03.03.2009 um 21:47 Uhr
Im Westen was Neues (2)
Der sage und schreibe dritte Rookie in der Starting Five der Grizzlies, ist einer der wohl am meist gehyptesten Collegespieler der letzten Jahre, OJ Mayo. Schon an der Highschool wurde Mayo als Wunderknabe á la LeBron James gefeiert. Durchschnittlich 29 Punkte brachte Ovinton J’Anthony Mayo (so sein voller Name damals). Sein bis dato tadelloser Ruf erlitt am College, bei den USC Trojans allerdings erste Kratzer. Eine Rangelei nach einem Spiel, eine harmlose Refereeberührung (er wurde im nachhinein freigesprochen) und schließlich das klassische NBA-Spieler-Vergehen, Anklage wegen Marihuanabesitz. Was die Kritiker aber vortan mit Mayo veranstalteten, stand aber in keinem Verhältnis zu seinen „Vergehen". Seine guten Leistungen geraten mehr und mehr in den Hintergrund, konzentriert wird sich stattdessen auf angeblich illegale Zahlungen, die Mayo zugekommen sein sollen um sich für die USC zu entscheiden. Nach einem Coverfoto, bei dem Mayo mit Bentley post, wurde er von der Presse als selbstdarstellerischer „Hip-Hop-Basketballer" gebrandmarkt. Die wenigsten wissen zu diesem Zeitpunkt, dass dieser Bursche in Wirklichkeit mit dem Rad zur Uni fährt. Am Drafttag 2008 wird Mayo, der zu Ehren seines großen Vorbildes Magic Johnson die 32 trägt, an dritter Stelle von den Timberwolves gezogen und in einem Großtrade um Nummer 5 Pick Kevin Love prompt nach Memphis verschifft. Seine Zahlen im Premierenjahr sprechen für sich, in den letzten 15 Jahren scorten nur wenige Baller, darunter Superstars wie LeBron James oder Allen Iverson,in ihrem Rookiejahr besser als der Junggrizzly. Gar nur einem einzigen Frischling außer Mayo gelang es bisher in seinen ersten 25 NBA-Partien zweistellig zu punkten, passenderweise seinem Idol Magic Johnson. Schwierigkeiten sich an das NBA-Game zu gewohnen hatte er bisher kaum. Der 1,95m große Comboguard (kann beide Guardpositionen spielen) verfügt über einen starken 3-Punkt wurf, sowie einem hervorragenden Zug zum Korb. Seine Spielweise ist äußerst spektakulär und trotzdem gilt der Youngster, im Gegensatz zu anderen Superscorern wie Carmelo Anthony, als überdurschnittlich starker Verteidiger. Als Ballverteiler agiert er mit 3,0 Assists bisher solide, kann hier aber sicher noch mehr. Trotz aller Unkenrufe ist der Shooting Guard alles andere als ein Egozocker und überraschte Ex-Coach Iavaroni mit beeindruckenden Trainingsfleiß und zahlreichen Zusatzschichten.
Der fünfte Jungstar im Bunde wäre um ein Haar bereits wieder aus Memphis verschwunden, war er doch bis zuletzt ein heißer Tradekandidat (u.a. im Tausch für Ramon Sessions zu den Bucks). Doch starke Leistungen im letzten Moment ließen die Verantwortlichen in Tenessee wohl noch umdenken. In seinem ersten Jahr tat sich Conley, der an Position 4 gezogen wurde, jedoch äußerst schwer. Den Starterspot verlor er über lange Zeit an Damon Stoudamire bzw. Kyle Lowry nicht zuletzt „dank" schwacher 9,4 Punkte und 4,2 Assists pro Spiel. Und das obwohl der Spielmacher mit reichlich Vorschusslorbeeren in die NBA gekommen war. In seinem Scouting-Report wurden ihm u.a. tolle Athletik, ein super Drive und schnelle Hände attestiert und eine Eigenschaft, die man nicht lernen kann: Führungsqualitäten. Trotz Mitspieler Greg Oden, gilt Conley als alles entscheidender Faktor für den großartigen Erfolg seiner Ohio State Buckeyes. Trotz allem Talents lief auch diese Saison unbefriedigend an, so liegen seine Werte nur knapp über (bzw. unter) denen seines ersten Jahres. Im Januar aber startete Conley dann aber so langsam durch. Bis tief in den Februar hinein brachte der Aufbau solide bis überragende Leistungen mit u.a. 18 Punkten/5 Assists, 13 Punkten/7 Assists oder 16 Punkten/ 7 Assists /3 Steals/ 10 Rebounds. Conley gilt als klassischer, zuerst den Mitspieler suchender Point Guard und wird von vielen als einer der stärksten Einser der Zukunft gesehn. By the Way, sein Dad Mike Conley sr. errang 1992 bei der Olympiade als Dreispringer Gold, womit Conley’s Sprunggewalt zumindest teilweise erklärt wäre.
Neben diesem extrem jungen und talentierte Kern verfügen die Grizzlies über Veteranen wie Hakeem Warrick, der als einer der besten Athleten der NBA gilt oder Darko Milicic (als Nummer 2 Pick einst vor Stars wie Dwayne Wade oder Carmelo Anthony gezogen). Der Rest des Rosters dagegen ist kaum nennenswert. Darunter tummeln sich u.a. „Exot" Hamed Haddadi (Iran), der spindeldürre Quinton Ross (Cousin von Darrel Arthur), der hoffnungslos überbezahlte Marko Jaric, der zuletzt per Trade akquirierte Center Chris Mihm, der bei den Lakers nie zum Zug kam oder Comebacker Darius Miles. Dank massig Luft unter dem Salary Cap könnten die Grizzlies aber in den nächsten Jahren noch einige erfahrene Free-Agents abgreifen, vielleicht auch per Trade gegen eines ihrer Talente. Die Bilanz wurde unter dem neuen Coach Lionel Hollins zwar aufgebessert, trotzdem dürften sich die Grizzlies nächstes Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder in der Lottery wiederfinden. Und dann steht der nächste Top-Draftpick ins Haus....
Teil 3 mit den Thunder dann nächste Woche
Quellen: 5IVE Mag, Ausgaben 45,46,52,53,54
wikipedia.de
nba.com
Der fünfte Jungstar im Bunde wäre um ein Haar bereits wieder aus Memphis verschwunden, war er doch bis zuletzt ein heißer Tradekandidat (u.a. im Tausch für Ramon Sessions zu den Bucks). Doch starke Leistungen im letzten Moment ließen die Verantwortlichen in Tenessee wohl noch umdenken. In seinem ersten Jahr tat sich Conley, der an Position 4 gezogen wurde, jedoch äußerst schwer. Den Starterspot verlor er über lange Zeit an Damon Stoudamire bzw. Kyle Lowry nicht zuletzt „dank" schwacher 9,4 Punkte und 4,2 Assists pro Spiel. Und das obwohl der Spielmacher mit reichlich Vorschusslorbeeren in die NBA gekommen war. In seinem Scouting-Report wurden ihm u.a. tolle Athletik, ein super Drive und schnelle Hände attestiert und eine Eigenschaft, die man nicht lernen kann: Führungsqualitäten. Trotz Mitspieler Greg Oden, gilt Conley als alles entscheidender Faktor für den großartigen Erfolg seiner Ohio State Buckeyes. Trotz allem Talents lief auch diese Saison unbefriedigend an, so liegen seine Werte nur knapp über (bzw. unter) denen seines ersten Jahres. Im Januar aber startete Conley dann aber so langsam durch. Bis tief in den Februar hinein brachte der Aufbau solide bis überragende Leistungen mit u.a. 18 Punkten/5 Assists, 13 Punkten/7 Assists oder 16 Punkten/ 7 Assists /3 Steals/ 10 Rebounds. Conley gilt als klassischer, zuerst den Mitspieler suchender Point Guard und wird von vielen als einer der stärksten Einser der Zukunft gesehn. By the Way, sein Dad Mike Conley sr. errang 1992 bei der Olympiade als Dreispringer Gold, womit Conley’s Sprunggewalt zumindest teilweise erklärt wäre.
Neben diesem extrem jungen und talentierte Kern verfügen die Grizzlies über Veteranen wie Hakeem Warrick, der als einer der besten Athleten der NBA gilt oder Darko Milicic (als Nummer 2 Pick einst vor Stars wie Dwayne Wade oder Carmelo Anthony gezogen). Der Rest des Rosters dagegen ist kaum nennenswert. Darunter tummeln sich u.a. „Exot" Hamed Haddadi (Iran), der spindeldürre Quinton Ross (Cousin von Darrel Arthur), der hoffnungslos überbezahlte Marko Jaric, der zuletzt per Trade akquirierte Center Chris Mihm, der bei den Lakers nie zum Zug kam oder Comebacker Darius Miles. Dank massig Luft unter dem Salary Cap könnten die Grizzlies aber in den nächsten Jahren noch einige erfahrene Free-Agents abgreifen, vielleicht auch per Trade gegen eines ihrer Talente. Die Bilanz wurde unter dem neuen Coach Lionel Hollins zwar aufgebessert, trotzdem dürften sich die Grizzlies nächstes Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder in der Lottery wiederfinden. Und dann steht der nächste Top-Draftpick ins Haus....
Teil 3 mit den Thunder dann nächste Woche
Quellen: 5IVE Mag, Ausgaben 45,46,52,53,54
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Aufrufe: 360 | Kommentare: 5 | Bewertungen: 3 | Erstellt:03.03.2009
ø 7.0
KOMMENTARE
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03.03.2009 | 23:54 Uhr
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Kroos_39 :
Oh, da hab ich doch glatt Rudy Gay vergessen, des war kei Absicht, zwischen Teil 1 und 2 lag ein Tag..da hab ich Rudy glatt übersprungen, wird morgen nachgereicht.
04.03.2009 | 20:13 Uhr
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Schließlich ist er der Franchise-Player in Memphis. Er muss sich nur noch besser in dieser Rolle zurechtfinden...aber sein Potenzial ist schon jetzt sehr groß, er hat eine überragende Athletik und ist bei den Fans sehr beliebt.
Schade eigentlich, dass er dieses Jahr beim Slam Dunk Contest passen musste
04.03.2009 | 20:35 Uhr
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04.03.2009 | 22:52 Uhr
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Aber über den Franchise-Player Rudy Gay hätte noch ein bisschen mehr kommen können, schließlich ist er Publikumsliebling und Kapitän des Teams.
Aber sonst fällt mein Fazit durchweg positiv aus