05.September 2008
30.06.2008 um 20:33 Uhr
Kleiner Nachbar, wieso so klein?
Wien, Rathausplatz nach dem Abpfiff.
Wir haben verloren - Schade.
Aber leider musste sich jeder halbwegs nüchterne Deutsche eingestehen, dass es schon seine Richtigkeit hatte.
Kurz durchgeatmet - Deutschland ist VizeEuropameister, auch nicht schlecht.
Mit diesen süß-sauren Gedanken wollte ich mich nun an den lustigen und gutgelaunten spanischen Spanienfans vorbei auf den Heimweg machen.
Erste Zwischenfrage des aufmerksamen Lesers: Wie spanische Spanienfans?
Was mir erst in der Zeit nach dem Abpfiff so richtig klar wurde ist, eine erschreckend große Anzahl Einheimischer hat schlicht und ergreifend den Mittelstreifen der Flagge ausgetauscht.
"Aus weiß mach gelb" war offensichtlich das Motto der, an diesem Abend, wenig neutralen Gastgeber.
Im Gegensatz zur verständlichen Freude der Spanier entlud sich doch bei den Österreichern eine ganz andere Emotion. Der SuperGAU war gerade noch einmal verhindert worden: "Gott sei dank, die Piefkes san net Europameista"
Ein wenig verdutzt war ich, als ich die ersten zarten Äußerungen der österreichischen Spaniern empfing. Als ich noch etwas geknickt, die Deutschlandfahne wenig feierlich umgeschwungen, an den aufgereiten Snack und Getränkeständen vorbeiging, wurde ich wenig sanft an das Scheitern unserer Elf errinnert:
"Hä!!! Scheiße Oda!?HäHäHä"
Ich: "Hmmm. Wie Bitte? Was denn Scheiße?"
Die (Dame mittleren Alters, leicht alkoholisiert, hoffe ich): "Des da" gestikuliert geifernd auf mein Fahne.
Verwirrt aber sensibilisiert ging ich weiter meines Weges. Plötzlich fielen mir immer mehr interessante Details auf. Ein Fan mit dem vielsagenden T-Shirt Aufdruck: " Ich bin Fan von zwei Mannschaften: Meiner (Österreich) und der, die gegen Deutschland gewinnt."
Die Zahl der falschen Spanienfans die ausschließlich Lieder der Häme über den geschlagenen Gegner vor sich hin trällerten schien sich immer mehr zu steigern.
Der Heimweg wurde nun noch beschwerlicher als er es mit Niederlage im Gepäck eh schon war.
Das Gefühl war wie bei einem Gewitter nach zwei Wochen Sommerhitze. Immer geballter entlud sich die Erleichterung der Österreicher.
Und das erfreuliche aus österreichischer Sicht, ich konnte beim besten Willen keinen Generationenkonflikt erkennen. Jung und Alt grölten und beschimpften fröhlich vereint.
Mir wurde klar, dass die Camouflage der Österreicher nicht das Ziel hatte, die Spanier aus nachvollziehbaren, sportlichen Gründen zu unterstützen, nein, vielmehr ging es wirklich ausschließlich darum gegen Deutschland zu sein.
Jeder kennt die üblichen kleinen Sticheleien die gerne auf allen Ebenen zwischen diesen beiden Ländern ausgetauscht werden. Gestern hatte ich doch leider das Gefühl, es ist ein wenig komplizierter, ähnlich wie bei Geschwistern die sich Ihre ganze Kindheit über necken, als Erwachsene jedoch feststellen, für den einen war es Spaß, für den anderen bitterer Ernst.
Endlich aus der Fanzone draussen - endlich Ruhe!
Weit gefehlt. Die Innenstadt hielt noch weitere Überraschungen bereit!
Die Hoffnung bei ausgedünnter Fanpopulation würden sich auch die ausgiebigen Bekundungen der Schadenfreude ein wenig einbremsen bestätigten sich leider nicht.
Je weniger Menschen meinen Weg kreuzten desto individueller wurde ich beschimpft. Meine totale und freundlich lächelnde Passivität, die mich in diesem Moment unmenschliche Überwindung gekostet hat, half leider auch nicht gegen das offensichtlich Unvermeidliche.
Es wurde munter ausgelacht und mit dem Finger gezeigt, von Dächer und aus Fenstern gegröhlt, aus vorbeifahrenden Auto gehupt und eindeutig gestikuliert.
Was der Österreicher den Deutschen definitv nicht zutraut, ist dass sie sehr wohl auch mal verlieren können und sich auch eingestehen können, dass der Gegner besser sein kann.
Als ich nach einer halben Ewigkeit endlich meine Wohnungstür hinter mir zu machen konnte, hatte ich eher das Gefühl ich wäre nach Canossa und nicht in den dritten Wiener Gemeindebezirk gegangen.
Längst war jeder Gedanke an ein Fussballspiel vergessen, wohl eher verdrängt von einer Vielzahl an konfusen Gefühlen und einer beissenden Frage, die sich mir nach meinem Spießrutenlauf aufdrängte:
Wieso, zur Hölle, hassen uns die Österreicher so sehr?!!?
Alles was bleibt ist ein sehr fader Beigeschmack und die Erkenntnis, dass es nie mehr so sein wird wie es war, zu erschreckend waren die hasserfüllten Sticheleien und das ganz und gar unsportliche Verhalten.
Gastfreundschaft in einem Tourismusland sieht für mich definitiv etwas anders aus.
In diesem Sinne:
"nimmer wieder, nimmer wieder, nimmer wieder Österreich"
Wir haben verloren - Schade.
Aber leider musste sich jeder halbwegs nüchterne Deutsche eingestehen, dass es schon seine Richtigkeit hatte.
Kurz durchgeatmet - Deutschland ist VizeEuropameister, auch nicht schlecht.
Mit diesen süß-sauren Gedanken wollte ich mich nun an den lustigen und gutgelaunten spanischen Spanienfans vorbei auf den Heimweg machen.
Erste Zwischenfrage des aufmerksamen Lesers: Wie spanische Spanienfans?
Was mir erst in der Zeit nach dem Abpfiff so richtig klar wurde ist, eine erschreckend große Anzahl Einheimischer hat schlicht und ergreifend den Mittelstreifen der Flagge ausgetauscht.
"Aus weiß mach gelb" war offensichtlich das Motto der, an diesem Abend, wenig neutralen Gastgeber.
Im Gegensatz zur verständlichen Freude der Spanier entlud sich doch bei den Österreichern eine ganz andere Emotion. Der SuperGAU war gerade noch einmal verhindert worden: "Gott sei dank, die Piefkes san net Europameista"
Ein wenig verdutzt war ich, als ich die ersten zarten Äußerungen der österreichischen Spaniern empfing. Als ich noch etwas geknickt, die Deutschlandfahne wenig feierlich umgeschwungen, an den aufgereiten Snack und Getränkeständen vorbeiging, wurde ich wenig sanft an das Scheitern unserer Elf errinnert:
"Hä!!! Scheiße Oda!?HäHäHä"
Ich: "Hmmm. Wie Bitte? Was denn Scheiße?"
Die (Dame mittleren Alters, leicht alkoholisiert, hoffe ich): "Des da" gestikuliert geifernd auf mein Fahne.
Verwirrt aber sensibilisiert ging ich weiter meines Weges. Plötzlich fielen mir immer mehr interessante Details auf. Ein Fan mit dem vielsagenden T-Shirt Aufdruck: " Ich bin Fan von zwei Mannschaften: Meiner (Österreich) und der, die gegen Deutschland gewinnt."
Die Zahl der falschen Spanienfans die ausschließlich Lieder der Häme über den geschlagenen Gegner vor sich hin trällerten schien sich immer mehr zu steigern.
Der Heimweg wurde nun noch beschwerlicher als er es mit Niederlage im Gepäck eh schon war.
Das Gefühl war wie bei einem Gewitter nach zwei Wochen Sommerhitze. Immer geballter entlud sich die Erleichterung der Österreicher.
Und das erfreuliche aus österreichischer Sicht, ich konnte beim besten Willen keinen Generationenkonflikt erkennen. Jung und Alt grölten und beschimpften fröhlich vereint.
Mir wurde klar, dass die Camouflage der Österreicher nicht das Ziel hatte, die Spanier aus nachvollziehbaren, sportlichen Gründen zu unterstützen, nein, vielmehr ging es wirklich ausschließlich darum gegen Deutschland zu sein.
Jeder kennt die üblichen kleinen Sticheleien die gerne auf allen Ebenen zwischen diesen beiden Ländern ausgetauscht werden. Gestern hatte ich doch leider das Gefühl, es ist ein wenig komplizierter, ähnlich wie bei Geschwistern die sich Ihre ganze Kindheit über necken, als Erwachsene jedoch feststellen, für den einen war es Spaß, für den anderen bitterer Ernst.
Endlich aus der Fanzone draussen - endlich Ruhe!
Weit gefehlt. Die Innenstadt hielt noch weitere Überraschungen bereit!
Die Hoffnung bei ausgedünnter Fanpopulation würden sich auch die ausgiebigen Bekundungen der Schadenfreude ein wenig einbremsen bestätigten sich leider nicht.
Je weniger Menschen meinen Weg kreuzten desto individueller wurde ich beschimpft. Meine totale und freundlich lächelnde Passivität, die mich in diesem Moment unmenschliche Überwindung gekostet hat, half leider auch nicht gegen das offensichtlich Unvermeidliche.
Es wurde munter ausgelacht und mit dem Finger gezeigt, von Dächer und aus Fenstern gegröhlt, aus vorbeifahrenden Auto gehupt und eindeutig gestikuliert.
Was der Österreicher den Deutschen definitv nicht zutraut, ist dass sie sehr wohl auch mal verlieren können und sich auch eingestehen können, dass der Gegner besser sein kann.
Als ich nach einer halben Ewigkeit endlich meine Wohnungstür hinter mir zu machen konnte, hatte ich eher das Gefühl ich wäre nach Canossa und nicht in den dritten Wiener Gemeindebezirk gegangen.
Längst war jeder Gedanke an ein Fussballspiel vergessen, wohl eher verdrängt von einer Vielzahl an konfusen Gefühlen und einer beissenden Frage, die sich mir nach meinem Spießrutenlauf aufdrängte:
Wieso, zur Hölle, hassen uns die Österreicher so sehr?!!?
Alles was bleibt ist ein sehr fader Beigeschmack und die Erkenntnis, dass es nie mehr so sein wird wie es war, zu erschreckend waren die hasserfüllten Sticheleien und das ganz und gar unsportliche Verhalten.
Gastfreundschaft in einem Tourismusland sieht für mich definitiv etwas anders aus.
In diesem Sinne:
"nimmer wieder, nimmer wieder, nimmer wieder Österreich"
Aufrufe: 1631 | Kommentare: 36 | Bewertungen: 9 | Erstellt:30.06.2008
ø 10.0
NEUESTE KOMMENTARE KOMMENTIEREN
01.07.2008 | 03:18 Uhr
nemanja : Traurig, Traurig
Aber danke für die offene, schonungslose Dokumentation des Spießrutenlaufes...wie Checker79 schon sagte:
"Was will man schlussendlich von einer Mentalität erwarten, die ihre fußballerische Identität auf ein einziges, fast komplett bedeutungsloses Ereignis vor über drei Jahrzehnten am anderen Ende der Welt beschränkt."
Ich denke damit ist alles gesagt...
nemanja : Traurig, Traurig
Aber danke für die offene, schonungslose Dokumentation des Spießrutenlaufes...wie Checker79 schon sagte:
"Was will man schlussendlich von einer Mentalität erwarten, die ihre fußballerische Identität auf ein einziges, fast komplett bedeutungsloses Ereignis vor über drei Jahrzehnten am anderen Ende der Welt beschränkt."
Ich denke damit ist alles gesagt...
01.07.2008 | 07:31 Uhr
XANAX :
ich bin an der österreichischen grenzen gross geworden, und, ich sags mal durch die blume, die österreichische antipathie gegen uns deutsche kann man sich nicht vorstellen wenn man es nicht selber erlebt hat. das einzige was die an (von) uns mögen ist unser geld. früher (noch lange vor der währungsreform) gabs 2 verschiedene speisekarten, die normale und die für deutsche mit natürlich höheren preisen. bzw wurde immer versucht bei der rechnung bzw mit dem wechselgeld zu bescheissen. ich kann auch die deutschen nicht verstehen die in diesen land urlaub machen, weil der össi seine "freundlichkeit" nur vorspielt um an unser geld zu kommen. aber was solls, es ist nun mal so dass wir nicht besonders beliebt sind, nicht nur in österreich. aber das ist ein anderes thema und hat auch nichts mit fussball zu tun1
XANAX :
ich bin an der österreichischen grenzen gross geworden, und, ich sags mal durch die blume, die österreichische antipathie gegen uns deutsche kann man sich nicht vorstellen wenn man es nicht selber erlebt hat. das einzige was die an (von) uns mögen ist unser geld. früher (noch lange vor der währungsreform) gabs 2 verschiedene speisekarten, die normale und die für deutsche mit natürlich höheren preisen. bzw wurde immer versucht bei der rechnung bzw mit dem wechselgeld zu bescheissen. ich kann auch die deutschen nicht verstehen die in diesen land urlaub machen, weil der össi seine "freundlichkeit" nur vorspielt um an unser geld zu kommen. aber was solls, es ist nun mal so dass wir nicht besonders beliebt sind, nicht nur in österreich. aber das ist ein anderes thema und hat auch nichts mit fussball zu tun1
01.07.2008 | 20:56 Uhr
macfriend :
Des oanzig guade was vo de Nussa kimmt, muass ma ena zu sprechn, sin de Crosser. KTM is wirklich top. Aba in der Gegend wo i wohn, direkt an da Grenz, ham mir an Hass auf de und de auf uns. So is es hoid und wead glab imma so bleim.
macfriend :
Des oanzig guade was vo de Nussa kimmt, muass ma ena zu sprechn, sin de Crosser. KTM is wirklich top. Aba in der Gegend wo i wohn, direkt an da Grenz, ham mir an Hass auf de und de auf uns. So is es hoid und wead glab imma so bleim.
01.07.2008 | 21:10 Uhr
Josh10 :
Du hättest einfach völlig abfeiern müssen und laut gröhlend nach Hause laufen müssen.
Fahne wild schwenkend und mit nem richtigen Siegerausdruck im Gesicht.
Yes, wir sind Vize-Europameister!!!!
Vor Holland, Italien, Frankreich, Russland, Portugal und den anderen Ambitionierten und dann noch gannnnnzz weit vor Österreich
Ich glaub das hätten ihnen den letzten Rest gegeben.
Darauf wäre ihnen nichts mehr eingefallen und den Dösis ihr ausgeprägter Minderwertigkeitskomplex, steigt ins unermessliche.
Josh10 :
Du hättest einfach völlig abfeiern müssen und laut gröhlend nach Hause laufen müssen.
Fahne wild schwenkend und mit nem richtigen Siegerausdruck im Gesicht.
Yes, wir sind Vize-Europameister!!!!
Vor Holland, Italien, Frankreich, Russland, Portugal und den anderen Ambitionierten und dann noch gannnnnzz weit vor Österreich

Ich glaub das hätten ihnen den letzten Rest gegeben.
Darauf wäre ihnen nichts mehr eingefallen und den Dösis ihr ausgeprägter Minderwertigkeitskomplex, steigt ins unermessliche.
01.07.2008 | 21:11 Uhr
ImtheBesturtheRest : Österreich
komisch! Ich war (na gut^^) vorletzes Jahr aufm Novarock und wurde dort von einer sehr netten und hilfsbereiten österreichischen Bande aufgenommen, verpflegt und versorgt^^ Danke nochmal!
Aber ich glaube das hängt schon von der EM ab. Sie haben sich (wie wir auch) Hoffnung gemacht und wir ham se rausgehauen. Ich glaube da wär auch jeder Deutsche sauer. ;)
ImtheBesturtheRest : Österreich
komisch! Ich war (na gut^^) vorletzes Jahr aufm Novarock und wurde dort von einer sehr netten und hilfsbereiten österreichischen Bande aufgenommen, verpflegt und versorgt^^ Danke nochmal!
Aber ich glaube das hängt schon von der EM ab. Sie haben sich (wie wir auch) Hoffnung gemacht und wir ham se rausgehauen. Ich glaube da wär auch jeder Deutsche sauer. ;)
01.07.2008 | 21:19 Uhr
fishmac99 : Der blanke Neid...
Ich war am Wochenende auch in Wien und kann Deine Schilderungen 100%ig bestätigen. Häme und teilweise wirklich blanker Hass schlug einem da nach dem Spiel entgegen.
Die Erklärung für diesese Phänomen ist aber relativ einfach. Als Bayernfan kennt man den Neid, der einem erfolgreichen Verein/Land entgegenschlägt.
fishmac99 : Der blanke Neid...
Ich war am Wochenende auch in Wien und kann Deine Schilderungen 100%ig bestätigen. Häme und teilweise wirklich blanker Hass schlug einem da nach dem Spiel entgegen.
Die Erklärung für diesese Phänomen ist aber relativ einfach. Als Bayernfan kennt man den Neid, der einem erfolgreichen Verein/Land entgegenschlägt.
01.07.2008 | 21:21 Uhr
bunsenallstar :
interessanter blog, ich kannst gar nicht glauben (warum haben die darüber nix in den nachrichten gebracht?)
... traurig, aber was solls ...
bunsenallstar :
interessanter blog, ich kannst gar nicht glauben (warum haben die darüber nix in den nachrichten gebracht?)
... traurig, aber was solls ...
01.07.2008 | 21:52 Uhr
t33mu : Ein schöner Blog, ...
aber viele, die hier so entsetzt und enttäuscht tun, sind doch wieder diejenigen, die uns Bayernfans auf der Arbeit, in der Uni oder in der Schule nach einer Niederlage auslachen.
Das passt sehr dazu: "Ich bin Fan von zwei Mannschaften: Meiner (Österreich) und der, die gegen Deutschland gewinnt."
Wenn man Österreich durch Dortmund, Bremen etc. und Deutschland durch Bayern ersetzt, hat man die Situation, die sich tagtäglich auch in Deutschland abspielt!
Aber lasst die Ösis doch ihren Spaß an unserer Niederlage haben. Das ist einfach ein armes Völkchen, dessen Nationalteam bei DEM Großereignis im eigenen Land im Gegensatz zu Deutschland 2006 alles vergeigt hat!
t33mu : Ein schöner Blog, ...
aber viele, die hier so entsetzt und enttäuscht tun, sind doch wieder diejenigen, die uns Bayernfans auf der Arbeit, in der Uni oder in der Schule nach einer Niederlage auslachen.
Das passt sehr dazu: "Ich bin Fan von zwei Mannschaften: Meiner (Österreich) und der, die gegen Deutschland gewinnt."
Wenn man Österreich durch Dortmund, Bremen etc. und Deutschland durch Bayern ersetzt, hat man die Situation, die sich tagtäglich auch in Deutschland abspielt!
Aber lasst die Ösis doch ihren Spaß an unserer Niederlage haben. Das ist einfach ein armes Völkchen, dessen Nationalteam bei DEM Großereignis im eigenen Land im Gegensatz zu Deutschland 2006 alles vergeigt hat!
01.07.2008 | 22:52 Uhr
Gilles :
Gleich mal vorneweg: ich bin weder Deutscher noch Österreicher!
Schadenfreude gehört halt einfach zum Fussball dazu, wie t33mu schon geschrieben hat hat sich wohl schon jeder mal über die "scheiss Bayern" aufgeregt, falls man nicht gerade selsbt Fan ist.
Und als neutraler Betrachter kann ich die Österreicher auch teilweise verstehen; so wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.
Die "Feindschaft" zwischen den Deutschen und den Ösis gibts ja auch nicht erst seit gestern. Was erwartest du denn wen die Österreicher in der deutschen Klatschpresse Zeilen wie "die Welt zu Gast bei Verlierern" lesen? Und das war nur die Spitze des Eisbergs aus teilweise sehr nerviger Überheblichkeit die täglich in den deutschen Medien zu beobachten war. Denkst du die feiern dann mit dir die Vize-europameisterschaft?
Klar kann man sich über Erfolg freuen, wenn man aber mit nur 2/5 guten Spielen im Finale steht, dann aber jedem unter die Nase reibt wie toll man ist braucht sich nicht zu wundern wenn einem nach einer Niederlage dann Häme entgegenschlägt.
Auch wen das schon krass klingt wie du es beschrieben hast, aber beim Fussball kochen die Emotionen halt mal über, und solange niemand handgreiflich geworden ist kannst du ja da auch drüberstehen.
Daher muss man doch nicht jedesmal ein Fass aufmachen und sich als armes Opfer darstellen(wie im Fall Löw), vielleicht einfach mal an die eigene Nase fassen...
Gilles :
Gleich mal vorneweg: ich bin weder Deutscher noch Österreicher!
Schadenfreude gehört halt einfach zum Fussball dazu, wie t33mu schon geschrieben hat hat sich wohl schon jeder mal über die "scheiss Bayern" aufgeregt, falls man nicht gerade selsbt Fan ist.
Und als neutraler Betrachter kann ich die Österreicher auch teilweise verstehen; so wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.
Die "Feindschaft" zwischen den Deutschen und den Ösis gibts ja auch nicht erst seit gestern. Was erwartest du denn wen die Österreicher in der deutschen Klatschpresse Zeilen wie "die Welt zu Gast bei Verlierern" lesen? Und das war nur die Spitze des Eisbergs aus teilweise sehr nerviger Überheblichkeit die täglich in den deutschen Medien zu beobachten war. Denkst du die feiern dann mit dir die Vize-europameisterschaft?
Klar kann man sich über Erfolg freuen, wenn man aber mit nur 2/5 guten Spielen im Finale steht, dann aber jedem unter die Nase reibt wie toll man ist braucht sich nicht zu wundern wenn einem nach einer Niederlage dann Häme entgegenschlägt.
Auch wen das schon krass klingt wie du es beschrieben hast, aber beim Fussball kochen die Emotionen halt mal über, und solange niemand handgreiflich geworden ist kannst du ja da auch drüberstehen.
Daher muss man doch nicht jedesmal ein Fass aufmachen und sich als armes Opfer darstellen(wie im Fall Löw), vielleicht einfach mal an die eigene Nase fassen...
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Checker79 : TRAURIG
Extrem ernüchternde Schilderung der Realität bei unseren Nachbarn.
Aber: Was will man schlussendlich von einer Mentalität erwarten, die ihre fußballerische Identität auf ein einziges, fast komplett bedeutungsloses Ereignis vor über drei Jahrzehnten am anderen Ende der Welt beschränkt.
Hohn und Spott sind sicherlich oft die Kinder von Neid und Missgunst - in diesem wirklich erschreckenden (v.a. in diesem Ausmaße) Fall, erscheint es mir aber eher so, als hießen die Eltern Paranoia und Minderwertigkeitskomplex. Wie stark der Realitätsverlust bei den ösis im Bezug auf Sportereignisse ist, erlebt man bei fast jeder ORF-Berichterstattung von Ski- oder F1-Rennen. (Stichwort: Maßlose Enttäuschung über "nur" vierfachen Sieg im Abfahrtslauf oder Alexander Wurz in jedem Rennen der wahre "man of the race") - oftmals haben ich den Eindruck, wirklich erhaben sind nur die direkt Beteiligten (Hickersberger, Lauda oder Assinger).
Als tröstendes Fazit bleibt nur: Bis AUT das nächste Großereignis zugesprochen bekommt - und das dürfte frühestens die WM 2054 - werden sie in der Alpenrepublik nicht mal mehr in die Nähe einer Teilnahme an EM oder WM kommen, die Sportart Fußball alle zwei Jahre in den Sommermonaten wieder gänzlich ignorieren und somit werden wir bis dahin auch von solchen traurigen Zwischenfällen verschont bleiben. 2054 kostet der Liter Benzin dann auch 453 Euronen und damit werde ich mir gar nicht die Frage stellen, mal vor Ort vorbeizuschauen.