05.05.2009 um 13:37 Uhr
Saubere Arbeit, Houston
Im Staples Center von Los Angeles bekommt man allerlei Sport geboten: Wrestling, Hundeshows, Springreiten, Basketball und Boxen - manchmal sogar Basketball und Boxen an einem Abend zugleich.
Zumindest sah es am Ende des ersten Viertels von Spiel eins der Lakers gegen Houston nach einer innovativen Kombination aus Faustkampf und Korbball aus, als ein satter Hieb von Sasha Vujacic Houstons Shane Battier einen Cut am linken Auge bescherte, der normalerweise nur im Boxen vorkommt und an die Ringschlacht von Vitali Klitschko gegen Lennox Lewis aus dem Jahre 2003 erinnerte (übrigens auch im Staples Center).
Einige Balljungs hatten arge Mühe, den See aus Blut und Schweiß vom Lakers-Parkett zu wischen.
Gäbe es die Sportart Faustball als einen Mix aus Faustkampf und Korbball nicht schon längst, die Lakers und Rockets hätten sie just erfunden.
Obwohl die Rockets am Ende deutlich mehr Blut lassen mussten als die Lakers (Pau Gasol erwischte es nach einem Treffer von Luis Scola auch), waren es am Ende die Lakers, die sich ausgeknockt am Boden wiederfanden.
Spiel eins der Semi-Finals im Westen geht also an Houston. Der in 82 mühsamen Spielen hart erkämpfte Heimvorteil der Lakers war in nur 48 Minuten dahin.
Eine Geniestreich der Rockets?
Wohl kaum, denn seit Mitte der regulären Saison ist es ein offenes Geheimnis, wie die Lakers zu knacken sind: Harte Defense auf allen Positionen im Allgemeinen und gegen Kobe Bryant im Besonderen.
Der grandios überschätze Andrew Bynum, von dem Lakers-Coach Phil Jackson lediglich saubere Defense erwartet hatte, kassierte zwei frühe Fouls und saß schnell wieder dort, wo er den Großteil der Lakers-Serie gegen Utah verbracht hatte: auf der Bank. Am Ende standen für ihn traurige drei Rebounds und kein einziger geblockter Wurf auf dem Papier.
Sechs, setzen.
Auch die zuletzt starken Pau Gasol und Lamar Odom kamen gegen die Rockets nicht zum Zug. Gasol: 14 Punkte, 13 Rebounds. Odom: neun Punkte, fünf Rebounds.
Durchschnitt.
Last but not least Kobe Bryant, dem Shane Battier konsequent den direkten Weg zum Korb verstellte (und Bryant folglich nur fünf Freiwürfe schinden konnte) und ihn mit knackiger Defense zu 17 Fehlwürfen bei 31 Versuchen zwang.
Saubere Arbeit, Houston.
Wie schon in den letzten Finals, als die Lakers in großem Stil gegen die Boston Celtics unter die Räder gerieten, ist deutlich geworden, dass Bryant und Co. gegen harte Verteidigung ihre Probleme haben.
Dabei hatte Lakers-Guard Derek Fisher vor dem Spiel seine Kollegen nochmal an die Pleite gegen die Celtics erinnert und in großen Lettern "Remember Boston 2008" ans Taktikbrett im Lockerroom der Lakers geschrieben.
Gebracht hat's nichts und Houston hält den Schlüssel zum Sieg in Spiel zwei schon jetzt in den Händen.
"Wird alles wieder gut", sagt Bryant. "Derek und ich haben schon öfter mal Spiel eins einer Serie verloren. Es wird spannend zu sehen, wie wir darauf reagieren."
Ja, es wird spannend.
Denn seit Fisher und Bryant 1996 gemeinsam zu den Lakers kamen, haben die beiden elfmal Spiel eins einer Playoff-Serie verloren und am Ende nur zweimal die Serie noch gewonnen.
Zumindest sah es am Ende des ersten Viertels von Spiel eins der Lakers gegen Houston nach einer innovativen Kombination aus Faustkampf und Korbball aus, als ein satter Hieb von Sasha Vujacic Houstons Shane Battier einen Cut am linken Auge bescherte, der normalerweise nur im Boxen vorkommt und an die Ringschlacht von Vitali Klitschko gegen Lennox Lewis aus dem Jahre 2003 erinnerte (übrigens auch im Staples Center).
Einige Balljungs hatten arge Mühe, den See aus Blut und Schweiß vom Lakers-Parkett zu wischen.
Gäbe es die Sportart Faustball als einen Mix aus Faustkampf und Korbball nicht schon längst, die Lakers und Rockets hätten sie just erfunden.
Obwohl die Rockets am Ende deutlich mehr Blut lassen mussten als die Lakers (Pau Gasol erwischte es nach einem Treffer von Luis Scola auch), waren es am Ende die Lakers, die sich ausgeknockt am Boden wiederfanden.
Spiel eins der Semi-Finals im Westen geht also an Houston. Der in 82 mühsamen Spielen hart erkämpfte Heimvorteil der Lakers war in nur 48 Minuten dahin.
Eine Geniestreich der Rockets?
Wohl kaum, denn seit Mitte der regulären Saison ist es ein offenes Geheimnis, wie die Lakers zu knacken sind: Harte Defense auf allen Positionen im Allgemeinen und gegen Kobe Bryant im Besonderen.
Der grandios überschätze Andrew Bynum, von dem Lakers-Coach Phil Jackson lediglich saubere Defense erwartet hatte, kassierte zwei frühe Fouls und saß schnell wieder dort, wo er den Großteil der Lakers-Serie gegen Utah verbracht hatte: auf der Bank. Am Ende standen für ihn traurige drei Rebounds und kein einziger geblockter Wurf auf dem Papier.
Sechs, setzen.
Auch die zuletzt starken Pau Gasol und Lamar Odom kamen gegen die Rockets nicht zum Zug. Gasol: 14 Punkte, 13 Rebounds. Odom: neun Punkte, fünf Rebounds.
Durchschnitt.
Last but not least Kobe Bryant, dem Shane Battier konsequent den direkten Weg zum Korb verstellte (und Bryant folglich nur fünf Freiwürfe schinden konnte) und ihn mit knackiger Defense zu 17 Fehlwürfen bei 31 Versuchen zwang.
Saubere Arbeit, Houston.
Wie schon in den letzten Finals, als die Lakers in großem Stil gegen die Boston Celtics unter die Räder gerieten, ist deutlich geworden, dass Bryant und Co. gegen harte Verteidigung ihre Probleme haben.
Dabei hatte Lakers-Guard Derek Fisher vor dem Spiel seine Kollegen nochmal an die Pleite gegen die Celtics erinnert und in großen Lettern "Remember Boston 2008" ans Taktikbrett im Lockerroom der Lakers geschrieben.
Gebracht hat's nichts und Houston hält den Schlüssel zum Sieg in Spiel zwei schon jetzt in den Händen.
"Wird alles wieder gut", sagt Bryant. "Derek und ich haben schon öfter mal Spiel eins einer Serie verloren. Es wird spannend zu sehen, wie wir darauf reagieren."
Ja, es wird spannend.
Denn seit Fisher und Bryant 1996 gemeinsam zu den Lakers kamen, haben die beiden elfmal Spiel eins einer Playoff-Serie verloren und am Ende nur zweimal die Serie noch gewonnen.
Aufrufe: 493 | Kommentare: 2 | Bewertungen: 5 | Erstellt:05.05.2009
ø 8.2
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06.05.2009 | 15:23 Uhr
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YM99 :
ich finde auch nicht dass bynum überschätzt wird. wenn er fit ist kann er die bretter dominieren´.
auf jeden fall gute analyse.
hoffe dass houston die sache dis zum schluss spannend halten kann
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Mit harter Defense haben doch immer alle Probleme oder?? Ob L.A elfmal Spiel eins verloren haben, sagt doch gar nix oder??
Würd mich stark wundern, wenn Houston die Series trotzdem gewinnt...Tippe auf 4-2 für L.A.
Ansonsten schöne Spielanalyse! Sehr gut!