26.12.2009 um 00:34 Uhr
Mal Top, Mal Flop
SG Dynamo Dresden - Jahresrückblick 2009
Die 2008 neu gegründete 3. Deutsche Fussballbundesliga. Auch für die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden ein gefährliches Unterfangen, wie sich am Ende der Hinrunde der Saison 2008/09 bewieß. Trotz dem "halbfertigen", neuen Rudolf-Harbig-Stadions und der Euphorie der Fans und der Stadt stand man mit nur 20 Punkten und nur 16 erzielten Treffern aus 19 Spielen kurz vor dem Abgrund. Gerade mal zwei magere Pünktchen waren zwischen der SGD und dem ersten Abstiegsplatz, die zu diesem Zeitpunkt der Wuppertaler SV, die Kickers aus Stuttgart und die "Zweite" des SV Werder Bremen inne hatten. Für das Jahr 2009 nahm man sich viel vor; und mit dem "alten" Dresdner Pavel Pergl, der schon 2006 für Dynamo spielte, konnte man sich atequat für die Rückrunde verstärken. Ein Trainingslager in Tschechien im Winter sollte dazu beitragen, dass die SGD wieder auf die richtige Spur gelenkt wird - und die heißt mit Sicherheit nicht Abstiegskampf!
Furiose Rückrunde
So ging man also guten Mutes nach Emden zum ersten Rückrundenspiel und schon dort zeigte die Mannschaft deutliche Fortschritte in allen Bereichen im Gegensatz zur Vorrunde. Obwohl man zur Halbzeit unglücklich mit 0:2 aussichtslos beim damals "Aufstiegsaspiranten" Kickers Emden zurück lag, bewieß die Mannschaft Moral und kam durch Thomas Bröker noch zu einem 2:2 in letzter Minute.Es folgte ein Sieg gegen die "kleinen" Bayern, bevor man das Derby bei Union Berlin unglücklich mit 1:2 verlor.Doch mit der lang ersehnten Rückkehr von Dynamo-Urgestein Volker Oppitz erwieß sich ein Glücksgriff, den sich selbst Trainer Ruud Kaiser beim besten Willen nicht hätte vorstellen können, so herausragende Leistungen lieferte der "Doktor" in seinen darauffolgenden Spielen ab. Er war ein großer Grund für die Aufwärtsfahrt der SG Dynamo.Aus den nächsten sieben Spielen holte man herausragende 16 Punkte, darunter Siege in Braunschweig und Paderborn. Ein Mann durchlief dabei eine sagenhafte Entwicklung. Halil Savran, Deutsch-Türke seines Zeichens, im Sommer 2008 von Tennis Borussia Berlin aus der Oberliga gekommen, wurde zu dem Leistungsträger schlecht hin. In der Hinrunde nur mit mageren vier Treffern, glänzter er in der Rückrunde mit zehn Treffern auf und kam zu Saisonende auf insgesamt 14 Treffern und war damit ein Grundstein für den Erfolg der SGD. Schließlich kam man am Ende der Saison auf noch fantastische 48 Punkte und auf den achten Platz und wurde damit sogar Sachsenmeister, indem man das Team aus Aue noch hinter sich ließ. Mit dem fünften Platz in der Rückrundetabelle und der Unschlagbarkeit in den Derbys gegen die Teams aus Aue, Jena und Erfurt war man froh und wollte in der nächsten Saison das Szenario nicht noch einmal durchmachen. Doch es kam mal wieder faustdick ...
Als ob jemand auf "Replay" gedrückt hat: Das gleiche Szenario in der Hinrunde 09/10.
Alles sollte besser werden. Das Stadion war fast fertig (geiles Ding übrigens!) und die Neuzugänge für die neue Saison hörten sich auch nicht schlecht an. So holte man mit René Trehkopf, Mirko Soltau, David Solga, Jonas Strifler und Bekim Kastrati bekannte Namen, die dazu beitragen sollten, dass Dynamo wieder mit um den Aufstieg mitmischt. Einen "3-Jahres-Plan" hatte Ruud Kaiser für die neue 3.Liga vorgegeben. So hieß es im ersten Jahr "Ankommen in der Liga", im zweiten Jahr "Oben dabei sein" und im dritten ja schließlich der "Aufstieg".Doch davon war im ersten Spiel der Saison nichts zu merken. Ich war selbst im Stadion und sah eine konditionell und psychisch schwache Dynamo-Elf, die zu Recht mit 0:1 gegen die "kleine Bubis" des VfB Stuttgarts ihr Heimspieldebut vergeigte.
Hoffnung kam kurz danach auf, als man am 2.Spieltag beim SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 triumphieren konnte. Nun dachte man, dass es aufwärts geht. Doch falsch gedacht! Nach dem 0:3 im Pokal gegen den 1.FC Nürnberg und der schweren Verletzung von Sascha Pfeffer folgte eine Talfahrt wie im letzten Jahr. Neben den Langzeitverletzten Sasche Pfeffer, Bekim Kastrati, Lars Jungnickel und David Solga fielen im weiteren Hinrundeverlauf etliche Stammspieler aus, die nicht zur Verfügung standen und so musste Trainer Ruud Kaiser immer mehr auf Reservespieler zurückgreifen. Ein kurzer Lichtblick in dieser "verkorksten" Hinrunde war der 3:0-Erfolg gegen den Erzrivalen aus Aue im heimischen Stadion. Doch die Talfahrt hielt an, der Druck auf Ruud Kaiser wuchs. Doch dieser Druck wurde ihm dann am 12.Spieltag zum Verhängnis. Nach der grandiosen Stadioneröffnungsfeier gegen Schalke 04 und dem neuen Zuschauerrekord im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig mit 21.000 Zuschauern folgte das Auswärtsspiel bei Werder Bremen II. Man verlor mit 0:2 und am Morgen danach musste Ruud Kaiser mit nur mageren 12 Punkten aus 12 Spielen und dem drittletzten Tabellenplatz seinen Hut nehmen. Es folgte Matthias Mauksch, der Trainer der zweiten Mannschaft. Jan Seifert, Co von Ruud Kaiser, übernahm die Zweite. Mauksch stellte schon bei Amtsantritt einen mangelhaften Fitnesszustand der Mannschaft fest und wusste sofort, dass es ein schwieriges Unterfangen wird, die Mannschaft bis zum Winter in eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu bringen. Das Debut des "neuen" Trainers brachte lange Zeit positive Lichtblicke in der Mannschaft, doch am Ende verlor man dennoch unglücklich daheim mit 2:4 gegen die Spitzenmannschaft Kickers Offenbach.Bis auf kleinere Lichtblicke wie dem 0:0 in Ingolstadt oder dem 4:0 Derbysieg beim FC Carl Zeiss Jena, konnte auch Matthias Mauksch mit keiner guten Punkteausbeute glänzen. Zum ganzen Wirrwarr um die Mannschaft kam hinzu, dass die SGD kurzzeitig ohne Aufsichtsrat dastand und kurz vor der Handlungsunfähigkeit stand. Auch das Problem mit den Stadionnutzungsverträgen schwebte bei manchen Verantwortlichen im Kopf. Doch allmählich kamen die Leistungsträger zurück. Ein Timo Röttger, der lange Zeit verletzt war wurde zum Leistungsträger. Ein David Solga feierte ein fantastisches Debut bei seinem ersten Spiel für Dynamo gegen Wehen-Wiesbaden (3:1) und auch Sascha Pfeffer meldete sich fit und konnte wieder mit der Mannschaft trainieren. Lediglich Maik Wagefeld, der von Mauksch als Kapitän abgesetzt wurde, war noch im Verletztenlazarett enthalten. So geht man mit 23 Punkten aus 21 Spielen in die Rückrunde und versucht eine ähnlich gute Rückrunde zu spielen. Einmal mehr war Halil Savran die Lebensversicherung der SGD und erzielte in dieser Saison bereits 9 Treffer. Ich denke, mit der manchen Neuverpflichtung, die der Verein tätigen wird, kann sich die Mannschaft nur noch verstärken und kann guten Mutes in das Jahr 2010 gehen. Und mal ganz ehrlich: Dieses Stadion, diese Stadt, dieser mit Tradition vollgestopfte Verein ist doch wirklich zu schade für die 4.Liga. - Zusammen mit den herausragenden Fans und dem Stadion wäre es doch wirklich großartig zu sehen, wenn in ein paar Jahren wieder Bundesligafussball auf dem "Dresdener Geläuf" im Rudolf-Harbig-Stadion stattfindet.
Die 2008 neu gegründete 3. Deutsche Fussballbundesliga. Auch für die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden ein gefährliches Unterfangen, wie sich am Ende der Hinrunde der Saison 2008/09 bewieß. Trotz dem "halbfertigen", neuen Rudolf-Harbig-Stadions und der Euphorie der Fans und der Stadt stand man mit nur 20 Punkten und nur 16 erzielten Treffern aus 19 Spielen kurz vor dem Abgrund. Gerade mal zwei magere Pünktchen waren zwischen der SGD und dem ersten Abstiegsplatz, die zu diesem Zeitpunkt der Wuppertaler SV, die Kickers aus Stuttgart und die "Zweite" des SV Werder Bremen inne hatten. Für das Jahr 2009 nahm man sich viel vor; und mit dem "alten" Dresdner Pavel Pergl, der schon 2006 für Dynamo spielte, konnte man sich atequat für die Rückrunde verstärken. Ein Trainingslager in Tschechien im Winter sollte dazu beitragen, dass die SGD wieder auf die richtige Spur gelenkt wird - und die heißt mit Sicherheit nicht Abstiegskampf!
Furiose Rückrunde
So ging man also guten Mutes nach Emden zum ersten Rückrundenspiel und schon dort zeigte die Mannschaft deutliche Fortschritte in allen Bereichen im Gegensatz zur Vorrunde. Obwohl man zur Halbzeit unglücklich mit 0:2 aussichtslos beim damals "Aufstiegsaspiranten" Kickers Emden zurück lag, bewieß die Mannschaft Moral und kam durch Thomas Bröker noch zu einem 2:2 in letzter Minute.Es folgte ein Sieg gegen die "kleinen" Bayern, bevor man das Derby bei Union Berlin unglücklich mit 1:2 verlor.Doch mit der lang ersehnten Rückkehr von Dynamo-Urgestein Volker Oppitz erwieß sich ein Glücksgriff, den sich selbst Trainer Ruud Kaiser beim besten Willen nicht hätte vorstellen können, so herausragende Leistungen lieferte der "Doktor" in seinen darauffolgenden Spielen ab. Er war ein großer Grund für die Aufwärtsfahrt der SG Dynamo.Aus den nächsten sieben Spielen holte man herausragende 16 Punkte, darunter Siege in Braunschweig und Paderborn. Ein Mann durchlief dabei eine sagenhafte Entwicklung. Halil Savran, Deutsch-Türke seines Zeichens, im Sommer 2008 von Tennis Borussia Berlin aus der Oberliga gekommen, wurde zu dem Leistungsträger schlecht hin. In der Hinrunde nur mit mageren vier Treffern, glänzter er in der Rückrunde mit zehn Treffern auf und kam zu Saisonende auf insgesamt 14 Treffern und war damit ein Grundstein für den Erfolg der SGD. Schließlich kam man am Ende der Saison auf noch fantastische 48 Punkte und auf den achten Platz und wurde damit sogar Sachsenmeister, indem man das Team aus Aue noch hinter sich ließ. Mit dem fünften Platz in der Rückrundetabelle und der Unschlagbarkeit in den Derbys gegen die Teams aus Aue, Jena und Erfurt war man froh und wollte in der nächsten Saison das Szenario nicht noch einmal durchmachen. Doch es kam mal wieder faustdick ...
Als ob jemand auf "Replay" gedrückt hat: Das gleiche Szenario in der Hinrunde 09/10.
Alles sollte besser werden. Das Stadion war fast fertig (geiles Ding übrigens!) und die Neuzugänge für die neue Saison hörten sich auch nicht schlecht an. So holte man mit René Trehkopf, Mirko Soltau, David Solga, Jonas Strifler und Bekim Kastrati bekannte Namen, die dazu beitragen sollten, dass Dynamo wieder mit um den Aufstieg mitmischt. Einen "3-Jahres-Plan" hatte Ruud Kaiser für die neue 3.Liga vorgegeben. So hieß es im ersten Jahr "Ankommen in der Liga", im zweiten Jahr "Oben dabei sein" und im dritten ja schließlich der "Aufstieg".Doch davon war im ersten Spiel der Saison nichts zu merken. Ich war selbst im Stadion und sah eine konditionell und psychisch schwache Dynamo-Elf, die zu Recht mit 0:1 gegen die "kleine Bubis" des VfB Stuttgarts ihr Heimspieldebut vergeigte.
Hoffnung kam kurz danach auf, als man am 2.Spieltag beim SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 triumphieren konnte. Nun dachte man, dass es aufwärts geht. Doch falsch gedacht! Nach dem 0:3 im Pokal gegen den 1.FC Nürnberg und der schweren Verletzung von Sascha Pfeffer folgte eine Talfahrt wie im letzten Jahr. Neben den Langzeitverletzten Sasche Pfeffer, Bekim Kastrati, Lars Jungnickel und David Solga fielen im weiteren Hinrundeverlauf etliche Stammspieler aus, die nicht zur Verfügung standen und so musste Trainer Ruud Kaiser immer mehr auf Reservespieler zurückgreifen. Ein kurzer Lichtblick in dieser "verkorksten" Hinrunde war der 3:0-Erfolg gegen den Erzrivalen aus Aue im heimischen Stadion. Doch die Talfahrt hielt an, der Druck auf Ruud Kaiser wuchs. Doch dieser Druck wurde ihm dann am 12.Spieltag zum Verhängnis. Nach der grandiosen Stadioneröffnungsfeier gegen Schalke 04 und dem neuen Zuschauerrekord im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig mit 21.000 Zuschauern folgte das Auswärtsspiel bei Werder Bremen II. Man verlor mit 0:2 und am Morgen danach musste Ruud Kaiser mit nur mageren 12 Punkten aus 12 Spielen und dem drittletzten Tabellenplatz seinen Hut nehmen. Es folgte Matthias Mauksch, der Trainer der zweiten Mannschaft. Jan Seifert, Co von Ruud Kaiser, übernahm die Zweite. Mauksch stellte schon bei Amtsantritt einen mangelhaften Fitnesszustand der Mannschaft fest und wusste sofort, dass es ein schwieriges Unterfangen wird, die Mannschaft bis zum Winter in eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu bringen. Das Debut des "neuen" Trainers brachte lange Zeit positive Lichtblicke in der Mannschaft, doch am Ende verlor man dennoch unglücklich daheim mit 2:4 gegen die Spitzenmannschaft Kickers Offenbach.Bis auf kleinere Lichtblicke wie dem 0:0 in Ingolstadt oder dem 4:0 Derbysieg beim FC Carl Zeiss Jena, konnte auch Matthias Mauksch mit keiner guten Punkteausbeute glänzen. Zum ganzen Wirrwarr um die Mannschaft kam hinzu, dass die SGD kurzzeitig ohne Aufsichtsrat dastand und kurz vor der Handlungsunfähigkeit stand. Auch das Problem mit den Stadionnutzungsverträgen schwebte bei manchen Verantwortlichen im Kopf. Doch allmählich kamen die Leistungsträger zurück. Ein Timo Röttger, der lange Zeit verletzt war wurde zum Leistungsträger. Ein David Solga feierte ein fantastisches Debut bei seinem ersten Spiel für Dynamo gegen Wehen-Wiesbaden (3:1) und auch Sascha Pfeffer meldete sich fit und konnte wieder mit der Mannschaft trainieren. Lediglich Maik Wagefeld, der von Mauksch als Kapitän abgesetzt wurde, war noch im Verletztenlazarett enthalten. So geht man mit 23 Punkten aus 21 Spielen in die Rückrunde und versucht eine ähnlich gute Rückrunde zu spielen. Einmal mehr war Halil Savran die Lebensversicherung der SGD und erzielte in dieser Saison bereits 9 Treffer. Ich denke, mit der manchen Neuverpflichtung, die der Verein tätigen wird, kann sich die Mannschaft nur noch verstärken und kann guten Mutes in das Jahr 2010 gehen. Und mal ganz ehrlich: Dieses Stadion, diese Stadt, dieser mit Tradition vollgestopfte Verein ist doch wirklich zu schade für die 4.Liga. - Zusammen mit den herausragenden Fans und dem Stadion wäre es doch wirklich großartig zu sehen, wenn in ein paar Jahren wieder Bundesligafussball auf dem "Dresdener Geläuf" im Rudolf-Harbig-Stadion stattfindet.
Aufrufe: 317 | Kommentare: 0 | Bewertungen: 0 | Erstellt:26.12.2009
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