07.08.2009 um 10:13 Uhr
Jörn Andersen-Gründe für das Aus
Die Meldung ist sicher hier jedem noch bekannt. Mainz 05 verlor blamabel gegen den VFB Lübeck in Pokalrunde 1 und zwei Tage dannach musste Trainer Jörn Andersen gehen, der Mann, der geschafft hatte was Klopp zuvor nicht gelungen war - Mainz 05 in die 1. Liga zu führen.
Aber ist das wirklich so einfach? Haben die Mainzer ihren Aufstiegstrainer nur wegen dem Pokalaus rausgeworfen? Wenn man genauer drüber nachdenkt, merkt man das da etwas nicht stimmen kann. So blöd wäre nicht mal der FC Schalke 04.
Es muss also noch mehr im Argen gelegen haben und das Pokalaus war lediglich der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte, schließlich sind Manager Heidel und Präsident Harald Strutz sonst nicht für spontane Personalentscheidungen bekannt.
Aber auch die Erklärung der Verantwortlichen, der Trainer habe nicht mehr mit der Philosophie des Vereins übereingestimmt, habe zu wenig mit der Mannschaft geredet, kling im ersten Moment banal und nicht nachvollziehbar. Der Erfolg rechtfertigt schließlich die Mittel.
Fakt ist, das vereinsintern schon beim Aufstieg gewitzelt wurde, das Team sei als Mannschaft ohne Trainer aufgestiegen. Der Grund: bereits in der Winterpause wurde von der Mannschaft kritisiert, das das Defensivverhalten zu wenig trainiert und erklärt wurde. Angeblich trainierten und motivierten die Spieler sich daraufhin selbst und das Wort des Trainers verlor folgerichtig an Gehör. Diese Entwicklung gipfelte in der Niederlage in Aachen, wo eine Krisensitzung über die Zukunft des Vereins und des Trainers entscheiden sollte. Doch man behielt Andersen, da man die Mannschaft in dieser entscheidenden Phase nicht destabilisieren wollte und man behielt recht. Mainz stieg auf und die Medien feierten Andersen als Aufstiegstrainer, obwohl intern wohl klar war, das er soviel zum Aufstieg nicht beigetragen hatte.
Aber die Verantwortlichen steckten in einer Zwickmühle. Man war sich über die inkompetenz des Trainers im klaren, der beinahe kein Gehör mehr bei den Spielern fand -dies aber auch nicht suchte- konnte ihn aber nicht direkt nach dem Aufstieg entlassen, die Euphorie der Mainzer über den neuen Trainer und dessen Leistung war zu groß.
Was folgte war der nächste Fehler: Allen Ratschlägen und Hinweisen des Fitnesstrainers zum trotz ließ Andersen die Profis im Trainingslager zu hart trainieren und es ist nicht auszuschließen das diese Überbelastung an den vielen Verletzten Mitschuld hatte.
Das Ausscheiden im Pokal brachten dann wohl das Fass zum Überlaufen. Die Verantwortlichen fanden, das es so nicht mehr weiter gehen konnte und entließen Andersen. Der Zeitpunkt war eigentlich schon zu spät, aber besser zu spät als nie.
Dabei spricht es für Mainz, das von all diesen Entwicklungen nichts an die Öffentlichkeit gedrungen ist.
Aber ist das wirklich so einfach? Haben die Mainzer ihren Aufstiegstrainer nur wegen dem Pokalaus rausgeworfen? Wenn man genauer drüber nachdenkt, merkt man das da etwas nicht stimmen kann. So blöd wäre nicht mal der FC Schalke 04.
Es muss also noch mehr im Argen gelegen haben und das Pokalaus war lediglich der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte, schließlich sind Manager Heidel und Präsident Harald Strutz sonst nicht für spontane Personalentscheidungen bekannt.
Aber auch die Erklärung der Verantwortlichen, der Trainer habe nicht mehr mit der Philosophie des Vereins übereingestimmt, habe zu wenig mit der Mannschaft geredet, kling im ersten Moment banal und nicht nachvollziehbar. Der Erfolg rechtfertigt schließlich die Mittel.
Fakt ist, das vereinsintern schon beim Aufstieg gewitzelt wurde, das Team sei als Mannschaft ohne Trainer aufgestiegen. Der Grund: bereits in der Winterpause wurde von der Mannschaft kritisiert, das das Defensivverhalten zu wenig trainiert und erklärt wurde. Angeblich trainierten und motivierten die Spieler sich daraufhin selbst und das Wort des Trainers verlor folgerichtig an Gehör. Diese Entwicklung gipfelte in der Niederlage in Aachen, wo eine Krisensitzung über die Zukunft des Vereins und des Trainers entscheiden sollte. Doch man behielt Andersen, da man die Mannschaft in dieser entscheidenden Phase nicht destabilisieren wollte und man behielt recht. Mainz stieg auf und die Medien feierten Andersen als Aufstiegstrainer, obwohl intern wohl klar war, das er soviel zum Aufstieg nicht beigetragen hatte.
Aber die Verantwortlichen steckten in einer Zwickmühle. Man war sich über die inkompetenz des Trainers im klaren, der beinahe kein Gehör mehr bei den Spielern fand -dies aber auch nicht suchte- konnte ihn aber nicht direkt nach dem Aufstieg entlassen, die Euphorie der Mainzer über den neuen Trainer und dessen Leistung war zu groß.
Was folgte war der nächste Fehler: Allen Ratschlägen und Hinweisen des Fitnesstrainers zum trotz ließ Andersen die Profis im Trainingslager zu hart trainieren und es ist nicht auszuschließen das diese Überbelastung an den vielen Verletzten Mitschuld hatte.
Das Ausscheiden im Pokal brachten dann wohl das Fass zum Überlaufen. Die Verantwortlichen fanden, das es so nicht mehr weiter gehen konnte und entließen Andersen. Der Zeitpunkt war eigentlich schon zu spät, aber besser zu spät als nie.
Dabei spricht es für Mainz, das von all diesen Entwicklungen nichts an die Öffentlichkeit gedrungen ist.
Aufrufe: 504 | Kommentare: 2 | Bewertungen: 2 | Erstellt:07.08.2009
ø 10.0
KOMMENTARE
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07.08.2009 | 12:11 Uhr
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Samy113 :
Was mir noch aufgefallen ist, dass einer der Spieler nach dem ersten Training mit Tuchel sagte: Das Training macht endlich wieder Spass. Außerdem muß die Sprachbarriere doch größer gewesen sein, im Stress muß Andersen seine Deutschkentnisse komplett vergessen haben.
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So haben die Verantwortlichen vielleicht gerade nochmal rechtzeitig das Ruder herumgerissen, sodass das Ziel Klassenerhalt jetzt in Angriff genommen werden kann.