30.03.2010 um 14:58 Uhr
Der Vangaalismus
Louis Van Gaal ist stur. Louis Van Gaal ist streng. Louis Van Gaal steht auf kleine Bubis in der Stammelf. Louis Van Gaal hält nichts von sogenannten Stars. Er überraschte uns alle mit Neuzugängen aus den eigenen Reihen die nicht etwa den Kader auffüllen sollten, sondern Eckpfeiler eines Teams bilden, welches Ansprüche auf den ganz großen Wurf angemeldet hat. Das Tripple. Alles erinnert an 1999, den auch damals sprach alles vom sagenhaften Tripple, etwas noch nie dagewesenes in Deutschland und auch auf europäischer ebene sehr rar.
Doch gerade Louis Van Gaal könnte der Grund sein warum die Bayern, wie im Vorjahr, ohne Titel da stehen könnten. Warum? Weil der FC Bayern zwei Cheftrainer hat die zusammen nicht funktionieren. Der eine -nennen wir ihn Louis- formt ein ansehnliches Spielsystem, versteht es seiner Mannschaft seine Ideen zu vermitteln und integriert Spieler wie Badstuber und Müller in ein Team das alles gewinnen soll. Der andere -im Folgenden als Van Gaal bezeichnet- möchte nicht einsehen, dass sogenannte Stars, zumeist aus berichtigtem Grund diesen Titel erhalten. Er verscheucht einen der wenigen Stars im Team nach Italien und erkennt Spielern wie Vidic die viel zitierte Weltklasse ab.
Louis hat große Erfolge gefeiert, den wohl größten mit Ajax als die Champions League gewonnen wurde. Stars gab es in diesem Team keine, lediglich hochtalentierte Spieler die alle das Zeug dazu hatten mal einer zu werden und viele wurden es. In den folgenden Jahren änderte sich nicht viel für Louis, er nahm seine Bubis mit, schenkte ihnen jeweils ein Trikot des falschen FCB und war auch unter der Sonne Spaniens erfolgreich. Doch irgendwo zwischen Amsterdam und Barcelona infizierte sich der freundliche Louis mit dem Vangalismus. Eine Suchtkrankheit die den Süchtigen glauben lässt, dass alles was dieser anfasst zu Gold wird.
Louis war nicht mehr. Ab dem Zeitpunkt der Infektion war Van Gaal Trainer. Trainer von Barcelona- gefeuert. Trainer von Holland- gefeuert. Der Grund für den Misserfolg in beiden Fällen: Sein Problem mit "Stars". Er ließ lieber die Unterwürfigen spielen als das etablierte Personal und bekam die Quittung dafür. Im Endstadium der Krankheit kam die Einsicht. Was folgte war eine beeindruckende Reha in Holland als Trainer des AZ Alkmaar. Ob ein Kranker jedoch völlig geheilt ist von einer Sucht entscheidet sich nicht im Krankenhaus, sondern im Alltag. Also kehrte Louis zurück in den für ihn gewohnten Alltag, zu einer Spitzenmannschaft, zum richtigen FCB.
Schnell wurden erste Anzeichen eines Rückfalls deutlich. Lucio sieht -zu recht- seinen Stammplatz nicht in Gefahr. Van Gaal übernimmt postwendend das Ruder, Louis muss weichen und Lucio wechselt für lächerliche 6 Mio nach Italien. Ein Mario Gomez trifft am laufenden Band und findet sich trotzdem wieder auf der Bank. Ein Ukrainer dessen Namen schon langsam in Vergessenheit gerät, wird seiner Spielpraxis beraubt. Louis versucht Van Gaals Fehler zu neutralisieren, integriert Müller und Badstuber in die erste Elf. Doch was dann passiert ist schlichtweg Vangaalismus pur. Ein gelernter Links Verteidiger (Edson Braafheid) wird weggeschickt und er möchte keinen neuen holen. Louis versucht sich mit seinen Möglichkeiten zu wehren, diesmal allerdings ohne Chance, denn alles was ihm bleibt sind Teenager die Fehler machen dürfen, und das machen sie auch.
Die Problemzone Abwehr des FCB. Spätestens an dieser Stelle hören die Parallelen mit dem Tripple Traum von 1999 auf. 1999 war die Abwehr das Prunkstück und der Sturm AUCH. Heute spielt der FCB aus einer ungeordneten, unerfahrenen und vor allem unflexiblen Viererkette, deren Ernennung eher an einen einen ausgefüllten Bingoschein erinnert. Man stelle sich eine Abwehr mit Lucio und Vidic im Zentrum vor. Einen Weltklasse Lahm auf rechts und einen hochtalentierten Badstuber auf links. Man stelle sich vor der Ukrainer würde halten was er versprach und Gomez wäre nicht seines Selbstbewusstseins beraubt worden. Das war unser Traum, das war Louis Traum doch es braucht offensichtlich mehr als eine Kur in Holland um den Vangaalismus zu besiegen.
Louis Van Gaal kann nur erfolgreich sein wenn man ihm hochtalentierte Spieler aus den eigenen Reihen zur Verfügung stellt. Den Spagat zwischen Talenten und Stars scheint er nicht bewältigen zu können. Solange das der Fall ist wird er mit dem FC Bayern keine Titel von Bedeutung (abgesehen vom DFB Pokal) holen können. Die Titel in Amsterdam und in Barcelona sind ein Produkt der hervorragenden Jugendarbeit, doch von dieser ist man in München Meilenweit entfernt.
Doch gerade Louis Van Gaal könnte der Grund sein warum die Bayern, wie im Vorjahr, ohne Titel da stehen könnten. Warum? Weil der FC Bayern zwei Cheftrainer hat die zusammen nicht funktionieren. Der eine -nennen wir ihn Louis- formt ein ansehnliches Spielsystem, versteht es seiner Mannschaft seine Ideen zu vermitteln und integriert Spieler wie Badstuber und Müller in ein Team das alles gewinnen soll. Der andere -im Folgenden als Van Gaal bezeichnet- möchte nicht einsehen, dass sogenannte Stars, zumeist aus berichtigtem Grund diesen Titel erhalten. Er verscheucht einen der wenigen Stars im Team nach Italien und erkennt Spielern wie Vidic die viel zitierte Weltklasse ab.
Louis hat große Erfolge gefeiert, den wohl größten mit Ajax als die Champions League gewonnen wurde. Stars gab es in diesem Team keine, lediglich hochtalentierte Spieler die alle das Zeug dazu hatten mal einer zu werden und viele wurden es. In den folgenden Jahren änderte sich nicht viel für Louis, er nahm seine Bubis mit, schenkte ihnen jeweils ein Trikot des falschen FCB und war auch unter der Sonne Spaniens erfolgreich. Doch irgendwo zwischen Amsterdam und Barcelona infizierte sich der freundliche Louis mit dem Vangalismus. Eine Suchtkrankheit die den Süchtigen glauben lässt, dass alles was dieser anfasst zu Gold wird.
Louis war nicht mehr. Ab dem Zeitpunkt der Infektion war Van Gaal Trainer. Trainer von Barcelona- gefeuert. Trainer von Holland- gefeuert. Der Grund für den Misserfolg in beiden Fällen: Sein Problem mit "Stars". Er ließ lieber die Unterwürfigen spielen als das etablierte Personal und bekam die Quittung dafür. Im Endstadium der Krankheit kam die Einsicht. Was folgte war eine beeindruckende Reha in Holland als Trainer des AZ Alkmaar. Ob ein Kranker jedoch völlig geheilt ist von einer Sucht entscheidet sich nicht im Krankenhaus, sondern im Alltag. Also kehrte Louis zurück in den für ihn gewohnten Alltag, zu einer Spitzenmannschaft, zum richtigen FCB.
Schnell wurden erste Anzeichen eines Rückfalls deutlich. Lucio sieht -zu recht- seinen Stammplatz nicht in Gefahr. Van Gaal übernimmt postwendend das Ruder, Louis muss weichen und Lucio wechselt für lächerliche 6 Mio nach Italien. Ein Mario Gomez trifft am laufenden Band und findet sich trotzdem wieder auf der Bank. Ein Ukrainer dessen Namen schon langsam in Vergessenheit gerät, wird seiner Spielpraxis beraubt. Louis versucht Van Gaals Fehler zu neutralisieren, integriert Müller und Badstuber in die erste Elf. Doch was dann passiert ist schlichtweg Vangaalismus pur. Ein gelernter Links Verteidiger (Edson Braafheid) wird weggeschickt und er möchte keinen neuen holen. Louis versucht sich mit seinen Möglichkeiten zu wehren, diesmal allerdings ohne Chance, denn alles was ihm bleibt sind Teenager die Fehler machen dürfen, und das machen sie auch.
Die Problemzone Abwehr des FCB. Spätestens an dieser Stelle hören die Parallelen mit dem Tripple Traum von 1999 auf. 1999 war die Abwehr das Prunkstück und der Sturm AUCH. Heute spielt der FCB aus einer ungeordneten, unerfahrenen und vor allem unflexiblen Viererkette, deren Ernennung eher an einen einen ausgefüllten Bingoschein erinnert. Man stelle sich eine Abwehr mit Lucio und Vidic im Zentrum vor. Einen Weltklasse Lahm auf rechts und einen hochtalentierten Badstuber auf links. Man stelle sich vor der Ukrainer würde halten was er versprach und Gomez wäre nicht seines Selbstbewusstseins beraubt worden. Das war unser Traum, das war Louis Traum doch es braucht offensichtlich mehr als eine Kur in Holland um den Vangaalismus zu besiegen.
Louis Van Gaal kann nur erfolgreich sein wenn man ihm hochtalentierte Spieler aus den eigenen Reihen zur Verfügung stellt. Den Spagat zwischen Talenten und Stars scheint er nicht bewältigen zu können. Solange das der Fall ist wird er mit dem FC Bayern keine Titel von Bedeutung (abgesehen vom DFB Pokal) holen können. Die Titel in Amsterdam und in Barcelona sind ein Produkt der hervorragenden Jugendarbeit, doch von dieser ist man in München Meilenweit entfernt.
Aufrufe: 423 | Kommentare: 3 | Bewertungen: 2 | Erstellt:30.03.2010
ø 7.5
KOMMENTARE
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30.03.2010 | 16:13 Uhr
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drlove : falsch verstanden
die Jugend Arbeit in München ist nicht schlecht aber trotzdem sehr weit weg von Ajax und barca. Vergleiche die Namen die du schreibst mal mit diesen: messi iniesta xavi Pedro fabregas bojan puyol van der vaart kluvert bergkamp stam und WIRKLICH viele mehr.
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Dennoch gebe ich 8 Punkte.-)
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Das ist doch sehr gute Jugendarbeit die der Fc Bayern betreibt und diese sorgen bei anderen für Forure.