03.01.2008 um 04:14 Uhr
Es ist höchste Zeit zu gehen
Was ich in den letzten Tagen, Wochen oder sogar Monaten von Jens Lehmann gelesen oder gesehen habe, driftet schon längst immer mehr ins Lächerliche ab.
Im Sommer 2007 war Lehmann im Tor der Gunners noch die unbestrittene Nummer 1. Doch innerhalb eines halben Jahres hat er sich vom Torwart mit Weltklasseformat, zum verzweifelten, verbitterten Bankdrücker entwickelt. Nachdem sich Lehmann zu Beginn der Saison im Tor von Arsenal zwei denkwürdige Patzer leistete, verletzte er sich kurz darauf und fiel für 3 Wochen aus.
Arsène Wenger blieben nicht viele Alternativen und so kam der damalige Ersatztorhüter Manuel Almunia zum Handkuss. Damit bekam einer die Chance zu zeigen, dass er mehr kann als die Ersatzbank für seine Mitspieler zu wärmen. Und wenn jemand weiss, wie es sich anfühlt praktisch nur auf der Bank zu schmoren, dann er.
Während der Saison 2006/07 kam Almunia zu der stolzen Anzahl von genau einem einzigen Premier League Einsatz. Nachdem ihm nun endlich für mindestens 3 Wochen keiner vor der Sonne stand, konnte Almunia nun seine Gelegenheit nutzen und glänzte vom ersten Spiel an. Innerhalb weniger Spiele stieg er vom Bankwärmer, zu einem der momentan zuverlässigsten Tormännern europas auf.
Wie es kommen musste, kam die bisherige Nummer 1 aus der Rekonvaleszenz zurück und wollte logischerweise in sein Gehäuse zurück.
Doch während Lehmann nicht da war, geschah doch einiges und Almunia war, zu Lehmanns Überraschung, ein sicherer Wert geworden.
Lehmann kritisierte in einem Interview die Methoden von Wenger und zweifelte an den Qualitäten von Almunia. Doch der absolute Höhepunkt des Gesprächs war, dass er seine momentane Reservistenrolle als Demütigung an seiner Person sah.
Doch was hätte Wenger für einen Grund, Lehmann Almunia weiterhin vorzuziehen?
Jens Lehmann ist nun so unzufrieden, dass er Arsenal verlassen will.
Kann es sein, dass sich ein Torwart nach einem solchen Verlauf der Dinge zu schön ist, um sich auf die Bank zu setzen?
Hat Lehmann seine unzähligen Patzer vergessen, die den Gunners schon so manche Punkte zu nichte gemacht haben?
Ist es in seinen Erinnerungen untergegangen, dass er Arsenal den Champions League Titel gekostet hat?
Kann es sein, dass man seinen Trainer, nachdem dieser trotz allem so zu einem gehalten hat, in der Öffentlichkeit so kritisiert?
Für Jens Lehmann ist es nun höchste Zeit sich aus London zu verabschieden. Auch Wengers Geduld ist irgendwann zu Ende, sonst hätte er Lehmann wohl kaum die Freigabe zum Wechsel erteilt...
battolino
Im Sommer 2007 war Lehmann im Tor der Gunners noch die unbestrittene Nummer 1. Doch innerhalb eines halben Jahres hat er sich vom Torwart mit Weltklasseformat, zum verzweifelten, verbitterten Bankdrücker entwickelt. Nachdem sich Lehmann zu Beginn der Saison im Tor von Arsenal zwei denkwürdige Patzer leistete, verletzte er sich kurz darauf und fiel für 3 Wochen aus.
Arsène Wenger blieben nicht viele Alternativen und so kam der damalige Ersatztorhüter Manuel Almunia zum Handkuss. Damit bekam einer die Chance zu zeigen, dass er mehr kann als die Ersatzbank für seine Mitspieler zu wärmen. Und wenn jemand weiss, wie es sich anfühlt praktisch nur auf der Bank zu schmoren, dann er.
Während der Saison 2006/07 kam Almunia zu der stolzen Anzahl von genau einem einzigen Premier League Einsatz. Nachdem ihm nun endlich für mindestens 3 Wochen keiner vor der Sonne stand, konnte Almunia nun seine Gelegenheit nutzen und glänzte vom ersten Spiel an. Innerhalb weniger Spiele stieg er vom Bankwärmer, zu einem der momentan zuverlässigsten Tormännern europas auf.
Wie es kommen musste, kam die bisherige Nummer 1 aus der Rekonvaleszenz zurück und wollte logischerweise in sein Gehäuse zurück.
Doch während Lehmann nicht da war, geschah doch einiges und Almunia war, zu Lehmanns Überraschung, ein sicherer Wert geworden.
Lehmann kritisierte in einem Interview die Methoden von Wenger und zweifelte an den Qualitäten von Almunia. Doch der absolute Höhepunkt des Gesprächs war, dass er seine momentane Reservistenrolle als Demütigung an seiner Person sah.
Doch was hätte Wenger für einen Grund, Lehmann Almunia weiterhin vorzuziehen?
Jens Lehmann ist nun so unzufrieden, dass er Arsenal verlassen will.
Kann es sein, dass sich ein Torwart nach einem solchen Verlauf der Dinge zu schön ist, um sich auf die Bank zu setzen?
Hat Lehmann seine unzähligen Patzer vergessen, die den Gunners schon so manche Punkte zu nichte gemacht haben?
Ist es in seinen Erinnerungen untergegangen, dass er Arsenal den Champions League Titel gekostet hat?
Kann es sein, dass man seinen Trainer, nachdem dieser trotz allem so zu einem gehalten hat, in der Öffentlichkeit so kritisiert?
Für Jens Lehmann ist es nun höchste Zeit sich aus London zu verabschieden. Auch Wengers Geduld ist irgendwann zu Ende, sonst hätte er Lehmann wohl kaum die Freigabe zum Wechsel erteilt...
battolino
Aufrufe: 1860 | Kommentare: 8 | Bewertungen: 5 | Erstellt:03.01.2008
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KOMMENTARE
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03.01.2008 | 10:54 Uhr
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oliver : alles nicht falsch, aber...
ich glaube man geht nicht zu weit, wenn man sagt, dass wenger lehmann grundsätzlich nicht sonderlich mag. ein stück weit kann ich lehmann also verstehen. von almunia als "einem der zuverlässigsten" keeper europas zu sprechen, geht mir ein bisschen zu weit - schlicht, weil es dafür zu früh ist. zuverlässig ist einer, wenn er ein jahr lang rockt. nicht nach zwei, drei monaten. nach einer solchen zeit ist er gut oder stark, was almunia ohne zweifel ist. ich sehe auch keinen grund für wenger zu wechseln. almunia ist stark, also bleibt er drin, lehmann macht ärger, also darf er gehen. lehmann hätte mehr klasse zeigen können / müssen in seinem verhalten zuletzt, keine frage, aber wie gesagt - ein bisschen kann ich ihn auch verstehen...
04.01.2008 | 12:50 Uhr
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Sam : Kann nicht ganz zustimmen
Ersteinmal bin ich absolut dafür, dass Lehmann Arsenal verlässt. Er wird dort keine faire Chance mehr erhalten und hat diese auch vorher nicht bekommen. Almunia war wärend Lehmanns Verletzung und auch danach alles andere als beeinduckend und schon gar nicht fehlerfrei, hat teilweise ordentlich gepatzt und ist von der Abwehr, speziell Toure unzähliche Male rausgehauen worden. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass bei Arsenal jemals so oft auf der Linie von Verteidigern gerettet wurde, nachdem Herr Almunia wieder mal irgendwo im Strafraum herrumirrte. Er hat einige Punkte gekostet, hatte oft rein gar nichts zu tun. Lehmann hätte,schon aufgrund seiner Leistungen für die Nationalmannschaft, eine Chance verdient gehabt. Wenger hat davon gesprochen, dass er zurück kommen und für seinen Platz kämpfen würde, aber man muss einem Torhüter auch die Möglichkeit dafür geben. Lehmann hat sie nicht bekommen, hatte sogar weniger Spiele als Almunia als Nr. 2 (nämlich Null). Almunia hat in den vergangenen Jahren sämtliche Cup-Spiele gemacht, hatte deswegen in einigen Monaten mehr Spiele als Lehmann zu spielen, hatte mehr als genug Möglichkeiten sich zu beweisen und saß zu Recht auf der Bank.
Er hatte bislang noch jedes große Spiel versaut und nun gegen Chelsea zum ersten Mal gut gegen einen Großen gehalten. Der Elfmeter war natürlich ein Glück für ihn. Schwach geschossen, aber einen musste er ja endlich halten, nachdem er bei den letzten zwei Elfmetern (in den letzten fünf Spielen drei Elfmeter, an einem war er sogar mitschuldig) sehr schlecht hat ausgesehen.
Also sorry, Almunia ist alles andere als der nächste Cech, auch nicht der nächste Lehmann. Als Arsenalfan sollten Sie Wengers Angewohnheit, Spieler aus dem Verein zu vergraulen kennen. Er hat mehr Freude an Potential (das sich nicht immer auszahlt) als an fertigen Spielern. Das ist sein Kick.
Das mit der Demütigung stammt von Wenger selbst. "Jens, Demütigung ist Teil deines Job." Hat er JL gesagt als er verletzt war. Nett.
04.01.2008 | 12:57 Uhr
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Sam : CL Finale
Und zum Thema CL-Finale. Almunia sind die Bälle durch die Beine geflutsch, nicht Lehmann. Ohne Lehmann hätte es nicht einmal ein Viertel- oder eine Halbfinale, geschweige denn ein Finale für Arsenal gegeben. In mehr als 100 Jahren Vereinsgeschichte hat Arsenal ein Mal den Uefa-Cup gewonnen, mehr nicht.
Und wer Lehmann das Finale vorwirft, nachdem er Arsenal überhaupt dort hingebracht hat, der muss auch Kahn die Weltmeisterschaft 2002 vorwerfen. Und auch das fände ich unfair und absolut unangebracht. Als Lehmann den Elfmeter gegen Villarreal gehalten hat, und auch schon in Spielen zuvor, lagen sich alle heulend in den Armen. Jetzt im nachhineine sticheln finde ich unmöglich.
Im übrigen hat Almunia genau das getan. Als er auf der Banks saß, hat er desöfteren Sprüche gegen Lehmann gebracht. Und nun dreist behauptet, er habe nie etwas gegen Lehmann gesagt. Das ist schlicht und einfach eine Lüge. Und auch als Nr. 1 kamen von ihm jede Woche selbstgerechte Kommentare. Wer also Lehmann seine Kritik vorwirft (die nicht so geschmacklos unter der Gürtellinie war wie die Almunias), der muss auch Almunia kritisieren.
04.01.2008 | 20:25 Uhr
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battolino : Völlig absurd
@Sam: Ich glaube nicht, dass du dich gross mit Arsenal London auskennst und Arsène Wenger giltet zu den Besten, wenn nicht sogar der Beste, Trainer der Gegenwart. Es ist völlig absurd zu behaupten, dass er seine Spieler demütigen will. Im Gegenteil, Wenger macht aus Nobodys Fussballer mit Weltklasseformat
10.01.2008 | 21:48 Uhr
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batigoal74 : Objektivität ist ein hohes Gut
Ausschlaggebend sollten doch Fakten sein. In der Vergangenheit sprachen die für Lehmann und in der Gegenwart für Almunia. Lehmann ist 38 Jahre alt. Wenn der Almunia jetzt die entsprechenden Leistungen bringt, wäre es fahrlässig von Wenger ihn auf die Bank zu setzen. Die Zeit nach Lehmann ist unabhängig von einem jetzigen Wechsel in nicht sehr weiter Ferne.
Almunia macht derzeitig einen guten Job und dann muss er auch im Kasten bleiben. Was zählt das Gestern, wenn das Morgen so nahe ist.
10.01.2008 | 22:30 Uhr
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20Legend : Na ja,
der beste Trainer der Gegenwart ist Wenger meiner Meinung nach definitiv nicht.Dazu fehlen dann doch noch ein paar Titel. Drei Meisterschaften und international noch gar nichts qualifiziert Wenger eindeutig nicht für den Titel .Da gibt es doch noch ein paar bessere. Ansonsten stimme ich Oliver zu. Almunia muss über lange Zeit zeigen ,dass er gut ist.Dass er im Moment vernünftige Leistungen zeigt ,kann man aber natürlich auch nicht bestreiten.Und dass Lehmann den Mund etwas zu voll genommen hat und deshalb bei Arsenal in Ungnade gefallen ist,ist er wohl auch selbst schuld.Aber irgendwie kann ich ihn auch verstehen. Almunia wurde ja nicht umsonst als Nachfolger von "Calamity" James gehandelt. gg
10.01.2008 | 22:36 Uhr
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20Legend : Ich
habe natürlich die Pokalsiege unterschlagen. Das ändert aber trotzdem nichts.
16.01.2008 | 18:29 Uhr
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Sam : @battolino
Ich bin seit fast 10 Jahren Arsenal-Fan und kenne mich bestens mit dem Verein und auch mit Wenger aus. Er ist kein großartiger Trainer, nur ein großartiger Spielerscout, der das Menschliche am Fussball aber in den letzten Jahren komplett vergessen zu haben scheint. Und ob er die Spieler bewusst demütigt, was ich leider denke, ist gar nicht die Frage. Tatsache ist, DASS er sie demütigt. Und wenn es nicht seine direkte Absicht ist, dann ist es ihm jedenfalls vollkommen egal, dass es passiert.Und wie gesagt, "Jens, Demütigung gehört zu deinem Job" hat Wenger zu Lehmann gesagt. Er war sich also absolut bewusst, wie sich sein Umgang mit der Situation auf Lehmann auswirken würde. Der Mann ist ja nicht dumm. Kalt zwar, aber nicht dumm.
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