09.03.2009 um 23:44 Uhr
Müncher Sieger-Gen in Schwaben?
Merkwürdiges tut sich gerade in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt. Nachdem man im Verlauf der Vorrunde die immer dünner werdende Abstiegsluft spüren konnte, riecht man derzeit nur die herrliche europäische Luft. Vergessen sind die schlechten Auftritte des VfBs zu Beginn der Saison. Das 0:3 in Dortmund, das 1:4 in Wolfsburg, das 0:2 zu Hause gegen deutlich überlegene Leverkusener; allesamt landeten im Papierkorb der VfB-Fan-Festplatte.
Die Schwaben leben im hier und jetzt. Und das hier und jetzt ist: Platz 6, 3 Punkte zu den Champions-League-Rängen. Ahh, eine herrliche Luft hier oben.
Verbunden ist dieser Aufschwung ganz eng mit einem Namen: Marcus Babbel. Der 36-jährige Bayer hat es sich bequem gemacht im Sessel des Cheftrainers, den Ex-Trainer Armin Veh ihm hinterlassen hat. Kuschelig warm gesessen wurde der Trainerstuhl vom Vorgänger Veh jedoch nicht hinterlassen. Platz 11, 13 Punkte Rückstand zum Tabellenführer und geografischen Nachbarn aus Hoffenheim. Doch was der sympathische Bayer aus der Mannschaft bisher gemacht hat ist beachtlich. Ohne Trainerlizenz führte er den VfB ganz nah an die internationalen Ränge heran. Er holte in der Liga, zusammen mit seinem Team, 21 von möglichen 27 Punkten (Veh holte in 14 Spielen zuvor lediglich 18 Punkte).
Die Frage ist allerdings: was hat Marcus Babbel überhaupt geändert? Hat er profitiert von den „Abnutzungserscheinungen" des Ex-Coaches, der gegen Ende seiner Amtszeit die durchaus verkorkste Transferpolitik zugab? Oder hat er womöglich bei der 1:5-Niederlage im DFB-Pokal zu Hause gegen den FC Bayern, den Münchnern das berühmt berüchtigte Sieger-Gen geklaut oder haben diese das Sieger-Gen in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena vergessen? Die Krise beim FC Hollywood würde das natürlich erklären. Marcus Babbel wird aber natürlich einen Teufel tun, dies vor der Presse zuzugeben.
Aber zurück zu den Fakten. Er stellte das von Veh meistens zelebrierte 4-4-2 System mit einer Raute im Mittelfeld, auf eine 4-4-2 mit zwei Sechsern vor der Abwehr um. Khedira und Hitzlsperger, statt dem in der Winterpause in die Heimat zurückgekehrte Pavel Pardo. Das gab dem Defensiv-Verbund zwar noch nicht die Sicherheit, die sich die Schwaben erhoffen, die Statistik beweist jedoch, dass unter Babbel die Gegentore weniger wurden. Speziell bei den zuletzt so unbeliebten Auswärtsspielen scheint das System zu greifen.
Auffällig ist ebenfalls das Stuttgart auf diversen Punkten nun sogar Alternativen zum Stammpersonal hat, die Druck auf die erste Mannschaft macht. Elson, Niedermayer, Gebhart, Schieber um nur einige Namen zu nennen, die in die Mannschaft drücken bzw. ihr Plätzchen in der Stammelf schon gefunden haben. Konkurrenz belebt ja, wie wir alle wissen, das Geschäft.
Bleibt abzuwarten, wo der VfB Stuttgart am Ende der Saison landet. Das internationale Geschäft ist in Reichweite und fest im Blick der Schwaben. Ob der UEFA-Cup ein Grund für Mario Gomez ist, in Stuttgart zu bleiben, ist fraglich. Er wird, so sind sich die Meisten sich sicher, nach der Saison den Abflug machen. (wie nach dem Tor gegen Dortmund gezeigt. Nein, lieber DFB, das war keine Werbung für den Energy-Drink).
Eine weitere Baustelle, die sich laut Manager Horst Heldt in den nächsten Wochen klären soll, ist die Torwartposition. Falls sich Herr Lehmann für eine weitere Saison im grasgrünen Stuttgarter Torwartdress entscheiden sollte, wäre das natürlich eine wichtige Stütze, die bleiben würde, in der doch jungen Stuttgarter Mannschaft.
Für die VfB-Fans bleibt nur zu hoffen, dass sich die Stuttgarter mit dem DFB in Sachen Trainerlizenz einigen können. Die in den Medien aufgetauchte Blockunterricht-Methode scheint für beide Seiten ein denkbarer Kompromiss zu sein.
Die Schwaben leben im hier und jetzt. Und das hier und jetzt ist: Platz 6, 3 Punkte zu den Champions-League-Rängen. Ahh, eine herrliche Luft hier oben.
Verbunden ist dieser Aufschwung ganz eng mit einem Namen: Marcus Babbel. Der 36-jährige Bayer hat es sich bequem gemacht im Sessel des Cheftrainers, den Ex-Trainer Armin Veh ihm hinterlassen hat. Kuschelig warm gesessen wurde der Trainerstuhl vom Vorgänger Veh jedoch nicht hinterlassen. Platz 11, 13 Punkte Rückstand zum Tabellenführer und geografischen Nachbarn aus Hoffenheim. Doch was der sympathische Bayer aus der Mannschaft bisher gemacht hat ist beachtlich. Ohne Trainerlizenz führte er den VfB ganz nah an die internationalen Ränge heran. Er holte in der Liga, zusammen mit seinem Team, 21 von möglichen 27 Punkten (Veh holte in 14 Spielen zuvor lediglich 18 Punkte).
Die Frage ist allerdings: was hat Marcus Babbel überhaupt geändert? Hat er profitiert von den „Abnutzungserscheinungen" des Ex-Coaches, der gegen Ende seiner Amtszeit die durchaus verkorkste Transferpolitik zugab? Oder hat er womöglich bei der 1:5-Niederlage im DFB-Pokal zu Hause gegen den FC Bayern, den Münchnern das berühmt berüchtigte Sieger-Gen geklaut oder haben diese das Sieger-Gen in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena vergessen? Die Krise beim FC Hollywood würde das natürlich erklären. Marcus Babbel wird aber natürlich einen Teufel tun, dies vor der Presse zuzugeben.
Aber zurück zu den Fakten. Er stellte das von Veh meistens zelebrierte 4-4-2 System mit einer Raute im Mittelfeld, auf eine 4-4-2 mit zwei Sechsern vor der Abwehr um. Khedira und Hitzlsperger, statt dem in der Winterpause in die Heimat zurückgekehrte Pavel Pardo. Das gab dem Defensiv-Verbund zwar noch nicht die Sicherheit, die sich die Schwaben erhoffen, die Statistik beweist jedoch, dass unter Babbel die Gegentore weniger wurden. Speziell bei den zuletzt so unbeliebten Auswärtsspielen scheint das System zu greifen.
Auffällig ist ebenfalls das Stuttgart auf diversen Punkten nun sogar Alternativen zum Stammpersonal hat, die Druck auf die erste Mannschaft macht. Elson, Niedermayer, Gebhart, Schieber um nur einige Namen zu nennen, die in die Mannschaft drücken bzw. ihr Plätzchen in der Stammelf schon gefunden haben. Konkurrenz belebt ja, wie wir alle wissen, das Geschäft.
Bleibt abzuwarten, wo der VfB Stuttgart am Ende der Saison landet. Das internationale Geschäft ist in Reichweite und fest im Blick der Schwaben. Ob der UEFA-Cup ein Grund für Mario Gomez ist, in Stuttgart zu bleiben, ist fraglich. Er wird, so sind sich die Meisten sich sicher, nach der Saison den Abflug machen. (wie nach dem Tor gegen Dortmund gezeigt. Nein, lieber DFB, das war keine Werbung für den Energy-Drink).
Eine weitere Baustelle, die sich laut Manager Horst Heldt in den nächsten Wochen klären soll, ist die Torwartposition. Falls sich Herr Lehmann für eine weitere Saison im grasgrünen Stuttgarter Torwartdress entscheiden sollte, wäre das natürlich eine wichtige Stütze, die bleiben würde, in der doch jungen Stuttgarter Mannschaft.
Für die VfB-Fans bleibt nur zu hoffen, dass sich die Stuttgarter mit dem DFB in Sachen Trainerlizenz einigen können. Die in den Medien aufgetauchte Blockunterricht-Methode scheint für beide Seiten ein denkbarer Kompromiss zu sein.
Aufrufe: 1168 | Kommentare: 4 | Bewertungen: 13 | Erstellt:09.03.2009
ø 7.0
KOMMENTARE
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10.03.2009 | 01:38 Uhr
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EdHardy22 :
Ich fand den Blog recht gut, aber die überschrift und den alten Groschen mit dem Siegergen sind hier Contraproduktiv. Es wäre viel Authentischer gewesen, wenn du das weggelassen hättest.
10.03.2009 | 18:42 Uhr
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Ste :
Manchmal wirkt eine Luftveränderung bei einer Mannschaft Wunder. Aber Babbels Erfolg ist schon irgendwie seltsam. Bestes Beispiel Elson, der seit 2005 im Verein ist, nie von sich Reden machte und plötzlich Leistung bringt. Mal schauen, ob das andauert und wie sich die Geschichte mit dem DFB entwickelt. Babbel würde ich es gönnen, er kommt sehr sympathisch rüber.
11.03.2009 | 12:16 Uhr
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Was Elson angeht muss ich widersprechen, den hatte schon Veh wieder ausgegraben und ihm einem Stammplatz gegeben, Babbel hat ihn dann erstmal wieder auf die Bank gesetzt, obwohl er bei jedem Einsatz bester Mann war.
Inzwischen scheint aber selbst Black Babbel erkannt, dass er einfach ein Klassemann ist...
@Oschii
Schöner Blog, gefällt mir sehr gut, aber der Typ heißt Niedermeier mit ei net ay^^
10 Punkte
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