26.08.2008 um 21:50 Uhr
Goldener Käfig - FC Bayern
FC Bayern, der Nabel der Welt. Nur sehr wenige Spieler schaffen es, die Schnur zu zerschneiden und nicht mehr vom Mutterkuchen der Münchner zu zehren. Der FCB ist definitiv der Primus der Bundesliga. Die Verantwortlichen schaffen es, den Spielern eine Komfortzone zu bieten, die es sicherlich mit denen der anderen Fußballmächte aufnehmen kann. Ein Schlaraffenland eben, dem man nicht gern den Rücken kehrt.
Da wird dann mal ein neues "Gehege" gebaut mit vielen neuen Spielzeugen, ein neuer Tierpfleger eingestellt, der Abwechslung in eben diese dahinscheidende bringt und alles wird gut. Ein bisschen unterm Kinn kraulen die "Leckerli-Ration" erhöhen und schon werden die Vorhaben des Ausreißens unterdrückt.
Tiere im "Goldenen Käfig". Schade, denn jede Art von Gefangenschaft mindert die ureigenen Instinkte. Das Fußballspielen wollen, den Ball zu streicheln. Wenn der Verein dann irgendwann einmal freiwilligen Verzicht übt, dann ist es nicht selten, dass die Ausgewilderten sich in Ihrer neuen Umgebung, der freien Wildnis, nicht zurechtfinden.
Mit der Milchflasche wohlbehütet großgezogen, sich von einem auf den anderen Tag selbständig zu ernähren, sich gegen die anderen "Wilden Tiere" durchsetzen, birgt Gefahren, die man nicht gern eingehen will. Wie die zahnlosen Tiger irren die Feigelassenen dann teilweise durch den Dschungel rum.
Michael Ballack zum Beispiel musste sich in der Londoner Großstadt ein Jahr in seinem neuen Rudel behaupten, bis ihm ein wenig Akzeptanz entgegengebracht wurde, um dann aber wieder einen listigen Fuchs, Deco, vor die Nase gesetzt zu bekommen. Vertrauen sieht anders aus. Jetzt wurden auch erstmal die Verhandlungen für eine Vertragsverlängerung verschoben.
Stefan Wessels, jahrelang der zweite Mann hinter Oliver Kahn, versuchte sein Glück in Köln um dann in Everton eine Saison hauptsächlich auf der Bank zu verbringen. Jetzt fristet er sein Dasein in Osnabrück –zweite Liga statt Champions Leaque.
Die Liste derer Spieler, die in der Versenkung verschwunden sind, nachdem sie den FC Bayern verlassen haben, lässt sich beliebig verlängern.
Ich finde es schon auffällig, dass die Bayern es seit Jahren nicht mehr geschafft haben, ein Talent zu einem Star auszubilden. Mir fällt jetzt Didi Hamann ein, der es in England geschafft hat sich zu etablieren. Mit Abstrichen hat es auch Christian Ziege geschafft, sich im Ausland zu behaupten, ihm standen aber immer wieder Verletzungen im Wege.
Was mich aber ein wenig stutzig macht, ist, dass Santa Cruz sich schickt, ein Topstürmer zu werden. Warum nicht bei den Bayern.
Es wird viel darüber diskutiert, dass es sich bei den jungen Kickern heutzutage um Wohlstandsjünglinge handelt. Wer aber macht sie denn dazu, wenn es so ist?
Also liebe Talente in Deutschland, es sicher reizvoll, für den FCB die Fußballschuhe zu schnüren. Man sollte aber nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.
Lasst euch von den Großwildjägern nicht einfangen und behauptet euch erstmal in eurem Rudel…
Auch ein goldener Käfig ist ein Käfig.
Was meint Ihr, wer schafft den Durchbruch? Wer wird der nächste "selbst gezüchtete" Star bei den Bayern?
Da wird dann mal ein neues "Gehege" gebaut mit vielen neuen Spielzeugen, ein neuer Tierpfleger eingestellt, der Abwechslung in eben diese dahinscheidende bringt und alles wird gut. Ein bisschen unterm Kinn kraulen die "Leckerli-Ration" erhöhen und schon werden die Vorhaben des Ausreißens unterdrückt.
Tiere im "Goldenen Käfig". Schade, denn jede Art von Gefangenschaft mindert die ureigenen Instinkte. Das Fußballspielen wollen, den Ball zu streicheln. Wenn der Verein dann irgendwann einmal freiwilligen Verzicht übt, dann ist es nicht selten, dass die Ausgewilderten sich in Ihrer neuen Umgebung, der freien Wildnis, nicht zurechtfinden.
Mit der Milchflasche wohlbehütet großgezogen, sich von einem auf den anderen Tag selbständig zu ernähren, sich gegen die anderen "Wilden Tiere" durchsetzen, birgt Gefahren, die man nicht gern eingehen will. Wie die zahnlosen Tiger irren die Feigelassenen dann teilweise durch den Dschungel rum.
Michael Ballack zum Beispiel musste sich in der Londoner Großstadt ein Jahr in seinem neuen Rudel behaupten, bis ihm ein wenig Akzeptanz entgegengebracht wurde, um dann aber wieder einen listigen Fuchs, Deco, vor die Nase gesetzt zu bekommen. Vertrauen sieht anders aus. Jetzt wurden auch erstmal die Verhandlungen für eine Vertragsverlängerung verschoben.
Stefan Wessels, jahrelang der zweite Mann hinter Oliver Kahn, versuchte sein Glück in Köln um dann in Everton eine Saison hauptsächlich auf der Bank zu verbringen. Jetzt fristet er sein Dasein in Osnabrück –zweite Liga statt Champions Leaque.
Die Liste derer Spieler, die in der Versenkung verschwunden sind, nachdem sie den FC Bayern verlassen haben, lässt sich beliebig verlängern.
Ich finde es schon auffällig, dass die Bayern es seit Jahren nicht mehr geschafft haben, ein Talent zu einem Star auszubilden. Mir fällt jetzt Didi Hamann ein, der es in England geschafft hat sich zu etablieren. Mit Abstrichen hat es auch Christian Ziege geschafft, sich im Ausland zu behaupten, ihm standen aber immer wieder Verletzungen im Wege.
Was mich aber ein wenig stutzig macht, ist, dass Santa Cruz sich schickt, ein Topstürmer zu werden. Warum nicht bei den Bayern.
Es wird viel darüber diskutiert, dass es sich bei den jungen Kickern heutzutage um Wohlstandsjünglinge handelt. Wer aber macht sie denn dazu, wenn es so ist?
Also liebe Talente in Deutschland, es sicher reizvoll, für den FCB die Fußballschuhe zu schnüren. Man sollte aber nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.
Lasst euch von den Großwildjägern nicht einfangen und behauptet euch erstmal in eurem Rudel…
Auch ein goldener Käfig ist ein Käfig.
Was meint Ihr, wer schafft den Durchbruch? Wer wird der nächste "selbst gezüchtete" Star bei den Bayern?
Aufrufe: 2590 | Kommentare: 34 | Bewertungen: 14 | Erstellt:26.08.2008
ø 4.9
KOMMENTARE
Um bewerten und sortieren zu können, loggen Sie sich bitte ein.
27.08.2008 | 09:26 Uhr
0
0
Ste :
Dennoch holt dieser "Goldene Käfig" Jahr für Jahr die deutsche Meisterschaft, das ist auch bedenklich...
27.08.2008 | 10:57 Uhr
0
0
27.08.2008 | 11:17 Uhr
0
0
tobster81 : ....
..ich persönlich glaube das es nirgendwo so schwer ist wie beim großen fc bayern zum star zu werden wenn man aus der eigenen jugend kommt!! sind wir doch mal erlich, wie batigol schon richtig beschrieben hatt, viele haben es nicht geschafft sich beim fcb durchzusetzen geschweige denn im ausland fuss zu fassen als sie bayern verlassen haben. der einzige der mir einfällt ist owen hargreaves, den man zu dem auch noch gewinnbringend verkauft hat!! in meinen augen ist die jugendarbeit bei bayern auch viel zu schlecht.
27.08.2008 | 11:28 Uhr
0
0
Rooney, Walcott, auch Ronaldo. Kricic, Gonzales,... Die sind so gut, weil sie das Vertrauen bekommen und eingesetzt werden und nicht, weil sie in irgendeiner 2. Mannschaft regelmäßig unterfordert sind.
Das ist in Deutschland ein allgemeines Problem. Hamburg hat sich auch mit talentierten, ambitionierten Spielern eingedeckt, die nicht zum Zuge kommen. Ben Hatira, Chupo-Moting, Chrisantus,...
Es muss ein Umdenken erfolgen. Nicht nur bei den Vereinen, sondern auch bei den Spielern. Die sollen sich einen Wirkungskreis suchen, wo sie auch mitmachen können und nicht nur dabei sind.
Bringt echt keinen weiter!
27.08.2008 | 11:28 Uhr
0
0
Jetzt gilt es sich eben wieder neu zu beweisen. Aber das ist in keinem anderen Team in Europa anders wenn neue Spieler dazu kommen!
27.08.2008 | 11:33 Uhr
0
0
Hat eventuell etwas mit seinen durchwachsenen Leistungen bei der EM zu tun.
27.08.2008 | 11:39 Uhr
0
0
tobster81 : ....
...aber glaubst du nicht auch das wir dann nicht doch auch ein qualitätsproblem haben in deutschland?? wieso schlagen die von dir genannten spieler auf anhieb ein und setzen sich gegen weitaus größere konkurrenz durch als sie hier bei uns gegeben ist.es war ja nun in der vergangeheit nicht so, dass kein junger spieler seine chancen bekommen hätte!!
27.08.2008 | 11:40 Uhr
0
0
Da gibts nichts was aus dem eigenen Team nachkommt. Nicht in der Qualität. Ich denke das man jetzt bei Ballack erstmal abwartet bis Winter schaut wie der Ist Zustand ist uns sich dann an einen Tisch setzt. Und schlechte EM hin oder her eines ist sicher. Ballack wird auch nach Chelsea sollte es nicht klappen einen Arbeitgeber finden und arm sterben muss er sicher auch nicht. ;0)
27.08.2008 | 11:47 Uhr
0
0
xredfredx : langweilig...
nicht der text an sich, nur das immer wieder kehrende leidige thema!
warum schreibt eigentlich keine mensch einen blog darüber, dass auch in cottbus letztes jahr "...hauptsächlich nur fertige Spieler..." am klassenerhalt beteiligt waren?
klar ist es schwer, in deutschland wahrscheinlich am schwersten, sich bei den bayern durch zu setzen. aber das müsste doch nun mittlerweile jeder kreisligaspieler begriffen haben. und dass es immer wieder leute gibt, die sich durchsetzen wollen, es nicht schaffen und sich dann wieder verabschieden, ist ja nun auch nichts neues und liegt nun mal in der natur der sache. irgendwann wollen die eben alle wieder spielen.
ich denke auch nicht, dass dafür die bayern an sich verantwortlich gemacht werden sollten. und noch viel weniger ist es aufgabe der bayern, sich darum zu kümmern, was aus einem spieler wird, der den verein verlassen hat. da muss der spieler sich schon an die eigene nase fassen. bis auf ganz wenige ausnahmen, bei denen sicher die einstellung des trainers und das verhältnis zwischen trainer und spieler einen gewissen einfluss auf die entwicklung des spielers hatten, kann ich einfach nur sagen: wer sich nicht durchsetzt, ist einfach mal nicht gut genug!
im großen und ganzen versteh ich nicht, aus welcher motivation heraus man einen solchen text verfassen muss / soll / will!
COMMUNITY LOGIN
SPOX - Twitter
Statistik








Der Kroos wird wohl verblasen werden vom Uli un Klinsi, weil sie ihn niemals zu einem anderen Verein gehen lassen, um sich dort angemessen zu entwickeln.
Da wäre höchstens noch Schweini, denn sein volles Potenzial kann er bei den Bayern sicher nicht abrufen, weil er zu viel Konkurrenz im Mittelfeld hat. Ich würde ihm raten, nach England zu gehen. Dann könnte vielleicht noch was aus ihm werden.