11.08.2011 um 11:51 Uhr
Mario Götze im Mittelpunkt
Der 3:2-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gestern gegen Brasilien schlägt heute sicherlich noch hohe Wellen.
Auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war, sind die Erkenntnisse offensichtlich: Deutschland schafft es nach langer Zeit wieder gegen Brasilien zu gewinnen, ein 4-1-4-1-System scheint eine ernstzunehmende Alternative zu sein und Mario Götze kann unmöglich von diesem Planeten sein.
Aber der Reihe nach, denn gerade der letzte Punkt könnte in der Zukunft der deutschen Nationalmannschaft zum Problem werden.
Im Vorfeld der Partie wurde fast ausschließlich über Mario Götze berichtet. Seine Leistung mit Borrussia Dortmund gegen den HSV im Eröffnungsspiel der Bundesliga war zweifelsohne überragend. Nun wurden ähnliche Wundertaten gegen Rekordweltmeister Brasilien erwartet.
Dabei konnte man fast vergessen, dass die deutsche Elf noch mindestens 10 weitere, teils herausragende Spieler, in ihren Reihen hat.
Da war von "Götzinho" die Rede und es wurden allerhand Vergleiche zu Spielern wie Messi oder dem gestrigen Kontrahenten Neymar gestrickt.
Jeder war gespannt auf das Startelf-Debüt von Götze und somit war die einzige kleine Überraschung gestern die taktische Ausrichtung mit Toni Kroos an der Seite von Mario Götze in einem 4-1-4-1-System.
Und obwohl auch Toni Kroos in diesem für die deutschen "neuen" System durchaus zu gefallen wusste, bleibt heute das beherrschende Thema Mario Götze.
Und nach dieser Leistung gestern muss ich zugeben: zurecht!!
Die Leistung der deutschen allgemein war beeindruckend und die von Götze einfach nur außerirdisch!
Und genau diese Tatsache stellt ein Problem dar, auf das ich in meinem Blog aufmerksam machen möchte:
Wie soll Deutschland spielen, wenn auch Mesut Özil wieder zum Kader gehört?
Dem guten Mesut muss doch zeitweise Angst und Bange geworden sein, wenn er gesehen hat, wie sein vermeintlicher Konkurrent um einen Stammplatz Götze gegen die Brasilianer wirbelt.
Aber die Umstellung des deutschen Systems auf 4-1-4-1 könnte einige Beobachter auf die Idee bringen Mario Götze UND Mesut Özil gemeinsam in der Zentrale auflaufen zu lassen.
Dieser Gedanke ist natürlich verlockend und könnte, wenn man Özil und Götze als Einzelspieler betrachtet, jedem Gegner den Angstschweiß ins Gesicht treiben. Die entscheidende Frage bleibt aber, ob beide auch zusammen in einem Team funktionieren würden!?
Unvereinbar!?
Genau dabei fühle ich mich an die englische Nationalmannschaft erinnert:
Die Unvereinbarkeit von Lampard und Gerrard
Ein oft diskutiertes Thema in den englischen Medien. Manche behaupten sogar, dass das Problem den beiden Teammanagern Sven-Göran Eriksson und Steve McClaren den Job gekostet hat.
Es ist dort offensichtlich, dass man beide Spieler nicht gemeinsam im zentralen Mittelfeld spielen lassen kann. Beide Spielertypen sind zu gleich und neutralisieren sich offenbar, wenn sie gemeinsam in der Zentrale agieren.
In England lösen sie das Problem zeitweise, indem Gerrard auf die linke Seite ausweicht und Lampard in der Zentrale bleibt.
In der deutschen Elf wäre ein solches Szenario ebenso denkbar. Zumal Götze schließlich im Verein auf der rechten Seite spielt und selbst angibt, dass er sich auch links sehr wohl fühlt. Aber dort ist eben die Konkurrenz in der Nationalmannschaft ungleich geringer.
Es wird sich also bis zur EM 2012 zeigen, ob wir ein ähnliches Luxusproblem wie die Engländer bekommen. Es bleibt interessant, wie die Nationalmannschaft in der Zukunft aussieht:
Özil, Götze oder Özil und Götze!?
Danke für's Lesen
Auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war, sind die Erkenntnisse offensichtlich: Deutschland schafft es nach langer Zeit wieder gegen Brasilien zu gewinnen, ein 4-1-4-1-System scheint eine ernstzunehmende Alternative zu sein und Mario Götze kann unmöglich von diesem Planeten sein.
Aber der Reihe nach, denn gerade der letzte Punkt könnte in der Zukunft der deutschen Nationalmannschaft zum Problem werden.
Im Vorfeld der Partie wurde fast ausschließlich über Mario Götze berichtet. Seine Leistung mit Borrussia Dortmund gegen den HSV im Eröffnungsspiel der Bundesliga war zweifelsohne überragend. Nun wurden ähnliche Wundertaten gegen Rekordweltmeister Brasilien erwartet.
Dabei konnte man fast vergessen, dass die deutsche Elf noch mindestens 10 weitere, teils herausragende Spieler, in ihren Reihen hat.
Da war von "Götzinho" die Rede und es wurden allerhand Vergleiche zu Spielern wie Messi oder dem gestrigen Kontrahenten Neymar gestrickt.
Jeder war gespannt auf das Startelf-Debüt von Götze und somit war die einzige kleine Überraschung gestern die taktische Ausrichtung mit Toni Kroos an der Seite von Mario Götze in einem 4-1-4-1-System.
Und obwohl auch Toni Kroos in diesem für die deutschen "neuen" System durchaus zu gefallen wusste, bleibt heute das beherrschende Thema Mario Götze.
Und nach dieser Leistung gestern muss ich zugeben: zurecht!!
Die Leistung der deutschen allgemein war beeindruckend und die von Götze einfach nur außerirdisch!
Und genau diese Tatsache stellt ein Problem dar, auf das ich in meinem Blog aufmerksam machen möchte:
Wie soll Deutschland spielen, wenn auch Mesut Özil wieder zum Kader gehört?
Dem guten Mesut muss doch zeitweise Angst und Bange geworden sein, wenn er gesehen hat, wie sein vermeintlicher Konkurrent um einen Stammplatz Götze gegen die Brasilianer wirbelt.
Aber die Umstellung des deutschen Systems auf 4-1-4-1 könnte einige Beobachter auf die Idee bringen Mario Götze UND Mesut Özil gemeinsam in der Zentrale auflaufen zu lassen.
Dieser Gedanke ist natürlich verlockend und könnte, wenn man Özil und Götze als Einzelspieler betrachtet, jedem Gegner den Angstschweiß ins Gesicht treiben. Die entscheidende Frage bleibt aber, ob beide auch zusammen in einem Team funktionieren würden!?
Unvereinbar!?
Genau dabei fühle ich mich an die englische Nationalmannschaft erinnert:
Die Unvereinbarkeit von Lampard und Gerrard
Ein oft diskutiertes Thema in den englischen Medien. Manche behaupten sogar, dass das Problem den beiden Teammanagern Sven-Göran Eriksson und Steve McClaren den Job gekostet hat.
Es ist dort offensichtlich, dass man beide Spieler nicht gemeinsam im zentralen Mittelfeld spielen lassen kann. Beide Spielertypen sind zu gleich und neutralisieren sich offenbar, wenn sie gemeinsam in der Zentrale agieren.
In England lösen sie das Problem zeitweise, indem Gerrard auf die linke Seite ausweicht und Lampard in der Zentrale bleibt.
In der deutschen Elf wäre ein solches Szenario ebenso denkbar. Zumal Götze schließlich im Verein auf der rechten Seite spielt und selbst angibt, dass er sich auch links sehr wohl fühlt. Aber dort ist eben die Konkurrenz in der Nationalmannschaft ungleich geringer.
Es wird sich also bis zur EM 2012 zeigen, ob wir ein ähnliches Luxusproblem wie die Engländer bekommen. Es bleibt interessant, wie die Nationalmannschaft in der Zukunft aussieht:
Özil, Götze oder Özil und Götze!?
Danke für's Lesen
Aufrufe: 1468 | Kommentare: 10 | Bewertungen: 5 | Erstellt:11.08.2011
ø 8.4
KOMMENTARE
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11.08.2011 | 14:01 Uhr
+5
-1
Goleo06 :
Ob die beiden zusammen passen oder nicht wird die Zeit zeigen. Bei den technischen Fähigkeiten der beiden wäre es aber eine Schande wenn einer dauerhaft draußen bleiben würde.Mit dem Spielermaterial was sich so langsam herauskristallisiert gibt es enorm viele Variationsmöglichkeiten. Ich könnte mir z.B. auch durchaus folgende Variante vorstellen.
-------------------Müller----------------
Schürrle----Kroos----Özil----Götze
---------------Schweinsteiger------
Grundsätzlich können wir uns freuen, dass so ein enormes Potential nachrückt. Wer sich dabei durchsetzen wird bleibt spannend zu beobachten, da gerade bei den jungen Spielern die Enwticklungen ja auch sehr unterschiedlich udn sprunghaft 8nach obden aber auch nach unten) verlaufen können.
11.08.2011 | 14:26 Uhr
+4
-3
BartP :
Momentan und im Hinblick auf die Euro 2012:Khedira, Schweinsteiger - Götze, özil, Podolski/Müller - Klose
In Zukunft:
Khedira/Bender, Schweinsteiger - Götze, özil, Podolski/Kroos/Schürrle - Schürrle/Schieber/Müller
Mit Sam, Holtby, Reus, Großkreutz und vielleicht auch nochmal Marin hat man starke Alternativen. Nur in der Sturmspitze muss noch was passieren. Keine Ahnung was da in den A- und B-Jugenden im Anmarsch ist...
11.08.2011 | 14:38 Uhr
+1
-1
ausLE :
na endlich 2 User die es genauso sehen wie ich. Der spielende Stürmer. Mario Gomez mag ein guter Knipser sein, aber von der Veranlagerung paßt er leider nicht in dieses moderne System. Bestes Beispiel seine Versuche Doppelpaß zu spielen. Blieben alle hängen. Und dann Miro beim 2:0. Das ist der Unterschied. Schürrle, Müller aber auch Podolski könnten diese Postion einnehmen. Ich hoffe, daß Eure Beiden Aufstellungen, ob 1-4-1 oder 2-3-1 die Zukunft sein werden. Der DFB kann rosig in die Zukunft blicken.
12.08.2011 | 10:32 Uhr
+2
-1
Götze und özil können aber durchaus zusammenspielen, nämlich dann wenn götze über Außen kommt. über Außen ist er defensiv am stärksten und hat immer noch die Möglichkeit in der Offensive mit özil die Position zu tauschne (so wie özil und Müller das häufiger machen).
In einem 4-1-4-1 hat man meistens in der Zentrale (also vor der Sechs) nen eher offensiven Spieler und dazu nen zentralen Mittelfeldspieler, der eher die 8 gibt. Hat mit Kroos funktioniert, weil der ja ein Hybrid ist (zu langsam für die Zehn, zu defensivschwach für die Sechs), aber wenn man mal die Stärken von Özil und Götze anschaut, wären beide zu schade für die Acht, auch wenn Götze das durchaus spielen könnte (Özil aufgrund mangelnder Robustheit nicht).
12.08.2011 | 14:51 Uhr
0
-2
ikaros :
...dann werf ich mal wieder mein 4-3-3 a la Barca rein:...............Khedira...........
....Schweini.......Kroos....
...Müller....Götze....özil..
Khedira ist für mich unverzichtbar, auch weil er gegenüber Bender bei Spiel ohne Stürmer bei den Standards mehr Torgefahr aufweist.
Der Vorteil des 4-4-3 ist auch, dass die Rolle von özil eine andere ist als die des Außenspieler im 4-2-3-1. In der Defensive wird er entlastet, da nicht er Außen doppeln muss, sondern der äußere MF hinter ihm, was bei einer Doppel-6 immer zu großen Problemen führt.
Müller und özil mit viel Freiheiten, und Götze als hängende, spielerische und "messische" Spitze mit enorm Zug zum Tor. Kroos und Schweini sorgen für Xavibilität und Iniestalzündungen

Gomez für die letzte Viertelstunde wenn's mal ne Brechstange braucht...
12.08.2011 | 16:51 Uhr
0
-1
Poohdini :
Auch wenn Götze einfach nur megageil ist, kann man überhaupt nicht auf Özil verzichten. Zumal die beiden sich gar nicht so ähnlich sind. Özil ist noch mehr Stratege, auf der 10 ideal gesetzt. Die beiden MÜSSEN zusammen spielen. Götze über link, dazu Müller über rechts. Dieses offensive Mittelfeld ist eine bombige Mischung.
Was das 4-1-4-1 angeht, geb ich kollederboss recht. Das wäre zu offensiv.
13.08.2011 | 01:44 Uhr
0
-1
bunsen :
ich finds blöd, dass gute spieler immer noch einen bras. nick bekommen, das ist mega retro. als ob nur die spielen könnten. götze reicht!
13.08.2011 | 14:59 Uhr
0
-1
_____Özil____________Götze___
_______Müller_____Schürrle_____
Ein 4-2-2-2. Özil und Götze können hier ebenso wie Müller und Schürrle auf die Außen ausweichen oder ins Zentrum ziehen. Das Offensiv-Quartett rochiert quasi ständig. Özil und Götze sind als Passgeber natürlich ein wenig zurückgezogener als die abschlussstärkeren Müller und Schürrle. Auf Gomez oder Klose kann man sowieso verzichten und da kommt ja auch sonst nix groß nach an echten 9ern fürs 4-2-3-1.
18.10.2011 | 17:59 Uhr
0
-1
Neuer
Boateng, Hummels, Mertesacker, Lahm
Schweinsteiger
Müller, Götze, Özil, Schürrle
Gomez
So sehe ich das!
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Was für mich viel mehr eine entscheidende Frage sein wird ist wer vorne im Sturm spielen wird und ich bin nach wie vor der Meinung dass Schürrle dort wenn man die Spielanlage der Mannschaft sieht die Idealbesetzung sein wird durch seine Beweglichkeit technische Stärke und Zug zum Tor auch wenn das jetzt für viele noch undenkbar sein wird.Schürrle hat das auch bei Mainz schon stark gespielt könnte der deutsche Van Persie werden.
Kroos MUSS durch seine strategischen Fähigkeiten einen Platz in der Mannschafrt finden allerdings sehe ich ihn im Gegensatz zum FCB mehr in der offensiven Rolle also links wo er bei Leverkusen eine überragende Saison gespielt hat.
Das ganze würde dann so aussehen:
------------------Schürrle---------
------Kroos--------özil--------Götze
-------Schweinsteiger---Bender --
Verlierer wären in diesem Fall Gomez Khedira und Müller aber welche Fomation man auch immer spielen wird es wird zig Verlierer geben.Auf Einzelschicksale darf keine Rücksicht genommen werden es muss die beste Formation gefunden werden für das Team an sich.
Jetzt bleibt knapp 1 Jahr Zeit die ideale Sturmspitze zu finden da kann man genug experimentieren.