22.07.2011 um 09:51 Uhr
Löw contra Ballack
Versöhnliches Ende ausgeschlossen
Die medialen Wogen haben sich vorübergehend ein wenig geglättet. Doch dies ändert nichts daran, dass die Fronten zwischen Bundestrainer Jogi Löw und Michael Ballack mehr als verhärtet bleiben. Und je näher das Freundschaftsspiel gegen Brasilien am 10. August rückt, das für Ballack zum Abschiedsspiel aus der Nationalmannschaft werden sollte, desto intensiver werden die Diskussionen in diesem „nationalen Streitfall" wieder aufkommen.
Dass der ehemalige Kapitän dieses Spiel, das für ihn nach Wunsch von Löw und des DFB das würdige „Abschiedsgeschenk" sein sollte, doch noch annehmen wird, ist nahezu ausgeschlossen. Unter den jetzigen Umständen nicht vorstellbar. Denn von weiterer Gesprächsbereitschaft beider Seiten herrscht keine Spur. Doch was nutzt der Dialog, wenn man so sehr aneinander vorbeiredet? Wie kann es sein, dass der Konsens des ominösen Gesprächs vom 30. März dieses Jahres so gegensätzlich interpretiert wird, wie vom Bundestrainer und seinem früheren Spielführer?
Der eine, Löw, behauptet er habe in dieser Unterhaltung Ballack klar und offen zu verstehen gegeben, dass er aufgrund der Entwicklung der jüngeren Spieler künftig nicht mehr mit ihm plane. Der Leverkusener hingegen schöpfte aus diesem Gespräch neue, ernsthafte Hoffnungen auf eine baldige Wiederkehr in die DFB-Auswahl.
Unglücklich, dass Löw den 98-fachen Nationalspieler vor Bekanntgabe seiner Entscheidung vor rund fünf Wochen zu einem erneuten Gespräch nicht erreichen konnte und ihn somit vor vollendete Tatsachen stellte. Dies passt jedoch wieder in das Bild der zuletzt offenbar ausgeprägten Kommunikationsprobleme beider Parteien.
Eine Hau-Ruck-Aktion des Trainers, hätte er doch nach dieser, seit Ballacks Verletzung vor der WM 2010 schwelenden Debatte auch noch ein paar weitere Tage und eine Verständigung mit dem ehemaligen „Capitano" abwarten können.
Die Voraussetzungen für eine am Ende einvernehmliche Trennung und Verabschiedung Ballacks vom DFB sind nun denkbar ungünstig. Ob einer der Beiden einen Versuch zur Klärung der Verhältnisse unternimmt, scheint darüber hinaus äußerst fraglich.
Löw wollte mit dieser Entscheidung Klarheit schaffen und die Personalie Ballack nach monatelangen Diskussionen endlich zur Ruhe bringen. Das Gegenteil hat er erreicht. Fest steht auf jeden Fall: Gewinner in dieser Auseinandersetzung gibt es keine. Und das erscheint für zwei verdiente und anerkannte Persönlichkeiten des Deutschen Fußballs äußerst bedauerlich.
Die medialen Wogen haben sich vorübergehend ein wenig geglättet. Doch dies ändert nichts daran, dass die Fronten zwischen Bundestrainer Jogi Löw und Michael Ballack mehr als verhärtet bleiben. Und je näher das Freundschaftsspiel gegen Brasilien am 10. August rückt, das für Ballack zum Abschiedsspiel aus der Nationalmannschaft werden sollte, desto intensiver werden die Diskussionen in diesem „nationalen Streitfall" wieder aufkommen.
Dass der ehemalige Kapitän dieses Spiel, das für ihn nach Wunsch von Löw und des DFB das würdige „Abschiedsgeschenk" sein sollte, doch noch annehmen wird, ist nahezu ausgeschlossen. Unter den jetzigen Umständen nicht vorstellbar. Denn von weiterer Gesprächsbereitschaft beider Seiten herrscht keine Spur. Doch was nutzt der Dialog, wenn man so sehr aneinander vorbeiredet? Wie kann es sein, dass der Konsens des ominösen Gesprächs vom 30. März dieses Jahres so gegensätzlich interpretiert wird, wie vom Bundestrainer und seinem früheren Spielführer?
Der eine, Löw, behauptet er habe in dieser Unterhaltung Ballack klar und offen zu verstehen gegeben, dass er aufgrund der Entwicklung der jüngeren Spieler künftig nicht mehr mit ihm plane. Der Leverkusener hingegen schöpfte aus diesem Gespräch neue, ernsthafte Hoffnungen auf eine baldige Wiederkehr in die DFB-Auswahl.
Unglücklich, dass Löw den 98-fachen Nationalspieler vor Bekanntgabe seiner Entscheidung vor rund fünf Wochen zu einem erneuten Gespräch nicht erreichen konnte und ihn somit vor vollendete Tatsachen stellte. Dies passt jedoch wieder in das Bild der zuletzt offenbar ausgeprägten Kommunikationsprobleme beider Parteien.
Eine Hau-Ruck-Aktion des Trainers, hätte er doch nach dieser, seit Ballacks Verletzung vor der WM 2010 schwelenden Debatte auch noch ein paar weitere Tage und eine Verständigung mit dem ehemaligen „Capitano" abwarten können.
Die Voraussetzungen für eine am Ende einvernehmliche Trennung und Verabschiedung Ballacks vom DFB sind nun denkbar ungünstig. Ob einer der Beiden einen Versuch zur Klärung der Verhältnisse unternimmt, scheint darüber hinaus äußerst fraglich.
Löw wollte mit dieser Entscheidung Klarheit schaffen und die Personalie Ballack nach monatelangen Diskussionen endlich zur Ruhe bringen. Das Gegenteil hat er erreicht. Fest steht auf jeden Fall: Gewinner in dieser Auseinandersetzung gibt es keine. Und das erscheint für zwei verdiente und anerkannte Persönlichkeiten des Deutschen Fußballs äußerst bedauerlich.
Aufrufe: 355 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 2 | Erstellt:22.07.2011
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KOMMENTARE
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22.07.2011 | 11:29 Uhr
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DieZecke :
Da stehen in der Hauptsache Fakten, die nun wirklich jeder kennt. Daher nicht lesenswert!
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