16.12.2011 um 11:23 Uhr
J. Klopp im Europapokal
Jürgen Klopp, er gilt mittlerweile als einer der rennomiertesten Trainer Deutschlands, beim FC Bayern wird er gehandelt wie auch bei einigen Fußballsachverständigen als zukünftiger Bundestrainer. Warum dies so ist, dürfte hinlänglich bekannt sein, erfrischendes und eloquentes Auftreten in der Öffentlichkeit kombiniert mit Schlagfertigkeit und Humor auf der einen Seite und immer größer werdender sportlicher Erfolg, der nach Aufstiegen und folgenden Klassenerhalten mit den Außenseitern aus Mainz zuletzt in der Meisterschaft beim BVB mündete, den Schritt für Schritt und schneller als für möglich gehalten zurück zu alter Stärke führen konnte.
So groß und außergewöhnlich diese Erfolge auch sein mögen, mit ihnen verbunden sind letztendlich auch unweigerlich Auftritte in den europäischen Wettbewerben und wenn man sich dort die Leistungen von Klopp trainierter Mannschaften über die Jahre anschaut muss man sich fragen, ob sie sich nicht selbst um den Lohn ihrer hart erarbeiteten Erfolge auf nationaler Ebene bringen. Zumindest aber entstehen bei Anhängern Borussia Dortmunds mittlerweile wohl gemischte Gefühle wenn sie die Wörter Champions League oder Europa League zu hören bekommen.
Werfen wir also einen Blick auf die nackten Zahlen. Insgesamt hat Jürgen Klopp als Trainer von Mainz 05 und Borussia Dortmund 18 Europapokalspiele bestritten bei einem leicht positiven Torverhältnis von 24:23 gelangen 6 Siege, 5 Remis und 7 Niederlagen, und somit 23 Punkte. Rechnet man das auf eine Bundesligasaison hoch, reicht das für einen Platz im Mittelfeld der Tabelle, mit dem Abstieg wird man nichts zutun bekommen.
Mit dieser Bilanz gelang es Klopp genau eine Runde im Europacup zu überstehen, Runde 1 in 2010 gegen Qarabag Agdam aus Azerbaijan... Auch fällt auf das 6 der an und für sich nicht komplett zuverachtenden 23 Punkte aus 18 Spielen gegen diesen wohl zweifellos kompletten Außenseiter geholt wurden. Wo kommen also die restlichen 17 her? Wirft man einen genaueren Blick auf die Begegnungen entdeckt man, ein wohl den meisten eher unbekanntes Team aus der Ukraine, Kaparty Lviv, gegen das weitere 6 Punkte errungen wurden, auch ein totaler Underdog denen in der Gruppenphase der Europa League nur ein weiterer Punkt gelang, nämlich gegen das schon für die 3. Runde qualifizierte Paris Saint Germain. Sicher, solche Spiele müssen auch erst gewonnen werden, und das es nicht immer einfach ist dürfe nicht zuletzt auch der BVB in teilweise sehr ausgeglichenen Spielen gegen diese No-Name Teams bemerkt haben. Aber trotzdem wäre sicher alles außer die volle Punktausbeute gegen sie eine große Überraschung im negativen Sinne.
Zieht man also diese 12 Punkte gegen auf dem Papier (sehr) leichte und sicher maximal auf 2. Liga Niveau befindliche Gegner ab bleiben von den ursprünglich 23 nur noch 11 Punkte in 14 Spielen übrig. Hochgerechnet würde diese Punkteausbeute einem Bundesliga-Absteiger sicher gut zu Gesicht stehen.
Gegen was für ein Kaliber von Vereinen wurden also die restlichen 11 Punkte verbucht? Guckt man auf die Spielpläne entdeckt man vornehmlich Teams die ich mal gutes europäisches Mittelmaß nennnennen würde, Udinese, PSG (zu dem Zeitpunkt), Piräus, Marseille, Sevilla und auch Arsenal hat diese Saison sicher keine überragende Mannschaft. Alles namhafte Vereine und Stammgäste in den europäischen Wettbewerben, die sich aber nie unter den absoluten Topteams etablieren konnten und nichts das man nicht auch in der Bundesliga zu finden wäre. Das der BVB rein spielerisch selten die schlechtere Mannschaft war ist hinlänglich bekannt, daher möchte ich mich hier auf die statistischen Elemente beschränken. Anmerken sollte man auch das in diesen 14 spielen lediglich 3 Siege gelangen, ein mehr als bescheidener Wert, genauso wie das Torverhältnis von 12:20.
Schlussfolgernd möchte ich sagen das ein Blick auf die nackten Zahlen sicherlich das unterstreicht was viele denken, nämlich Klopp und der Europapokal, das passt (noch) nicht. Dabei muss man sicherlich anmerken das Er bisher mit einem totalen Außenseiter (Mainz), der sich nur über die Fair-Play-Wertung qualifiziert hatte und dem jungen und unerfahrenen Team von Borussia Dortmund angetreten ist und große Erfolge kaum zu erwarten waren. Trotzdem stehen die großen nationalen Erfolge im krassen Gegensatz zu den in Europa gezeigten Leistungen. In der Bundesliga gelingt es zu überraschen, international tut es dies nicht, aus der demzufolge gestiegenen Erwartungshaltung entstehen Enttäuschung und Frustration bei den Fans. Bleibt nur zu hoffen das in der Zukunft das es Jürgen Klopp in der Zukunft gelingt das Ruder herumzureißen und das Spiel der von ihm trainierten Mannschaften und die Erfordernisse des europäischen Fußballs anzupassen.
So groß und außergewöhnlich diese Erfolge auch sein mögen, mit ihnen verbunden sind letztendlich auch unweigerlich Auftritte in den europäischen Wettbewerben und wenn man sich dort die Leistungen von Klopp trainierter Mannschaften über die Jahre anschaut muss man sich fragen, ob sie sich nicht selbst um den Lohn ihrer hart erarbeiteten Erfolge auf nationaler Ebene bringen. Zumindest aber entstehen bei Anhängern Borussia Dortmunds mittlerweile wohl gemischte Gefühle wenn sie die Wörter Champions League oder Europa League zu hören bekommen.
Werfen wir also einen Blick auf die nackten Zahlen. Insgesamt hat Jürgen Klopp als Trainer von Mainz 05 und Borussia Dortmund 18 Europapokalspiele bestritten bei einem leicht positiven Torverhältnis von 24:23 gelangen 6 Siege, 5 Remis und 7 Niederlagen, und somit 23 Punkte. Rechnet man das auf eine Bundesligasaison hoch, reicht das für einen Platz im Mittelfeld der Tabelle, mit dem Abstieg wird man nichts zutun bekommen.
Mit dieser Bilanz gelang es Klopp genau eine Runde im Europacup zu überstehen, Runde 1 in 2010 gegen Qarabag Agdam aus Azerbaijan... Auch fällt auf das 6 der an und für sich nicht komplett zuverachtenden 23 Punkte aus 18 Spielen gegen diesen wohl zweifellos kompletten Außenseiter geholt wurden. Wo kommen also die restlichen 17 her? Wirft man einen genaueren Blick auf die Begegnungen entdeckt man, ein wohl den meisten eher unbekanntes Team aus der Ukraine, Kaparty Lviv, gegen das weitere 6 Punkte errungen wurden, auch ein totaler Underdog denen in der Gruppenphase der Europa League nur ein weiterer Punkt gelang, nämlich gegen das schon für die 3. Runde qualifizierte Paris Saint Germain. Sicher, solche Spiele müssen auch erst gewonnen werden, und das es nicht immer einfach ist dürfe nicht zuletzt auch der BVB in teilweise sehr ausgeglichenen Spielen gegen diese No-Name Teams bemerkt haben. Aber trotzdem wäre sicher alles außer die volle Punktausbeute gegen sie eine große Überraschung im negativen Sinne.
Zieht man also diese 12 Punkte gegen auf dem Papier (sehr) leichte und sicher maximal auf 2. Liga Niveau befindliche Gegner ab bleiben von den ursprünglich 23 nur noch 11 Punkte in 14 Spielen übrig. Hochgerechnet würde diese Punkteausbeute einem Bundesliga-Absteiger sicher gut zu Gesicht stehen.
Gegen was für ein Kaliber von Vereinen wurden also die restlichen 11 Punkte verbucht? Guckt man auf die Spielpläne entdeckt man vornehmlich Teams die ich mal gutes europäisches Mittelmaß nennnennen würde, Udinese, PSG (zu dem Zeitpunkt), Piräus, Marseille, Sevilla und auch Arsenal hat diese Saison sicher keine überragende Mannschaft. Alles namhafte Vereine und Stammgäste in den europäischen Wettbewerben, die sich aber nie unter den absoluten Topteams etablieren konnten und nichts das man nicht auch in der Bundesliga zu finden wäre. Das der BVB rein spielerisch selten die schlechtere Mannschaft war ist hinlänglich bekannt, daher möchte ich mich hier auf die statistischen Elemente beschränken. Anmerken sollte man auch das in diesen 14 spielen lediglich 3 Siege gelangen, ein mehr als bescheidener Wert, genauso wie das Torverhältnis von 12:20.
Schlussfolgernd möchte ich sagen das ein Blick auf die nackten Zahlen sicherlich das unterstreicht was viele denken, nämlich Klopp und der Europapokal, das passt (noch) nicht. Dabei muss man sicherlich anmerken das Er bisher mit einem totalen Außenseiter (Mainz), der sich nur über die Fair-Play-Wertung qualifiziert hatte und dem jungen und unerfahrenen Team von Borussia Dortmund angetreten ist und große Erfolge kaum zu erwarten waren. Trotzdem stehen die großen nationalen Erfolge im krassen Gegensatz zu den in Europa gezeigten Leistungen. In der Bundesliga gelingt es zu überraschen, international tut es dies nicht, aus der demzufolge gestiegenen Erwartungshaltung entstehen Enttäuschung und Frustration bei den Fans. Bleibt nur zu hoffen das in der Zukunft das es Jürgen Klopp in der Zukunft gelingt das Ruder herumzureißen und das Spiel der von ihm trainierten Mannschaften und die Erfordernisse des europäischen Fußballs anzupassen.
Aufrufe: 1441 | Kommentare: 16 | Bewertungen: 29 | Erstellt:16.12.2011
ø 3.3
KOMMENTARE
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16.12.2011 | 11:39 Uhr
+2
-3
Mir fehlt hier einfach ein Erklärungsansatz für die Diskrepanz zwischen nationaler und internationalen Leistungen.
16.12.2011 | 11:39 Uhr
+2
-5
marseille und arsenal kann man aber wohl kaum europäisches mittelmaß nennen.
16.12.2011 | 11:47 Uhr
+3
-1
timmy36 :
jetzt bitte ich dich aber ! was ist denn marseille dann ? top club, oder wie ? ...
16.12.2011 | 11:56 Uhr
+1
-1
16.12.2011 | 11:57 Uhr
0
0
Rheodred :
Ich schliesse mich PassionPit an.
Das Mainz als Mini-Ckub, der über die Fairplay Wertung mal Europa schnuppern durfte, kaum der Maßstab ist, schreibst Du selbst.
Bleiben also zur Betrachtung der "Leistungsfähigkeit" von Klopp die Ergebnisse des BVB übrig.
Hier bleibst Du jeglichen Argumentationsansatz schuldig.
Was waren/sind Deiner Meinung nach die Fehler, die Klopp gemacht hat? Falsche Taktik, falsches Personal, falsche Wechsel, was auch immer?
Auf all das gehst Du nicht ein, somit kann ich auch nicht mehr als 5 Punkte geben.
Da Du selbst keinerlei Argumentation -in welche Richtung auch immer- bietest, haben wir eigentlich noch nichtmal einen Diskussionsansatz.
Bitte nicht falsch verstehen, ich meine damit nicht, dass Klopp keine Fehler gemacht hätte oder Ähnliches.
Ich hätte halt nur erwartet, dass Du, wenn du dich zu einem solchen Blog motiviert fühlst, eben auch benennst, wo diese Fehler Deiner Meinung nach lagen/liegen.
Vielleicht kannst Du uns das ja in den Kommentaren nachreichen.
16.12.2011 | 12:21 Uhr
+2
-1
Arbeiter :
nunja ich hatte im grunde nicht vor hier auf die direkten versäumnisse jürgen klopps einzugehen und diese ausführlich zu anlysieren. vielmehr wollte ich einen genaueren blick auf die eigentliche bilanz aus statistischer sicht geben. oftmals ergibt sich auf diese weise (zumindest für mich) ein überaschendes bild bezüglich der diskrepanz zwischen dem sujektiven eindurck und dem was die statistik aussagt. aufjedenfall erstmal danke für all die anregungen!
16.12.2011 | 12:22 Uhr
+1
-1
Boggler :
Tja ohne genaue Benennung der Klopp'schen Fehler wirkt es halt wie plumper Versuch deine Abneigung gg Klopp hinter einem Blog zu verstecken.
Sorry
16.12.2011 | 12:46 Uhr
+3
0
Sicher hat Kloppo nicht das Maximum rausgeholt, bspw. hätte ich erwartet, dass er seine Truppe mit mehr Selbstbewusstsein und Lässigkeit impfen würde, immerhin haben sie 3mal in Folge die Bayern geschlagen. Nicht zu unrecht und meist auch mit einer starken taktischen Leistung,
Aber Kloppo ist nicht dafür verantwortlich, dass sich Hummels, Subotic und einige andere üble Schnitzer erlaubt haben (denke nur mal an das 0:3 vs Marseille) und andererseits vorne die besten Chancen versiebt wurden.
Mental MUSS der BVB noch zulegen.
Spielerisch waren sie in ALLEN Europcupspielen (EL wie CL) auf Augenhöhe.
Da frag ich mich, was soll der Blog?
Stupides Kloppo-Bashing a la BILD?
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Allerdings geht es zum Schluss etwas zu plötzlich zu Ende (weiß nicht ob das evtl an der Zeichenbegrenzung liegt)
Sonst jedoch gut zu lesen
8pt