12.07.2010 um 22:46 Uhr
Face Off Frings
(Nachtrag vom 2.2.2010; leider nicht Recht behalten
Jogi sagt: Frings fährt nicht mit zur WM.
Gut zu wissen, dass Jogi, der taktisch perfide Schwabe, ein neues Ass im Ärmel hat. Der Spickzetteljogi weiß nämlich mehr als Fußalldeutschland.
Frings wird nicht mehr Frings sein.
Jogi nimmt den neuen Frings mit. Nicht den drögen, stets muffeligen Torsten aus alten Zeiten. Keine Diva, die Unruhe ins Team bringt. Nein, er nimmt den deutschen Gattuso mit, den Jeremies ohne Ziegenbart.
Denn Jogi sagt: Torsten, ich brauche dich wirklich da unten. Ich brauche einen richtigen Mann, einen Krieger! Zeig mir, dass du der bist, den ich suche!
Da hat der Torsten nicht lange überlegt, seinen Urlaub gecancelt und Rolfes eine „Gute Besserung" Karte geschrieben.
Und da steht er nun, Monate später, in den Katakomben. Es ist das WM Finale und Frings ist bereit. Seine Mähne ist einem Travis Bickle Gedächtnis Iro gewichen und sein wild entschlossenes Gesicht von Mike Tyson Tattoos erster Güte übersäht.
Ja, Torsten ist bereit. Er ist bereit für das einzige Spiel, das er bei dieser WM machen wird.
Er ist bereit Geschichte zu schreiben.
Jogi hat gesagt: Du machst ein Spiel. Das Finale. Du bist meine Waffe. Der Stahl zwischen den Daunen. Erinnere dich, 2006 gegen Costa Rica. Zerreiß das Netz, zerreiß den Gegner.
In der Kabine noch hat er sich die Stollen angespitzt und eingekerbt. Seine Gorillaschreie drangen bis in die Umkleide der Engländer und in den Raum des Platzwartes vor, der daraufhin mit seinem Jagdgewehr auf den Rasen stürmte, um das Monstrum zu fangen. Aber Frings würde heute niemand einfangen.
In der Nachbarkabine hatte sich Capello eingenässt. Wer zum Teufel war dieser Kerl? Woher diese Schreie?
Was wird meine Jungs da draußen erwarten?
Im Tunnel zum Platz dann die Gewissheit. Das englische Team verblasste. Michael Owen lief weinend zurück in die Kabine. Das Klackern der frings’schen Todesstollen auf dem lackierten Beton dröhnte in den Ohren von Freund und Feind. Kein Wort würde er mehr sagen müssen, keine zivilisatorischen Floskeln mehr bemühen müssen. Nur ein Blick aus seinen stahlblauen Augen zeigte die Richtung.
Dann der Anpfiff. Torstens Schrei geht bis weit in die Savanne. Es kann los gehen. 5. Minute. Als erster liegt Rooney flach, krümmt sich am Boden. Schiri Bussaca hat nichts gesehen. Weiterspielen. Nach vier weiteren rüden Grätschen und einer gelben Karte steht es 1:1 und die Engländer machen immer größere Bögen um Frings. Jogi sitzt am Spielfeldrand mit zufriedener Miene und selbst Bierhoff, der weichklopfende Imagemacher scheint nun überzeugt. Wer hätte gedacht, dass selbst ein Ferdinand bei einem kleinem „Buh" aus dem nun martialischen Mundwerk des einst ausgebooteten und belächelten Torsten Frings zusammenzuckt wie ein Mann auf dem elektrischen Stuhl. Aber nichts anderes ist es.
Dieser Frings, an diesem Tag ist die Todesstrafe für jedes Team, für jeden Spieler. Für jeden Fußballästhet. Es ist Krieg, ein Krieg der zu gewinnen ist. Der Kaiser auf der Tribüne putzt seine beschlagenen Gläser. „Mei, dos wär doch ach einer für den FC Böiern."
Dann kommt die 86. Minute. Boateng spielt den Ball kurz aus der eigenen Hälfte rechts auf Schweinsteiger. Der weiter zu Ballack. Ballgeschiebe zwischen Ballack und Özil, dem Schützen der ersten Bude, im Mittelkreis. Doch dann schaut niemand mehr auf den Ball, nur auf den durchstartenden Torsten. Wie ein Bulldozer wälzt er sich über den Platz bis kurz vors rechte Strafraumeck des Gegners. 20 Meter bis zum Tor. Özil spielt ihm direkt in den rechten Fuß. Frings nimmt mit Rücken zum Tor an, lupft den Ball über den hinter ihm heranstürmenden Terry, dreht sich und nimmt die Kirsche genau vom Straufraumeck volley. Winkel! Sieg!
Jogi springt höher als ein Klinsmann könnte, springt immer und immer wieder hoch bis Torsten ihn, wie noch eben den Ball, in der Luft erwischt und zu Boden ringt. Deutschland ist Weltmeister. Und Frings ist wieder da.
Frings hat es verstanden. Frings hat mitgemacht. Und Frings hat gesiegt!
Denn der Jogi sagt: „Wenn die Spieler aus der Kabine kommen und durch den Gang zum Spielfeld gehen, dürfen sie nicht mehr wissen, für welchen Verein sie spielen oder welches Auto sie fahren!"
Nein, sondern nur noch das, was der Jogi sagt.

Jogi sagt: Frings fährt nicht mit zur WM.
Gut zu wissen, dass Jogi, der taktisch perfide Schwabe, ein neues Ass im Ärmel hat. Der Spickzetteljogi weiß nämlich mehr als Fußalldeutschland.
Frings wird nicht mehr Frings sein.
Jogi nimmt den neuen Frings mit. Nicht den drögen, stets muffeligen Torsten aus alten Zeiten. Keine Diva, die Unruhe ins Team bringt. Nein, er nimmt den deutschen Gattuso mit, den Jeremies ohne Ziegenbart.
Denn Jogi sagt: Torsten, ich brauche dich wirklich da unten. Ich brauche einen richtigen Mann, einen Krieger! Zeig mir, dass du der bist, den ich suche!
Da hat der Torsten nicht lange überlegt, seinen Urlaub gecancelt und Rolfes eine „Gute Besserung" Karte geschrieben.
Und da steht er nun, Monate später, in den Katakomben. Es ist das WM Finale und Frings ist bereit. Seine Mähne ist einem Travis Bickle Gedächtnis Iro gewichen und sein wild entschlossenes Gesicht von Mike Tyson Tattoos erster Güte übersäht.
Ja, Torsten ist bereit. Er ist bereit für das einzige Spiel, das er bei dieser WM machen wird.
Er ist bereit Geschichte zu schreiben.
Jogi hat gesagt: Du machst ein Spiel. Das Finale. Du bist meine Waffe. Der Stahl zwischen den Daunen. Erinnere dich, 2006 gegen Costa Rica. Zerreiß das Netz, zerreiß den Gegner.
In der Kabine noch hat er sich die Stollen angespitzt und eingekerbt. Seine Gorillaschreie drangen bis in die Umkleide der Engländer und in den Raum des Platzwartes vor, der daraufhin mit seinem Jagdgewehr auf den Rasen stürmte, um das Monstrum zu fangen. Aber Frings würde heute niemand einfangen.
In der Nachbarkabine hatte sich Capello eingenässt. Wer zum Teufel war dieser Kerl? Woher diese Schreie?
Was wird meine Jungs da draußen erwarten?
Im Tunnel zum Platz dann die Gewissheit. Das englische Team verblasste. Michael Owen lief weinend zurück in die Kabine. Das Klackern der frings’schen Todesstollen auf dem lackierten Beton dröhnte in den Ohren von Freund und Feind. Kein Wort würde er mehr sagen müssen, keine zivilisatorischen Floskeln mehr bemühen müssen. Nur ein Blick aus seinen stahlblauen Augen zeigte die Richtung.
Dann der Anpfiff. Torstens Schrei geht bis weit in die Savanne. Es kann los gehen. 5. Minute. Als erster liegt Rooney flach, krümmt sich am Boden. Schiri Bussaca hat nichts gesehen. Weiterspielen. Nach vier weiteren rüden Grätschen und einer gelben Karte steht es 1:1 und die Engländer machen immer größere Bögen um Frings. Jogi sitzt am Spielfeldrand mit zufriedener Miene und selbst Bierhoff, der weichklopfende Imagemacher scheint nun überzeugt. Wer hätte gedacht, dass selbst ein Ferdinand bei einem kleinem „Buh" aus dem nun martialischen Mundwerk des einst ausgebooteten und belächelten Torsten Frings zusammenzuckt wie ein Mann auf dem elektrischen Stuhl. Aber nichts anderes ist es.
Dieser Frings, an diesem Tag ist die Todesstrafe für jedes Team, für jeden Spieler. Für jeden Fußballästhet. Es ist Krieg, ein Krieg der zu gewinnen ist. Der Kaiser auf der Tribüne putzt seine beschlagenen Gläser. „Mei, dos wär doch ach einer für den FC Böiern."
Dann kommt die 86. Minute. Boateng spielt den Ball kurz aus der eigenen Hälfte rechts auf Schweinsteiger. Der weiter zu Ballack. Ballgeschiebe zwischen Ballack und Özil, dem Schützen der ersten Bude, im Mittelkreis. Doch dann schaut niemand mehr auf den Ball, nur auf den durchstartenden Torsten. Wie ein Bulldozer wälzt er sich über den Platz bis kurz vors rechte Strafraumeck des Gegners. 20 Meter bis zum Tor. Özil spielt ihm direkt in den rechten Fuß. Frings nimmt mit Rücken zum Tor an, lupft den Ball über den hinter ihm heranstürmenden Terry, dreht sich und nimmt die Kirsche genau vom Straufraumeck volley. Winkel! Sieg!
Jogi springt höher als ein Klinsmann könnte, springt immer und immer wieder hoch bis Torsten ihn, wie noch eben den Ball, in der Luft erwischt und zu Boden ringt. Deutschland ist Weltmeister. Und Frings ist wieder da.
Frings hat es verstanden. Frings hat mitgemacht. Und Frings hat gesiegt!
Denn der Jogi sagt: „Wenn die Spieler aus der Kabine kommen und durch den Gang zum Spielfeld gehen, dürfen sie nicht mehr wissen, für welchen Verein sie spielen oder welches Auto sie fahren!"
Nein, sondern nur noch das, was der Jogi sagt.
Aufrufe: 340 | Kommentare: 2 | Bewertungen: 1 | Erstellt:12.07.2010
ø 4.0
KOMMENTARE
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12.07.2010 | 23:30 Uhr
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MarcelPutz :
Hä? Ich verstehe den Blog irgendwie nicht, sorry
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