27.09.2009 um 17:35 Uhr
Neues vom Münchner Fußball:
Dresscode, Pfiffe und mangelnde Treffsicherheit
Schalke 04 muss im DFB-Pokal nach München: "Zettel-Ewald" trifft auf "Quälix"
Nachdem Hertha BSC Berlin unter der Woche den Löwen mit Hilfe von verschossenen Elfmetern bis hin zu Eigentoren großzügig den Einzug ins Achtelfinale ebnete, wartet nun die nächste theoretisch schwere Aufgabe auf die Löwen. Felix Magaths Schalker, denen trotz der Gazprom-Millionen das Geld auszugehen droht, müssten nach Berliner Vorbild schon Spendierhosen auf dem Feld tragen, um die Hoffnungen auf einen Löwen-Sieg zu erhalten. Beim momentanen Lospech der Löwen und der eigenen Unfähigkeit sollten diese als neuer Dresscode für Pokal-Gegner festgesetzt werden!
Gomez als vorübergehendes Opfer von Bayerns Personalpolitik?
Nicht nur die 60-er profitieren von Eigentoren: Auch die Münchner Bayern wurden im DFB-Pokal vom Gegner unfreiwillig auf die Siegesstraße geführt. Doch der eigentliche Aufreger beim souveränen 5:0-Sieg der Bayern war die Auswechslung von Mario Gomez und die folgende Reaktion aus der Südkurve der Allianz Arena; trotz eines Treffers wurde er dezent ausgepfiffen, während der eingewechselte Luca Toni, der nach seiner Verletzung nur noch vierte Wahl im System des holländischen Fußball-Messias Louis van Gaal war, von den Anhängern gefeiert wurde und nach zwischenzeitlicher Aussortierung in die zweite Mannschaft nun noch zum rebellierenden Publikumsliebling avancieren könnte. Die Person des stolpernden Chancentodes Luca Toni aus der Rückrunde der letzten Saison schien nach einer guten Partie inklusive einer Torvorbereitung vergessen. Gomez selbst, der teuerste Spieler der Bundesliga-Geschichte, betonte, dass er auf dem Platz vom Selbstvertrauen lebe; wieviel davon nach der in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" geäußerten Kritik von Bayerns Vorstandschef Rummenigge ("Ich rate Mario dringend aufzuhören, sich zu beklagen") und der Degradierung auf die Ersatzbank bei der gestrigen Niederlage gegen den HSV noch übrig ist, bleibt abzuwarten.
Womöglich rächt sich nun doch die ausufernde Einkaufspolitik für die Offensivabteilung und die mangelnde effektive Verstärkung in der Verteidigung. Einen das Stellungsspiel betreffend meist deplatzierten Edson Braafheid und den noch von Klinsmann nach München beorderten Anatoliy Tymoshchuk, der aufgrund mangelnder Übersicht und diverser Unsicherheiten weder Stabilität noch defensive Absicherung bieten kann wie z.B. ein Mark van Bommel, zähle ich nicht zu solchen Verstärkungen. Und während sich die Münchner Medienlandschaft nicht etwa darüber streitet, welcher Bayern-Keeper das Tor besser hüten könnte, sondern vielmehr deren Fehler zählt und abwiegt, wer von beiden das größere Übel mit sich bringt, könnte nun auch die Offensive aufgrund von hochkarätiger Überbesetzung eine Problemzone werden. Konkurrenz auf bestimmten Positionen erweist sich für den Trainer nur so lange als günstig, wie er den Spielern noch genug Spielpraxis und Selbstvertrauen geben kann. Solange sich jedoch 5 erstklassige Stürmer um 2 Plätze streiten und teils schon wie beispielsweise Müller oder Klose für Experimente auf den Mittelfeldpositionen genutzt werden, können wichtige Spieler die Konstanz verlieren und in ein Formtief fallen. Dass sich Gomez aus einem Formtief selbst nur schwer wieder befreien kann, hat er bereits in der Nationalmannschaft bewiesen, wo er sich mehrmals weigerte, das leere Tor zu treffen.
Mlapa trifft die Latte, Aigner trifft Masuch, doch keiner trifft das Tor...
Zurück zu den Löwen: Auch die Fans von 1860 hoffen auf mehr Tore ihrer Akteure. In der 2. Liga gab es für sie in den letzten zwei Spielen nicht einen Löwen-Treffer zu bejubeln. Nur drei Teams haben bisher weniger Tore erzielt, sie besetzen die glorreichen Plätze 16, 17 und 18. Stefan Aigner wird sich jedenfalls im nächsten Spiel nicht an einer Verbesserung der Löwen-Bilanz beteiligen können, dafür kann er eine eigene beeindruckende Quote auf anderen Gebieten aufweisen: Er benötigte nur 16 Minuten um nach seiner Einwechslung vorzeitig den Platz wieder verlassen zu müssen; aufgrund eines unklugen Remplers und einem filmreif zu Boden fallenden Paderborner Keepers Daniel Masuch kassierte Aigner einen unnötigen Platzverweis. Als passende Krönung eines miserablen Spiels traf der eingewechselte Peniel Mlapa in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Seitfallzieher nur die Latte. Diesmal kann man Ewald Lienen immerhin keine schwerwiegenden, taktischen Fehler vorwerfen, dennoch fehlte es gegen Paderborn an Laufbereitschaft und Entschlossenheit. Besserung ist dringend erwünscht!
Schalke 04 muss im DFB-Pokal nach München: "Zettel-Ewald" trifft auf "Quälix"
Nachdem Hertha BSC Berlin unter der Woche den Löwen mit Hilfe von verschossenen Elfmetern bis hin zu Eigentoren großzügig den Einzug ins Achtelfinale ebnete, wartet nun die nächste theoretisch schwere Aufgabe auf die Löwen. Felix Magaths Schalker, denen trotz der Gazprom-Millionen das Geld auszugehen droht, müssten nach Berliner Vorbild schon Spendierhosen auf dem Feld tragen, um die Hoffnungen auf einen Löwen-Sieg zu erhalten. Beim momentanen Lospech der Löwen und der eigenen Unfähigkeit sollten diese als neuer Dresscode für Pokal-Gegner festgesetzt werden!
Gomez als vorübergehendes Opfer von Bayerns Personalpolitik?
Nicht nur die 60-er profitieren von Eigentoren: Auch die Münchner Bayern wurden im DFB-Pokal vom Gegner unfreiwillig auf die Siegesstraße geführt. Doch der eigentliche Aufreger beim souveränen 5:0-Sieg der Bayern war die Auswechslung von Mario Gomez und die folgende Reaktion aus der Südkurve der Allianz Arena; trotz eines Treffers wurde er dezent ausgepfiffen, während der eingewechselte Luca Toni, der nach seiner Verletzung nur noch vierte Wahl im System des holländischen Fußball-Messias Louis van Gaal war, von den Anhängern gefeiert wurde und nach zwischenzeitlicher Aussortierung in die zweite Mannschaft nun noch zum rebellierenden Publikumsliebling avancieren könnte. Die Person des stolpernden Chancentodes Luca Toni aus der Rückrunde der letzten Saison schien nach einer guten Partie inklusive einer Torvorbereitung vergessen. Gomez selbst, der teuerste Spieler der Bundesliga-Geschichte, betonte, dass er auf dem Platz vom Selbstvertrauen lebe; wieviel davon nach der in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" geäußerten Kritik von Bayerns Vorstandschef Rummenigge ("Ich rate Mario dringend aufzuhören, sich zu beklagen") und der Degradierung auf die Ersatzbank bei der gestrigen Niederlage gegen den HSV noch übrig ist, bleibt abzuwarten.
Womöglich rächt sich nun doch die ausufernde Einkaufspolitik für die Offensivabteilung und die mangelnde effektive Verstärkung in der Verteidigung. Einen das Stellungsspiel betreffend meist deplatzierten Edson Braafheid und den noch von Klinsmann nach München beorderten Anatoliy Tymoshchuk, der aufgrund mangelnder Übersicht und diverser Unsicherheiten weder Stabilität noch defensive Absicherung bieten kann wie z.B. ein Mark van Bommel, zähle ich nicht zu solchen Verstärkungen. Und während sich die Münchner Medienlandschaft nicht etwa darüber streitet, welcher Bayern-Keeper das Tor besser hüten könnte, sondern vielmehr deren Fehler zählt und abwiegt, wer von beiden das größere Übel mit sich bringt, könnte nun auch die Offensive aufgrund von hochkarätiger Überbesetzung eine Problemzone werden. Konkurrenz auf bestimmten Positionen erweist sich für den Trainer nur so lange als günstig, wie er den Spielern noch genug Spielpraxis und Selbstvertrauen geben kann. Solange sich jedoch 5 erstklassige Stürmer um 2 Plätze streiten und teils schon wie beispielsweise Müller oder Klose für Experimente auf den Mittelfeldpositionen genutzt werden, können wichtige Spieler die Konstanz verlieren und in ein Formtief fallen. Dass sich Gomez aus einem Formtief selbst nur schwer wieder befreien kann, hat er bereits in der Nationalmannschaft bewiesen, wo er sich mehrmals weigerte, das leere Tor zu treffen.
Mlapa trifft die Latte, Aigner trifft Masuch, doch keiner trifft das Tor...
Zurück zu den Löwen: Auch die Fans von 1860 hoffen auf mehr Tore ihrer Akteure. In der 2. Liga gab es für sie in den letzten zwei Spielen nicht einen Löwen-Treffer zu bejubeln. Nur drei Teams haben bisher weniger Tore erzielt, sie besetzen die glorreichen Plätze 16, 17 und 18. Stefan Aigner wird sich jedenfalls im nächsten Spiel nicht an einer Verbesserung der Löwen-Bilanz beteiligen können, dafür kann er eine eigene beeindruckende Quote auf anderen Gebieten aufweisen: Er benötigte nur 16 Minuten um nach seiner Einwechslung vorzeitig den Platz wieder verlassen zu müssen; aufgrund eines unklugen Remplers und einem filmreif zu Boden fallenden Paderborner Keepers Daniel Masuch kassierte Aigner einen unnötigen Platzverweis. Als passende Krönung eines miserablen Spiels traf der eingewechselte Peniel Mlapa in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Seitfallzieher nur die Latte. Diesmal kann man Ewald Lienen immerhin keine schwerwiegenden, taktischen Fehler vorwerfen, dennoch fehlte es gegen Paderborn an Laufbereitschaft und Entschlossenheit. Besserung ist dringend erwünscht!
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