23.06.2009 um 18:25 Uhr
Ist der Fußball eine Hure?
Ein Thema mit dem sich in dieser Zeit viele Leute beschäftigen- gibt es noch so etwas, dass man früher Vereinstreue nannte? Ist jeder käuflich? Demba Ba, Robinho, Franck Ribery oder auch Cristiano Ronaldo sind Namen, die in solchen Fällen als Fußballhuren und Söldner bezeichnet werden, aber sind solche Aussagen wirklich gerechtfertigt?Würde nicht jeder normale Bürger seinen Arbeitsplatz wechseln wenn er sich in einem Betrieb nicht mehr wohl fühlt oder irgendwo anders mehr Geld verdienen könnte oder dort einfach bessere Aufstiegsmöglichkeiten sieht?
Cristiano Ronaldo
Wenn nicht der Beste, dann zumindest der kompletteste Fußballer der Neuzeit. Ob Maßflanke, präzise Kopfbälle sowie Torabschlüsse oder die schwierigsten Tricks- er beherrscht einfach alles. Trotz schwerer Kindheit hat er sich in der Jugendakademie von Sporting und später unter seinem Ziehvater Alex Ferguson, wie er auch selbst sagt, zu einem Weltklassespieler entwickelt.Hoch anzurechnen ist ihm, dass er sich gegen Ende immer um Ruhe bemühte und mit seinem Wechsel so dem Verein auch nicht nachhaltig geschadet hat. Wie er sagt war es schon immer sein Traum für Real Madrid zu spielen und finanzielle Gründe haben da meiner Meinung nach auch keine Rolle gespielt. Auch Manchester United gehört zu den größten, angesehensten und wohlhabensten Vereinen der Welt, ja dass sage ich trotz der imensen Schulden. Auch dort hat er gutes Geld verdient. Außerdem darf man bei dem Wechseltheater auch nicht vergessen wie alt Cristiano ist. Zwar ist er mit seinen 24 Jahren ein genialer Fußballer, aber auch für ihn waren diese Erfahrungen neu, da es sein erster Wechsel "im Rampenlicht" war. Es ist absolut legitim zum Verein mit der bewegensten und erfolgreichsten Vereinshistorie zu wechseln , nachdem er mit United alles erreicht hat. Der Transfer erinnert mich sehr stark an den von Michael Schuhmacher von Benetton zur Scuderia. Auch er wechselte das Team, nachdem er alles erreicht hatte, um sich einen Kindheitstraum zu erfüllen. Außerdem finde ich, dass er zumindest zum Ende alles zum Wohle des Vereins , den Fans und der eigenen Mannschaft getan hat. Auch wenn er einige Fehler speziell im Umgang mit den Medien gemacht hat, war er ein würdiger Beckham-Nachfolger, hat viel zu den Erfolgen des Vereins beigetragen und wird für immer einen Platz als Held in der United-Geschichte einnehmen. Nun sollte ihm keiner den Wechsel verübeln und ich bin mir sicher auch die United-Fans,die heute noch wütend sind, werden ihm in ein paar Jahren dankbar für diese tolle Zeit sein.
Robinho
Eine klasse Fußballer, der aber wohl noch lieber das Geld zählt, dass er per anno verdient, als Fußball zu spielen. Fußballerisch hat er das Zeug einer der Besten zu werden, aber charakterlich wird es daran wohl scheitern. Schon bei seinem Wechsel aus seiner Heimat Brasilien in Richtung Real Madrid drohte er, wenn er nicht wechseln dürfe mit Ärger und kündigte an nie wieder für den FC Santos spielen zu wollen. Damals noch verständlich aufgrund der immensen Ablöseforderung von Santos und der Entwicklungsmöglichlikeiten die ihm Real Madrid bot. Nachdem der Wechsel vollzogen war, war scheinbar ein Fußballmärchen in Erfüllung gegangen und es schien, als ob Robinho für den Rest seines Lebens bei Real Madrid unter Vetrtrag stehen würde. Aber der Schein trügt, nachdem Madrid eine Gehaltserhöhung nach dem ersten Jahr ablehnte, fühlte er sich nicht mehr akzeptiert und provozierte mit fadenscheinigen Aussagen den Verein und bereitete so seinen Wechsel vor. Wohin soll es gehen? Für einen Wechsel von Robinho kamen prinzipiell nur zwei Vereine in Frage, da nur diese bereit waren seinen überzogenen Gehaltsvorstellungen zu entsprechen- Chelsea oder ManCity. Nachdem die wahrscheinliche Variante, Chelsea, Real absagte, landete er bei dem englische Mittelklasseclub Man City, überspitzt gesagt das Frankfurt Englands. Dass das nicht seine letzte Station gewesen sein wird, macht er immer wieder deutlich und es scheint, wenn der nächste Verein kommt, wird er wieder alles tun um seinen Wechsel in die Wege zu leiten. Zur Zeit bringt er sich öffentlich beim FC Barcelona ins Spiel, aber auch einem Wechsel innerhalb Englands ist er nicht abgeneigt. Oder wer weiß, Achtung Ironie, wenn der Herr Hopp gerade spendabel ist, können wir ihn vielleicht auch bald in der Rhein-Neckar-Arena bewundern im Zusammenspiel mit Obasi, Eduardo und Demba Ba.
Obasi? Eduardo? Ba? Wer weiß, wo die ihre fußballerische Zukunft sehen.
Zusammenfassend ist zu Robinho zu sagen, dass er ein ganz Großer werden kann, wenn er Geld und seine Mitmenschen wirklich zu schätzen lernt
Demba Ba
"Ich will zum Vfb um Champions League zu spielen"- eine Aussage die man in allen deutschen Tageszeitungen täglich lesen kann. Ausschlaggebend ist wohl nicht nur die sportliche Perspekive sondern auch der finazielle Aspekt. Bei der TSG unterschrieb er einen, für einen Stürmer seiner Klasse relativ schlecht dotierten Vertrag, da er bis dato den Status eines Talents nicht überschritten hatte. Trotz gesundheitlicher Auffäligkeiten verpflichtete ihn die TSG und gab ihm die Chance sich in einer der vier besten und bedeutensten Fußballnationen zu beweisen. Von Dankbarkeit heute keine Spur, wer weiß ob heute auch nur ein Fußabllfachmann den Namen Demba Ba ohne Dietmar Hopp, Ralf Ragnick und Jan Schindelmeiser kennen würde. Doch dass ist unwichtig, Demba Ba hat nur seine eigene Zukunft im Auge für die er auch bereitet ist einen sehr unrühmlichen Weg einzuschlagen und nicht davor zurückschreckt im Streit zum neuen Erzfeind der TSG zu wechseln.
Allgemein ist zu sagen, dass die Vereinsidentifikation und Vereinstreue der Spieler im Laufe der Jahrzehnte deutlich gesunken ist und man für keinen mehr die Hand ins Feuer legen kann. Der Trend wird sich fortsetzen solange der Fußball so sehr von den finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Vereine abhängt. Was mich aber besonders erschüttert sind Spieler wie Manuel Neuer, denn ich übrigens für den am besten veranlagten deutschen Torhüter halte, der nicht in der Lage ist den Bayern, dem absoluten Erzfeind des FC Schalke 04 , dem er schon als kleiner Junge zujubelte, deutlich klarzumachen, dass ein Wechsel nicht in Frage kommt. Verträge sind keine Garantie mehr sondern eher eine Absicherung, um einen Weggang des Spielers durch die Ablösesumme zu kompensieren. Spieler wie Steven Gerrard, Paolo Maldini, Oliver Kahn und auch mit Abstrichen Wayne Rooney wird es in der Zukunft wohl kaum noch zu finden geben
Ich würde mich sehr über ehrlich gemeinte Kommentare freuen.
Cristiano Ronaldo
Wenn nicht der Beste, dann zumindest der kompletteste Fußballer der Neuzeit. Ob Maßflanke, präzise Kopfbälle sowie Torabschlüsse oder die schwierigsten Tricks- er beherrscht einfach alles. Trotz schwerer Kindheit hat er sich in der Jugendakademie von Sporting und später unter seinem Ziehvater Alex Ferguson, wie er auch selbst sagt, zu einem Weltklassespieler entwickelt.Hoch anzurechnen ist ihm, dass er sich gegen Ende immer um Ruhe bemühte und mit seinem Wechsel so dem Verein auch nicht nachhaltig geschadet hat. Wie er sagt war es schon immer sein Traum für Real Madrid zu spielen und finanzielle Gründe haben da meiner Meinung nach auch keine Rolle gespielt. Auch Manchester United gehört zu den größten, angesehensten und wohlhabensten Vereinen der Welt, ja dass sage ich trotz der imensen Schulden. Auch dort hat er gutes Geld verdient. Außerdem darf man bei dem Wechseltheater auch nicht vergessen wie alt Cristiano ist. Zwar ist er mit seinen 24 Jahren ein genialer Fußballer, aber auch für ihn waren diese Erfahrungen neu, da es sein erster Wechsel "im Rampenlicht" war. Es ist absolut legitim zum Verein mit der bewegensten und erfolgreichsten Vereinshistorie zu wechseln , nachdem er mit United alles erreicht hat. Der Transfer erinnert mich sehr stark an den von Michael Schuhmacher von Benetton zur Scuderia. Auch er wechselte das Team, nachdem er alles erreicht hatte, um sich einen Kindheitstraum zu erfüllen. Außerdem finde ich, dass er zumindest zum Ende alles zum Wohle des Vereins , den Fans und der eigenen Mannschaft getan hat. Auch wenn er einige Fehler speziell im Umgang mit den Medien gemacht hat, war er ein würdiger Beckham-Nachfolger, hat viel zu den Erfolgen des Vereins beigetragen und wird für immer einen Platz als Held in der United-Geschichte einnehmen. Nun sollte ihm keiner den Wechsel verübeln und ich bin mir sicher auch die United-Fans,die heute noch wütend sind, werden ihm in ein paar Jahren dankbar für diese tolle Zeit sein.
Robinho
Eine klasse Fußballer, der aber wohl noch lieber das Geld zählt, dass er per anno verdient, als Fußball zu spielen. Fußballerisch hat er das Zeug einer der Besten zu werden, aber charakterlich wird es daran wohl scheitern. Schon bei seinem Wechsel aus seiner Heimat Brasilien in Richtung Real Madrid drohte er, wenn er nicht wechseln dürfe mit Ärger und kündigte an nie wieder für den FC Santos spielen zu wollen. Damals noch verständlich aufgrund der immensen Ablöseforderung von Santos und der Entwicklungsmöglichlikeiten die ihm Real Madrid bot. Nachdem der Wechsel vollzogen war, war scheinbar ein Fußballmärchen in Erfüllung gegangen und es schien, als ob Robinho für den Rest seines Lebens bei Real Madrid unter Vetrtrag stehen würde. Aber der Schein trügt, nachdem Madrid eine Gehaltserhöhung nach dem ersten Jahr ablehnte, fühlte er sich nicht mehr akzeptiert und provozierte mit fadenscheinigen Aussagen den Verein und bereitete so seinen Wechsel vor. Wohin soll es gehen? Für einen Wechsel von Robinho kamen prinzipiell nur zwei Vereine in Frage, da nur diese bereit waren seinen überzogenen Gehaltsvorstellungen zu entsprechen- Chelsea oder ManCity. Nachdem die wahrscheinliche Variante, Chelsea, Real absagte, landete er bei dem englische Mittelklasseclub Man City, überspitzt gesagt das Frankfurt Englands. Dass das nicht seine letzte Station gewesen sein wird, macht er immer wieder deutlich und es scheint, wenn der nächste Verein kommt, wird er wieder alles tun um seinen Wechsel in die Wege zu leiten. Zur Zeit bringt er sich öffentlich beim FC Barcelona ins Spiel, aber auch einem Wechsel innerhalb Englands ist er nicht abgeneigt. Oder wer weiß, Achtung Ironie, wenn der Herr Hopp gerade spendabel ist, können wir ihn vielleicht auch bald in der Rhein-Neckar-Arena bewundern im Zusammenspiel mit Obasi, Eduardo und Demba Ba.
Obasi? Eduardo? Ba? Wer weiß, wo die ihre fußballerische Zukunft sehen.
Zusammenfassend ist zu Robinho zu sagen, dass er ein ganz Großer werden kann, wenn er Geld und seine Mitmenschen wirklich zu schätzen lernt
Demba Ba
"Ich will zum Vfb um Champions League zu spielen"- eine Aussage die man in allen deutschen Tageszeitungen täglich lesen kann. Ausschlaggebend ist wohl nicht nur die sportliche Perspekive sondern auch der finazielle Aspekt. Bei der TSG unterschrieb er einen, für einen Stürmer seiner Klasse relativ schlecht dotierten Vertrag, da er bis dato den Status eines Talents nicht überschritten hatte. Trotz gesundheitlicher Auffäligkeiten verpflichtete ihn die TSG und gab ihm die Chance sich in einer der vier besten und bedeutensten Fußballnationen zu beweisen. Von Dankbarkeit heute keine Spur, wer weiß ob heute auch nur ein Fußabllfachmann den Namen Demba Ba ohne Dietmar Hopp, Ralf Ragnick und Jan Schindelmeiser kennen würde. Doch dass ist unwichtig, Demba Ba hat nur seine eigene Zukunft im Auge für die er auch bereitet ist einen sehr unrühmlichen Weg einzuschlagen und nicht davor zurückschreckt im Streit zum neuen Erzfeind der TSG zu wechseln.
Allgemein ist zu sagen, dass die Vereinsidentifikation und Vereinstreue der Spieler im Laufe der Jahrzehnte deutlich gesunken ist und man für keinen mehr die Hand ins Feuer legen kann. Der Trend wird sich fortsetzen solange der Fußball so sehr von den finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Vereine abhängt. Was mich aber besonders erschüttert sind Spieler wie Manuel Neuer, denn ich übrigens für den am besten veranlagten deutschen Torhüter halte, der nicht in der Lage ist den Bayern, dem absoluten Erzfeind des FC Schalke 04 , dem er schon als kleiner Junge zujubelte, deutlich klarzumachen, dass ein Wechsel nicht in Frage kommt. Verträge sind keine Garantie mehr sondern eher eine Absicherung, um einen Weggang des Spielers durch die Ablösesumme zu kompensieren. Spieler wie Steven Gerrard, Paolo Maldini, Oliver Kahn und auch mit Abstrichen Wayne Rooney wird es in der Zukunft wohl kaum noch zu finden geben
Ich würde mich sehr über ehrlich gemeinte Kommentare freuen.
Aufrufe: 2210 | Kommentare: 43 | Bewertungen: 29 | Erstellt:23.06.2009
ø 9.0
KOMMENTARE
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23.06.2009 | 19:14 Uhr
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Goalboy9 : respekt
haha gut mach weiter so
23.06.2009 | 20:29 Uhr
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Fusballmaista : Gut
Gut geschriebener Blog, der allerdings näher beleuchtet, mir ein paar Fragen aufwirft. Soll jetzt keine Kritik sein, der Text ist gut geschrieben und die Beispiele sind passend gewählt. Ich glaube allerdings nicht, dass man dieses Kuriosum nur dem Sport Fußball zuschreiben kann, ich denke die Zustände sind beim Eishockey oder anderen Sportarten wietaus schlimmer.Stimmig bin ich aber mit der Argumentation; solche Spieler wie Podolski, der wohl kaum aus finanziellen Gründen zurückkehrt, und nicht zuletzt Pranjic, der wohl mal eben 700k€ aus eigener Tasche für seinen Transfer finanziert, sind seltener geworden.
Hier ist jedoch zusagen, dass wohl nur erst genannets Beispiel als Komplettes zum Thema Vereinsidentifaktion zu sehen ist. Heutzzutage gilt schon ein Spieler als treu, ist er länger als 3 Jahre beim verein. Spieler, wie Steven Gerrad sind leider immernoch in der Fussballwelt selten anzutreffen.
10* von mir für diese grandiose, provokante Kritik
23.06.2009 | 20:45 Uhr
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Das mit Pranjic ist doch völliger Quatsch, auch wenn er 700 000 Euro an seinem Transfer selbst bezahlt verdient er in München immernoch mehr als das Doppelte als in Heerenveen.
Das wird hier so dargestellt als würde er auf Geld verzichten um nach München zu können aber das Gegenteil ist doch der Fall!
Gut für ihn dass es so viele naive Fans gibt ^^
Jetzt mal zum Blog:
Sehr schön geschrieben, freut mich immer wenn ich einen solchen Blog lesen darf
23.06.2009 | 20:48 Uhr
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Bailey :
Sehr guter Blog!Du hast einen schönen Schreibstil, da macht es echt Laune, das zu lesen.
Aber Hoffenheim der "neue Erzfeind" von uns? Ich bitte dich, die sind für uns nur ein unwichtige Randerscheinung...außerdem fehlt die Fanbase, mit der man die Rivalität ausleben könnte

Aber traotz dieses "kleinen" Schönheitsfehlers 10/10! Weiter so!
23.06.2009 | 20:52 Uhr
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Das geht hier ja nach Schulnoten, oder?
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