam-Turniere ist er absoluter Titelanwärter.
Roger Federer – eigentlich war er nie wirklich weg. Er ist der kompletteste Spieler auf der Tour, variiert am meisten, läuft viel und ist in diesem Jahr Titelverteidiger. Sein Turniersieg am Anfang des Jahres in Doha macht den Schweizer zu meinem persönlichen Titelfavoriten.
Für Novak Djokovic dürfte es in diesem Jahr hingegen wieder schwer werden. Seine beiden ärgsten Kontrahenten sind in guter Verfassung. Im Halbfinale steht ihm also möglicherweise das Duell gegen Roger Federer bevor. Im letzten Jahr bei den US Open konnte der Serbe die Partie im fünften Satz für sich entscheiden und beendete damals das Turnier als Runner Up.
Meine Augen werden sich aber vor allem auf den Schweden Robin Söderling und den Franzosen Jo Wilfried Tsonga richten. Söderling hat zuletzt das ATP-Turnier in Brisbane gewonnen und ist heiß auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Und Tsonga ist für mich ein Tennis-Phänomen: Gerade zu Beginn einer Saison zeigt er sich als ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Er mag die Hitze in Australien, zudem zeigt er ein variantenreiches Spiel, läuft wie ein Verrückter und hat eine unfassbar starke Rückhand. Für ihn wird es weit gehen.
Um das Feld mit einem Überraschungsmann zu komplettieren, muss an dieser Stelle noch der Name Juan Martin del Potro fallen. Der 22-jährige Argentinier verletzte sich im letzen Jahr nach den Australian Open am Handgelenk und musste aufgrund einer Operation für mehrere Monate pausieren. Die Frage ist, ob und wie schnell der US Open-Sieger von 2009 wieder zu alter Form zurückfindet. Für mich scheint ein derartiges Comeback zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich.
Auch das Damen-Tennis ist wieder attraktiv. Dafür sorgt vor allem Energiebündel Caroline Wozniacki. Die Dänin löste im vergangenen Jahr Serena Williams als die Nummer Eins der Welt ab. Klug, frech und vor allem schnell ist ihr Spiel. Bisher aber wohl noch zu inkonstant, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.
Besonders viel Freude bereitet das geglückte Comeback von Kim Clijsters. Die an Nummer Drei gesetzte Belgierin ist nach ihrem US Open-Sieg im vergangenen Jahr die Top-Favoritin auf den Titel.
Ein besonderes Augenmerk sollte man jedoch auch auf die Chinesin Li Na richten. Sie ist schon seit einigen Jahren in bestechender Form und als Clijsters-Bezwingerin beim Saisonauftakt in Sydney Mitfavoritin im Damenfeld.
Die unberechenbare Variable im Turnier stellen die osteuropäischen Spielerinnen dar: Jankovic, Kvitova und Co sind in der Lage, alle Top-Spielerinnen zu schlagen. Letztere gewann Anfang des Jahres sogar das WTA-Turnier in Brisbane. Ihre Gegnerin im Finale war dort übrigens Andrea Petkovic. Sie ist die größte deutsche Hoffnung im gesamten Turnier. Die Auslosung macht es ihr zwar nicht unbedingt leicht, aber bis ins Achtelfinale könnte es für die Darmstädterin gehen.
Das Tennisjahr startet also wieder mit der gewohnten Ladung Power in die neue Saison. Da sind Augenringe bei den Tennisfans vorprogrammiert. Denn um das lange Aufbleiben oder frühe Aufstehen kommt man auch in diesem Jahr nicht herum.
Aufrufe: 1192 | Kommentare: 5 | Bewertungen: 4 | Erstellt:17.01.2011
ø 9.0
KOMMENTARE
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17.01.2011 | 06:51 Uhr
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Hurtelknut :
Federer war heute unmenschlich... unfassbar, ich bin hin und weg
17.01.2011 | 15:59 Uhr
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aber gut,du hast dir die immerhin mühe gemacht.
das du bei den damen aber henin nicht erwähnst,ist schon ne frechheit !
diesen blog werd ich dir noch zum frühstück servieren

7 punkte weil du henin nicht erwähnt hast,und weil ich eigentlich nix neues gelesen habe.
19.01.2011 | 16:32 Uhr
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Teddy83 :
Krass, bin in der Grand Slam Gruppe angemeldet, bekomme aber diesen guten Blog nicht zu lesen, seltsam. Bin grad nur durch Zufall darüber gestolpert.Gefällt mir jedenfalls sehr gut.
Am meisten freue ich mich auf die Rückkehr von Juan Martin del Potro. Hoffe, er kommt so schnell wie möglich zu alter Stärke zurück.
28.01.2011 | 16:27 Uhr
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28.01.2011 | 17:09 Uhr
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Teddy83 :
Von Federer bin ich mal als enttäuscht. So eine schlechte Rückhand hat man selten von ihm gesehen. Trotzdem muss man zugeben, dass Nole im Moment einfach stark spielt.Und Nadal kann man eigentlich wenig vorwerfen. Wenigstens hat er trotz eines lädierten Knies es gegen Ferrer probiert und nicht wie ne Williams einfach aufgehört zu spielen.
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