30.03.2011 um 13:11 Uhr
Rosige Zukunft für DFB-Elf
Erst kürzlich hat Jogi Löw seinen Vertrag beim DFB bis einschließlich 2014 verlängert. Er sieht in dem jungen Team so viel Potential, dass bei der nächsten WM in Brasilien der Titel rausspringen könnte. Ansonsten hätte er sich nach den Querelen bei der letzten Vertragsverlängerung nicht so schnell auf ein neues Papier geeinigt. Er hat das Team zusammengestellt und nun will er die Früchte ernten!
Sollte man dem Bundestrainer nun Träumerei und Größenwahn vorwerfen? Nein, mit Sicherheit nicht, denn die Ergebnisse der letzten Jahre sprechen für ihn: 65 Spiele, 45 Siege, 10 Unentschieden und 10 Niederlagen. Dabei 156 Tore geschossen. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.
Was aber macht den Übungsleiter so sicher, dass die DFB-Elf in Brasilien den großen Coup landet? Die Antwort ist eigentlich recht simpel: es ist der schier unerschöpfliche Pool an Jugendspielern, der auf die A-Nationalmannschaft brennt. Seit dem EM-Fiasko 2000 und dem verpflichtenden Aufbau sog. Leistungszentren für alle Klubs der ersten und zweiten Liga hat sich in Deutschland eine neue Ausbildungskultur entwickelt. Die Jugend wir "als Chance" gesehen und nicht als "lästige Verpflichtung". Wer muss schon Millionen ausgeben, wenn die Stars von morgen in den eigenen Talentschmieden ausgebildet werden!
So ist es kaum verwunderlich, dass immer neue Gesichter ihr Debüt in der Nationalelf geben. Mario Götze, Lewis Holtby, Andrè Schürrle, Sven Bender, Marcel Schmelzer schnupperten schon leichte WM-Luft. Andere Spieler scharren in der zweiten Reihe mit den Hufen: Ilkay Gündogan, Julian Schieber, Pierre-Michel Lassoga, Lars Bender, Konstantin Rausch etc. Auch für sie geht es in den nächsten Jahren darum, in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft einzutauchen und Löw die Entscheidung um Nominierungen noch schwerer zu machen.
Für Deutschland ist dieser "Jugendwahn" ein Segen und nix anderes! Natürlich braucht die DFB-Elf erfahrene Anführer, doch das Löw`sche Konzept der "flachen Hierarchien" ist prädestiniert für die Integration junger, williger Talente. Schon jetzt heimsen die Jugendteams des Deutschen Fußballbundes Trophäen über Trophäen ein. Es ist die Ruhe vor dem großen Sturm – einem WM-Titel auf der ganz großen Bühne.
Im Moment sehe ich Spanien und die Niederlande noch in der besseren Position. Sie spielen seit Jahren mit demselben Grundgerüst und verändern den Kader nur punktuell. Doch Spieler wie Xavi, Puyol, van Bommel, van Nistelrooy werden in die Jahre kommen oder sind es schon. Die Deutschen haben meiner Meinung nach das beste Fundament. Erst kürzlich besiegte die U21 von Deutschland die Holländische mit 3:1. Die EM 2012 in Polen und der Ukrainer kommt womöglich noch zu früh- zu stark ist die Konkurrenz aus Spanien und den Niederlanden – doch 2014 könnte der Vorsprung dahin sein.
Es geht nun darum, den eingeleiteten Prozess zu konsolidieren.
Löw hat in seiner Amtszeit ein Grundgerüst an Spielern aufgebaut, auf die er immer setzt: Schweinsteiger, Mertesacker, Lahm, Özil, Khedira, Klose, Podolski. Auf den anderen Positionen muss nun ein leistungsorientierter Konkurrenzkampf entstehen. Die Niederlage gegen Australien sollte dabei nicht als Gradmesser dienen, allerdings zeigt sie, wie wichtig die Anwesenheit der etablierten Spieler ist. Löw muss die gesunde Mischung finden. Tut er das, könnte die Vertragsverlängerung bis 2014 nicht seine letzte gewesen sein.
Sollte man dem Bundestrainer nun Träumerei und Größenwahn vorwerfen? Nein, mit Sicherheit nicht, denn die Ergebnisse der letzten Jahre sprechen für ihn: 65 Spiele, 45 Siege, 10 Unentschieden und 10 Niederlagen. Dabei 156 Tore geschossen. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.
Was aber macht den Übungsleiter so sicher, dass die DFB-Elf in Brasilien den großen Coup landet? Die Antwort ist eigentlich recht simpel: es ist der schier unerschöpfliche Pool an Jugendspielern, der auf die A-Nationalmannschaft brennt. Seit dem EM-Fiasko 2000 und dem verpflichtenden Aufbau sog. Leistungszentren für alle Klubs der ersten und zweiten Liga hat sich in Deutschland eine neue Ausbildungskultur entwickelt. Die Jugend wir "als Chance" gesehen und nicht als "lästige Verpflichtung". Wer muss schon Millionen ausgeben, wenn die Stars von morgen in den eigenen Talentschmieden ausgebildet werden!
So ist es kaum verwunderlich, dass immer neue Gesichter ihr Debüt in der Nationalelf geben. Mario Götze, Lewis Holtby, Andrè Schürrle, Sven Bender, Marcel Schmelzer schnupperten schon leichte WM-Luft. Andere Spieler scharren in der zweiten Reihe mit den Hufen: Ilkay Gündogan, Julian Schieber, Pierre-Michel Lassoga, Lars Bender, Konstantin Rausch etc. Auch für sie geht es in den nächsten Jahren darum, in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft einzutauchen und Löw die Entscheidung um Nominierungen noch schwerer zu machen.
Für Deutschland ist dieser "Jugendwahn" ein Segen und nix anderes! Natürlich braucht die DFB-Elf erfahrene Anführer, doch das Löw`sche Konzept der "flachen Hierarchien" ist prädestiniert für die Integration junger, williger Talente. Schon jetzt heimsen die Jugendteams des Deutschen Fußballbundes Trophäen über Trophäen ein. Es ist die Ruhe vor dem großen Sturm – einem WM-Titel auf der ganz großen Bühne.
Im Moment sehe ich Spanien und die Niederlande noch in der besseren Position. Sie spielen seit Jahren mit demselben Grundgerüst und verändern den Kader nur punktuell. Doch Spieler wie Xavi, Puyol, van Bommel, van Nistelrooy werden in die Jahre kommen oder sind es schon. Die Deutschen haben meiner Meinung nach das beste Fundament. Erst kürzlich besiegte die U21 von Deutschland die Holländische mit 3:1. Die EM 2012 in Polen und der Ukrainer kommt womöglich noch zu früh- zu stark ist die Konkurrenz aus Spanien und den Niederlanden – doch 2014 könnte der Vorsprung dahin sein.
Es geht nun darum, den eingeleiteten Prozess zu konsolidieren.
Löw hat in seiner Amtszeit ein Grundgerüst an Spielern aufgebaut, auf die er immer setzt: Schweinsteiger, Mertesacker, Lahm, Özil, Khedira, Klose, Podolski. Auf den anderen Positionen muss nun ein leistungsorientierter Konkurrenzkampf entstehen. Die Niederlage gegen Australien sollte dabei nicht als Gradmesser dienen, allerdings zeigt sie, wie wichtig die Anwesenheit der etablierten Spieler ist. Löw muss die gesunde Mischung finden. Tut er das, könnte die Vertragsverlängerung bis 2014 nicht seine letzte gewesen sein.
Aufrufe: 2067 | Kommentare: 9 | Bewertungen: 4 | Erstellt:30.03.2011
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KOMMENTARE
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30.03.2011 | 18:43 Uhr
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Man muss sich einfach mal vor Augen halten was die für Spieler auf der Bank lassen. Llorente, Navas, Fabregas und nur mal 3 ganz Große zu nennen.
Okay, 2014 spielt Xavi vielleicht nicht mehr, dann wird wohl Fabregas neben Iniesta stehen und es werden weitere Talente nachrücken, man halte sich einfach mal vor Augen, dass aktuell Spieler wie Parejo oder Canales oder Javi Martinez in den Startlöchern stehen. Das sind auch große Talente.
Holland kann man bis 2014 wohl überholen, das sollte machbar sein. Aber Brasilien hat auch eine richtig starke Generation am kommen, wie FabianPramel schon sagte.
Tests wie den gegen Australien halte ich des Weiteren für eher wenig sinnvoll. Weil die Talente in diesen Spielen nicht die Chance bekommen sich mal im eingespielten Team zu bewegen. Das wäre aber aufschlussreicher.
Unsere Zukunft sieht gut aus, ja. Ist ja auch alles schön. Aber man darf auch den Aspekt der Liga nicht vergessen. In Spanien können Spieler von Real oder Barca jedes Jahr Champions League spielen, bei den Brasilianern machen das auch fast alle Topleute. In Deutschland muss es endlich wieder mal einen 2. Verein neben Bayern geben, der regelmäßig oben spielt (Dortmund? Die Grundlagen wären absolut vorhanden). Dort müssen die Spieler sich dann weiter entwickeln können, wenn ein Götze mal CL spielt macht der nochmal einen riesigen Schritt, das sind wichtige Etappenziele die ein Löw gar nicht leisten kann.
Also übertreiben ist nicht angesagt. Man muss schauen, wie sich die einzelnen Spieler schlagen. Von den aktuell aufgezählten Talenten wird auch das ein oder andere stagnieren, dafür werden vielleicht Spieler den Durchbruch schaffen, die man jetzt nicht auf der Rechnung hat. Muss man erst sehen
30.03.2011 | 18:53 Uhr
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Es gibt nach jedem Turnier Spieler, die ihre NM-Karriere beenden, und solche, die neu dazustoßen.
Insofern käme ja jedes Turnier zu früh. Und warum sollte nicht 2012 der große Wurf gelingen? Wir haben doch einen Grundstock von Spielern, die bereits 2008 und erst recht 2010 gesetzt waren und zum Teil Weltklasse sind, zum Teil kurz davor stehen.
30.03.2011 | 20:35 Uhr
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Flipps :
Man hat zumindest jetzt die Grundlage an Spielern, die garantieren,dass man in großen Turnieren weit kommen kann vllt auch muss.Um den Titel dann zu gewinnen braucht man natürlich auch Glück.
Man kann also sagen, wir gehören in den nächsten Jahren zu den Favoriten und werden sicher auch eins gewinnen.
31.03.2011 | 00:53 Uhr
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Gnanag :
Für Deutschland ist dieser "Jugendwahn" ein Segen und nix anderes!Tut er das, könnte die Vertragsverlängerung bis 2014 nicht seine letzte gewesen sein.
Ich stimme mit beiden Aussagen 100% überein. Habe selten einen Blog gelesen, der meine eigene Meinung so exakt wiederspiegelt.
31.03.2011 | 08:10 Uhr
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Foku :
genialer blog. stimme absolut überein.Dieser riesige Pool an Jugendspielern wird uns weit bringen in den nächsten Jahren.
Im Vergleich zu Spanien ist zusagen das sie derzeit natürlich das beste Team der Welt sind.
Normalerweise sind Einzelkönner durchaus zu ersetzen...
Nehmen wir zB einen C Ronaldo, fällt der aus bei Portugal setzt man einfach einen Nani dahin und fertig. Spielertypen wie ein Ronaldo sind zwar wichtig für ihre Teams, allerdings ist die Abhängigkeit bei weitem nicht so groß wie die von einem Taktgeber wie Xavi...
Es gibt wohl kaum einen Spieler der das Spiel seines Teams so prägt und von dem es so abhängig ist...
Deswegen glaube ich das Spanien nach Xavis Abschied zwar immernoch ein Team hat das um die Titel mitspielen wird allerdings werden wird es Zeit brauchen um einen geeigneten Nachfolger zu finden und so ins System zu integrieren.
Wir in Deutschland haben das Glück das auf unseren Spielentscheidenden Positionen, Leute stehen die ihr Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft haben und dazu noch minimal 4 große Tuniere in den Beinen haben.
Ich denke aber das bei der Entwicklung die unsere N11 derzeit durchmacht, wir bald auf absoluter Augenhöhe mit Spanien seien werden und dann entscheidet halt die Tagesform. Also warum sollten wir nich schon bei der EM Spanien schlagen können?
31.03.2011 | 08:41 Uhr
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RMD :
Ich denke schon das ihr ne riesen chance habt das turnier in Polen/Ukraine zu gewinnen.
Und wir werden bestimmt nicht der härteste konkurrent sein, weil das was ich die letzten monate so beobachte, wirken die männer um Del Bosque
ziemlich satt.
Hoffe ich natürlich nicht, aber die gefahr ist schon da.
Wird die Aufgabe des Trainers sein das nicht zuzulassen.
Im gegensatz dazu sehe ich die chance für deutschland 2014 nicht so gross, bis dahin werden sich die franzosen und italiener wieder gefangen haben, Spanien ne andere Generation haben und die Brasilianer den heimvorteil.
Also, 2012 gas geben, Deutschland für mich der Top-Favorit.
31.03.2011 | 12:50 Uhr
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Die spanischischen Klubs sind hochverschuldet, es gibt keine Lizensierungsauflagen wie wir sie haben. Ihr werdet sehen: Es wird den Zeitpunkt geben an dem das System auseinanderbricht. Das wird auch nicht folgenlos bleiben für die Nationalmannschaft. Deutschland ist in der Hinsicht einfach besser aufgestellt und irgendwann wird sich die Zurückhaltung beim Geldrausschleudern bezahlt machen...
Natürlich respektiere ich die Spielweise der Spanier. Es ist Fußball in Reinkultur. Dennoch die Zeit spielt für Deutschland. Und der Faktor Geld wird noch sehr wichtig werden.
31.03.2011 | 13:43 Uhr
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ob wir den spaniern konkurrenz machen können, wird ganz entscheidend davon abhängen, ob löw eine antwort auf das spanische system findet.
will man der dominanz der iberer entgegenwirken und selbst anspruch auf ballbesitz stellen oder ist der schlüssel das schon jetzt gut praktizierte umschaltspiel und die damit einhergehende fokussierung auf die angriffsgeschwindigkeit.
UND: will man den anspruch, seine eigene spielweise durchzubringen gegen gegner dieser kategorie torpedieren und sich doch am gegner ausrichten?!
neben spanien und den auch von dir angeführten niederländern, sehe ich auch weiterhin die franzosen und die beiden üblichen südamerikanischen verdächtigen aus brasilien und argentinien als gut aufgestellt.
aber auch für diese nationen gilt es eine taktische identität zu finden, die dem spanischen tiki taka entgegenwirken kann. das körperlose mitspielen-wollen der deutschen elf im halbfinale oder die fast auf körperverletzung ausgerichtiete spielweise der holländer im finale sind sicherlich keine geeigneten ansätze...