02.09.2008 um 18:54 Uhr
Investorenwahnsinn in der EPL
Hallo liebe Spox'ler!
Dies ist mein erster Blog, also zerreißt mich bitte nicht direkt in der Luft
So nun zum Thema, ich habe mir vorgenommen etwas über die Englische Premier League zu schreiben, wo ja jetzt mit dem Einstieg der saudischen Königsfamilie ein weiteres Kapitel im Irrsinn der Investoren in der EPL begonnen wurde. Die kaufen einfach mal eben für 40 Millionen den Robinho aus Madrid weg, um den sich Chelsea, auch in der Hand eines milliardenschweren Investors, schon länger bemüht hatte.
Nun, was ist daran schlecht? Ganz klar, der Fußball verliert mehr und mehr seine Seele und wird zum Spielzeug der Superreichen. Meine Villa, mein Fuhrpark, mein Boot, mein Profi-Fußballverein. Kleinere Ligen, ohne reichen Mäzen können da nur noch zuschauen, so wie zum Beispiel unsere Bundesliga, die nicht nur durch den weniger rentablen TV-Vertrag, sondern auch durch die 50 1 Regel, die besagt, dass der Verein mindestens 51% am Spielbetrieb behalten muss (ergo nur 49% an einen Investor verkaufen darf), finanziell nicht mehr mit halten kann.
Nachdem ich mir ungefähr 10 von 20 Seiten Kommentaren im Thread zu "Zehnmal reicher als Abramowitsch" durchgelesen habe, dachte ich mir, ich schreibe mal einen Blog und zeige welche Möglichkeiten die FIFA und UEFA haben, um dem Wahnsinn entgegen zu wirken.
1)Die 50 1 Regel
Wie oben beschrieben gilt diese Regelung bei uns in der BuLi, der Verein muss mindestens 51% halten, das vollständige Aufkaufen eines Clubs ist damit unmöglich und die Vereine werden dadurch uninteressanter für Investoren.
2)Die 6 5 Regel
Diese von der FIFA geplante Regelung sieht vor, dass ein Verein mindestens 6 Spieler aus dem eigenen Land haben muss. Ein Zusammenkaufen von Superstars aus ganz Europa würde dadurch unmöglich. Der Nachteil dabei: der Fußball könnte eventuell um einiges langweiliger werden, weil wir dann mehr Lells als Riberys in der Bundesliga (und international) hätten.
3)Ein Salary-Cap
Eine Salary-Cap ist die Beschränkung (Cap) der maximalen Gehälter (Salary) bei einem Verein. Ein Verein dürfte demnach nur beispielsweise 50 Millionen im Jahr für die Spielergehälter ausgeben. So ist es zum Beispiel in der NBA im Basketball.
Diese Regelung halte ich immer noch für die beste. Es ermöglicht internationale Top-Teams, verhindert aber, dass ein größenwahnsinniger Investor einfach alle Topstars der Welt aufkauft. Auch ein Vorgehen wie bei Chelsea, wo viele Spieler gekauft wurden, die dann nur auf der Bank versauern (siehe Shevchenko) wird damit verhindert, ein Spieler wie Robinho wird sich 2x überlegen ob er zu ManCity geht, wenn dort das Gehalt gekürzt wird. Außerdem wären die Vereine eher gezwungen in die eigene Jugendarbeit zu investieren, um Spieler zu bekommen, die zwar Talent haben, aber keine absolut überzogenen Gehaltsvorstellungen. Zudem würde man den Mäzenen der Welt ihre Spielzeuge lassen, sie müssten dann allerdings nicht nur zeigen, wer das dickste Bankkonto hat, sonder auch wer am ehesten ein Team managen und leiten kann.
So das war's für's erste! Bin gespannt auf eure Meinungen und Kommentare!
Dies ist mein erster Blog, also zerreißt mich bitte nicht direkt in der Luft

So nun zum Thema, ich habe mir vorgenommen etwas über die Englische Premier League zu schreiben, wo ja jetzt mit dem Einstieg der saudischen Königsfamilie ein weiteres Kapitel im Irrsinn der Investoren in der EPL begonnen wurde. Die kaufen einfach mal eben für 40 Millionen den Robinho aus Madrid weg, um den sich Chelsea, auch in der Hand eines milliardenschweren Investors, schon länger bemüht hatte.
Nun, was ist daran schlecht? Ganz klar, der Fußball verliert mehr und mehr seine Seele und wird zum Spielzeug der Superreichen. Meine Villa, mein Fuhrpark, mein Boot, mein Profi-Fußballverein. Kleinere Ligen, ohne reichen Mäzen können da nur noch zuschauen, so wie zum Beispiel unsere Bundesliga, die nicht nur durch den weniger rentablen TV-Vertrag, sondern auch durch die 50 1 Regel, die besagt, dass der Verein mindestens 51% am Spielbetrieb behalten muss (ergo nur 49% an einen Investor verkaufen darf), finanziell nicht mehr mit halten kann.
Nachdem ich mir ungefähr 10 von 20 Seiten Kommentaren im Thread zu "Zehnmal reicher als Abramowitsch" durchgelesen habe, dachte ich mir, ich schreibe mal einen Blog und zeige welche Möglichkeiten die FIFA und UEFA haben, um dem Wahnsinn entgegen zu wirken.
1)Die 50 1 Regel
Wie oben beschrieben gilt diese Regelung bei uns in der BuLi, der Verein muss mindestens 51% halten, das vollständige Aufkaufen eines Clubs ist damit unmöglich und die Vereine werden dadurch uninteressanter für Investoren.
2)Die 6 5 Regel
Diese von der FIFA geplante Regelung sieht vor, dass ein Verein mindestens 6 Spieler aus dem eigenen Land haben muss. Ein Zusammenkaufen von Superstars aus ganz Europa würde dadurch unmöglich. Der Nachteil dabei: der Fußball könnte eventuell um einiges langweiliger werden, weil wir dann mehr Lells als Riberys in der Bundesliga (und international) hätten.
3)Ein Salary-Cap
Eine Salary-Cap ist die Beschränkung (Cap) der maximalen Gehälter (Salary) bei einem Verein. Ein Verein dürfte demnach nur beispielsweise 50 Millionen im Jahr für die Spielergehälter ausgeben. So ist es zum Beispiel in der NBA im Basketball.
Diese Regelung halte ich immer noch für die beste. Es ermöglicht internationale Top-Teams, verhindert aber, dass ein größenwahnsinniger Investor einfach alle Topstars der Welt aufkauft. Auch ein Vorgehen wie bei Chelsea, wo viele Spieler gekauft wurden, die dann nur auf der Bank versauern (siehe Shevchenko) wird damit verhindert, ein Spieler wie Robinho wird sich 2x überlegen ob er zu ManCity geht, wenn dort das Gehalt gekürzt wird. Außerdem wären die Vereine eher gezwungen in die eigene Jugendarbeit zu investieren, um Spieler zu bekommen, die zwar Talent haben, aber keine absolut überzogenen Gehaltsvorstellungen. Zudem würde man den Mäzenen der Welt ihre Spielzeuge lassen, sie müssten dann allerdings nicht nur zeigen, wer das dickste Bankkonto hat, sonder auch wer am ehesten ein Team managen und leiten kann.
So das war's für's erste! Bin gespannt auf eure Meinungen und Kommentare!
Aufrufe: 651 | Kommentare: 9 | Bewertungen: 5 | Erstellt:02.09.2008
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KOMMENTARE
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02.09.2008 | 19:08 Uhr
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Truumshk :
danke ist korrigiert. hätte mir das ganze nochmal etwas aufmerksamer durchlesen sollen
02.09.2008 | 23:31 Uhr
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Schnorm :
Du sprichst mir von der Seele Truumshk, treffender Blog :)In der englischen Premier League, aber auch anderen Ligen, stimmen die Verhältnisse einfach nicht mehr. Was da für durchschnittliche Spieler investiert wird, ist nicht mehr nachzuvollziehen.
Ich finde, die UEFA/FIFA müsste zumindest einheitliche Regelungen für alle Ligen schaffen und dies nicht den nationalen Verbänden überlassen. Wo bleibt denn sonst der faire Wettbewerb, wenn in einigen Ligen Scheichs und ölmilliardäre Geld reinbuttern oder Schulden bis zum Umfallen machen dürfen und in anderen wie der Bundesliga strenge Lizenzauflagen und die 50+1 Regel vorherrschen? Ich halte die 50+1-Regel allerdings nur begrenzt für sinnvoll, da zweifelhaft ist, ob die derzeitigen Fußballvorstände mehr Fußballverstand haben als ein alleiniger Investor. So finde ich beispielsweise die Arbeit von Hopp bei Hoffenheim durchaus nachahmenswert. Hier wäre n Cap hinsichtlich Ablösesummen und Spielergehälter sicherlich sinnvoll.
Die 6 5 Regel ist von der Idee auch gut, aber rechtlich in einem diskriminierungsfreien Europa wohl nicht umzusetzen. Auf jeden Fall würde diese Regel auch die Identifikation der Fans mit den Vereinen fördern und die Nationalteams stärken.
Das Salary Cap hat sicherlich Vor-, aber auch Nachteile. So würde es wohl tendenziell zu einer Verkleinerung der Kader führen, um wenigen Stars viel Geld bieten zu können, was wiederum zu Lasten von Talenten gehen würde. Auch würde das Geld, was bei den Gehältern eingespart wird, wohl stattdessen in die Ablösesummen fließen und diese weiter steigen lassen (eventuell müsste man auch hier ein Cap einrichten). Dennoch finde ich die Vorstellung gut, dass sich Vereine nicht mehr finanziell differenzieren können. Dies würde den Sport wieder mehr in den Fokus rücken, da Spieler dann wohl zum Verein mit der besten Perspektive/Vision gehen würden. Auch würde eine durchdachte Kaderplanung stärker belohnt werden.
Auf jeden Fall muss etwas passieren, und zwar bald...
03.09.2008 | 00:05 Uhr
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Truumshk :
Du sprichst gute Punkte an, Schmorn!Also es ist absolut klar, dass nur auf internationaler Ebene was passieren kann, Alleingänge bringen garnichts, da hast du recht.
Und eine Beschränkung der Transfersummen macht nur Sinn, wenn auch die Gehälter limitiert werden, sonst bieten die Vereine eben nur 5Mio. für C. Ronaldo und zahlen ihm dafür nochmal 20Mio mehr im Monat, das bringt ja auch nichts.
Am liebsten wäre es mir, wenn da mit Bedacht eine Regelung geschaffen wird, also kein absolutes Verbot von Investitionen oder, dass zB nur noch Leute aus der Umgebung bei den Vereinen spielen dürfen, sondern ein Kompromiss.
Das Problem dabei ist, dass die Führungsetage bei FIFA und UEFA in letzter Zeit nur noch mit dämlichen und undurchdachten Vorschlägen von sich reden macht, siehe das Verbot der festen Rückennummern und Spielernamen ab der WM-Quali...
03.09.2008 | 00:54 Uhr
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Schnorm :
Vielleicht wäre auch die Initiierung einer Instanz ähnlich dem Kartellamt sinnvoll. Sprich: Wenn ein Verein schon eine marktbeherrschende Stellung hat, darf er keine weiteren Stars erwerben, so dass ein sportlicher Wettbewerb gewährleistet wird. Dabei wäre aber das Problem, dass ja auch Stars nicht immer beständig gut spielen oder sich auch mal verletzen. Oder dass man die Talente ähnlich wie in der NBA in einem Pool zusammenfasst, und schon derzeit dominante Vereine haben gegenüber schwächeren Vereinen erst ein nachgeordnetes Zugriffsrecht auf die Talente. Auch dies würde es möglich machen, finanzielle Nachteile durch gute sportliche Ausbildung der Talente wettzumachen. Außerdem könnten die Talente Spielpraxis sammeln.
Irgendwie muss es doch möglich sein, den Mechanismus Geld=Macht durch höhere Gehälter/Ablösesummen eindämmen zu können und der sportlichen, taktischen und Ausbildungsleistung wieder einen höheren Stellenwert einzuräumen...
03.09.2008 | 19:50 Uhr
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Essien :
Guter Blog
Das sind genau die Punkte die mich sehr interessieren.
Am allermeisten die 6 plus 5 Regel, klar das da am Anfang insgesamt schlechterer Fussball gespielt wird, NUR ETWAS, aber dadurch werden die Ligen näher zusammenrücken und dadurch spannende Spiele entstehen und natürlich mehr Identifikation mit den Fans und Verein.
Wegen der 50 1 Regel, in welchem Land ist sie schon?
Ich würde es so machen, wegen der 3. Regel, so viel man letztes Jahr einnimmt soviel kann man für kommende Saison ausgeben, wär doch am besten.
Vielleicht für zB.ein neues Stadion gibts ein extra Budget.
03.09.2008 | 19:54 Uhr
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04.09.2008 | 01:25 Uhr
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Truumshk :
Naja wenn ihr meint die BuLi wäre nicht langweiliger... kann gut sein, das Level auf dem die Mannschaften sich bewegen bleibt sicher das gleiche mit der 6+5 Regel, also in Relation (Bayern wäre immer noch besser als Cottbus). Aber das absolute Niveau der Spiele wäre sicher niedriger. Sicher wäre der internationale Vergleich in CL und Uefa-Cup und auch bei den Nationalmannschaften spannender, aber wie gesagt man bräuchte nen guten Kompromiss.Außerdem hat die 6+5 Regel wenig Chancen umgesetzt zu werden, weil sie gegen EU-Arbeitsrecht verstößt. Ja auch Fußball ist Arbeit
Hätte ich im Blog mit unterbringen müssen, nächstes mal übersehe ich sowas nicht
04.09.2008 | 18:00 Uhr
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Essien : Truumshk
Ich finde das mit dem Fussball und EU Arbeitsrecht müssten getrennte Regeln geben, das kann man wie ich finde nicht vergleichen, bei dem Fussball sollten die Spieler die für diesen Verein spielen eine engere Bindung haben, zu Fans und zu diesem Land.
05.09.2008 | 22:44 Uhr
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Truumshk :
Klar wäre das besser, aber im Grunde genommen geht es nicht anders. Die Verträge müssen ja nach dem jeweiligen Arbeitsrecht gelten, sie müssen rechtskräftig sein - da führt imo kein Weg dran vorbei! Würde man da versuchen irgendwelche elementaren Regelungen des Arbeitstrechts auszuhebeln, könnte das immense Folgen haben. Naja bin beileibe kein Experte auf dem Gebiet Arbeitsrecht und co., weiß also nicht inwiefern eine Ausnahme da möglich ist. Und auch nicht wie das aussieht wenn ein Club dagegen klagen sollte.COMMUNITY LOGIN
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