08.10.2012 um 13:01 Uhr
Rookie Ladder #7: Rafa Who?
"Das Fass ist absolut voll" - so wetterte Bruno Labbadia gestern Abend nach dem Stuttgarter Heimspiel gegen die Medien und auch gegen die Fans. Auslöser der Wutrede war ausgerechnet die Auswechslung eines Rookies, die für großen Unmut bei den VfB-Fans sorgte. Dieser war aufgrund von Oberschenkelschmerzen ausgewechselt worden, was den Fans natürlich entgangen war. Daraufhin gab es vereinzelt Pfiffe und "Labbadia-raus"-Rufe von den Tribünen, die vermuteten, dass der besagte Spieler aufgrund seiner Leistung auf die Bank musste. Dies wäre sicherlich nicht zu verantworten gewesen, wie die Rookie Ladder zeigt.
1 - Raphael Holzhauser (VfB Stuttgart)
Der Österreicher, als neuer Hoffnungsträger der Schwaben "gebrandmarkt", war Dreh- und Angelpunkt des Stuttgarter Spiels und lenkte die Offensive der Schwaben hervorragend. Sein Solo vor dem 2:1 war Weltklasse und ließ die Fans kurz vom ersten Stuttgarter Heimsieg träumen. Wenn der Österreicher seine aufsteigende Form beibehält. Kann er die Stuttgarter wieder zurück ins europäische Geschäft führen und die Tumulte um Labbadia verstummen lassen.
2 - Knowledge Musona (FC Augsburg)
Der Simbabwer stach aus der allgemein starken Leistung der Augsburger noch einmal hervor und war DER offensive Aktivposten des FCA. Neben seinem Assist zum 2:0 gelangen dem 22-Jährigen immer wieder gefährliche Pässe in die Spitze, die die Bremer Abwehr vor große Probleme stellten. Lediglich seine Riesenchance zum vorzeitigen 3:1 verpasste er, als er eine Miliz-Parade deutlich über das Tor setzte.
3 - Xherdan Shaqiri (FC Bayern München)
Wie letzte Woche kam der Schweizer zunächst von der Bank, wobei er nach Mandzukics Müller-K.O. frühzeitig den Platz betreten musste. Gewohnt quirlig und offensiv präsent zeigte dich der Neuzugang des Sommers und konnte mit seinen Flanken Immer wieder Gefahr vor dem Hoffenheimer Tor aufkommen lassen. Seine präzisen Flanken geben dem Bayern-Spiel eine neue Facette, insbesondere durch die Kopfballstärke Mandzukics und Torjäger Gomez. Im Gegensatz zu Robben und Ribery, die ihre Vorliebe im Zug nach innen haben (was Shaqiri auch einige Male tat), kann der Schweizer durch seine Flanken die Innenverteidiger gegen einige Weltklasse-Stümer isolieren und das oft "verknotete" Bayern-Spiel vor dem 16er in die Breite ziehen.
4 - Jonathan Schmid (SC Freiburg)
Der 22-Jährige, der ebenfalls von der "Streich-Offensive" in der Rückrunde profitierte, zeigt sich mittlerweile über den Sommer gereift und immer mehr als Säule der jungen Freiburger Mannschaft. Zudem leitete er am Wogende die Freiburger Führung ein und überzeugte immer wieder durch starke Offensivaktionen über die Flügel, die die Freiburger Dominanz eindrucksvoll untermauerten.
5 - Luuk de Jong (Borussia M'Gladbach)
Der Niederländer kommt langsam aber sicher immer mehr in Fahrt, so traf er nicht nur unter der Woche gegen Fenerbahce im Europapokal, sondern netzte auch gegen die im Moment sich im Aufwind befindenden Frankfurter Adler souverän ein. Das de Jong der Knipser sein kann, der er in der holländische Eredivisie war, steht außer Frage, dennoch fehlte bisher noch die Bindung zwischen Mittelfeld und der Sturmspitze. Die Klatsche in Dortmund scheint ein "Aha-Erlebnis" für die Gladbacher gewesen zu sein, die nun besser kombinieren und auch mit mehr Selbstvertrauen in den kommenden Wochen das Feld von hinten aufrollen werden.
6 - Fallou DIagné (SC Freiburg)
Der Senegalese wird mehr und mehr zum Abwehrchef der Freiburger, die mittlerweile äußerst überzeugend Beton anrühren, was die Nürnberger Offensive am Wochenende schmerzhaft erfahren musste. Wann immer Gefahr auf das Freiburger Tor zu kam, prallte sie gegen die Wand, die Diagné und seine Kollegen aufgebaut hatten. Dabei präsentiert sich der 23-Jährige als zunehmend konstantere Säule in der Innenverteidigung, auf die Christian Streich in Zukunft mehr und mehr bauen kann.
7 - Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen)
Der Youngster erkämpfte sich im Sommer die Chance auf regelmäßige Einsätze von Beginn an und überzeugte auch gegen Stuttgart mit mehreren Sturmläufen, die Chaos und Verwirrung bei Boka & Co. stifteten. Im Abschluss fehlte ihm heute lediglich das Glück, sodass er ohne Torerfolg blieb. Sollte er es in Zukunft hinbekommen, seinem Spiel unabhängig von den Leverkusener Schwankungen eine gewisse Konstanz zu geben, kann er eine zentrale Rolle in der Leverkusener Offensive spielen und seinen Platz in der Stammelf zementieren.
8 - Matthias Ginger (SC Freiburg)
Der 18-Jährige festigt seinen Status als zurzeit größtes Abwehrtalent Deutschlands von Spiel zu Spiel. So unterstreicht der Freiburger jeden Spieltag mit beeindruckende Konstanz sein Defensivtalent und fügt sich mustergültig in die Freiburger Defensive ein. Neben Fallou Diagné überzeugt er immer wieder mit gewonnenen Zweikämpfen und einer hervorragenden Übersicht im Spielaufbau, sodass er eine glorreiche Zukunft vor sich haben könnte.
9 - Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt)
Trotz der Frankfurter Niederlage gab Rode sein Bestes, den sinkenden Frankfurter Kahn über Wasser zu halten. Da Rode keinen Sahnetag zu erwischt haben schien, blieben seine Bemühungen eher blass und er musste seine volle Konzentration auf die Defensive richten, sodass er offensiv kaum zu sehen war und deutliche Abstriche machen musste. Die Frankfurter Leistung ist dennoch im Moment von Rodes Führungsgeist abhängig.
10 - Kevin Vogt (FC Augsburg)
Im Gegensatz zu Musona war der 21-Jährige vornehmlich darauf besinnt, defensiv einen Bremer Offensivsturm zu vermeiden und diese Aufgabe erfüllte er auch mustergültig. Offensiv dagegen gab er oft nur den einleitenden Pass zu seinen Mitspielern, ohne dabei Gefahr auszustrahlen. Dennoch eine solide Leistung, die Hoffnung auf mehr macht.
Auf den Plätzen: de Bruyne, Badelj, Sorg
Anmerkung: Die Rookie-Ladder bewertet wöchentlich die Entwicklung junger Spieler (Jahrgang 1989 oder jünger, also U23), die weniger als 20 Bundesliga-Spiele vor dieser Saison bestritten haben. Die Bewertung erfolgt so objektiv wie möglich, entspricht aber meinen persönlichen Eindrücken, die ich am Fernseher bzw., zuweilen im Stadion gewonnen habe.
Bis in zwei Wochen,
Basti
1 - Raphael Holzhauser (VfB Stuttgart)
Der Österreicher, als neuer Hoffnungsträger der Schwaben "gebrandmarkt", war Dreh- und Angelpunkt des Stuttgarter Spiels und lenkte die Offensive der Schwaben hervorragend. Sein Solo vor dem 2:1 war Weltklasse und ließ die Fans kurz vom ersten Stuttgarter Heimsieg träumen. Wenn der Österreicher seine aufsteigende Form beibehält. Kann er die Stuttgarter wieder zurück ins europäische Geschäft führen und die Tumulte um Labbadia verstummen lassen.
2 - Knowledge Musona (FC Augsburg)
Der Simbabwer stach aus der allgemein starken Leistung der Augsburger noch einmal hervor und war DER offensive Aktivposten des FCA. Neben seinem Assist zum 2:0 gelangen dem 22-Jährigen immer wieder gefährliche Pässe in die Spitze, die die Bremer Abwehr vor große Probleme stellten. Lediglich seine Riesenchance zum vorzeitigen 3:1 verpasste er, als er eine Miliz-Parade deutlich über das Tor setzte.
3 - Xherdan Shaqiri (FC Bayern München)
Wie letzte Woche kam der Schweizer zunächst von der Bank, wobei er nach Mandzukics Müller-K.O. frühzeitig den Platz betreten musste. Gewohnt quirlig und offensiv präsent zeigte dich der Neuzugang des Sommers und konnte mit seinen Flanken Immer wieder Gefahr vor dem Hoffenheimer Tor aufkommen lassen. Seine präzisen Flanken geben dem Bayern-Spiel eine neue Facette, insbesondere durch die Kopfballstärke Mandzukics und Torjäger Gomez. Im Gegensatz zu Robben und Ribery, die ihre Vorliebe im Zug nach innen haben (was Shaqiri auch einige Male tat), kann der Schweizer durch seine Flanken die Innenverteidiger gegen einige Weltklasse-Stümer isolieren und das oft "verknotete" Bayern-Spiel vor dem 16er in die Breite ziehen.
4 - Jonathan Schmid (SC Freiburg)
Der 22-Jährige, der ebenfalls von der "Streich-Offensive" in der Rückrunde profitierte, zeigt sich mittlerweile über den Sommer gereift und immer mehr als Säule der jungen Freiburger Mannschaft. Zudem leitete er am Wogende die Freiburger Führung ein und überzeugte immer wieder durch starke Offensivaktionen über die Flügel, die die Freiburger Dominanz eindrucksvoll untermauerten.
5 - Luuk de Jong (Borussia M'Gladbach)
Der Niederländer kommt langsam aber sicher immer mehr in Fahrt, so traf er nicht nur unter der Woche gegen Fenerbahce im Europapokal, sondern netzte auch gegen die im Moment sich im Aufwind befindenden Frankfurter Adler souverän ein. Das de Jong der Knipser sein kann, der er in der holländische Eredivisie war, steht außer Frage, dennoch fehlte bisher noch die Bindung zwischen Mittelfeld und der Sturmspitze. Die Klatsche in Dortmund scheint ein "Aha-Erlebnis" für die Gladbacher gewesen zu sein, die nun besser kombinieren und auch mit mehr Selbstvertrauen in den kommenden Wochen das Feld von hinten aufrollen werden.
6 - Fallou DIagné (SC Freiburg)
Der Senegalese wird mehr und mehr zum Abwehrchef der Freiburger, die mittlerweile äußerst überzeugend Beton anrühren, was die Nürnberger Offensive am Wochenende schmerzhaft erfahren musste. Wann immer Gefahr auf das Freiburger Tor zu kam, prallte sie gegen die Wand, die Diagné und seine Kollegen aufgebaut hatten. Dabei präsentiert sich der 23-Jährige als zunehmend konstantere Säule in der Innenverteidigung, auf die Christian Streich in Zukunft mehr und mehr bauen kann.
7 - Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen)
Der Youngster erkämpfte sich im Sommer die Chance auf regelmäßige Einsätze von Beginn an und überzeugte auch gegen Stuttgart mit mehreren Sturmläufen, die Chaos und Verwirrung bei Boka & Co. stifteten. Im Abschluss fehlte ihm heute lediglich das Glück, sodass er ohne Torerfolg blieb. Sollte er es in Zukunft hinbekommen, seinem Spiel unabhängig von den Leverkusener Schwankungen eine gewisse Konstanz zu geben, kann er eine zentrale Rolle in der Leverkusener Offensive spielen und seinen Platz in der Stammelf zementieren.
8 - Matthias Ginger (SC Freiburg)
Der 18-Jährige festigt seinen Status als zurzeit größtes Abwehrtalent Deutschlands von Spiel zu Spiel. So unterstreicht der Freiburger jeden Spieltag mit beeindruckende Konstanz sein Defensivtalent und fügt sich mustergültig in die Freiburger Defensive ein. Neben Fallou Diagné überzeugt er immer wieder mit gewonnenen Zweikämpfen und einer hervorragenden Übersicht im Spielaufbau, sodass er eine glorreiche Zukunft vor sich haben könnte.
9 - Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt)
Trotz der Frankfurter Niederlage gab Rode sein Bestes, den sinkenden Frankfurter Kahn über Wasser zu halten. Da Rode keinen Sahnetag zu erwischt haben schien, blieben seine Bemühungen eher blass und er musste seine volle Konzentration auf die Defensive richten, sodass er offensiv kaum zu sehen war und deutliche Abstriche machen musste. Die Frankfurter Leistung ist dennoch im Moment von Rodes Führungsgeist abhängig.
10 - Kevin Vogt (FC Augsburg)
Im Gegensatz zu Musona war der 21-Jährige vornehmlich darauf besinnt, defensiv einen Bremer Offensivsturm zu vermeiden und diese Aufgabe erfüllte er auch mustergültig. Offensiv dagegen gab er oft nur den einleitenden Pass zu seinen Mitspielern, ohne dabei Gefahr auszustrahlen. Dennoch eine solide Leistung, die Hoffnung auf mehr macht.
Auf den Plätzen: de Bruyne, Badelj, Sorg
Anmerkung: Die Rookie-Ladder bewertet wöchentlich die Entwicklung junger Spieler (Jahrgang 1989 oder jünger, also U23), die weniger als 20 Bundesliga-Spiele vor dieser Saison bestritten haben. Die Bewertung erfolgt so objektiv wie möglich, entspricht aber meinen persönlichen Eindrücken, die ich am Fernseher bzw., zuweilen im Stadion gewonnen habe.
Bis in zwei Wochen,
Basti
Aufrufe: 3725 | Kommentare: 2 | Bewertungen: 0 | Erstellt:08.10.2012
ø 0
KOMMENTARE
Um bewerten und sortieren zu können, loggen Sie sich bitte ein.
COMMUNITY LOGIN
SPOX - Twitter
Statistik



Man merkt, dass er immer besser wird. Je ein Tor und wenn de Camargo gg. Fenerbahce nicht so kläglich gescheitert wäre auch noch 1 Assist.
Ich weiß zwar nicht ob du nur das eine Spiel bewertest oder die Form(-kurve). Falls du ersteres wählst, geht die Liste so in Ordnung. Würdest du die Spieler nach einer Formkurve bewerten, könnten Holzhauser und vA Musona nicht ganz oben stehen.
Aber du machst das gut. Weiter so.