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26.01.2016 | 1905 Aufrufe | 24 Kommentare | 6 Bewertungen Ø 4.3
Der Profi Fußball im Jahr 2025
Retorten oder Traditionsverein
Romantik adieu! Eine pragmatische Sicht auf wirtschaftliche Entwicklungen im Profi Fußball

Vorwort

Meine Motivation einen Block bei Spox zu schreiben, liegt wahrscheinlich in meiner Natur, gerne zu diskutieren. Das Thema, welches ich gewählt habe wird sicherlich die Gemüter spalten, da ich mich bewusst von Romantik und Wahrer, Echter und Einziger Liebe entferne.
Diese Sicht, dass möchte ich betonen, ist nicht das was ich mir Wünsche, sondern lediglich eine rein pragmatische Sichtweise auf einen Verlauf, welcher durch die große Aufmerksamkeit die unser geliebter Sport genießt und den damit verbundenen Erträgen, vorbestimmt ist.

Um es dem Leser etwas einfacher zu machen, werde ich in diesem Blog selbst gestellte Fragen beantworten. Das sollte es dem interessierten Leser einfacher machen, sich zurecht zu finden, gezielt Fragen zu stellen, bzw. seine Meinung zu äußern. Interviewt werde ich von Shy Sports DD, * hust
Viel Spaß beim Lesen!

Shy Sports DD:
Hallo Kicki, danke das du Zeit für uns hast. Wie kamst du auf die wahnwitzige Idee auf Spox einem Blog zu schreiben, wohl wissend das da eine Meute hungriger Wölfe auf eine Mahlzeit wartet?
Kicki:
Ja warum mach ich das, keine Ahnung. Macht schon Spaß mit einigen zu diskutieren. Aber ehrlich, ich neige auch dazu ab und an so ein klein wenig auf Lehrer zu machen, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern eher Richtungsweisend. Wenn einer einen anderen Weg einschlägt ist das total Ok für mich.
Shy Sports DD:
Dein Thema ist Retorten/Traditionsvereine was ist in ein paar Jahren. Wie kommst du auf dieses Thema und warum glaubst du hast du eine Antwort?
Kicki:
Erstmal möchte ich dazu sagen, dass ich die Bezeichnung Retortenvereine gar nicht mag. In erster Instanz sehe ich Unternehmen, welche im Sport aktiv sind. Der Unterschied ist die Dauer im Profi Geschäft.
Die Konkurrenz zwischen den Traditionellen und Modernen Vereinen ist auf Spox ein immer wiederkehrendes Thema in den Fan Lagern. Oftmals recht respektlos. Fans der Modernen werden als schlechtere Fans bezeichnet. Die Wortwahl hierzu ist recht kreativ, jedoch meist abwertend.
Ich bin kein Hellseher, noch weiß ich mehr als die anderen Fußballfans hier auf Spox. Ich hatte das große Glück lange für ein Software Unternehmen zu arbeiten, in welchem wir 1998 eine Workgroup bildeten, wo es darum ging, den Markt für Unterhaltungssoftware zu gestalten und in seiner Entwicklung so zu beeinflussen, dass mein Arbeitgeber eine starke Position einnimmt.
Eine dieser Visionen war zb. die Games Convention in Leipzig, die spätere Gamescom in Köln. Auch der Umzug nach Köln war im Vorfeld bereits geplant. In dieser Workgroup wurde emotionslos, analytisch und in "Geht nicht gibts nicht" gedacht. Diese Form der Visionärsarbeit hat meine Denkansätze auf vieles verändert.
Shy Sports DD:
Du bist Fan des FC Bayern. Es ist naheliegend das du durch die wirtschaftlichen Möglichkeiten deines Vereins in deiner Denkweise beeinflusst bist.
Kicki:
Ich würde es auch vorziehen nicht über den FCB zu reden, weil der Verein zu stark polarisiert. Jedoch behaupte ich, dass der, der voran geht um Hindernisse aus dem Weg zu räumen, sich öfter eine blutige Nase holt. Es gibt ja immer Verlierer bei Veränderungen. Das die nicht kampflos das Feld Räumen ist doch logisch. Mein Ansatz liegt auch in der Definition: Wann ist ein Verein erfolgreich. Das nur auf das sportliche zu reduzieren ist mir zu einfach. Bewusst Fan des FC Bayern bin ich seit 1974.
Shy Sports DD:
Kann denn ein Verein, der keine Titel holt erfolgreich sein ?
Kicki:
Natürlich kann er das, wenn die gesteckten Ziele erreicht werden. Der sportliche Ehrgeiz, gewinnen zu wollen und das auch dem Umfeld mit zu teilen gehört für mich aber genauso dazu. Wir brauchen in einer ausgewogenen Liga weder Mitläufer noch Pacemaker. Desto mehr das Ziel verinnerlichen Gewinnen zu wollen, desto attraktiver wird die Liga.
Gerne würde ich hier einen Vergleich mit Real Madrid und dem FC Barcelona machen. Zwei unterschiedliche Finanz -Modelle. Zum einen Barcelona, welcher über eine viel zahl sportlicher Erfolge Kapital für Top Spieler erwirtschaftet, dann Real Madrid, das bewusst seit Jahren Top Stars verpflichtet und den damit verbundenen Glamour für sich nutzt, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Im Umsatz ist Real Madrid größer als Barcelona. Sportlich ist Real Madrid immer in der Lage immer um die großen Titel mit zu spielen. Real ist in seiner Strategie Vorreiter. Den Flair, welchen Real umgibt, ist unangefochten das Maß der dinge, auch wenn das nun vielleicht den einen oder Fan aufschreien lässt. Aber mal ehrlich, man muss das doch neidlos anerkennen. Real betreibt seit den 80 ern ein Business Modell, welches nun im Ansatz immer häufiger von anderen Vereinen adaptiert wird, wenn auch in kleinerem maße. Stars stehen im Vordergrund. Die Bekanntheit dieser wird genutzt um die Marke zu stärken.
Shy Sports DD:
Sportlich ist Real aber zur Zeit die Nr 3 in Spanien, also läuft da etwas doch nicht wie es sollte.
Kicki:
Real produziert mehr Klicks als jeder andere Verein auf dieser Welt. Das bedeutet dann doch, das das Thema Real die Massen beschäftigt. Selbst das nicht mögen dieses Vereins sorgt für Aufmerksamkeit. Nun mag ich mal folgende These in den Raum werfen: Wenn im Profisport eine erfolgreiche Mannschaft weniger Aufmerksamkeit genießt, als eine weniger erfolgreiche und das schon seit Jahren. Wer macht dann mehr richtig? Real hat das Entertainment frühzeitig für sich entdeckt und erstklassig umgesetzt.
Shy Sports DD:
Du sagst, wenn ich nicht gewinnen kann dann bitte viel Show?
Kicki:
Hier ist der Punkt wo sich die Gemüter scheiden. Ja, Schalke Stuttgart, Berlin Frankfurt, tun zu wenig oder besser gesagt sind mit zu wenig zufrieden. Zum einen sind das riesen Standorte, große Fan Gemeinden, jedoch erkenne ich nicht den Fortschritt. Temporär ist mal einer oben um dann wieder zu fallen. Wo ist aber die Kontinuität, das Positionieren in einer erfolgversprechenden Position um dann bei einer sich ergebenen Chance zuschlagen zu können ? Kaiserslautern, Bremen, was haben die aus sich gemacht, was hatten die für Möglichkeiten. Falschentscheidungen in der Vergangenheit, getroffen von unqualifizierten Personen, die ihrem Bauch vertraut haben, gaben den Neureichen doch erst die Möglichkeit in den Markt einzudringen. Sie konnten nicht gegenhalten. Nun die schuld bei anderen zu suchen ist doch ein Witz. Das einige Vereine nun Nachwuchs Lieferanten für die "Großen" sind, ist selbstverschuldet. Das der gemeine Fan so denkt, liegt doch auch daran, dass hier Hilflosigkeit vorgelebt wird. Ein Dietmar Hopp in Hoffenheim und ein RB Leipzig haben ein Konzept. Die Fans mancher Traditionsvereine sollten sauer auf ihren Verein sein, dass sie es soweit haben kommen lassen. In den Amateurligen ab Verbandsliga ist es doch auch oftmals so, dass Vereine von einen wohlwollenden Geldgeber profitieren, grade im Ländlichen Bereich. Ohne diese wäre es unmöglich gegen Vereine aus Ballungszentren zu bestehen, weil die Kosten einfach höher sind. Warum also ist das im Profi Sport so geächtet? Das ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht.
Shy Sports DD:
Inwiefern?
Kicki:
Wenn der Fußball ein ähnliches Wachstum vorweisen kann wie in den vergangen Jahren, dann knackt der FCB bald die 600 Mio und Darmstadt steigert sich auf 17 Mio. Das Wachstum kann auch nur durch Verdrängung stattfinden. Marken werden kreiert, teils künstlich, teils werden Ressourcen ausgeschöpft. Der Erfolgsfan wird für eine zunehmend wichtige Rolle für die Vereine spielen, da Gewinne über diese generiert wird. Borussia Dortmund ist in einer beneidenswert guten Position, für einen Großinvestor recht günstig zu haben. Ein Dortmund mit einem Öl Multi im Rücken, dass würde für Furore sorgen.
Shy Sports DD:
Thema Investor, warum glaubst du denn das ein Investor in Hamburg, Stuttgart Berlin oder sonst wo einsteigen will?
Kicki:
Weil in Zukunft mit Fußball sehr viel Geld zu verdienen ist. Da ist ein Markt von über 3 Mrd Zuschauern, welcher noch nicht im Ansatz erreicht wurde. Chinesen bieten irgendwelchen Alt Stars Mittlerweile Gehälter, welche hier nicht gezahlt werden können. In Zahlen kann das bedeuten, das ein Verein der Heute 200 Mio Umsatz macht, Morgen schon 600 machen kann. Die Sicherung der Rechte, das Marketing Potential für Asien, Afrika, Südamerika und Nordamerika ist Riesig.
Will VW einen Werbespot in jedem Land der Erde drehen, muss da einiges berappt werden.
Ein Fernsehspot in Deutschland kostet das Unternehmen ca 200000 Euro pro Monat zuzüglich Drehkosten. Eine Anzeige auf der Bild Titelseite 50000 Euro, für einen Tag! Nun laufen in Brasilien Menschen mit VW Trikots durch die Gegend, die sie selber bezahlen, geile Nummer.
Adidas macht ca 15 Mrd Umsatz, davon 7 Mrd in Deutschland. Was interessiert die ein paar Mios, wenn sie dafür in Amerika landen können. Nun reden wir noch nicht einmal von den Investitionen zu denen Nike bereit ist/machen muss. Genau das ist der andere Part. Durch die Aktivität von Investoren, kommen andere in eine Situation, wo sie zum Handeln gezwungen werden. Sollte also der SV Waldhof Mannheim, zu Coca Cola Mannheim werden, ist das eine Chance für Karlsruhe, zu Pepsi SC zu werden. Das natürlich nur, wenn sie es wollen, falls nicht, darf man sich aber nicht beschweren!
Shy Sports DD:
Das ist doch ein guter Übergang zum Kernthema deines Blogs. Wer ist denn 2025 der Verlierer, wer ist der Gewinner?
Kicki:

Woher soll ich das denn Wissen (lacht),. Ich möchte doch keinem auf die Füße treten, nicht direkt zu mindestens. Aber wenn wir schon fahrt aufnehmen, dann behaupte ich mal, dass die, die auf Tradition setzen verlieren. Vereine die sich auf die 50+1 Regel versteifen, Vereine welche nicht bereit sind Frühzeit neue Wege der Vermarktung einzugehen. Verlieren werden Traditionsvereine in Ballungszentren. Die Verdrängung des stärkeren ist hier viel deutlicher zu spüren als in Regionen mit weniger Vereinsdichte.
Shy Sports DD:
Kannst du da ein Beispiel nennen?
Kicki:
Klar, nehmen wir Rot Weiß Essen, Oberhausen, Duisburg, Bochum.
In den 70ern fast unmöglich, dass du als Essener Schalke Fan warst. Das war ja Blasphemie.
Wenn nun aber nach Essen fährst siehst du jede Menge Blau weiße Aufkleber. In der Region sind Mit Dortmund und Schalke, zwei Fußball Mächte angesiedelt, die verdrängt haben und mittlerweile so stark sind, dass da nur geringe Chancen für die anderen bestehen nochmal hoch zu kommen. Die Talente gehen frühzeitig zum BVB oder zu Schalke, mit jedem Jahr auch mehr Fans. Der elterliche Einfluss wird auch weniger , weil die Kiddies durch Facebook und Boulevard ganz anders geprägt werden. Regional ist nicht mehr so wichtig. Menschen sind gerne auf der Gewinner Seite, ergo finden sie auch einen weg sich das zu holen was sie brauchen. Heldenvergötterung sorgt bei vielen Fans für die Vereinswahl, weil wir über die Medien Beziehungen zu Leuten aufbauen, die uns gar nicht kennen.
Shy Sports DD:
Hört sich an als würden Stars die kleinen Vereine kaputt machen?
Kicki:
Sie beleben den Sport und beschleunigen seine Entwicklung, sorgen dafür das das Mediale Interesse wächst. In den 80 ern hatte noch jeder Verein seine Galionsfiguren, dass Gesicht des Vereins. Treue Kämpfer. Sie wurden im laufe der Jahre zu Vereinsikonen, jedoch werden sie immer weniger. Vereinstreue und Profifußball ist nicht immer unter einen Hut zu bringen. Der Markt hat sich verändert. Ein Kevin Großkreutz hatte alles um als Borusse ins Rentenalter zu gehen. Aber der Verein war nicht mehr interessiert. Warum?
Wäre das in den 80 ern passiert ? Das eigentliche Problem ist das Stückchen für Stückchen die Spieler wichtiger als der Verein werden, dass man durch Spielerkäufe Fans kaufen kann. Zumindest bei den Top Stars. Der mediale Druck ist enorm, grade in einer Zeit wo man Ausreden und Schuldige braucht. Stars garantieren keinen Erfolg, aber helfen immens weil sie Hoffnungen wecken. Nur ist der Zeitraum in welchem Sternchen bei ihrem Verein spielen immer kürzer. Indirekt ist das richtig, durch den Verkauf von Stars wird dem Käufer ein kleines Stück des Vereins mit veräussert. Betroffen ist nicht der Fan der seit 20 Jahren in der Südkurve steht, sondern Dortmunder junge oder das Mädel, was weiterhin dem Mario auf Facebook folgt und nun ab und an Bayern schaut
Shy Sports DD:
Was machen denn die Modernen Vereine besser als viele Traditionsvereine?
Kicki:
Besser machen ist vielleicht falsch ausgedrückt. In erster Instanz reden wir von vorhandenem Kapital und die damit verbundenen Handlungsmöglichkeiten in viele Richtungen. Dadurch das die Vereine neu strukturiert wurden, werden auch keine Altlasten mitgeschleppt. Hiermit meine ich nicht nur Personal, sondern viel mehr, dass historische Mechanismen, welche funktioniert haben, bei ihnen nicht gesetzt sind. Auch glaube ich das Vetternwirtschaft weniger geduldet ist
Hamburg, Stuttgart, Bremen, Frankfurt, man kann die Nervosität oftmals spüren, wie man Händeringend zum Fußballgott betend nach Lösungen sucht. Hier geht es aber mehr ums überleben als um das zu Leben was man sein will.
Shy Sports DD:
Mit deinen Worten: Wer es nicht schafft einen Mäzen oder Investor zu finden ist raus?
Kicki:
Kurzform ja. In den Amateurligen ist es doch so, dass Vereine nicht aufsteigen können/wollen, weil sie sich dass Geld für die Liga nicht leisten können. Diese Entwicklung konnte ich bereits in der Mittelrhein Liga beobachten. In Jugendmannschaften ist der Aufstieg in die Bezirksliga oftmals ein echtes Problem.
Darmstadt 98 hat im Jahr 2015 einen Jahresumsatz von 13,5 Mio gemacht, bei einem plus von 4000 Euro. Es ist eine enorme Leistung der Darmstädter, keine Frage. Jedoch möchte ich genau hier ansetzen:
Was bringt es ? Hilft Darmstadt, das Produkt Bundesliga interessanter zu machen? Darmstadt wird wieder absteigen, wenn nicht dieses Jahr, dann im nächsten. Darmstadt sorgt nicht für ein Wachstum in der Bulli, sondern im schlimmsten Fall für ein Minus, je nachdem wer für sie platz gemacht hat. Der Zuwachs wird getragen von den Ikonen der Liga. Darmstadt gehört in den Amateur/Zweitligafußball. Das entspricht ihrer Wirtschafts stärke. Schuster bleib bei deinen Leisten!
Shy Sports DD:
Da werden nun aber einige empört aufschreien, nicht nur aus Darmstadt
Kicki:
Ich erwähnte zu beginn, dass es eine rein pragmatische Sicht ist, bewusst ohne Emotionen. Der Fußball hat sich aber in 50 Jahren Bundesliga verändert. Aus dem Samstags Stadion besuch des Mannes, ist der Fußball Event der Familie geworden. Es geht um Entertainment und Pop Stars
Die Rivalität ist mittlerweile überregional, die Messlatte nicht mehr nur National sondern International. Die Premier Leauge, die Primera Division rekrutieren Fans in Deutschland und umgekehrt. Zum einem über die Liga stärke, zum anderen über Stars. Es gibt leider zur Zeit wenige Vereine die bereit sind das Risiko zu gehen, den Internationalen Maßstab anzusetzen.
Aber was soll denn in der Bundesliga passieren. Sollen nur noch Bayern und Dortmund als Meister in frage kommen ? Die Kader werden breiter und teurer. Wieso ist Opel nicht in der Formel Eins ? Die Formel Eins ist ein teurer Spass und das ist auch die Bundesliga. Es macht keinen Sinn für Opel!
Sollen die Fans die Bayern und Dortmund nicht mögen darauf angewiesen sein Real Manu oder Paris die Daumen zu drücken ? Wenn es der deutsche Anspruch ist, Alica Keys zu hören, können wir nicht Florian Silbereisen verpflichten und dann abwarten ob er es vielleicht auch schafft. Die Idee ist, wie komme ich an Alica Keys!
Die Kluft ist zu groß geworden, sportlich bedeutet es das es oftmals unansehnlich ist wenn x gegen y spielt. Im schlimmsten Fall wird das Ergebnis Desinteresse sein.
Shy Sports DD:
Man kann aber den Sport nicht nur nach wirtschaftlichen Maßstäben betrachten. Er ist viel mehr. Leidenschaft, Emotionen, Identifikation!
Kicki:
Gibt es in Wolfsburg, Hoffenheim, Leverkusen und Leipzig denn keine Emotionen ? Vielmehr ist es für mich so, dass die zuletzt genannten Vereine schon Heute eine Fankultur zeigen, wie sie Morgen schon bei viel mehr Vereinen zu sehen sein wird. Die Familienveranstaltung Fußballstadion als Event. Leider in der Betrachtung vieler anderer die schlechteren Fans, was aus Vereinssicht sicherlich nicht zutrifft. Mehr Umsatz, weniger Probleme, etwas nachsichtiger. Der Stimmungsjoker, der gerne gezogen wird, ist wie ich finde überschätzt. Die gebotene Unterhaltung hat mehr Einfluss auf die Stimmung. In der zukünftigen Entwicklung reden wir von 50000 im Stadion und 10 Mio vor dem Fernseher, vielleicht wird es ja wie in Comedy Serien dafür eine technische Lösung geben
Shy Sports DD:
Was wird denn nun 2025 sein, oder wer wird nicht mehr sein?
Kicki:
Leg mich bitte nicht auf 2025 fest. Das ist für mich nur als Synonym für die Zukunft gewählt worden. Festlegen möchte ich mich allerdings damit, dass in jedem Bundesligaverein ein Großinvestor fest verankert ist. Dieser Investor wird auch die Grundlage für die Bundesliga Tauglichkeit sein, da auch die Kosten für Spieler Betreuung und auch Vermarktung explodieren werden
Bayern, Dortmund, Leipzig, Hamburg, Schalke, Wolfsburg, Leverkusen, sind gesetzt, gefolgt von Gladbach, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Hertha.
Bei den vier letzten allerdings die Frage, was vor dem Stadt Namen kommt, Borussia, 1FC, VFB, Eintracht oder aber vielleicht Santaner, Saturn, Mercedes, Dresdner. Mal sehen was aus Nürnberg wird, Dresden, oder einem zweiter Berliner Verein der den Osten repräsentiert
Der Verein als Marke wird im Vordergrund stehen, die Spieler werden als Werbeträger fungieren, dienen den Vereinen als Einkommensquellen. Die Gehaltsexplosion kann durch Selbstvermarktung der Spieler, sowie Werbeverträgen mit den Investoren der Vereine Aufgefangen werden. Aufgrund der hohen Zuwächse im Asiatischen Raum, werden wir auch einiges an Indern/Asiaten in der Bulli sehen. Excel wird bei in den Vereinen an Bedeutung gewinnen, Bauchgefühl der große Verlierer.
Der Video Beweis wird eingeführt, alleine schon wegen der Werbeunterbrechungen. 50+1 wird als nicht mehr Zeitnah abgeschafft.

Vielen dank für eure Aufmerksamkeit

KOMMENTARE
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Pinguhuhn
26.01.2016 | 13:54 Uhr
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Pinguhuhn : 
26.01.2016 | 13:54 Uhr
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Pinguhuhn : 
"Hallo, vielen dank für die Einladung. Ja warum mach ich das, keine Ahnung"

ab da war es komsich, du solltest schon wissen warum du das machts

"Ich würde es auch vorziehen nicht über den FCB zu reden, weil der Verein zu stark polarisiert."

ab da wollte ich eigentlich aufhören. du redest also nciht gerne über dinge die polarisieren, sondern nur über die dinge in denen es eine eindeutige meinung gibt?

"Darmstadt gehört in den Amateur/Zweitligafußball. Das entspricht ihrer Wirtschafts stärke. Schuster bleib bei deinen Leisten!"

dort hatte ich dann erbrochenes im mund. Das braucht man nichtmal ernsthaft zu erwidern so seltsam ist diese aussage.

liebgemeinte 4 punkte, und ich hab sogar zu ende gelesen
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Kicki4everFCB
26.01.2016 | 13:58 Uhr
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26.01.2016 | 13:58 Uhr
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Danke für die Kritik Pinguhuhn,
ich rede gerne über polarisierende dinge, jedoch ist mir auch bewusst, das sie ablenkend wirken
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davedaman
26.01.2016 | 14:15 Uhr
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davedaman : 
26.01.2016 | 14:15 Uhr
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davedaman : 
In meinen Augen ein gut gelungener Blog...und mal was anderes, was die 'Interview-Form' angeht...In vielen Punkten sprichst du mir aus der Seele, ich denke dieses Thema sollte (gerne emotionslos) mehr Gewicht unserer aktuellen Situation haben. Leider muss man dafür die Vereinsbrille abnhemen aber auf jeden Fall danke für einen mutigen Blick in die Zukunft!

Einziger wirklicher Kritikpunkt: dein Ava ist jetzt nicht sooooo pralle
0
Kicki4everFCB
26.01.2016 | 14:48 Uhr
0
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26.01.2016 | 14:48 Uhr
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Danke Dave,
es ist in der Tat schwierig ohne Emotionen den eigenen Verein als "Sache", die Liga als Produkt anzusehen.
Kann das auch verstehen das das nicht jeder kann oder will
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ausLE
26.01.2016 | 16:54 Uhr
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ausLE : 
26.01.2016 | 16:54 Uhr
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ausLE : 
Also ich hätte mich schon gefreut, wenn Du die Bayern mit untergebracht hättest.

Ansonsten netter Ansatz, daß Ganze mal nüchtern zu betrachten. Der eine oder andere Punkt wird wohl 2025 zu treffen.

Die Quizfrage ist 2025: Da ist Rasenballsport Leipzig 16 Jahre alt, quasi fast volljährig. Für die jungen Leute dann ein Retortenclub mit Tradition???

1
Rumo
26.01.2016 | 17:42 Uhr
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Rumo : 
26.01.2016 | 17:42 Uhr
0
Rumo : 
Ich habe den Blog auch komplett gelesen - an dieser Stelle ein kurzes freundlich gemeintes Hallo an ausLe - verstehe den Ansatz, denke allerdings, daß die Kernaussage etwas zu kurz gegriffen ist.

Die Kernaussage geht aus meiner Sicht dahingehend, daß es eine Entwicklung in eine bestimmte Richtung gibt, du diese Entwicklung aufzeigst und dann feststellst, daß sich Vereine, die sich dieser Entwicklung widersetzen, von der Entwicklung und der dadurch bedingten Veränderung verdrängen lassen werden. So weit, so richtig. Genau das ist meine große Angst

ABER

wer sagt denn, dass sich diese Entwicklung ncht aufhalten lässt, wer sagt, dass ich diese Entwicklung mitmachen muss nach dem Motto "friss oder stirb?" Keiner sagt das, ich bin kein Schlachtlamm, das sich zur Schlachtbank führen lässt, nur weil Konzerne und Investoren einen Riesenmarkt wittern.

Solange es genug Funktionäre, Vereine und Menschen gibt, denen diese deinerseits geschiderte Entwicklung "stinkt", wir mit dem Finger draufzeigen und gerade verhindern, dass das Ergebnis einer solchen Entwicklung der neue status quo wird, ist noch nichts verloren.

Dein nüchternes Zukunftsszenario ist meine Horrovorstellung und wo ich nur kann, werde ich versuchen, die Leute darauf aufmerksam zu machen. Geschäft und Kapital ist nicht alles. Ein guter Kicker kickt auch für 1 Mio wenn der nächste gute Kicker nicht 2 kriegt.
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Kicki4everFCB
26.01.2016 | 17:55 Uhr
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26.01.2016 | 17:55 Uhr
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Hallo Rumo, wohl war was du schreibst. Das "aber"was ich erwähnen möchte ist in der Natur des Unternehmenswachstums zu finden.
Sollen Dortmund und Bayern nun mit angezogener Handbremse spielen um den Liga Alltag für die anderen schöner zu gestallten ?
Oder aber lieber die Europäischen Wettbewerbe abhacken ?
Die Entscheidung ist doch längst getroffen. In Frankreich steigt der nächste Multi ein. Das wäre dann Nummer drei. Der springende Punkt ist, dass ein Produkt den weg zum Konsumenten findet. Im Klartext bedeutet das doch, dass
der einzige weg sich vor dieser Entwicklung zu schützen, eine Kapital Unabhängigkeit ist. Der Maßstab allerdings, wird immer der Internationale Erfolg sein
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Rumo
26.01.2016 | 17:59 Uhr
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Rumo : 
26.01.2016 | 17:59 Uhr
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Rumo : 
und genau über die Punkte will ich diskutieren und sage, nein, nein und nochmals nein.

Der Konsument hat die Macht, nicht das produkt oder der Produzent, der Konsument muss sich seiner Macht nur bewusst werden und frei entscheiden, was er möchte. Es gibt Menschen, bei denen habe ich das Gefühl, die wissen, für welches Zukunftsszenario sie sich entscheiden, wenn sie zu RBL gehen. Die genießen die Vorzüge und nehmen die von dir geschilderte Veränderung bewusst in Kauf. Das kann ich akzeptieren, auch wenn ich es nie machen würde. Ich finde die Menschen schlimm, die gar nicht merken, dass sie zu einem Konsument eines Produktes werden, bei denen das Produkt bestimmt, wo es lang geht.

Warum muss der Maßstab der internationale Erfolg sein? Warum kann nicht eine Insellösung - wir halten 50 + 1, fördern FFP und führen weitere Regulierungen des Kapitalzuflusses ein - der langfristige Weg in eine andere Zukunftsvision von mitgliederbestimmten und breitensport anbietenden Fussballvereinen mit einer sozialen Verantwortung sein ?

p.s

Dortmund und bayern müssen nicht mit angezogener Handbremse spielen, sie können einfach so weiter machen, wie bisher. Soweit ich weiß, sind die Kapitalgesellschaften der Profiabteilungen bei beiden Vereinen noch in der mehrheitlichen Hand des Mitgliedervereins.

Was ist so schlimm daran, etwas gutes zu erhalten?
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Kicki4everFCB
26.01.2016 | 18:09 Uhr
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26.01.2016 | 18:09 Uhr
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Weil ein unternehmen im Wachstum nicht gebremst werden kann Rumo.
Sollte sich der FCB, mit Adidas und Audi das Geschäft entgehen lassen ? Zu welchem Zweck ?
In der kommenden Generation den kurzen die Handys zu verbieten macht auch keinen Sinn und wird nicht funktionieren, obwohl es zu ihrem eigenen Wohlbefinden ist.
In einem Börsen orientierten Unternehmen ist sowas aus meiner Sicht gar grob Fahrlässig, da man den Anteilhabern verpflichtet ist.
Ich verstehe deinen Ansatz, was ich jedoch nicht verstehe ist: Was ist daran so ein Horror. Ich will doch guten Fußball schauen. Wird der Fußball dadurch schlechter, oder habe ich in meiner Generation Angst vor dieser Veränderung
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Rumo
26.01.2016 | 18:19 Uhr
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Rumo : 
26.01.2016 | 18:19 Uhr
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Rumo : 
Die Qualität des fussballs wird nicht schlechter aber auch nicht zwingend besser. Es wird lediglich mehr Geld in den Kreislauf gepumpt. Aufgrund der höheren Zahlungen fallen keine neuen Messis von den Bäumen. Dazu kommt, dass es doch gar nicht nur um die qualitaet des Spiels geht. Es verändert sich durch die Entwicklung einfach alles, insbesondere die leitungsmacht und die im Vordergrund stehenden interessen. Es geht in deinem zukunftsbild um konzerninteressen und konsumemtenbefriedigung. Im heutigen fussball sind noch einige andere Interessen wichtig. Vereine bieten diverse Sportarten an und übernehmen soziale Aufgaben. Es werden einfach noch mitgliederinteressen beruecksichtigt. Das wuerde alles wegfallen
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