07.Oktober 2008
20.12.2007 um 08:12 Uhr
LeBron ist eine coole Socke
Die Tür zur Kabine der Cleveland Cavaliers öffnet sich und da sitzt er: King James. Nur mit einem Handtuch bekleidet, die Füße zum Kühlen in Eis gestreckt. Wirklich lässig. Fünf Sekunden später hat er ungefähr 40 Mikrofone um sich herum. Professionell wie nahezu ja alle Stars in Amerika beantwortet James eine Frage nach der anderen, während ich gleichzeitig noch sehen muss, wie Drew Gooden nebenan duscht. Muss man nicht gesehen haben. Ganz schnell zurück zum frustrierten LeBron. James hatte sich viel vorgenommen für den Auftritt im Garden. In New York, in der berühmtesten Arena der Welt zu spielen, ist einfach immer etwas ganz Spezielles für die Superstars. Das war früher bei Michael Jordan so und das ist jetzt bei LeBron James so.
Aber was soll er alleine machen? Der Rest der Cavs ist so schlecht, das gibt es gar nicht. Das ist jetzt keine neue Erkenntnis, aber nachdem ich es jetzt vor Ort gesehen habe, ist es mir noch bewusster geworden. James (32 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists, 6 Steals) hat alles versucht, einer seiner Moves im ersten Viertel war alleine die Reise wert, aber es reicht halt nicht. Der Witz des Tages war noch, dass Cavs-Coach Mike Brown nach dem Spiel meinte, sein Team hätte die kriselnden Knicks wohl auf die leichte Schulter genommen und gedacht, dass man das sowieso gewinnen würde. Als ob Cleveland so tollen Basketball spielen würde. Wie viel haben die jetzt verloren, 9 aus 11 oder so? Und im letzten Spiel haben sie Double-Overtime benötigt – gegen Milwaukee. Na ja, James hat dann auch gemeint, dass das überhaupt nicht sein könne. Mir tut er echt Leid. Da hat Cleveland den besten Spieler auf dem Planeten, aber hält es nach wie vor nicht für nötig, ihm gescheite Mitspieler an die Seite zu stellen. Ein Point Guard – soll nicht so unwichtig sein im Basketball – wäre zum Beispiel nicht schlecht. James hätte es verdient. Denn für ihn gilt das, was auch für Tiger Woods, Roger Federer oder Sidney Crosby gilt. Es ist der Wille, immer noch besser werden zu wollen. Nie zufrieden zu sein. Alle haben sie unglaubliches Talent, aber sie sind auch deswegen die Nummer 1 ihrer Sportart, weil niemand härter trainiert als sie. Beispiel von heute: 50 Minuten vor Tipoff sind eigentlich nur die Leute auf dem Feld, die nicht zur Rotation gehören. Aber wer ist auch da? Richtig, LeBron James, der Freiwürfe trainiert. Beeindruckend.
Für die Knicks auf der anderen Seite, war der 108:90-Sieg natürlich ganz wichtig. Vor allem für Isiah Thomas. Am Tag gab es hier vor dem Madison Square Garden nämlich Fan-Proteste, welche die Entlassung von Thomas forderten. Frei dem Motto: Diesen Müll können wir nicht länger ertragen und da man im MSG keine "Fire Isiah"-Schilder hochhalten darf, weil man sonst von der Security verwarnt oder sogar abgeführt wird, muss man es eben auf der Straße machen. Thomas kann sich auf jeden Fall erstmal bei David Leeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee bedanken, dass die Knicks diesmal keine Buhrufe bekamen (außer Isiah Thomas schon fast traditionell bei der Vorstellung vor dem Spiel), sondern mit Standing Ovations verabschiedet wurden. Eddy Curry hatte nach zwei Minuten zwei schnelle Fouls auf dem Konto, so dass Thomas dazu gezwungen wurde, endlich mal auf den Publikumsliebling zu setzen. Lee spielte überragend (22 Punkte, 11 Rebounds) und brachte vor allem viel, viel Energie ins Spiel. Der Höhepunkt war dann noch Nate Robinson (1,75 Meter) dunken zu sehen.
Einige Beobachtungen:
-Sehr seltsame Aufwärmübung von Referee Marc Davis, sah aus wie Ski-Gymnastik.
-New York ist wirklich tough, nicht nur für die Spieler, für jeden, auch für die Zuschauer. Da wirst Du sogar ausgebuht, wenn Du als Sumo-Ringer verkleidet in der Halbzeit-Pause keine gute Show ablieferst.
-Damon Jones, der selbst ernannte best angezogene Mann der Welt, hat mich schwer enttäuscht. Komischer Strick-Pulli, schlechte Jeans, ging gar nicht.
-A-Prominenz im Garden: Einen Tag nach Mario Lemieux war jetzt schon wieder ein Held von mir da: Jerome Bettis. The Bus! Stark!
Fazit: Dritter Tag in New York, dritter Abend im Madison Square Garden, daran könnte ich mich gewöhnen. Ich glaube, ich werde hier bleiben. Im Trump Tower ist ganz oben auch eine ganz nette Wohnung frei…
Aber was soll er alleine machen? Der Rest der Cavs ist so schlecht, das gibt es gar nicht. Das ist jetzt keine neue Erkenntnis, aber nachdem ich es jetzt vor Ort gesehen habe, ist es mir noch bewusster geworden. James (32 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists, 6 Steals) hat alles versucht, einer seiner Moves im ersten Viertel war alleine die Reise wert, aber es reicht halt nicht. Der Witz des Tages war noch, dass Cavs-Coach Mike Brown nach dem Spiel meinte, sein Team hätte die kriselnden Knicks wohl auf die leichte Schulter genommen und gedacht, dass man das sowieso gewinnen würde. Als ob Cleveland so tollen Basketball spielen würde. Wie viel haben die jetzt verloren, 9 aus 11 oder so? Und im letzten Spiel haben sie Double-Overtime benötigt – gegen Milwaukee. Na ja, James hat dann auch gemeint, dass das überhaupt nicht sein könne. Mir tut er echt Leid. Da hat Cleveland den besten Spieler auf dem Planeten, aber hält es nach wie vor nicht für nötig, ihm gescheite Mitspieler an die Seite zu stellen. Ein Point Guard – soll nicht so unwichtig sein im Basketball – wäre zum Beispiel nicht schlecht. James hätte es verdient. Denn für ihn gilt das, was auch für Tiger Woods, Roger Federer oder Sidney Crosby gilt. Es ist der Wille, immer noch besser werden zu wollen. Nie zufrieden zu sein. Alle haben sie unglaubliches Talent, aber sie sind auch deswegen die Nummer 1 ihrer Sportart, weil niemand härter trainiert als sie. Beispiel von heute: 50 Minuten vor Tipoff sind eigentlich nur die Leute auf dem Feld, die nicht zur Rotation gehören. Aber wer ist auch da? Richtig, LeBron James, der Freiwürfe trainiert. Beeindruckend.
Für die Knicks auf der anderen Seite, war der 108:90-Sieg natürlich ganz wichtig. Vor allem für Isiah Thomas. Am Tag gab es hier vor dem Madison Square Garden nämlich Fan-Proteste, welche die Entlassung von Thomas forderten. Frei dem Motto: Diesen Müll können wir nicht länger ertragen und da man im MSG keine "Fire Isiah"-Schilder hochhalten darf, weil man sonst von der Security verwarnt oder sogar abgeführt wird, muss man es eben auf der Straße machen. Thomas kann sich auf jeden Fall erstmal bei David Leeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee bedanken, dass die Knicks diesmal keine Buhrufe bekamen (außer Isiah Thomas schon fast traditionell bei der Vorstellung vor dem Spiel), sondern mit Standing Ovations verabschiedet wurden. Eddy Curry hatte nach zwei Minuten zwei schnelle Fouls auf dem Konto, so dass Thomas dazu gezwungen wurde, endlich mal auf den Publikumsliebling zu setzen. Lee spielte überragend (22 Punkte, 11 Rebounds) und brachte vor allem viel, viel Energie ins Spiel. Der Höhepunkt war dann noch Nate Robinson (1,75 Meter) dunken zu sehen.
Einige Beobachtungen:
-Sehr seltsame Aufwärmübung von Referee Marc Davis, sah aus wie Ski-Gymnastik.
-New York ist wirklich tough, nicht nur für die Spieler, für jeden, auch für die Zuschauer. Da wirst Du sogar ausgebuht, wenn Du als Sumo-Ringer verkleidet in der Halbzeit-Pause keine gute Show ablieferst.
-Damon Jones, der selbst ernannte best angezogene Mann der Welt, hat mich schwer enttäuscht. Komischer Strick-Pulli, schlechte Jeans, ging gar nicht.
-A-Prominenz im Garden: Einen Tag nach Mario Lemieux war jetzt schon wieder ein Held von mir da: Jerome Bettis. The Bus! Stark!
Fazit: Dritter Tag in New York, dritter Abend im Madison Square Garden, daran könnte ich mich gewöhnen. Ich glaube, ich werde hier bleiben. Im Trump Tower ist ganz oben auch eine ganz nette Wohnung frei…
Aufrufe: 829 | Kommentare: 5 | Bewertungen: 8 | Erstellt:20.12.2007
ø 8.0
NEUESTE KOMMENTARE KOMMENTIEREN
22.12.2007 | 17:00 Uhr
oliver : christoph!?
alkohol oder philosophische bücher? beides ist in zu hohen maßen gefährlich... ist so. oder so.
oliver : christoph!?
alkohol oder philosophische bücher? beides ist in zu hohen maßen gefährlich... ist so. oder so.
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oliver : vielleicht wusste ...
... damon jones ja, dass er modemäßig gegen dich sowieso nicht anstinken kann, weshalb er sich dann gleich gar keine mühe mehr gegeben und zum strickpulli gegriffen hat...