15.04.2011 um 15:48 Uhr
Der Perkins Trade - Part 2
Mit Perkins zum Titelkandidaten
Während man ihm in Boston nachtrauert, könnte man in Oklahoma nicht begeisterter sein.
General Manager Sam Presti wird von allen Seiten zum nächsten Coup seiner Amtszeit gratuliert und im Team ist man bereits nach wenigen Wochen froh den Teamkollegen Perkins in der Kabine und auf dem Court zu haben.
Zwar sorgte in Oklahoma, wie in Boston Perkins Abgang, der Abgang von Jeff Green für Trauer im Team, doch die Spieler um Superstar Durant erkannten schnell welche Vorzüge Perkins mitbringt.
Durant selbst soll zunächst nicht begeistert gewesen sein, da Green einer seiner engsten Freunde war und man über die taktische Komponente eines athletischen Power Forwards, der durch seine Dreipunktwürfe auch noch das Feld breit macht, sehr froh war.
Doch in Oklahoma hat man schnell verstanden, dass Perkins das fehlende Puzzleteil auf dem Weg zum Titel ist. Denn wenn dem äußerst talentierten Kern um Durant, Westbrook und Ibaka eines fehlte, dann war es ein richtiger Center, der eben all das mitbringt, was Perkins nun verkörpert.
Eine Präsenz, die die Penetration der Zone verhindert und die Thunder einfach härter in der Verteidigung macht.
Außerdem ein Spieler, der dem jungen Kader in Oklahoma die Mentalität des Gewinnens aus Boston mitbringt.
Das die Thunder punkten können mit Durant und Westbrook war bereits klar, doch womit sie sich dieses Jahr schwer taten war ihre Defensive.
Im letzten Jahr noch überraschend stark, bauten die Thunder in diesem Bereich extrem ab. Außerdem war es besonders ein defensivstarker Bigman, der im Duell mit den Lakers im letzten Jahr fehlte.
Wo Green in der Offensive ein positives Missmatch war, war er in der defensive gegen größere Powerforwards wie Pau Gasol ein großes Problem.
Dies scheint mit Ibaka und Perkins zusammen nun gelöst, da sie die Verteidigung am Korb auf ein völlig neues, in den Playoffs notwendiges Niveau heben.
Nicht umsonst traut man den Thunder nun schon in diesem Jahr den großen Wurf zu, es bleibt jedoch abzuwarten, ob es trotz mangelnder Erfahrung für die Finals reicht. Immerhin bringt Perkins riesige Playoff-Erfahrung mit, vielleicht sogar mehr als der Rest des Kaders zusammen genommen.
Green auf der Suche
So sehr Perkins Oklahoma City bereits heute hilft, sucht Jeff Green in Boston noch nach seiner Rolle und nach seiner Form.
Als Starter und dritte Option nach Durant und Westbrook aus Oklahoma gekommen, wird er nun nur noch von der Bank ins Spiel gebracht. Sein Punktausbeute sank auf schwache 9,8 Punkte pro Spiel, was gar nicht mal so dramatisch wäre, wenn er denn seine Rolle im Spiel der Celtics gefunden hätte.
Wurde er in Oklahoma als Perimeter Scorer gesehen und auch ins Spiel eingebunden, muss er nun seine Offensivmöglichkeiten aus dem Low-Post mit kleineren Hookshots suchen.
Außerdem bereitet er den defensivstarken Celtics mit seiner körperlichen Unterlegenheit gegen stärkere Power Forwards Probleme und sein Rebounding ist im Grunde nicht existent.
Green kann den Celtics sicher helfen, doch erst wenn er seine Rolle in der Rotation und im System der Celtics findet.
Die Frage ist nur wie lange die Celtics darauf warten muss.
Eine Frage der Perspektive
Letztlich ist es für die Celtics eine Frage der Perspektive, ob sie sich an diesem Trade erfreuen können. Sieht man nur die unmittelbaren Folgen, und die Chance in diesem Jahr einen Titel zu gewinnen, so hat sich Boston nur selbst geschwächt und ist vom vielleicht Topfavoriten zu einem Fragezeichen in den Playoffs geworden. Bezieht man allerdings mit ein, dass Perkins im Sommer als Freeagent gegangen wäre, Jeff Greens Vertrag ebenfalls ausläuft und man auch noch den Vertrag von Nate Robinson los geworden ist, so kann man etwas mutiger in die Post-Big Three Ära schauen, da man im Sommer doch ein wenig Geld übrig hat, mit dem man entweder Green hält, wenn er sich positiv hervortut in den Playoffs, oder an einem frühen Umstrukturieren des Kaders um Rondo arbeitet.
Denn baut man doch nur alles auf die letzte Chance mit Garnett, Pierce und Allen, so wird man nach ihrer Zeit nur mit Rondo und nichts anderem dastehen, womit man wieder von vorn anfängt.
Für die Celtics also ein Trade, der sie in ihren unmittelbaren Titelambitionen zurückwirft, aber Freiraum für die Zukunft schenkt.
Bei den Thunder muss man darüber nicht diskutieren, der Trade hat sie über Nacht vom Geheimfavoriten zum absolut ernstzunehmenden Titelkandidaten gemacht. Die Playoffs können kommen.
Während man ihm in Boston nachtrauert, könnte man in Oklahoma nicht begeisterter sein.
General Manager Sam Presti wird von allen Seiten zum nächsten Coup seiner Amtszeit gratuliert und im Team ist man bereits nach wenigen Wochen froh den Teamkollegen Perkins in der Kabine und auf dem Court zu haben.
Zwar sorgte in Oklahoma, wie in Boston Perkins Abgang, der Abgang von Jeff Green für Trauer im Team, doch die Spieler um Superstar Durant erkannten schnell welche Vorzüge Perkins mitbringt.
Durant selbst soll zunächst nicht begeistert gewesen sein, da Green einer seiner engsten Freunde war und man über die taktische Komponente eines athletischen Power Forwards, der durch seine Dreipunktwürfe auch noch das Feld breit macht, sehr froh war.
Doch in Oklahoma hat man schnell verstanden, dass Perkins das fehlende Puzzleteil auf dem Weg zum Titel ist. Denn wenn dem äußerst talentierten Kern um Durant, Westbrook und Ibaka eines fehlte, dann war es ein richtiger Center, der eben all das mitbringt, was Perkins nun verkörpert.
Eine Präsenz, die die Penetration der Zone verhindert und die Thunder einfach härter in der Verteidigung macht.
Außerdem ein Spieler, der dem jungen Kader in Oklahoma die Mentalität des Gewinnens aus Boston mitbringt.
Das die Thunder punkten können mit Durant und Westbrook war bereits klar, doch womit sie sich dieses Jahr schwer taten war ihre Defensive.
Im letzten Jahr noch überraschend stark, bauten die Thunder in diesem Bereich extrem ab. Außerdem war es besonders ein defensivstarker Bigman, der im Duell mit den Lakers im letzten Jahr fehlte.
Wo Green in der Offensive ein positives Missmatch war, war er in der defensive gegen größere Powerforwards wie Pau Gasol ein großes Problem.
Dies scheint mit Ibaka und Perkins zusammen nun gelöst, da sie die Verteidigung am Korb auf ein völlig neues, in den Playoffs notwendiges Niveau heben.
Nicht umsonst traut man den Thunder nun schon in diesem Jahr den großen Wurf zu, es bleibt jedoch abzuwarten, ob es trotz mangelnder Erfahrung für die Finals reicht. Immerhin bringt Perkins riesige Playoff-Erfahrung mit, vielleicht sogar mehr als der Rest des Kaders zusammen genommen.
Green auf der Suche
So sehr Perkins Oklahoma City bereits heute hilft, sucht Jeff Green in Boston noch nach seiner Rolle und nach seiner Form.
Als Starter und dritte Option nach Durant und Westbrook aus Oklahoma gekommen, wird er nun nur noch von der Bank ins Spiel gebracht. Sein Punktausbeute sank auf schwache 9,8 Punkte pro Spiel, was gar nicht mal so dramatisch wäre, wenn er denn seine Rolle im Spiel der Celtics gefunden hätte.
Wurde er in Oklahoma als Perimeter Scorer gesehen und auch ins Spiel eingebunden, muss er nun seine Offensivmöglichkeiten aus dem Low-Post mit kleineren Hookshots suchen.
Außerdem bereitet er den defensivstarken Celtics mit seiner körperlichen Unterlegenheit gegen stärkere Power Forwards Probleme und sein Rebounding ist im Grunde nicht existent.
Green kann den Celtics sicher helfen, doch erst wenn er seine Rolle in der Rotation und im System der Celtics findet.
Die Frage ist nur wie lange die Celtics darauf warten muss.
Eine Frage der Perspektive
Letztlich ist es für die Celtics eine Frage der Perspektive, ob sie sich an diesem Trade erfreuen können. Sieht man nur die unmittelbaren Folgen, und die Chance in diesem Jahr einen Titel zu gewinnen, so hat sich Boston nur selbst geschwächt und ist vom vielleicht Topfavoriten zu einem Fragezeichen in den Playoffs geworden. Bezieht man allerdings mit ein, dass Perkins im Sommer als Freeagent gegangen wäre, Jeff Greens Vertrag ebenfalls ausläuft und man auch noch den Vertrag von Nate Robinson los geworden ist, so kann man etwas mutiger in die Post-Big Three Ära schauen, da man im Sommer doch ein wenig Geld übrig hat, mit dem man entweder Green hält, wenn er sich positiv hervortut in den Playoffs, oder an einem frühen Umstrukturieren des Kaders um Rondo arbeitet.
Denn baut man doch nur alles auf die letzte Chance mit Garnett, Pierce und Allen, so wird man nach ihrer Zeit nur mit Rondo und nichts anderem dastehen, womit man wieder von vorn anfängt.
Für die Celtics also ein Trade, der sie in ihren unmittelbaren Titelambitionen zurückwirft, aber Freiraum für die Zukunft schenkt.
Bei den Thunder muss man darüber nicht diskutieren, der Trade hat sie über Nacht vom Geheimfavoriten zum absolut ernstzunehmenden Titelkandidaten gemacht. Die Playoffs können kommen.
Aufrufe: 552 | Kommentare: 10 | Bewertungen: 7 | Erstellt:15.04.2011
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KOMMENTARE
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15.04.2011 | 18:22 Uhr
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ich denke es kommt drauf an welche perspektive ihm in boston bei verlängerung geboten wird.....
hab noch nicht drüber nachgedacht, aber das er nach okc zurück geht halte ich gar nicht für so eine abwegige idee die du da ansprichst!! cap space sollten sie haben
15.04.2011 | 19:07 Uhr
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berlin81 :
mit perkins wären sie der favorit überhaupt im osten, so eben nicht mehr (schaffen können sies natürlich trotzdem aber dann musss auch alles optimal laufen)...und für oklahoma war das grandios, für mich der härteste konkurrenz der lakers...
15.04.2011 | 19:31 Uhr
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@berlin81
hast total recht, viel besser hätte es für oklahoma einfach nicht laufen können
15.04.2011 | 20:10 Uhr
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Risi96 :
Habe mich informiert:die Frist für das nächste Jahr war bis 1. Nov 2010 - weiß nicht für wen, aber wenn er seinen Vertrag nicht einfach so unterschreibt, wird er ein ->'restricted free-agent
15.04.2011 | 20:39 Uhr
+1
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gut, dann hat boston ja ein wörtchen mitzureden wenn sie ihn halten wollen, mal schauen was da passiert!!
16.04.2011 | 10:14 Uhr
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mr_miagi :
Sehr guter Blog. Schön dass sich mal jemand, abseits von Kobe, James und co, um die wichtigen Rollenspieler kümmert.Toll dass du beide Seiten beleuchtet hast, denn Bostons Profit, aus diesem Trade, wird sich wohl wirklich erst im Sommer bzw in den nächsten Jahren zeigen.
Gute Arbeit, 10 Punkte.
19.04.2011 | 18:13 Uhr
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Ist echt krass wie schlecht Rondo nach dem Trade von Perkins spielt!!
16.06.2011 | 17:34 Uhr
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Agent0 :
nach den playoffs gesprochen:
Perkins fehlte Boston
Perkins brachte OKC nicht in die Finals
''und für oklahoma war das grandios, für mich der härteste konkurrenz der lakers...''
naja... :D
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1 Frage noch: Läuft Green's Vertrag nicht im Sommer aus?
Wird dann wohl eher nicht in B bleiben. Denkt ihr, erwürde dann auch noch in Betracht ziehen zurück zu den Thunder zu gehen?