04.03.2011 um 21:20 Uhr
Papiss Demba Cisse
...die Lebensversicherung des SC Freiburg?
Teil 1
Der SC Freiburg spielt eine herausragende Saison 2010/2011! Sucht man nach Gründen für den sportlichen Erfolg, so muss vor allem der Teamgeist an aller erster Stelle erwähnt werden. Freiburg steht hier Mannschaften wie den Borussen aus Dortmund, den Mainzern oder auch den Hannoveranern in nichts nach.
Nichts desto trotz hat auch der SC seinen Gegenpart zu Mario Götze (BVB), Lewis Holtby (Mainz 05) oder Ya Konan (Hannover 96.)!
Im MIttelpunkt des (Medien/Fan)interesses steht vor allem ein Mann: Papiss Demba Cisse der aktuell nach 24 Spieltagen mit 16 Toren an zweiter Stelle der Torjägerliste der ersten Liga steht.
Geboren am 3.6.1985, in Dakar (SEN), wurde der 1,83m große Stürmer im Winter 09/10 vom französichen Zweitligisten FC Metz verpflichtet. Diese Verpflichtung war auf Grund mehrerer Faktoren eine bemerkenswerte:
Für den senegalesischen Stürmer wurden 1,6 Millionen Euro an den französischen Zweitligisten überwiesen. Nun mag dieser Betrag in Zeiten der aberwitzigen Ablösesummen für Spieler wie Christiano Ronaldo, oder zuletzt Fernando Torres, nicht allzu hoch erscheinen; selbst innerhalb der Bundesliga sind 1,6 mio wohl eher unter der Rubrik "peanuts" abzuheften, wechselte doch ein Mario Gomez beispielsweise für ca 35 mios vom VFB Stuttgart zu den Bayern aus München.
Hohe Ablösesumme und anfängliche Skepsis
Doch schaut man sich die Transfersummen des südbadischen Vereins genauer an, so stellt man schnell fest, dass 1,6 Millionen die mit Abstand höchste Summe ist, weche je für einen Spieler gezahlt wurde. Und das dann auch noch für einen unbekannten, zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 24-Jährigen, aus der zweiten französischen Liga.
Zwar waren seine Leisuntgsdaten relativ ansehnlich: So konnte der junge Mittelstürmer immerhin eine Quote von 39 Toren in 100 Sielen in der ligue 2 (verteilt über 3,5 Jahre) vorweisen.
In der Saison 06/07 erzielte er in 32 Spielen immerhin 12 Tore; Saison 07/08: 15 Spiele und 4 Tore; Saison 08/09 37 Sp. und 15 Tore; Hinrunde 09/10 16 Sp. und 8 Tore
Dennoch, als die Höhe der Ablösesumme bekannt wurde musste der ein oder andere im Umfeld des Sportclubs schon einmal kräftig schlucken. Es gab nicht wenige Stimmen, die diesem Transfer eher skeptisch gegenüber standen.
Eine weiterer eher ungewöhnlicher Fakt bei dieser Verpflichtung war der Zeitpunkt: Sind solche Summen schon ziemlich ungewohnt für die Badener, so ließ auch der Zeitpunkt aufhorchen: in der Winterpause?! Dabei betont der Cheftrainer Dutt doch immer wieder, dass Neuzugänge, vor allem aber Stürmer, in seinem System minimum ein halbes Jahr Eingewöhnungszeit bräuchten. War die Verpflichtung Cisses also ein Vorgriff für die kommende Saison? War es dann wiederum nicht besonders riskant solch eine enorme Summe auf den Tisch zu legen? Immerhin steckte man ja noch mittem im Abstiegskampf, und konnte somit keineswegs sicher, dass man auch in der kommenden Saison in Liga 1 spielen würde...
Alles in allem also eine Verpflichtung, welcher der Sportclubfan mit einer gewissen Portion Skepsis gegenüber stand.
Cisse beim SC FREIBURG
Doch bei näherer Betrachtung des Spielers wurde dem eingefleischten Fan schnell klar das die Skepsis nicht angebracht war und dass die sportliche Leitung mit der Verpflichtung Papiss Demba Cisse`s einen sehr guten Griff getan hatte.
Cisse machte allgemein einen ordentlichen (und sehr freundlichen) Eindruck und deutete bereits in der vergangenen Rückrunde an, dass er eine Verstärkung werden könnte. Zwar stand er noch im Schatten von Mo Idrissou, welcher maßgeblich daran beteiligt war, dass der SC am 33.Spieltag in Köln den Klassenerhalt sichern konnte.
Doch Cisse bestritt mit einer Ausnahme (28.Spieltag; 1:1 in Hoffenheim) alle Spiele in der Rückrunde und steuerte in den 16 Spielen immerhin 6 Tore zum Nichtabstieg bei.
Den schwärzesten Tag in seiner SC-Karriere erlebte Papiss Cisse sicherlich am 25ten Spieltag als er im Heimspiel gegen ein stark angeschlagenes Hannover eine äußerst tragische Figur abgab. So erzielte er zwar einen Treffer, fälschte jedoch 2mal auch einen Torschuss der 96er entscheidend ins eigene Tor ab. Um das Grauen komplett zu machen, brachte er noch das Kunsstück fertig auf der anderen Seite 2mal "grandios" vor dem Tor der 96er zu versagen - es "gelang" ihm 2mal völlig freistehen den Ball nicht im leeren Tor unterzubringen.
Alles in allem also ein Spiel zum vergessen für den senegalesischen Neuzugang.
Im Nachhinein kann man dieses Spiel aber getrost als einmaligen Ausrutscher abtun; man kann sogar soweit gehen und anhand des Umgangs mit diesen Erlebnissen eine der vielleicht größten Stärken von Papiss Demba Cisse herausstellen:
Cisse ist ein Spieler, welcher eine extreme mentale Stärke besitzt! Selten sieht man ihn auf (oder neben) dem Platz hadern. Fehlschüsse, sind sie auch noch so ärgerlich, steckt er weg und gibt sofort wieder Vollgas. Er arbeitet unermüdlich, lauert immer wieder auf seine Chance und ist auch in der letzten Minute noch hellwach. So geschehen in dieser Saison beim Auswärtssieg in Hoffenheim, als er in der aller letzten Sekunde des Spiels die Verwirrung in der Hintermannschaft der TSG ausnutzte und eiskalt zum 1:0 Siegtreffer einnetzte. Auch das 2:2 auf St.Pauli zum Start in die Rückrunde kann hier als Beweis für seine Mentale Stärke dienen: Vergab er doch zu Beginn des Spiels den (unberechtigten) Elfmeter zur Führung, nur um dann 2 mal einen Rückstand zu egalisieren.
Dazu ist Cisse extrem Trainingsfleißig. Den besten Beweis hierfür lieferte er selbst, als er am 20.Spieltag völlig überraschen für Medien, Fans und Gegner beim Spiel in Stuttgart in der Startaufstellung stand - nur 11 Tage nach einem Muskelfaserriss (Aduktoren), welchen er sich im Training zuggezogen hatte. Daraufhin meinte Robin Dutt sinngemäß: "Der Junge ist verrückt, den muss man fast vom Trainigsplatz runterprügeln; sein Ehrgeiz und sein Trainigsfleiß sind beeindruckend - man muss ihn teilweise fast vor sich selbst beschützen, damit er nicht zuviel macht."
zu Teil 2
Teil 1
Der SC Freiburg spielt eine herausragende Saison 2010/2011! Sucht man nach Gründen für den sportlichen Erfolg, so muss vor allem der Teamgeist an aller erster Stelle erwähnt werden. Freiburg steht hier Mannschaften wie den Borussen aus Dortmund, den Mainzern oder auch den Hannoveranern in nichts nach.
Nichts desto trotz hat auch der SC seinen Gegenpart zu Mario Götze (BVB), Lewis Holtby (Mainz 05) oder Ya Konan (Hannover 96.)!
Im MIttelpunkt des (Medien/Fan)interesses steht vor allem ein Mann: Papiss Demba Cisse der aktuell nach 24 Spieltagen mit 16 Toren an zweiter Stelle der Torjägerliste der ersten Liga steht.
Geboren am 3.6.1985, in Dakar (SEN), wurde der 1,83m große Stürmer im Winter 09/10 vom französichen Zweitligisten FC Metz verpflichtet. Diese Verpflichtung war auf Grund mehrerer Faktoren eine bemerkenswerte:
Für den senegalesischen Stürmer wurden 1,6 Millionen Euro an den französischen Zweitligisten überwiesen. Nun mag dieser Betrag in Zeiten der aberwitzigen Ablösesummen für Spieler wie Christiano Ronaldo, oder zuletzt Fernando Torres, nicht allzu hoch erscheinen; selbst innerhalb der Bundesliga sind 1,6 mio wohl eher unter der Rubrik "peanuts" abzuheften, wechselte doch ein Mario Gomez beispielsweise für ca 35 mios vom VFB Stuttgart zu den Bayern aus München.
Hohe Ablösesumme und anfängliche Skepsis
Doch schaut man sich die Transfersummen des südbadischen Vereins genauer an, so stellt man schnell fest, dass 1,6 Millionen die mit Abstand höchste Summe ist, weche je für einen Spieler gezahlt wurde. Und das dann auch noch für einen unbekannten, zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 24-Jährigen, aus der zweiten französischen Liga.
Zwar waren seine Leisuntgsdaten relativ ansehnlich: So konnte der junge Mittelstürmer immerhin eine Quote von 39 Toren in 100 Sielen in der ligue 2 (verteilt über 3,5 Jahre) vorweisen.
In der Saison 06/07 erzielte er in 32 Spielen immerhin 12 Tore; Saison 07/08: 15 Spiele und 4 Tore; Saison 08/09 37 Sp. und 15 Tore; Hinrunde 09/10 16 Sp. und 8 Tore
Dennoch, als die Höhe der Ablösesumme bekannt wurde musste der ein oder andere im Umfeld des Sportclubs schon einmal kräftig schlucken. Es gab nicht wenige Stimmen, die diesem Transfer eher skeptisch gegenüber standen.
Eine weiterer eher ungewöhnlicher Fakt bei dieser Verpflichtung war der Zeitpunkt: Sind solche Summen schon ziemlich ungewohnt für die Badener, so ließ auch der Zeitpunkt aufhorchen: in der Winterpause?! Dabei betont der Cheftrainer Dutt doch immer wieder, dass Neuzugänge, vor allem aber Stürmer, in seinem System minimum ein halbes Jahr Eingewöhnungszeit bräuchten. War die Verpflichtung Cisses also ein Vorgriff für die kommende Saison? War es dann wiederum nicht besonders riskant solch eine enorme Summe auf den Tisch zu legen? Immerhin steckte man ja noch mittem im Abstiegskampf, und konnte somit keineswegs sicher, dass man auch in der kommenden Saison in Liga 1 spielen würde...
Alles in allem also eine Verpflichtung, welcher der Sportclubfan mit einer gewissen Portion Skepsis gegenüber stand.
Cisse beim SC FREIBURG
Doch bei näherer Betrachtung des Spielers wurde dem eingefleischten Fan schnell klar das die Skepsis nicht angebracht war und dass die sportliche Leitung mit der Verpflichtung Papiss Demba Cisse`s einen sehr guten Griff getan hatte.
Cisse machte allgemein einen ordentlichen (und sehr freundlichen) Eindruck und deutete bereits in der vergangenen Rückrunde an, dass er eine Verstärkung werden könnte. Zwar stand er noch im Schatten von Mo Idrissou, welcher maßgeblich daran beteiligt war, dass der SC am 33.Spieltag in Köln den Klassenerhalt sichern konnte.
Doch Cisse bestritt mit einer Ausnahme (28.Spieltag; 1:1 in Hoffenheim) alle Spiele in der Rückrunde und steuerte in den 16 Spielen immerhin 6 Tore zum Nichtabstieg bei.
Den schwärzesten Tag in seiner SC-Karriere erlebte Papiss Cisse sicherlich am 25ten Spieltag als er im Heimspiel gegen ein stark angeschlagenes Hannover eine äußerst tragische Figur abgab. So erzielte er zwar einen Treffer, fälschte jedoch 2mal auch einen Torschuss der 96er entscheidend ins eigene Tor ab. Um das Grauen komplett zu machen, brachte er noch das Kunsstück fertig auf der anderen Seite 2mal "grandios" vor dem Tor der 96er zu versagen - es "gelang" ihm 2mal völlig freistehen den Ball nicht im leeren Tor unterzubringen.
Alles in allem also ein Spiel zum vergessen für den senegalesischen Neuzugang.
Im Nachhinein kann man dieses Spiel aber getrost als einmaligen Ausrutscher abtun; man kann sogar soweit gehen und anhand des Umgangs mit diesen Erlebnissen eine der vielleicht größten Stärken von Papiss Demba Cisse herausstellen:
Cisse ist ein Spieler, welcher eine extreme mentale Stärke besitzt! Selten sieht man ihn auf (oder neben) dem Platz hadern. Fehlschüsse, sind sie auch noch so ärgerlich, steckt er weg und gibt sofort wieder Vollgas. Er arbeitet unermüdlich, lauert immer wieder auf seine Chance und ist auch in der letzten Minute noch hellwach. So geschehen in dieser Saison beim Auswärtssieg in Hoffenheim, als er in der aller letzten Sekunde des Spiels die Verwirrung in der Hintermannschaft der TSG ausnutzte und eiskalt zum 1:0 Siegtreffer einnetzte. Auch das 2:2 auf St.Pauli zum Start in die Rückrunde kann hier als Beweis für seine Mentale Stärke dienen: Vergab er doch zu Beginn des Spiels den (unberechtigten) Elfmeter zur Führung, nur um dann 2 mal einen Rückstand zu egalisieren.
Dazu ist Cisse extrem Trainingsfleißig. Den besten Beweis hierfür lieferte er selbst, als er am 20.Spieltag völlig überraschen für Medien, Fans und Gegner beim Spiel in Stuttgart in der Startaufstellung stand - nur 11 Tage nach einem Muskelfaserriss (Aduktoren), welchen er sich im Training zuggezogen hatte. Daraufhin meinte Robin Dutt sinngemäß: "Der Junge ist verrückt, den muss man fast vom Trainigsplatz runterprügeln; sein Ehrgeiz und sein Trainigsfleiß sind beeindruckend - man muss ihn teilweise fast vor sich selbst beschützen, damit er nicht zuviel macht."
zu Teil 2
Aufrufe: 406 | Kommentare: 0 | Bewertungen: 2 | Erstellt:04.03.2011
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