05.Dezember 2008
16.06.2008 um 15:36 Uhr
Riesenparty in rot-weiß-rot
Riesenparty in rot-weiß-rot nach 1:1-"Sieg" gegen Polen
Die Nachspielzeit im zweiten Gruppenspiel gegen Polen wird, wie bei der WM in Deutschland vor zwei Jahren, zur Initialzündung einer riesigen Euphorie.
Sie können es also doch. Ähnlich wie bei der WM 2006 in Deutschland war es die Nachspielzeit im zweiten Gruppenspiel und ebenfalls hieß der Gegner Polen, der ein Land in kollektiven Jubelzustand hievte. Donnerstag Abend hießen die Helden nicht Neuville und Odonkor, sondern Prödl und Vastic.
Alter Mann ganz groß
Irgendwann zwischen der 93. und 95. Minute verwandelte ausgerechnet Ivica Vastic (damit der älteste Torschütze einer EM-Endrunde) den fälligen Elfmeter. Der von den Zuschauern immer wieder geforderte Goalgetter vom LASK zeigte keine Nerven und bewahrte Österreich damit vor dem fast sicheren K.O.
So weit hätte es nicht kommen müssen. Die Österreicher waren über lange Strecken das mit Abstand bessere Team, nutzten aber ihre ausgezeichneten Chancen nicht und gerieten durch ein extrem unglückliches Tor in Rückstand.
1:1 gewonnen
Zwar gelang den Österreichern gegen Polen am Ende nur der Ausgleich im Gegensatz zu Deutschland vor zwei Jahren, als diese gewannen. Das 1:1-Unentschieden wurde am Ende aber wie ein Sieg gefeiert. Nicht nur der erste Treffer überhaupt bei einer EM-Endrunde wurde bejubelt, die Aussicht auf ein zweites Cordoba euphorisierte und elektrisierte die Mengen auf den Public Viewing – Plätzen zunehmend.
Finaleeeeee, Finaleeeeeeeeee
Die Österreicher müssen dabei aber etwas falsch verstanden haben. So hallte es über den Salzburger Residenzplatz von nun an "Finaleeee, Finaleeee!". Damit müssen sie wohl gemeint haben, dass es sich hierbei natürlich nicht um das tatsächliche Endspiel handelt, sondern nur exklusiv um ihr letztes Spiel. Nicht sieges-, sondern "unentschiedentrunken" (das sicherlich höchste der Gefühle bei dieser EM bei den Österreichern) hallten von nun an Sprechchöre wie "Immer wieder Österreich", "so was hat man lange nicht gesehen, so schön so schön" und sogar "Deutschland ist ein Punktelieferant" über den Residenzplatz. Ausgerechnet auf dem sonst so verträumten Platz, auf dem normalerweise nur die Fiaker-Pferde ihre Rossknödel "ablegen", während sie auf die Touristen warten.
Die A-Mannschaft kann noch ein paar Tage bleiben
Punktelieferant war Deutschland an diesem Tag tatsächlich. Im ersten Spiel des Tages unterlag die Deutsche Elf Kroatien mit 1:2 und hält das Spiel am Montag damit aus eigener Kraft spannend. Denn wie langweilig wäre es doch im letzten Spiel geworden, wenn Österreich – weil längst ausgeschieden – nur noch eine B-Elf auf den Platz geschickt hätte. Die A-Mannschaft (von der sich ein Großteil in der fußballlosen Jahreszeit etwas nebenher als Skilehrer oder Liftboy dazuverdient) wäre höchstwahrscheinlich schon wieder geschlossen zur Vorbereitung auf die Wintersaison abkommandiert worden. Schließlich wachsen sich Ski und ölen sich Skilifte nicht von alleine. Und auch in der elterlichen Pension in Tirol müssen die meisten beim Betten aufschütteln helfen.
Vor allem wenn man den ganzen Sommer mit diesem komischen Ball rumgekickt hat, muss man sich auch erstmal wieder an seine Ski gewöhnen. Da ist es gut, wenn man mit dem Wedeln wieder so früh wie möglich beginnt.
Nun sind die Österreicher aber bis Montag noch im Turnier und können sogar aus eigener Kraft – haha – das Viertelfinale erreichen (oder wie der Österreicher sagt: den Aufstieg schaffen).
Rot-weiß-rote Party
Respekt an dieser Stelle aber doch einmal an das Salzburger Publikum. Sie verwandelten am Donnerstagabend die Public Viewing Arena und anschließend den Rudolfskai (Salzburgâ019 s Ausgehmeile) in einen rot-weiß-roten Ausnahmezustand.
Davon konnte man in der Innenstadt drei Stunden vor Spielbeginn noch nichts ahnen. Von EM war den ganzen Tag über nichts zu spüren. Während und nach der Live-Übertragung konnte man aber Zeuge von durchaus überschäumender EM-Atmosphäre werden.
Der Residenzplatz war bis auf den letzten Platz gefüllt und fast vollständig in rot-weiß-rot getunkt.
Glück für die Deutschen
Es fanden sich nur vereinzelt ein paar schwarz-rot-goldene Farbtupfer, die sich nach dem ersten Spiel der Häme der Kroaten und teilweise auch der Österreicher aussetzen mussten. Den (aufgrund der Niederlage gegen die Kroaten) zunächst traurigen Mienen, konnte man jedoch schnell wieder die Angst vor dem vorzeitigen Ausscheiden ausreden. Im letzten Gruppenspiel geht es schließlich gegen Österreich.
Die Nachspielzeit im zweiten Gruppenspiel gegen Polen wird, wie bei der WM in Deutschland vor zwei Jahren, zur Initialzündung einer riesigen Euphorie.
Sie können es also doch. Ähnlich wie bei der WM 2006 in Deutschland war es die Nachspielzeit im zweiten Gruppenspiel und ebenfalls hieß der Gegner Polen, der ein Land in kollektiven Jubelzustand hievte. Donnerstag Abend hießen die Helden nicht Neuville und Odonkor, sondern Prödl und Vastic.
Alter Mann ganz groß
Irgendwann zwischen der 93. und 95. Minute verwandelte ausgerechnet Ivica Vastic (damit der älteste Torschütze einer EM-Endrunde) den fälligen Elfmeter. Der von den Zuschauern immer wieder geforderte Goalgetter vom LASK zeigte keine Nerven und bewahrte Österreich damit vor dem fast sicheren K.O.
So weit hätte es nicht kommen müssen. Die Österreicher waren über lange Strecken das mit Abstand bessere Team, nutzten aber ihre ausgezeichneten Chancen nicht und gerieten durch ein extrem unglückliches Tor in Rückstand.
1:1 gewonnen
Zwar gelang den Österreichern gegen Polen am Ende nur der Ausgleich im Gegensatz zu Deutschland vor zwei Jahren, als diese gewannen. Das 1:1-Unentschieden wurde am Ende aber wie ein Sieg gefeiert. Nicht nur der erste Treffer überhaupt bei einer EM-Endrunde wurde bejubelt, die Aussicht auf ein zweites Cordoba euphorisierte und elektrisierte die Mengen auf den Public Viewing – Plätzen zunehmend.
Finaleeeeee, Finaleeeeeeeeee
Die Österreicher müssen dabei aber etwas falsch verstanden haben. So hallte es über den Salzburger Residenzplatz von nun an "Finaleeee, Finaleeee!". Damit müssen sie wohl gemeint haben, dass es sich hierbei natürlich nicht um das tatsächliche Endspiel handelt, sondern nur exklusiv um ihr letztes Spiel. Nicht sieges-, sondern "unentschiedentrunken" (das sicherlich höchste der Gefühle bei dieser EM bei den Österreichern) hallten von nun an Sprechchöre wie "Immer wieder Österreich", "so was hat man lange nicht gesehen, so schön so schön" und sogar "Deutschland ist ein Punktelieferant" über den Residenzplatz. Ausgerechnet auf dem sonst so verträumten Platz, auf dem normalerweise nur die Fiaker-Pferde ihre Rossknödel "ablegen", während sie auf die Touristen warten.
Die A-Mannschaft kann noch ein paar Tage bleiben
Punktelieferant war Deutschland an diesem Tag tatsächlich. Im ersten Spiel des Tages unterlag die Deutsche Elf Kroatien mit 1:2 und hält das Spiel am Montag damit aus eigener Kraft spannend. Denn wie langweilig wäre es doch im letzten Spiel geworden, wenn Österreich – weil längst ausgeschieden – nur noch eine B-Elf auf den Platz geschickt hätte. Die A-Mannschaft (von der sich ein Großteil in der fußballlosen Jahreszeit etwas nebenher als Skilehrer oder Liftboy dazuverdient) wäre höchstwahrscheinlich schon wieder geschlossen zur Vorbereitung auf die Wintersaison abkommandiert worden. Schließlich wachsen sich Ski und ölen sich Skilifte nicht von alleine. Und auch in der elterlichen Pension in Tirol müssen die meisten beim Betten aufschütteln helfen.
Vor allem wenn man den ganzen Sommer mit diesem komischen Ball rumgekickt hat, muss man sich auch erstmal wieder an seine Ski gewöhnen. Da ist es gut, wenn man mit dem Wedeln wieder so früh wie möglich beginnt.
Nun sind die Österreicher aber bis Montag noch im Turnier und können sogar aus eigener Kraft – haha – das Viertelfinale erreichen (oder wie der Österreicher sagt: den Aufstieg schaffen).
Rot-weiß-rote Party
Respekt an dieser Stelle aber doch einmal an das Salzburger Publikum. Sie verwandelten am Donnerstagabend die Public Viewing Arena und anschließend den Rudolfskai (Salzburgâ019 s Ausgehmeile) in einen rot-weiß-roten Ausnahmezustand.
Davon konnte man in der Innenstadt drei Stunden vor Spielbeginn noch nichts ahnen. Von EM war den ganzen Tag über nichts zu spüren. Während und nach der Live-Übertragung konnte man aber Zeuge von durchaus überschäumender EM-Atmosphäre werden.
Der Residenzplatz war bis auf den letzten Platz gefüllt und fast vollständig in rot-weiß-rot getunkt.
Glück für die Deutschen
Es fanden sich nur vereinzelt ein paar schwarz-rot-goldene Farbtupfer, die sich nach dem ersten Spiel der Häme der Kroaten und teilweise auch der Österreicher aussetzen mussten. Den (aufgrund der Niederlage gegen die Kroaten) zunächst traurigen Mienen, konnte man jedoch schnell wieder die Angst vor dem vorzeitigen Ausscheiden ausreden. Im letzten Gruppenspiel geht es schließlich gegen Österreich.
Aufrufe: 65 | Kommentare: 0 | Bewertungen: 1 | Erstellt:16.06.2008
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