04.01.2012 um 17:44 Uhr
Ein einziges Fest
Zeit um ein Resümee zu ziehen. Manchmal hält ein Finale nicht das, was es verspricht. Trotz des durchschnittlichen Abschluss zwischen dem neuen Doppelweltmeister Adrian Lewis und Andy Hamilton war die Dart-WM in London wieder ein Hochgenuss dieses Sports. Im Ally Pally hat Tag für Tag der Saal gebrannt. Und die überraschenden Ergebnisse waren das Salz in der Suppe.
Adrian Lewis ist auf alle Fälle ein verdienter Weltmeister. Das Comeback im Halbfinale gegen James Wade war grandios und eine psychische Topleistung. Doch leider kann man sich des Eindrucks nicht verwehren, dass der 26-jährige durch seine Erfolge eine zunehmende latente Arroganz ausstrahlt. Das Pfeifkonzert gegen Lewis war die Quittung. Im Gegensatz zu seinem früheren Mentor Phil Taylor bringt der amtierende Weltmeister nicht die Massen hinter sich. Im Gegenteil. Seine gelegentlichen Spielchen nach 180er-Aufnahmen oder gewonnen Sets wird Lewis zum Nachteil gereichen.
Aber das Talent des Champions ist unbestritten. Ob er das Darts über Jahre beziehungsweise Jahrzehnte nach der Ära Taylor beherrschen kann, ist unwahrscheinlich. Die Dichte in der Weltspitze wie auch in der Breite ist enorm angestiegen. „The Power" hat es mit seiner Zweitrundenniederlage, bei der er nur einen Satz gewinnen konnte, selbst erlebt. Dave Chisnall ist aber kein Unbekannter im Dartsport. Vor seinem Debüt bei der PDC stand er 2010 im WM-Finale der BDO.
Den gleichen Weg ging vor drei Jahren Simon Whitlock. Der australische „Wizard" konnte wieder überzeugen. Seine Halbfinalniederlage gegen Hamilton war nach der zwischenzeitlichen Führung überraschend und unglücklich. Inwieweit die Fußverletzung Whitlock behinderet, blieb den Beobachtern verborgen. Mit ihm ist auch in den nächsten Jahren zu rechnen.
Das frühe Ausscheiden von Taylor darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der beste Spieler aller Zeiten auch die Monate vor der WM die Szene dominierte. Für „The Power" wird diese Niederlage noch eine größere Motivation darstellen. Keinesfalls findet er sich in seinen letzten Karrierejahren mit Mittelmaß ab. In der Premier League ist Taylor wieder der große Favorit.
Doch eine neue Generation mit Huybrechts, van Gerwen und Chisnall kann in den nächsten Jahren in die Weltspitze vordringen. Ob sich auch ein Deutscher unter den kommenden Stars des Dartsports befinden, wird sich zeigen. Kevin Münch und Jyhan Artut haben ihr Können bei dieser WM kurz aufblitzen lassen. Artut hatte in seinem Match gegen den Highscorer Gary Anderson den Favoriten kurz vorm K.O. Das ist sinnbildlich. Den Deutschen fehlt bisher noch ein Quäntchen zum Durchbruch. Doch hierzulande wächst die Euphorie stetig.
Kein Wunder. Das Niveau im Dartsport ist enorm. Die Stimmung ist top. Die Inszenierung des Events grandios. Dem Sport der schnellen Pfeile blüht ein rosige Zukunft.
Adrian Lewis ist auf alle Fälle ein verdienter Weltmeister. Das Comeback im Halbfinale gegen James Wade war grandios und eine psychische Topleistung. Doch leider kann man sich des Eindrucks nicht verwehren, dass der 26-jährige durch seine Erfolge eine zunehmende latente Arroganz ausstrahlt. Das Pfeifkonzert gegen Lewis war die Quittung. Im Gegensatz zu seinem früheren Mentor Phil Taylor bringt der amtierende Weltmeister nicht die Massen hinter sich. Im Gegenteil. Seine gelegentlichen Spielchen nach 180er-Aufnahmen oder gewonnen Sets wird Lewis zum Nachteil gereichen.
Aber das Talent des Champions ist unbestritten. Ob er das Darts über Jahre beziehungsweise Jahrzehnte nach der Ära Taylor beherrschen kann, ist unwahrscheinlich. Die Dichte in der Weltspitze wie auch in der Breite ist enorm angestiegen. „The Power" hat es mit seiner Zweitrundenniederlage, bei der er nur einen Satz gewinnen konnte, selbst erlebt. Dave Chisnall ist aber kein Unbekannter im Dartsport. Vor seinem Debüt bei der PDC stand er 2010 im WM-Finale der BDO.
Den gleichen Weg ging vor drei Jahren Simon Whitlock. Der australische „Wizard" konnte wieder überzeugen. Seine Halbfinalniederlage gegen Hamilton war nach der zwischenzeitlichen Führung überraschend und unglücklich. Inwieweit die Fußverletzung Whitlock behinderet, blieb den Beobachtern verborgen. Mit ihm ist auch in den nächsten Jahren zu rechnen.
Das frühe Ausscheiden von Taylor darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der beste Spieler aller Zeiten auch die Monate vor der WM die Szene dominierte. Für „The Power" wird diese Niederlage noch eine größere Motivation darstellen. Keinesfalls findet er sich in seinen letzten Karrierejahren mit Mittelmaß ab. In der Premier League ist Taylor wieder der große Favorit.
Doch eine neue Generation mit Huybrechts, van Gerwen und Chisnall kann in den nächsten Jahren in die Weltspitze vordringen. Ob sich auch ein Deutscher unter den kommenden Stars des Dartsports befinden, wird sich zeigen. Kevin Münch und Jyhan Artut haben ihr Können bei dieser WM kurz aufblitzen lassen. Artut hatte in seinem Match gegen den Highscorer Gary Anderson den Favoriten kurz vorm K.O. Das ist sinnbildlich. Den Deutschen fehlt bisher noch ein Quäntchen zum Durchbruch. Doch hierzulande wächst die Euphorie stetig.
Kein Wunder. Das Niveau im Dartsport ist enorm. Die Stimmung ist top. Die Inszenierung des Events grandios. Dem Sport der schnellen Pfeile blüht ein rosige Zukunft.
Aufrufe: 245 | Kommentare: 0 | Bewertungen: 0 | Erstellt:04.01.2012
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