08.07.2010 um 01:09 Uhr
Paella für alle...
0:1 gegen Spanien. Da werden Erinnerungen wach. Nicht nur das Ergebnis ist das selbe wie vor zwei Jahren im EM-Endspiel, sondern irgendwie wird man das Gefühl nicht los, auch der Spielverlauf hatte seine Parallelen. Die Spanier haben über die gesamte Spielzeit alles im Griff und das alles entscheidende Tor erscheint so gar nicht dem spanischen Kombinationsfluss zu entspringen. Damals spielte Torres den Ball an Lehmann und Lahm vorbei, wobei man das Gefühl hatte, irgendwie wäre dieses Tor vermeidbar gewesen. Diesmal wuchtet Puyol, mit gefühlten 20 Metern Anlauf, den Ball nach einer Ecke mit dem Kopf ins Tor und weit und breit steht kein Gegenspieler. Dennoch würde kein einziger, so genannter Experte, verlauten lassen, dass der Sieg der Spanier unverdient wäre. Ganz im Gegenteil. Die spanische Auswahl hat ihren Ruf als weltbestes Team untermauert und alle Kritiker Lügen gestraft, die ihr, nach den bisherigen Auftritten bei der WM, die frühere Klasse schon absprechen wollten.
Gleichzeitig hat sie für eine realistische Einschätzung der deutschen Fähigkeiten gesorgt. Man muss einfach zugeben, dass dieses junge deutsche Team nicht an die absolute Weltklasse, welche die Spanier verkörpern, heranreicht. Doch ist das so schlimm? Ich denke nicht. Wo waren Xavi, Iniesta oder Villa im Alter von Müller, Khedira oder Schweinsteiger? Absolute Weltklasse? Nein ! Im WM-Halbfinale? Nein! Für Schweinsteiger ist es schon das zweite WM-Halbfinale und dazwischen noch ein EM-Finale. Haben die Spanier mit einer Mannschaft, die im Schnitt ungefähr 23 Jahre alt ist und einem diese Epoche absolut prägenden Spielstil die Fußball-Welt beherrscht ? Nein ! Diese Mannschaft ist genauso wie ihre herausragenden Persönlichkeiten mit der Zeit gewachsen. Hinzu kommt ein Wort von dem Joachim Löw unlängst sagte, es sei in der heutigen Zeit nicht mehr entscheidend. Es geht um die Erfahrung. Sicher entscheiden im harten Kampf auf dem Platz zunächst andere Faktoren über den Ausgang einer Partie. Doch die Erfahrung sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Spieler wie Puyol, Xavi oder Iniesta haben solche Spiele schon häufig erlebt. Gerade diese Abgebrühtheit hat den deutschen Spielern sichtbar gefehlt. Doch woher soll sie auch kommen. Gegen Mannschaften wie England und Argentinien, die den Deutschen in die Karten spielten, lief alles wie von selbst. Auch, Jogi Löw sei Dank, weil Deutschland die überlegene Spielidee hatte. Betrachtet man es aus diesem Blickwinkel, stand Löw vor dem Spanien-Spiel aber vor einer Herkules-Aufgabe. Die Stimmen werden aufkommen, die zwar die Klasse der Spanier akzeptieren, sich aber auch fragen, wie Löw mit der ausgegebenen Marschroute das spanische Team erst an der Mittellinie anzugreifen, überhaupt ein Tor erzielen wollte. Ein wenig schien man zu hoffen, dass hinten der Kasten sauber gehalten werden könne und vorne irgendwie ein Ball über die Linie trudeln würde. Ähnlich wie es die Schweizer vorgemacht hatten, die mittlerweile schon längst im Urlaub verweilen...
Irgendwie passte das alles nicht ins neue Bild der offensiven, spielstarken, dominanten deutschen Mannschaft. Zudem wäre es sehr interessant gewesen zu sehen, wie das Spiel verlaufen wäre, hätten die Deutschen versucht mehr mitzuspielen. Doch hier steckt der Fehler. Deutschland konnte nicht mitspielen. Bereits gegen Argentinien zog man sich nach dem 1:0 durch Müller weit zurück und wartete auf Balleroberungen. Diese kamen gegen Spanien jedoch nicht. Zu ballsicher im Mittelfeld, gefährlicher im Angriff und absolut souverän in der Abwehr. Das alles unterschied die Spanier von Argentinien oder England. Insgesamt ein Gegner der eine zu hohe Hürde für unsere Jungs darstellte. Die Aura der Spanier im Vorfeld und ihre Spielweise auf dem Feld ließen Özil, Lahms und Co. mutlos erscheinen. Einzig Schweinsteiger sah man an, dass er gewinnen wollte und auch die Fähigkeiten dazu besaß. Gute Spiel-Assoziationen, Zweikampfstärke und sicheres Passspiel zeichneten ihn wieder einmal aus. Nur leider zu wenig, um ins Finale einzuziehen. Es bleibt nur zu sagen, dass unsere Jungs eine tolle WM gespielt haben, Jogi Löw hoffentlich bald verlängert und dem Team die Zukunft gehört. An Abenden wie solchen sicherlich eine dumme Phrase, aber besser als nichts, denn nahezu alle Teams, die an der WM teilgenommen haben, sind schon längst im Urlaub...
Gleichzeitig hat sie für eine realistische Einschätzung der deutschen Fähigkeiten gesorgt. Man muss einfach zugeben, dass dieses junge deutsche Team nicht an die absolute Weltklasse, welche die Spanier verkörpern, heranreicht. Doch ist das so schlimm? Ich denke nicht. Wo waren Xavi, Iniesta oder Villa im Alter von Müller, Khedira oder Schweinsteiger? Absolute Weltklasse? Nein ! Im WM-Halbfinale? Nein! Für Schweinsteiger ist es schon das zweite WM-Halbfinale und dazwischen noch ein EM-Finale. Haben die Spanier mit einer Mannschaft, die im Schnitt ungefähr 23 Jahre alt ist und einem diese Epoche absolut prägenden Spielstil die Fußball-Welt beherrscht ? Nein ! Diese Mannschaft ist genauso wie ihre herausragenden Persönlichkeiten mit der Zeit gewachsen. Hinzu kommt ein Wort von dem Joachim Löw unlängst sagte, es sei in der heutigen Zeit nicht mehr entscheidend. Es geht um die Erfahrung. Sicher entscheiden im harten Kampf auf dem Platz zunächst andere Faktoren über den Ausgang einer Partie. Doch die Erfahrung sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Spieler wie Puyol, Xavi oder Iniesta haben solche Spiele schon häufig erlebt. Gerade diese Abgebrühtheit hat den deutschen Spielern sichtbar gefehlt. Doch woher soll sie auch kommen. Gegen Mannschaften wie England und Argentinien, die den Deutschen in die Karten spielten, lief alles wie von selbst. Auch, Jogi Löw sei Dank, weil Deutschland die überlegene Spielidee hatte. Betrachtet man es aus diesem Blickwinkel, stand Löw vor dem Spanien-Spiel aber vor einer Herkules-Aufgabe. Die Stimmen werden aufkommen, die zwar die Klasse der Spanier akzeptieren, sich aber auch fragen, wie Löw mit der ausgegebenen Marschroute das spanische Team erst an der Mittellinie anzugreifen, überhaupt ein Tor erzielen wollte. Ein wenig schien man zu hoffen, dass hinten der Kasten sauber gehalten werden könne und vorne irgendwie ein Ball über die Linie trudeln würde. Ähnlich wie es die Schweizer vorgemacht hatten, die mittlerweile schon längst im Urlaub verweilen...
Irgendwie passte das alles nicht ins neue Bild der offensiven, spielstarken, dominanten deutschen Mannschaft. Zudem wäre es sehr interessant gewesen zu sehen, wie das Spiel verlaufen wäre, hätten die Deutschen versucht mehr mitzuspielen. Doch hier steckt der Fehler. Deutschland konnte nicht mitspielen. Bereits gegen Argentinien zog man sich nach dem 1:0 durch Müller weit zurück und wartete auf Balleroberungen. Diese kamen gegen Spanien jedoch nicht. Zu ballsicher im Mittelfeld, gefährlicher im Angriff und absolut souverän in der Abwehr. Das alles unterschied die Spanier von Argentinien oder England. Insgesamt ein Gegner der eine zu hohe Hürde für unsere Jungs darstellte. Die Aura der Spanier im Vorfeld und ihre Spielweise auf dem Feld ließen Özil, Lahms und Co. mutlos erscheinen. Einzig Schweinsteiger sah man an, dass er gewinnen wollte und auch die Fähigkeiten dazu besaß. Gute Spiel-Assoziationen, Zweikampfstärke und sicheres Passspiel zeichneten ihn wieder einmal aus. Nur leider zu wenig, um ins Finale einzuziehen. Es bleibt nur zu sagen, dass unsere Jungs eine tolle WM gespielt haben, Jogi Löw hoffentlich bald verlängert und dem Team die Zukunft gehört. An Abenden wie solchen sicherlich eine dumme Phrase, aber besser als nichts, denn nahezu alle Teams, die an der WM teilgenommen haben, sind schon längst im Urlaub...
Aufrufe: 1041 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 6 | Erstellt:08.07.2010
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