06.01.2012 um 11:43 Uhr
Die armen Leverkusener
„Bayern München und Borussia Dortmund haben einfach andere Möglichkeiten. Einen Reus-Transfer können wir uns finanziell nicht leisten. Wenn der Kollege Watzke in Dortmund anfängt zu husten, dann gehen 70.000 Zuschauer ins Stadion. Diese Möglichkeiten haben wir nicht. Wir müssen Nischenpolitik betreiben"
Wolfgang Holzhäuser, 5.1.2012
Voller Verwunderung musste ich gestern dieses Zitat des Leverkusener Geschäftsführer lesen. Klar, eine Ablösesumme von 17 Millionen € kann nicht jeder Verein mal eben aus dem Stehgreif bezahlen, aber wenn es einen Verein gibt, dem diese Möglichkeiten gegeben werden, dann dem Werksverein aus Leverkusen.
Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch ein 19-jähriger Torwart mit der Erfahrung von 16 Bundesliga-Spielen für satte 8 Mio € verpflichtet. Zudem wurde im Sommer mal eben 9 Mio € in die Beine von Andrè Schürrle investiert. Das macht insgesamt auch um die 17 Mio €, die das Bayer-Werk in seine Werktruppe gepumpt hat.
Hinzu kommen noch "Mondgehälter", die in Leverkusen gezahlt werden. An vorderster Stelle steht da sicherlich Michael Ballack. Ballack dürfte um einiges mehr verdienen als der Dortmunder Topverdiener Sebastian Kehl.
In einem Punkt muss ich Wolfgang Holzhäuser Recht geben: Die Zuschauerzahlen sind in Dortmund zurzeit europaweit einmalig. Aber ganz ehrlich, wen interessiert auch ein Werksverein ohne große Tradition und Zuschauern der Marke "Publikum" ? Ein erfolgreicher Ruhrpottverein zieht einfach mehr Zuschauer in die Stadien als ein "Kunstprojekt" in der Provinzstadt Leverkusen. Aber das hätte Holzhäuser auch vor seinem Amtsantritt bemerken können.
Wieso also diese Aussage, Herr Holzhäuser?
Wolfgang Holzhäuser, 5.1.2012
Voller Verwunderung musste ich gestern dieses Zitat des Leverkusener Geschäftsführer lesen. Klar, eine Ablösesumme von 17 Millionen € kann nicht jeder Verein mal eben aus dem Stehgreif bezahlen, aber wenn es einen Verein gibt, dem diese Möglichkeiten gegeben werden, dann dem Werksverein aus Leverkusen.
Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch ein 19-jähriger Torwart mit der Erfahrung von 16 Bundesliga-Spielen für satte 8 Mio € verpflichtet. Zudem wurde im Sommer mal eben 9 Mio € in die Beine von Andrè Schürrle investiert. Das macht insgesamt auch um die 17 Mio €, die das Bayer-Werk in seine Werktruppe gepumpt hat.
Hinzu kommen noch "Mondgehälter", die in Leverkusen gezahlt werden. An vorderster Stelle steht da sicherlich Michael Ballack. Ballack dürfte um einiges mehr verdienen als der Dortmunder Topverdiener Sebastian Kehl.
In einem Punkt muss ich Wolfgang Holzhäuser Recht geben: Die Zuschauerzahlen sind in Dortmund zurzeit europaweit einmalig. Aber ganz ehrlich, wen interessiert auch ein Werksverein ohne große Tradition und Zuschauern der Marke "Publikum" ? Ein erfolgreicher Ruhrpottverein zieht einfach mehr Zuschauer in die Stadien als ein "Kunstprojekt" in der Provinzstadt Leverkusen. Aber das hätte Holzhäuser auch vor seinem Amtsantritt bemerken können.
Wieso also diese Aussage, Herr Holzhäuser?
Aufrufe: 471 | Kommentare: 4 | Bewertungen: 3 | Erstellt:06.01.2012
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KOMMENTARE
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06.01.2012 | 12:58 Uhr
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TuB1904 :
Naja..ich bin gewiss kein Leverkusen-Freund, doch muss ich sagen, dass in deinem Blog nicht alles richtig dargestellt wird. Fakt ist, dass Bayern um die Jahrtausendwende herum viel Geld in den Verein gesteckt hat, mit denen Leute wie Ze Roberto, Ballack, Kirsten, Butt, Lucio, Berbatov, Schneider und und und gekauft wurden oder die Verträge zu wirklich guten Bezügen verlängert wurden.
Mittlerweile hat Bayer das jedoch massiv gekürtzt, was die Zahlungen an den Verein angeht. Dass mit Ballack war sicherlich eine Ausnahme, die Bayer unter Berücksichtigung der "Marke Ballack" gemacht hat. Da ist Ballack für Deutschland das, was Beckham für England war/ist.
Ansonsten solltest du dir die Transferpolitik von Bayer Leverkusen mal genauer ansehen. Da sind Schürrle und Leno schon Außnahmen. Schürrle wurde nach überragenden Leistungen gekauft und man war (ich bin es immer noch) sicher, dass er seinen Marktwert in den kommenden Jahren steigert und dann für mehr Geld später verkauft wird. Leverkusen sieht sich als einer der Spitzenteams in Deutschland, weiß aber auch, dass immer die Möglichkeit besteht, dass die ganz großen Vereine die besten Spieler wegkaufen. Der Wechsel von Schürrle ist ja nicht nur durch den Abgang von Vidal mehr als gedeckt

Und zu Leno ist klar zu sagen, dass er selber großen Anteil daran hat, dass er gekauft werden konnte, da durch auch aufgrund seine hervorragenden Leistungen in de CL das Weiterkommen erreicht wurde. Dadurch floss natürlich eine Menge Geld in die Clubkasse.
Auch ansonsten gilt, dass zwar viel für Spieler ausgegeben wird (Derdiyok, Bender, Augosto, Sam, Toprak usw.), doch man hat auch Spieler für viel Geld verkauft (Juan, Vidal, Helmes, Berbatov usw.)
Also ich würde Leverkusen auf gar keinen Fall mit Wolfsburg oder Hoffenheim vergleichen, auch wenn ich den Verein sonst nicht sonderlich mag. Aber man muss anerkennen, dass die viele Spieler kaufen und dann teurer verkaufen.
06.01.2012 | 14:18 Uhr
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Denke aber trotzdem, dass die Aussagen Holzhäusers eher auf die Fehde zwischen ihm und Watzke zurückzuführen sind und nicht hundertprozentig ernst genommen werden sollten