31.08.2010 um 11:02 Uhr
Desolate Alemannia
2. Bundesliga
Leichtes Spiel für Chrisantus und Co.
Karlsruher SC – Alemannia Aachen 3:0
Am zweiten Spieltag der zweiten Bundesliga musste meine Alemannia nach Karlsruhe reisen, um sich mit dem KSC zu messen. Die Auswärtsgeneralprobe ging gründlich in die Hose. Karlsruhe gewann absolut verdient mit 3:0 Toren. Aachen hatte zu keiner Phase des Spiels etwas dagegen zu setzen und muss bis zum nächsten Spiel in Fürth einiges verbessern.
Auch sein drittes Pflichtspiel begann Trainer Peter Hyballa mit derselben Startaufstellung wie schon in Essen und gegen Union Berlin. Die Viererkette vor Hohs bildeten Herzig, Feisthammel, Demai und Achenbach. In der Mittelfeldraute agierten Kratz auf der Sechs, Uludag links, Höger rechts und Arslan als Zehner. Für Tore sollten Gueye und Junglas sorgen.
Die Karlsruher legten los wie die Feuerwehr und ließen die Aachener schnell wissen, dass sie anders auftreten würden als bei ihrer 1:4 Niederlage am ersten Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth. Leider verstanden die Alemannen die Warnung nicht, sodass der erste Treffer der Blau-Weissen nicht lange auf sich warten ließ. In der siebten Spielminute war es Staffeldt, der eine Hereingabe von Schäfer per Kopf zum 1:0 verwandeln konnte.
Nur zehn Minuten nach dem Führungstreffer bauten die Badener ihren Vorsprung auf zwei Tore aus. Die Aachener Hintermannschaft bekam den zwanzigjährigen Macauley Chrisantus nicht unter Kontrolle. Dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte sicher zum 2:0. Auch in der Höhe war die Führung zu diesem Zeitpunkt absolut gerechtfertigt.
Doch damit nicht genug! Die Karlsruher spielten sich in einen Rausch, die Aachener schienen stehend k.o. zu sein. So kam es, dass es erneut Chrisantus war, der in der 34. Minute auf 3:0 erhöhte. Dies war zugleich der Halbzeitstand, mit dem die Alemannia sogar noch gut bedient war. Neben den drei Treffern setzten die Karlsruher nämlich noch diverse Schüsse ans Gebälk des Aachener Kastens.
In der zweiten Halbzeit geschah bis auf die gelben Karten für Höger und Herzig nichts Nennenswertes mehr. Der Spielstand blieb beim 3:0 für den KSC, da die Karlsruher nun clever die Uhr runter spielten und die Aachener nicht über die Mittel verfügten, noch einmal am Ergebnis zu rütteln. Insgesamt leider ein enttäuschender Auftritt der Schwarz-Gelben. Zum Glück ist bis zur nächsten Aufgabe noch etwas Zeit…
Viel schwerwiegender als die über lange Strecken des Spiels ausbleibende Torgefahr der Alemannen ist die katastrophale Leistung der Defensive. Zumindest in den ersten 45 Minuten wirkte die Viererkette desorientiert, war fast immer einen Schritt zu spät und gewann zu wenige Zweikämpfe. So durfte man sich zur Pause nicht wundern, dass der Gegner mit drei Toren vorne lag.
Auf www.alemannia-aachen.de, der offiziellen Homepage der Alemannia, findet Peter Hyballa folgende Worte: "In der ersten halben Stunde war das in unserer Viererkette teilweise vogelwild. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen und in der Phase sechs, sieben, acht hundertprozentige Torchancen zugelassen. Das war schlecht, und deshalb haben wir verdient verloren".
Ein Statement, mit dem der Trainer völlig richtig liegt. Gerade in der Innenverteidigung wurden zu viele Fehler gemacht. Die Karlsruher Offensivgarde um Chrisantus und Fink gab sich angesichts der schriftlichen Einladung der Aachener keine Blöße und bedankte sich höflich gleich drei Mal.
Einziger Lichtblick: In der zweiten Halbzeit steigerte sich die Alemannia. Sie erarbeitete sich zwar weiterhin zu wenige Torchancen und entwickelte auch nicht die nötige Durchschlagskraft, die wenigen vorhandenen zu nutzen, allerdings ließ die Viererkette vor Hohs in Durchgang zwei auch keine nennenswerten Möglichkeiten des KSC mehr zu. Ich hoffe also, dass die Leistung aus dem Spiel gegen den KSC ein Ausrutscher bleibt. Ein solcher ist einer so jungen Mannschaft ja durchaus zu verzeihen.
Leichtes Spiel für Chrisantus und Co.
Karlsruher SC – Alemannia Aachen 3:0
Am zweiten Spieltag der zweiten Bundesliga musste meine Alemannia nach Karlsruhe reisen, um sich mit dem KSC zu messen. Die Auswärtsgeneralprobe ging gründlich in die Hose. Karlsruhe gewann absolut verdient mit 3:0 Toren. Aachen hatte zu keiner Phase des Spiels etwas dagegen zu setzen und muss bis zum nächsten Spiel in Fürth einiges verbessern.
Auch sein drittes Pflichtspiel begann Trainer Peter Hyballa mit derselben Startaufstellung wie schon in Essen und gegen Union Berlin. Die Viererkette vor Hohs bildeten Herzig, Feisthammel, Demai und Achenbach. In der Mittelfeldraute agierten Kratz auf der Sechs, Uludag links, Höger rechts und Arslan als Zehner. Für Tore sollten Gueye und Junglas sorgen.
Die Karlsruher legten los wie die Feuerwehr und ließen die Aachener schnell wissen, dass sie anders auftreten würden als bei ihrer 1:4 Niederlage am ersten Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth. Leider verstanden die Alemannen die Warnung nicht, sodass der erste Treffer der Blau-Weissen nicht lange auf sich warten ließ. In der siebten Spielminute war es Staffeldt, der eine Hereingabe von Schäfer per Kopf zum 1:0 verwandeln konnte.
Nur zehn Minuten nach dem Führungstreffer bauten die Badener ihren Vorsprung auf zwei Tore aus. Die Aachener Hintermannschaft bekam den zwanzigjährigen Macauley Chrisantus nicht unter Kontrolle. Dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte sicher zum 2:0. Auch in der Höhe war die Führung zu diesem Zeitpunkt absolut gerechtfertigt.
Doch damit nicht genug! Die Karlsruher spielten sich in einen Rausch, die Aachener schienen stehend k.o. zu sein. So kam es, dass es erneut Chrisantus war, der in der 34. Minute auf 3:0 erhöhte. Dies war zugleich der Halbzeitstand, mit dem die Alemannia sogar noch gut bedient war. Neben den drei Treffern setzten die Karlsruher nämlich noch diverse Schüsse ans Gebälk des Aachener Kastens.
In der zweiten Halbzeit geschah bis auf die gelben Karten für Höger und Herzig nichts Nennenswertes mehr. Der Spielstand blieb beim 3:0 für den KSC, da die Karlsruher nun clever die Uhr runter spielten und die Aachener nicht über die Mittel verfügten, noch einmal am Ergebnis zu rütteln. Insgesamt leider ein enttäuschender Auftritt der Schwarz-Gelben. Zum Glück ist bis zur nächsten Aufgabe noch etwas Zeit…
Viel schwerwiegender als die über lange Strecken des Spiels ausbleibende Torgefahr der Alemannen ist die katastrophale Leistung der Defensive. Zumindest in den ersten 45 Minuten wirkte die Viererkette desorientiert, war fast immer einen Schritt zu spät und gewann zu wenige Zweikämpfe. So durfte man sich zur Pause nicht wundern, dass der Gegner mit drei Toren vorne lag.
Auf www.alemannia-aachen.de, der offiziellen Homepage der Alemannia, findet Peter Hyballa folgende Worte: "In der ersten halben Stunde war das in unserer Viererkette teilweise vogelwild. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen und in der Phase sechs, sieben, acht hundertprozentige Torchancen zugelassen. Das war schlecht, und deshalb haben wir verdient verloren".
Ein Statement, mit dem der Trainer völlig richtig liegt. Gerade in der Innenverteidigung wurden zu viele Fehler gemacht. Die Karlsruher Offensivgarde um Chrisantus und Fink gab sich angesichts der schriftlichen Einladung der Aachener keine Blöße und bedankte sich höflich gleich drei Mal.
Einziger Lichtblick: In der zweiten Halbzeit steigerte sich die Alemannia. Sie erarbeitete sich zwar weiterhin zu wenige Torchancen und entwickelte auch nicht die nötige Durchschlagskraft, die wenigen vorhandenen zu nutzen, allerdings ließ die Viererkette vor Hohs in Durchgang zwei auch keine nennenswerten Möglichkeiten des KSC mehr zu. Ich hoffe also, dass die Leistung aus dem Spiel gegen den KSC ein Ausrutscher bleibt. Ein solcher ist einer so jungen Mannschaft ja durchaus zu verzeihen.
Aufrufe: 705 | Kommentare: 6 | Bewertungen: 9 | Erstellt:31.08.2010
ø 8.1
KOMMENTARE
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31.08.2010 | 15:07 Uhr
0
-8
HSVFan2011 :
Wer interressiert sich denn für son Quatsch
31.08.2010 | 16:13 Uhr
0
0
Tivoli :
Konnte das Spiel leider, oder zum Glück, nicht sehen, aber als ich das Ergebnis gehört habe war ich schon etwas geschockt.
Sie haben doch in den Test-, Pokal und im ersten Ligaspiel gut gespielt und mit ner 3:0 Klatsche hätte ich überhaupt nicht gerechnet.
Bin aber der Meinung das Hyballa insgesamt mit der Mannschaft auf dem richtigen Weg ist und wir diese Saison noch viele gute Spiele sehen werden. Am besten schon in zwei Wochen in Fürth.
31.08.2010 | 16:30 Uhr
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Denn die Viererkette hat definitiv die Klasse um eine solche Taktik mitzutragen.
31.08.2010 | 16:32 Uhr
+1
0
BadBlue :
Alemmannia steckt doch Radikal im Umbruch.Wird ne harte Saison, auf jeden Fall.
01.09.2010 | 07:10 Uhr
+1
0
@ Blechbroetchen kein schlechter Blog, nur meiner Meinung nach zu wenig eigene Meinung einfließen lassen im Verhältnis zum Gesamttext.
Nico Herzig ist meiner Meinung nach, total überfordert wenn er mit der Viererkette so "hoch" steht, einfach zu langsam.
Kevin Kratz war auf der "6" überfordert, da Uludag und auch Arslan gar nicht nach hinten gearbeitet haben. Karlsruhe hat viele lange Bälle gespielt, so dass das defensive Mittelfeld gar nicht eingreifen konnte, in Person von Kratz ohne Unterstützung
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